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    AW: Der etwas andere Jahresrüblick- Teil 2

    ich habe heute ein kapitel meiner großen persönlichen baustellen reise beendet.
    dieses mal war es das thema geld und ich habe mich durch zähe verhandlungen gekämpft und heute einen durchaus akzeptablen vergleich erreichen können. nun geht es bergauf...
    und ich habe dadruch wieder sehr viel gelernt. und das nicht nur in sachen finanzen, sondern auch in sachen disziplin und sich auseinadersetzen mit scheinbar unlösbaren aufgaben.

    desweiteren habe ich festgestellt, dass sich wohl mein festgefahrenes beuteschema in sachen männer nachhaltig ändern zu scheint. meine diesjährigen begegnungen hatten eine ganz andere qualität als bisher und auch wenn nichts draus geworden ist, so habe ich nur gute erinnerungen und bin sehr zuversichtlich für die zukunft.

    und ich habe viel in sachen verantwortung gelernt, denn ich habe mir einen hund zugelegt. wahnsinn, was so ein tier mit einem anstellt. endlich dreht sich die welt mal nicht nur um die eigene achse. und gesund ist es auch noch. ich hatte schon jahre lang nicht mehr so viel frische luft und bewegung.

    auch jobmässig läuft es. trotz wirtschaftskrise "unaufgefordert" eine gehaltserhöhung bekommen und auch eine interessante neue jöbmöglichkeit für 2010 hat sich aufgetan, die ich ernsthaft in erwägung ziehe.

    gesundheitlich haperts ein wenig, aber auch da ist alles in planung um bald wieder richtig fit zu sein. wenn das jetzt auch noch glatt geht, fühle ich mich schon fast gesegnet mit glück.

    eine sache ist allerdings noch unerledigt und ich wurde heute damit konfrontiert. noch habe ich keine ahnung was ich diesbezüglich machen soll und bin erschrocken, dass ich eigentlich schon seit august 2008 unentschlossen bin, was ich machen soll. aber ich habe zumindest schonmal festgestellt, dass abstand oft nötig ist um sachen klären zu können.
    Nichts wahrhaft Gutes war jemals einfach

  2. Inaktiver User

    AW: Der etwas andere Jahresrüblick- Teil 2

    meine größte herausforderung in 2009 war und ist meine mutter - mittlerweile 88 jahre alt.
    jeden samstag der vergangenen drei jahre gehe ich zu ihr und putze die vier-zimmer wohnung, wasche wäsche, bügle, halt was so ím haushalt anfällt.
    ich bin vollzeit berufstätig und somit bleiben mir nur der samstag und der sonntag als ruhezeit.
    ich habe in diesem jahr sehr oft damit gehadert - was ist mit meinem samstag - warum habe ich keinen samstag???
    meine schwester übernimmt dann die arztbesuche und einkäufe, sie wohnt im haus meiner eltern. eigentlich gut aufgeteilt.
    meine enkelkinder sind früher jedes zweite wochenende von samstag auf sonntag bei mir gewesen. ist alles vorbei - wegen meiner mamma (meiner lieben mamma).
    schlimm, dass ich das schreibe .........................?
    Ich wünsche mir für 2010 mehr energie und freude für diese samstage, denn ich liebe meine mutter ja.

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    AW: Der etwas andere Jahresrüblick- Teil 2

    Sehr interessant, Eure Beiträge.

    Danke!

    Für mich war wirklich wichtig mit meinem "Kopf-durch-die-Beziehungswand" aufzuräumen.

    Wichtig ist letztlich, dass mein Partner und ich damit klarkommen.

    Einige Menschen in unserem Umfeld können nicht verstehen warum wir z.B. nicht zusammen wohnen.

    Am Anfang viel mir das schwer, mich von der Vorstellung zu verabschieden, doch mitlerweile genieße ich die Tage, an denen ich meine Ruhe habe.

    Ich fühle mich nicht mehr verlassen, wenn ich allein schlafe.

    Wieder Zeit für mich zu haben, dass tut mir gut.

    Und wenn ich nur im Bett liege und lese.

    Ich habe in dieser Beziehung Vetrauen auf eine gemeinsame Zukunft gefunden und das man sich ruhig Zeit lassen kann, gewisse Dinge gemeinsam anzugehen und Entscheidungen zu treffen.

    Tja, und dann habe ich in diesem Jahr gedanklich ganz bewusst durchlebt, dass ich vaterlos war und bin.

