So ein Denken ist für mich sowieso mehr als nicht nachvollziehbar und warum sich Frauen (bzw. Männer) so etwas gefallen lassen, wird mir wohl immer schleierhaft sein. Sich so wenig wert zu sein, daß man sich so behandeln läßt -> sorry, aber echt ohne mich.
Dafür bin ich nach dem Auszug von meinen Eltern durch eine zu harte Zeit gegangen, als dass ich so mit mir umgehen lasse. No away!!![]()
![]()
Antworten
Ergebnis 11 bis 20 von 169
-
26.12.2009, 19:57
AW: Gibt es bedingungslose Liebe?
Wer zu spät kommt, den bestraft das Leben.
-
26.12.2009, 20:01Inaktiver User
AW: Gibt es bedingungslose Liebe?
Aber das ist dann eben "bedingungslose Liebe": ich erwarte nichts, ich lieb dich einfach, auch wenn du mich schlecht behandelst oder meine Liebe gar nicht willst ...
-
26.12.2009, 20:17
AW: Gibt es bedingungslose Liebe?
Das sehe ich anders, einewiekeine. Für mich gehört zu einer bedingungslosen Liebe auch, daß der andere mich so respektvoll und liebevoll behandelt wie ich ihn. Das mögen andere jetzt vielleicht schon als Bedingung definieren, aber es gibt für mich nun mal Umgangsformen, die dazu gehören und nicht diskutiert werden müssen.
Wer zu spät kommt, den bestraft das Leben.
-
26.12.2009, 20:33Inaktiver User
AW: Gibt es bedingungslose Liebe?
OK, da muss man sich über die Begriffe einigen.
Ich fürchte aber eben, dass allzuviele unter bedingungloser Liebe wirklich verstehen: egal was der andere mit mir tut.
Oder: je mehr ich leide, desto größer ist meine Liebe.
-
26.12.2009, 20:39
AW: Gibt es bedingungslose Liebe?
Na, das hoffe ich doch mal nicht, einewiekeine, daß allzuviele das so sehen. Bei allem Respekt, Liebe ist dazu da, um mir gut zu tun, mich aufzufangen und mich zu tragen. Und dazu gehört nun mal nicht, dass ich in dieser Liebe leide. Sollte das so sein, wäre das für mich ein Grund, das Ganze zu überdenken und gegebenenfalls zu beenden.Wer zu spät kommt, den bestraft das Leben.
-
26.12.2009, 21:32
AW: Gibt es bedingungslose Liebe?
meine gedanken dazu:
wirklich bedingungslos lieben können wahrscheinlich nur eltern ihre kinder, vielleicht noch umgekehrt.
leider ist das in der realität aber häufig auch nicht so, meist ist schon die elternliebe an vorleistungen geknüpft: brav sein, gutes benehmen, gute schulnoten, leben nach den maßstäben der eltern ... etc. das zerstört so allerhand schon beim kleinen kind.
in der partnerschaft sind an die liebe immer bedingungen geknüpft - irgendein bedürfnis in mir muss doch derjenige stillen, damit ich ihn überhaupt als liebespartner wahrnehme/in erwägung ziehe. bei manchen ist es geld/status/sicherheit, oder auch aussehen/sexuelle attraktivität. im positiven sinne ist die bedingung die, dass der partner mir gut tut, dass man gemeinsam wachsen kann, dass er mich zum lachen bringt, mein selbstbewusstsein stärkt oder tausend andere dinge. im negativen kann es natürlich auch ein uneingestandenes bedürfnis nach leiden, nach demütigung, nach drama sein ... von daher liebt auch derjenige, der sich in einer beziehung - für andere absolut nicht nachvollziehbar - fertig machen lässt, nicht "bedingungslos".
-
26.12.2009, 21:59Inaktiver User
AW: Gibt es bedingungslose Liebe?
innerhalb der Familie (Eltern und Kinder, Geschwister) gibt es bedingungslose Liebe - jedenfalls nicht an Bedingungen geknüpft, wie sie hier genannt wurden - Gewalt etc. mal außen vorgelassen.
und mit der Hochzeit habe ich mit meinem Mann Familienbande geknüpft - da gilt dasselbe.
Ich liebe meinen Mann - auch wenn wir uns gerade tagelang zoffen und die Liebe vielleicht gerade nicht an der Oberfläche spürbar ist, weil sich eine Dreckschicht auf den Goldklumpen gelegt hat.
Davon unterscheiden würde ich die Beziehung, in der ich an den Partner, an meine Kinder, an meine Eltern durchaus Erwartungen habe und haben darf - und mit denen ich mich auch auseinandersetze.
