@ Jordbaer - ich kann alles sehr gut nachvollziehen, was du da schreibst, denn ich befinde mich in einer ganz ähnlichen Lebensphase. Und nein, ich glaube nicht, dass du überzogene Vorstellungen von einer "Vorzeige"-Familie hast, sondern ganz normale Wünsche nach Partnerschaft und eigenem Kind. Nicht mehr und nicht weniger. Vollkommen nachvollziehbare und normale Wünsche, dafür nicht minder schmerzhaft, wenn sie sich nicht erfüllen.
Wichtig finde ich dennoch, was Beklamo schreibt - zu beachten, dass sich das Leben in Wellen bewegt und ehe man sich versieht, steht man selber auf der Sonnenseite des Lebens.![]()
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28.12.2009, 21:16Inaktiver User
AW: Aus Freundinnen werden Mütter - und ich?
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29.12.2009, 09:02
AW: Aus Freundinnen werden Mütter - und ich?
Es ist zwar gut sich vor Augen zu halten, dass man das Leben ohne Kinder genießen sollte aus welchen Gründen auch immer. Nur irgendwann setzt man sich als Frau ohne Kinder mit diesem Thema auseinander und der Wunsch nach einer Familie kommt hoch. Es bringt auch nichts das Thema zu negieren.
Da ich mich gerade selber mit dem Thema auseinandersetzte, das Singledasein zu beenden, da der Wunsch nach einer eigenen Familie vorhanden ist, stellt sich mir ehe die Frage wie damit am Besten umzugehen ist. Wahrscheinlich ist es wirklich am Besser dem Leben zu vertrauen, dass sich irgendwann die Wünsche erfüllen. Bis dahin "arbeitet" man an sich selber bzw. verändert einiges bei sich. Wie z.B. Wohnungswechsel, wenn die Wohnsituation stört, neuer Job, weil der alte zu nervenaufreibend ist oder mit dem Rauchen aufhören etc. Was ich nicht machen würde, loszustürmen um einen Mann zu suchen
Ansonsten wüßte ich jetzt auch nicht was man dazu noch sagen könnte.
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29.12.2009, 09:08Inaktiver User
AW: Aus Freundinnen werden Mütter - und ich?
Hallo jordbaer,
was mir auffällt an deinem Eingangspost: du hast dich nach langjähriger Beziehung vor 1,5 Jahren getrennt. An sich nix Unnormales. Dann ging die nächste Beziehung vor 2 Monaten auseinander - ihr habt aber auch schon zusammengewohnt? Das find ich nun schon ein bisschen erstaunlich, da legst du ja ein ziemliches Tempo vor. Kaum warst du getrennt, kam schon der nächste Mann und die Entscheidung, zusammenzuziehen. Kann es nicht sein, dass du da nicht wirklich genau hingeschaut hast??
Nur mal so von außen gefragt!
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29.12.2009, 23:49Inaktiver User
AW: Aus Freundinnen werden Mütter - und ich?
hallo liebe traurige jordbaer,
du hörst schon deine biologische uhr ticken?? dabei hast du aus meiner sicht noch soooo viel zeit.
nur mal so als positives beispiel fiel mir bei deinem post sofort die vorzeigefrau von rtl ein. frauke ludewig: die hat mit über vierzig noch zwei kleinen süßen mädchen das leben geschenkt und scheint glücklich verheiratet.
versuch mal, entspannt rüber zu kommen..............
klingt jetzt so einfach, wenn ich das schreibe???
kannst du etwas mit esoterik anfangen? .... wenn ja, dann könnest du sicher viel damit bewirken - nach meiner meinung.
ich schicke dir eine pn.
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30.12.2009, 00:20Inaktiver User
AW: Aus Freundinnen werden Mütter - und ich?
Liebe FrauLindenbaum,
ich weiß jetzt auch nicht, wie ich es durch die
sagen soll...
das klingt so.... bürokratisch...
Heißt das, dass du gerne einen Mann hättest, mit dem du eine Familie gründen kannst? Also geht es konkret um einen Mann, der fehlt?
Könntest du dir auch vorstellen, ohne Mann Kinder zu haben?
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30.12.2009, 07:28Inaktiver User
AW: Aus Freundinnen werden Mütter - und ich?