    Wie groß dieses Thema in mir war, war mir so nicht klar.

    Aber ich habe mich ganz bewusst damit auseinander gestezt und dieses Gefühl zugelassen.

    Es ist einfach ein leerer Platz, ein Loch in meinem Leben und darüber darf und werde ich sicher für den Rest meines Lebens traurig sein.

    Es hat mich Kraft und Tränen gekostet.

    Aber irgendwie bin ich auch ein Stück weit damit versöhnt, weil ich es so für mich angenommen habe.

    Interessant daran war auch, zu sehen, wieviel Bestätigung ich mir eigentlich immer von meinen Partnern gewünscht und ersehnt habe.

    Das ist mir immer noch wichtig, aber jetzt weiss ich dieses Gefühl besser einzuordnen und woher es kommt.

    Ich lebe jetzt besser damit.

    Wer nicht mehr liebt und nicht mehr irrt, der lasse sich begraben.
    Johann Wolfgang von Goethe

  4. Inaktiver User

    AW: Der etwas andere Jahresrüblick- Teil 2

    Zitat Zitat von delusion Beitrag anzeigen
    ....

    und ich habe viel in sachen verantwortung gelernt, denn ich habe mir einen hund zugelegt. wahnsinn, was so ein tier mit einem anstellt. endlich dreht sich die welt mal nicht nur um die eigene achse. und gesund ist es auch noch. ich hatte schon jahre lang nicht mehr so viel frische luft und bewegung.

    ....
    oh ja bei mir ist vor 5 jahren auch ein hund eingezogen. seither bin ich viel ausgeglichener. es ist toll mit einem hund zusammenzuleben. es macht irre viel spass und gibt einem emotional auch viel, wenn man sieht wie man mit hund zu einem team zusammen wächst.

    wenn ich mein 35-jähriges leben betrachte, dann sind mein studium und der hund die beiden dinge, die mich verändert haben. oder auch weitergebracht haben. das studium intellektuell und beruflich und der hund hat meine persönlichkeit irgendwie verändert. ganz seltsam, ich komme plötzlich mit fremden menschen ins gespräch, bin nicht mehr so schüchtern und bin ausgeglichener. ganz seltsam aber irgendwas hat er in mir bewegt.

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    AW: Der etwas andere Jahresrüblick- Teil 2

    Im Jahr 2009 habe ich sehr viele neue Erfahrungen machen "müssen".

    Gelernt habe ich aus den Veränderungen, Geduld zu haben, ehrlicher mir selbst und anderen gegenüber zu sein, mehr Verständnis und Mitgefühl zu haben. Ich habe gelernt, besser auf meine eigenen Bedürfnisse zu achten und alleine zu leben.

    Trotzdem: das Jahr 2010 kann nur besser werden - besonders gesundheitlich.
    Leben ist, was ich daraus mache....

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    AW: Der etwas andere Jahresrüblick- Teil 2

    2009 war für mich ein sehr bewegtes Jahr.

    Ich habe grundlegende Veränderungen zu Beginn des Jahres eingeläutet - einige dieser Veränderungen waren für mich richtig und an der Zeit, andere stellten sich als ungut heraus und mussten revidiert bzw. angepasst werden, da ich kreuzunglücklich war. Das hat mich insgesamt viel Kraft gekostet und mir aufgezeigt, dass es eben keine "definitiven" Entscheidungen gibt. Das wusste ich abstrakt, aber es war eine wertvolle Erfahrung, diesen Prozess nicht nur theoretisch durchzumachen, sondern real zu durchleben, Veränderungen aktiv einzuleiten, zu spüren, zuzulassen und anzunehmen - mit allen schmerzhaften Begleiterscheinungen. Das hat mir viel Autonomie und Freiheit gegeben, da ich die letzten Jahre eher passiv war und Entscheidungen unbewusst nach außen/an andere deligiert habe, statisch gelebt und mich manchmal wie einbetoniert gefühlt habe. Ich hätte noch vor einem Jahr nicht daran geglaubt, wie sehr sich mein Leben in nur 12 Monaten in so vielen Lebensbereichen wandeln kann - äußerlich, aber vor allem auch innerlich. In diesem Jahr habe ich gelernt, mir selbst mehr zu vertrauen.