Wenn ich bedingungslos liebe bedeutet das nicht, dass ich in jeder Situation alles für den anderen tun würde oder mich beliebig weit zurücknehmen oder verbiegen.
-
26.12.2009, 22:27
AW: Gibt es bedingungslose Liebe?
Liebe Leonie,
ich habe überlegt, wie ich ausdrücken kann, was ich sagen will - nun habe ich es bei Dir gefunden.
Ich denke auch, dass es noch einmal einen Unterschied zwischen Liebe und Beziehung gibt. Bin einem Mann, der mich vor Jahren sehr verletzt hat, unverhofft noch einmal innerlich nahe gekommen. Wir haben uns einander öffnen können und ich kann nachvollziehen, wie er tickt und warum er so tickt. Wir sind uns da sehr ähnlich, das Verständnis füreinander schafft Nähe. Aber ich sehe auch seine Grenzen, und dass ich meine Bedürfnisse, die ich in einer Beziehung ausleben möchte, mit ihm nicht ausleben kann. Dass kann ich anerkennen, ihn nehmen wie ist. Meine nicht-amouröse Liebe zu ihm strebt also nicht nach Erfüllung im Rahmen einer Paarbeziehung. Wir werden jetzt vielleicht lange nichts voneinander hören. Ob er ebenso fühlt, weiß ich nicht. Es ist für meine Gefühle ohne Belang. Ebenso schließen diese Gefühle nicht aus, dass ich selbst bei respektlosem Verhalten seinerseits den Kontakt abbreche. Kann das einer nachvollziehen, was ich meine, ohne, dass das jetzt so Mutter-Teresa-mäßig rüberkommt?
So zu empfinden ist aber erst möglich, seit ich einen Zugang zu mir selbst gefunden habe und mich selber lieben lernte. Das konnte ich lange nicht. Was meine Erwartungen an Beziehungen sehr beeinflusst hat. Ich würde also die These aufstellen: Man kann andere nur so sehr lieben, wie man sich selber lieben kann.
LG,
Babette (die eigentlich überhaupt nicht eso-mäßig oder christlich unterwegs ist.....)Zurück ist ein Ort, den es nicht gibt.
-
26.12.2009, 22:37
AW: Gibt es bedingungslose Liebe?
"Warum aber soll man die Güte zu solchen Personen, wie dem Unlieben usw., vorerst nicht entfalten? Weil es einem widerstrebt, einen unlieben Menschen an die Stelle des geliebten Menschen zu setzen oder einen sehr lieben Freund an die Stelle des Gleichgültigen - denn sollte jenem auch nur ein ganz kleines Leid widerfahren, so wird man schon zum Weinen gestimmt; - und weil es einem widerstrebt, den Gleichgültigen an die Selle des verehrten und geliebten Menschen zu setzen. Beim Nachdenken über den Feind aber erhebt sich Groll. Somit also entfalte man die Übung vorerst nicht hinsichtlich solcher Menschen, wie des unlieben usw. Richtet man sie aber auf eine bestimmte Person des anderen Geschlechts, so kommt es dadurch zum Aufsteigen von Begierde. Ein gewisser Ministersohn soll einst den Ordensälteren Kulūpaka gefragt haben, zu wem er die Güte zu entfalten habe. "Zu einem geliebten Menschen" war die Antwort des Ordensälteren. Nun hatte aber jener sein eigenes Weib sehr lieb, und während er die Güte zu ihr entfaltete, hatte er die ganze Nacht hindurch auf seiner Matte zu kämpfen. Darum richte man die Übung nicht auf eine bestimmte Person des anderen Geschlechts."
-
26.12.2009, 23:49Inaktiver User
AW: Gibt es bedingungslose Liebe?
Interessantes Thema.
Ich selber sage : ja,
,gibt es, die Liebe,die aus dem "eigenen Atem"
lebt, ohne zu hinterfragen, ohne zu berechnen oder sich dadurch
Vorteile an "Land zu ziehen"...."ich liebe dich WEIL DU....", ist für
mich nicht wirkliche Liebe.Es gibt das Lied:"Liebe IST",das drückt
es ganz gut aus
Das Gedicht : was es ist...von Erich Fried drückt dieses Gefühl auch gut aus, bedingungslose Liebe zeichnet reif gewordene Menschen aus, finde ich.
Vor vielen Jahren ,ich war ca. 18 damals, sagte ein junger Mann zu mir, er würde mich immer lieben, auch wenn ich das nie erwidern
könne...damals dachte ich: was für ein Spinner....



Zitieren