Ich frage mich manchmal, in wieweit man sich überhaupt vorstellen kann, wie das ist: Kinder zu haben!
Hinterher auf alle Fälle ...
Mein Kind ist mittlerweile 35 - und ich habe alles durch: Kind mit Mann, Mann als Kind ... alle hier bereits genannten Katastrophen ... UND (grösstenteils) auch alleinerziehend ...
Nie würde ich auf irgendwas aus meinem Leben verzichten wollen - aber leicht war es auch nicht!
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30.12.2009, 11:18Inaktiver User
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31.12.2009, 20:19Inaktiver User
AW: Aus Freundinnen werden Mütter - und ich?
hallo jordbaer,
wie geht es dir , melde dich mal im neuen jahr. hast du meine pn erhalten. kannst du damit etwas anfangen?
ich wünsche dir ein wunderschönes neue jahr 2010, in dem alle deine wünsche und hoffnungen in erfüllung gehen.
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03.01.2010, 23:01Inaktiver User
AW: Aus Freundinnen werden Mütter - und ich?
Hallo Jordbaer,
Ich kann dich auch sehr gut verstehen. Mir geht es seit längerem genauso. Alle Freundinnen um mich herum bauen ihre Nester, bekommen Nachwuchs, gründen ihre eigene kleine Familie (fast möchte ich hinzufügen : "in der Prärie"
).
Irgendwie komme ich mir so "übriggeblieben" vor. Ich hätte auch gerne Kinder gehabt, hatte aber nie geklappt (vielleicht bin ich ja tatsächlich "nicht so fruchtbar", wie ein Frauenarzt mal zu mir sagte, kann man das noch irgendwie feststellen lassen? Interessieren würde es mich schon) und jetzt geht es nicht mehr, da ich schon in einem "gewissen" Alter bin, d.h., ich müsste jetzt aber schleunigst Gas geben, aber ein Partner ist leider auch nicht in Sicht.-
Hatte auch eine längere Phase in den letzten Monaten, wo ich bewusst um die verpasste Chance, Kinder zu bekommen, getrauert habe. Es kam einfach hoch, ich war selbst von der Heftigkeit der Gefühle überrascht, dachte ich doch die ganze Zeit, ich könnte das Leben locker so annehmen, wie es kommt. Konnte ich nicht.-
Jetzt bin ich langsam aber sicher damit durch, auch wenn es einiges an Tränen gekostet hatte, zu akzeptieren, dass eine tiefe Erfahrung, nämlich die, schwanger zu sein, ein Kind zu gebären und es großzuziehen, mir vorenthalten bleiben soll. Deshalb konnte ich auch das hier nicht einfach so umsetzten, also, den kinderlosen Status einfach genießen:
Auch deshalb, weil ich überhaupt keine Vergleichsmöglichkeit hatte (hat man ja auch i.d.R. nicht, man kann ja ein Baby nicht "übungsweise" verabreicht bekommen, um dann hinterher zu sagen: "Nein doch nicht, Danke Schön!" Frau bekommt es, und dann wächst man in diese Aufgabe hinein, wie ja auch schon angemerkt wurde)
Hinzu kommt, dass ich gesehen habe, dass Mütter in der Gesellschaft einen anderen Stellenwert haben als Nicht-Mütter. Ich habe es insbesondere in meiner eigenen weiteren Familie so erlebt, dass Frauen mit ganz anderen Augen angesehen wurden, sobald bekannt wurde, dass sie schwanger waren. Es wurde ihnen viel mehr Respekt entgegengebracht als vorher. Denn: Kinder aufzuziehen ist ja sooo viel Arbeit und soooo eine große Verantwortung.
Gut, das ist auch sicher der Fall, nur, ich werde in diesen Chor nicht mit einstimmen, denn Eltern geben wohl sehr viel, bekommen aber auch vieles wieder zurück, wie ich ja jetzt Dank meiner Freundinnen "nah am Objekt" studieren kann.
kleiner.Tiger sagte es ja auch, dass sie die (Eltern-)Zeit, obwohl nicht leicht, keinesfalls missen möchte.
Das alles werde ich nun nicht erleben, aber ich lerne immer mehr, diese Tatsache, aber auch mich selbst, so zu akzeptieren, wie sie/ich ist/bin.