    Ich habe viel Ungewissheit erlebt in diesem Jahr, das hat mich streckenweise sehr, sehr geängstigt. Aber auch dies war ein wichtiger Prozess: Ungewissheit + Unsicherheit annehmen und aushalten; darauf vertrauen, dass ich die Kraft finden werde, alles so zu verändern, dass es mir wieder besser geht. Auch hier wieder als Schlussfolgerung: das eigene Leben aktiv in die Hand nehmen und handeln. Ich habe in 2009 mehr gehandelt und dadurch das Gefühl, mehr gelebt zu haben. In den Jahren zuvor war ich wesentlich stärker mit theoretischen Gedankengängen befasst. Es ist mein Wunsch, die Fähigkeit aktiv zu handeln aus diesem Jahr beizubehalten.

    2009 bin ich zweimal quer durch Deutschland umgezogen und hoffe, nun dort zu sein, wo ich leben möchte - für den Moment, denn mein Lerneffekt aus diesem Jahr ist, dass alles in Bewegung ist, ich Entscheidungen revidieren und dazu stehen kann - also insgesamt frei(er) zu sein.
    Geändert von Lillith11 (31.12.2009 um 13:39 Uhr)
    Das Leben wird vorwärts gelebt und rückwärts verstanden. (Kierkegaard)

  7. User Info Menu

    AW: Der etwas andere Jahresrüblick- Teil 2

    Schöne Idee mit diesem Strang!

    2009 war das ungewöhnlichste Jahr in meinem Leben. Es hat alles auf den Kopf gestellt und ich bin ganz auf mich zurückgeworfen worden. Jetzt, wo es zu Ende geht, merke ich, dass ich dieses Jahr sehr liebe und nur ungern loslosse.
    2009 musste ich mich einer anstrengenden Krebstherapie unterziehen (an den Beginn des Jahres erinnere ich mich nicht, weil ich von einer Chemo total "weggeschossen" war) und infolgedessen musste ich lernen, dass alles, woran ich mich festgehalten habe, keinen echten Halt bietet. Mein toller sportlicher Körper, den ich so "hofiert" habe, er ist weggeknickt, manchmal kam ich kaum die Treppe rauf. Meinen Job, über den ich mich total identifiziere, konnte ich nicht mehr ausüben. "Arbeitsunfähig" - ein Fremdwort für mich. Mit 43 hielt ich den ersten "gelben Schein" in der Hand. Meine Beziehung geriet in die ultimative Krise. Weniger die Schuld von meinem Freund oder von uns, sondern mehr die Erkenntnis, dass ich nicht wirklich fähig bin, mir Halt bei anderen zu suchen, wenn ich selber keinen mehr habe.

    Aber dann wurde das Jahr besser und besser. Als die Behandlungen vorbei waren, konnte ich die monatelange Freiheit nutzen, um viel für mich zu tun, für meine Seele, meinen Körper, meinen Halt...
    - Ich habe mich oft und lange von allen Dingen zurückgezogen und war mit mir alleine und bin langsam wieder zurück zu mir gekommen. Ich bin jetzt an einem anderen "Ort" als vorher, aber an einem, der mir besser gefällt.
    - Ich habe mehr Mut. Ich traue mich ehrlicher als früher, zu sagen, was ich denke, "nein" zu sagen. Ich habe auch einige Kontakte bewusst beendet, wenn ich spürte, dass sie mir nicht guttun in dieser Phase der Neuorientierung, wo man ja auch immer wieder ganz nach unten taucht und extreme Phasen durchmacht.
    - Ich habe mir Hilfe bei einem Therapeuten gesucht, der hat vieles bewirkt. Überhaupt, dass ich Hilfe gesucht habe, das war für mich nicht leicht, und dass ich dann auch jemanden gefunden habe, mit dem es so gut geht, das war ein Highlight dieses Jahres.
    - Ich habe - was mir sehr guttut - "Mentoren" gefunden, ich nenne sie meine "Ersatzeltern" (meine Eltern sind schon tot), die tun mir sehr gut und sie verstehen mich auf eine Art, auf die Freunde einen nicht verstehen. Eltern halt...
    - Dadurch, dass ich so viel auf meinem Boot gelebt habe, bin ich nicht nur intensiv zu mir selber gekommen, sondern auch zur Natur, das war toll, mit der Sonne aufzustehen und einzuschlafen, morgens Besuch von kleinen Enten bekommen, manchmal auf von einem Graureiher... wunderschön... und ich hab auch richtig gut Segeln gelernt
    - 2010 wird ein richtiger Neuanfang, auch im Beruf: ich bin ab 1.1. wieder gesundgeschrieben und an dem Tag bekomme ich auch einen neuen Chef, mit dem ich mich total gut verstehe. Die Chemie stimmt und er "passt" einfach. Ich freue mich auf diese Zeit!

    Alles in allem, ich habe gelernt, dass nichts im Leben selbstverständlich ist, dass man sich nicht an den falschen Dingen festhalten darf. Echter Halt muss aus einem selber heraus kommen. Und ich habe gelernt, dass es ok ist, so zu sein, wie man ist. Von den richtigen Leuten wird man dafür nicht abgelehnt, im Gegenteil. Und ich bin dem Jahr 2009 für so vieles unendlich dankbar. Der Freiheit und den Raum, zu diesen Erkenntnissen zu kommen, was für ein Geschenk! Ich gehe sehr gestärkt und zuversichtlich ins neue Jahr.

    Ich wünsche euch allen ein glückliches und gesundes Neues Jahr...
    Kappuziner

    Kottan
    : "I rauch ned, i trink ned und i hob nix mit andere Frauen"
    Elvira: "Gar koan Fehler?"
    Kottan: "Doch, i liag manchmal"
    ______________________________________

    Profilbild © Analuisa

  8. Inaktiver User

    AW: Der etwas andere Jahresrüblick- Teil 2

    Ein sehr schöner Strang!

    Ich kann leider nicht in Worte fassen, was mich dieses Jahr bewegt hat. So klar wie andere hier bekomme ich das nicht hin.

    Ich habe diese Jahr -auch bedingt durch Krankheit- mich mit einigen für mich sehr schwierigen Themen auseinandersetzen müssen. Vieles habe ich loslassen müssen und ich weiß noch nicht ob etwas Neues nachkommt und wie das aussehen wird.

    Das tut weh und macht auch öfters Angst.

    Manchmal spüre ich aber auch eine Befreiuung und ahne Chancen auf Schönes.

    Eine schöne Erfahrung in diesem Jahr: es sind viele Leute weggebrochen, aber diejenigen die bleiben, tragen mich.

    Allen ein schönes Jahr 2010!
    Marlien

  9. Inaktiver User

    AW: Der etwas andere Jahresrüblick- Teil 2

    @ Kappuziner, Deine Geschichte hat mich sehr berührt, danke, dass Du ein wenig davon aufgeschrieben hast! Und alles Gute weiterhin - in jeder Hinsicht!

    Euch allen ein frohes neues Jahr!!!

  10. User Info Menu

    AW: Der etwas andere Jahresrüblick- Teil 2

    Zitat Zitat von frau-doktor Beitrag anzeigen

    Was passiert mir auf keinen Fall nochmal, was habe ich für mich erkannt?
    Was hat mich stark gemacht, was habe ich über mich, über das Leben gelernt?

    Gelernt habe ich, Verhaltensweisen Anderer nicht auf mich zu beziehen.
    Früher dachte ich oft: Der/Die macht das jetzt, weil ich...
    Aber inzwischen weiß ich, dass ich das nicht zu verantworten habe.
    Das klinkt so blöd; ich kann das nicht richtig erklären.
    Vielleicht ein Beispiel: Wenn eine Kollegin mehrmals Verabredungen absagt, dachte ich früher, dass es wohl an mir läge (sie findet mich doch nicht spannend/nett/interessant genug).
    Inzwischen denke ich das nicht mehr. Ich weiß, dass ich spannend/nett/interessant genug bin. Es ist durchaus möglich, dass die Gründe für das mehrmalige Absagen bei der Kollegin liegen.

    Ich bin jetzt nicht mehr so schnell zu verunsichern. Das ist eine ganze Menge, was ich da im letzten Jahr gelernt habe.

    Und ich habe gelernt, wie sehr wir alle Masken und Fassaden nutzen und wie schwer es ist, dahinterzuschauen. Und wie groß manchmal die Not ist und wie gut sie doch verstekct ist. Und dass es sein kann, dass Menschen, die mir lieb und wertvoll sind und als Kollegen eine Bereicherung sind und sehr gute Arbeit leisten, fähig sind zu Dingen, die niemand ihnen zugetraut hätte.
    Und ich habe nicht nur gelernt, sondern wirklich "begriffen" dass jeder zu nahezu Allem (Schlimmen) fähig ist, es kommt nur auf die Situation an.
    Gestaltet doch euer Leben, hofft weniger, macht was ihr wollt.
    Aber macht!


    ausgeborgt von Uli_F-2009

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