Und nicht nur "das Beste" daraus zu machen, sondern bewusst Dinge zu tun, die ich nicht machen könnte, wenn ich Familie hätte.- Naja, ich bin noch am Suchen...
Aber es ist auch sehr schön, von besagten Freundinnen als willkommene "Tante"
in ihre jeweiligen Familien eingebunden zu werden. So kann ich doch ein wenig das Kinderglück mit ihnen zusammen erleben (in Form von Besuchen, und vielleicht auch bald mal das ein oder andere Babysitten, etc.), und das sogar in sehr bequemer Position
, habe ich ja die "ganze Arbeit" nicht.-
Liebe Jordbauer, jetzt habe ich sehr viel von mir erzählt. Sorry!
Jedenfalls von mir zum Schluss noch eine
Lass' Dich nicht entmutigen von dem ganzen Familienleben um Dich herum! Du hast ja auch noch Zeit mit Schwangerschaft & Co.
Schaue nochmal auf Deine Beziehungsmuster (wie es hier schon mehrfach angesprochen wurde) und versuche, DEINEN Weg zu gehen, spielerisch & unverkrampft!
larasan
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04.01.2010, 17:27
AW: Aus Freundinnen werden Mütter - und ich?
Ich war über Silvester verreist, daher melde ich mich erst jetzt wieder. Danke für eure Antworten!
Die Reise hat mir gut getan. Ich fühle mich wieder ein bisschen entspannter. Ich denke nämlich, dass dieses ganze Mütterwerd-Thema auch ein wenig mit meinem schlechten Selbstwertgefühl zu tun hat. Mit dem Gefühl, dass ich allein nicht mehr ausreiche, sondern einen standesgemäßen Partner und ein Kind sozusagen vorweisen muss.
Die Reise führte mich zum europäischen Taizé-Treffen in Polen. Taizé ist ein christliches Kloster, und dort kamen viele tausend Leute zusammen, um zu beten, nachzudenken, sich kennen zu lernen und gemeinsam Silvester zu feiern. Mir hat das unheimlich gut getan, einerseits das Gebet und Gottes Liebe wieder zu erfahren, auch ohne dass ich etwas vorweisen muss und auf der anderen Seite auch wieder die Erfahrung, dass ich schnell Anschluss finde, gut auf Leute zugehen kann.
@ einewiekeine, ja du hast Recht, das ging wohl ein bisschen schnell in meiner letzten Beziehung. Ich weiß jetzt, dass ich einen zu hohen Anspruch an meine letzte Beziehung hatte. Er war auch so drauf wie ich: wollte endlich die "Eine Richtige" finden und eine Familie gründen. Leider haben wir nach drei Monaten festgestellt, nicht mehr verliebt ineinander zu sein (was ich durchaus normal finde), danach kam aber auch nichts Tieferes zustande. Ich habe den Fehler gemacht, mehr in der Zukunft statt im Jetzt zu leben. Ich dachte immer, wenn es Probleme gab, ach, was solls, er ist schließlich der Mann fürs Leben. Dabei habe ich mehr und mehr aus dem Blick verloren, dass unser Zusammenleben nicht gut war. Er ist regelrecht geflüchtet und ich hab nur noch an ihm rumgemeckert. (Nachzulesen in meinem Strang "Steuern wir auf die Trennung zu?")
Also, insgesamt bin ich gerade wieder entspannter in dieser Hinsicht und das ist auch dringend notwendig. Ich muss nicht in diesem Jahr den perfekten Mann finden und eine harmonische Kleinfamilie gründen. Ich bin auch für mich interessant und liebenswert genug. Vor allem möchte ich aufhören, sämtliche Männer nach einem Kriterienkatalog abzuchecken und möchte alles mehr auf mich zukommen lassen. Was aber nicht heißt, nicht aktiv sein zu dürfen. Aber ich muss halt nicht. Wenn ich mit 35 kein Kind habe, kann ich ja immer noch in Panik verfallen. Oder mich damit intensiv auseinandersetzen und vielleicht entscheiden, tatsächlich ohne eigene Kinder zu leben. Als angehende Grundschulllehrerin werde ich ja immer Kinder in meinem Leben haben, und Patentante bin ich auch schon...Geändert von jordbaer (04.01.2010 um 17:41 Uhr) Grund: Satz eingefügt




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