*unterschreib*
Genau diese Gedanken kommen mir auch. Wärest du so "stark", bräuchtest du dann eine Therapie?
Warum muß abgewertet werden? Damit ich mich stärker fühle, als ich bin. Alter Hut.
Vielleicht fühlst du dich nicht nur nicht geliebt (da kein Partner da ist), sondern auch abgewertet dadurch, hältst dich für nicht so wertvoll. Mir schimmert das durch. Das ist sehr schade.
Vielleicht wäre es einen Versuch wert, nochmal einen anderen Therapeuten zu probieren. Zurück kann man dann immer noch. Jedenfalls habt ihr scheinbar Probleme. Sowas habe ich nie erlebt in einer Therapie, dass mein Therapeut mir zu Aktionen riet, die ich nicht nachvollziehen konnte.
Mir klingt auch alles sehr verkrampft, sehr statisch, nicht gefühlsbetont.
Den berühmten Prinzen auf dem weißen Roß, an den man sich Tag und Nacht wohlig anlehnen kann - den gibt es nicht. Überhaupt gibt es dieses ganze Schwarz/Weiß nicht in der Wirklichkeit. Vielleicht wäre es eine Möglichkeitn, Männern überhaupt die Chance einzuräumen, dich näher kennen zu lernen (und umgekehrt), bevor man schon festschreibt "schwach", oder eben "stark". Menschen sind ungeheuer vielschichtig. Entdecke die Möglichkeiten! Es gibt keine Patentrezepte.
Einen Singleclub zu gründen, könnte viele interessante Gesprächspartner/Leidensgenossen bringen. Ich glaube, das brächte mehr als das herumtheoretisieren um mögliche Partnerschaftskonstellationen. "Leben ist das, was geschieht, während wir andere Pläne machen!".
My 2 cents.
LG Karla
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20.12.2009, 12:18
AW: Ein schwacher, passiver Partner als idealer Ausweg aus der Beziehungslosigkeit?
The original Karla
est. 2006











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20.12.2009, 12:20Inaktiver User
AW: Ein schwacher, passiver Partner als idealer Ausweg aus der Beziehungslosigkeit?
Hallo Kyria,
eine feste Bindung mit einem Partner einzugehen, ist doch aber ein Urtrieb des Menschen, auf den Vorbilder keine Auswirkung haben. Sicher, sie haben Einfluss auf die Ausgestaltung der Beziehung, und genauso sicher können sie ein wichtiger Motor dafür sein, das Eingehen von Beziehungen unwissentlich zu sabotieren. Aber DASS jeder Mensch ein Bindungsbestreben hat, steht meiner Meinung nach außerhalb gesellschaftlicher Normen.
schlaflos
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20.12.2009, 13:26
AW: Ein schwacher, passiver Partner als idealer Ausweg aus der Beziehungslosigkeit?
Danke für dieses Post, schlaflos!

Du bringst es für mich auf den Punkt: dieses Bedürfnis nach Bindung, das in irgendeiner Weise jeder Mensch hat, selbst Autisten!
Das Problem dabei scheint aber zu sein, dass sich manche nicht nur danach sehnen, wie alle Menschen, sondern sich darüber definieren! Ich habe das auch lange Zeit getan, mich irgendwie "zu wenig" gefühlt. Und in der Tat ist Vieles als Single nicht so möglich, wie als Paar, selbst wenn es Kinder aus früheren Beziehungen gäbe.
Sich selbst aber als Frau schon als vollständiges Ganzes zu erleben, die selbst alleine leben und für sich sorgen kann, ein soziales Netz auch ohne Partner um sich herum aufbauen kann, für die eine Partnerschaft eine glückliche Zugabe wäre, und die sich sogar ohne Kinder vollständig fühlen kann, das ist nicht für jede möglich.
Daher kommt wohl dieses verkrampfte, immer panischer werdende Suchen danach, was genau das Gegenteil erzeugt: dass die Männer reißaus nehmen.
Vielleicht unterliegt ja die Therapeutin selbst diesem Irrtum?
Wendet sie ihre Taktik denn bei sich selbst an?
Es wäre interessant zu erfahren, ob sie verheiratet ist, wie es dazu gekommen ist und welcher Art ihre Beziehung ist...Man muss nur immer einmal öfter aufstehen als man umgefallen ist.
"Ihr sollt immer denken: Ich werde es schaffen" Dalai Lama
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20.12.2009, 13:38
AW: Ein schwacher, passiver Partner als idealer Ausweg aus der Beziehungslosigkeit?
ich muss mich einigen vorrednerinnen anschliessen. schwach, passiv, unselbstaendig - das sind alles negative attribute. warum sollte jemand gerade bei der partnerwahl auf negatives aus sein?
in einer partnerschaft geht es doch vielmehr um das verhaeltnis der beiden partner. wenn der eine nun der aktive ist, der gern den weg vorschlaegt und alles organisiert, und der andere derjenige, der sich dem gern anschliesst, dann passt das doch. schlecht waere, wenn beide von derselben sorte waeren.
was die "schwaeche" anbelangt: menschen sind vieldimensional. wer in einem bereich schwaeche zeigt und den partner als stuetze braucht, der kann in ganz anderer hinsicht grosse staerken aufweisen - und wiederum seinem partner selber unterstuetzung bieten. wichtig ist, dass es harmoniert und dass die partner zusammen gluecklicher und besser durchs leben kommen als wenn sie allein dastuenden.
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20.12.2009, 13:52
AW: Ein schwacher, passiver Partner als idealer Ausweg aus der Beziehungslosigkeit?
@ Moringanita
Dieses Aufbegehren zeugt durchaus von einem gewissen Selbstbewusstsein, und ich finde, Du hast damit völlig recht. Einem schwachen, passiven Mann kannst Du Dich vielleicht überlegen fühlen, aber Du kriegst von ihm nicht das, was Du eigentlich brauchst, nämlich die Wertschätzung, was Besonderes zu sein, da Du immer diejenige bist, die die Kiste anschieben muss. Dass Dich das abtörnt, verstehe ich vollkommen.Ich kann es langsam nicht mehr hören, dass einem immer und immer wieder gesagt oder vermittelt wird, dass man als Frau grundsätzlich zu anspruchsvoll ist, wenn man keinen Partner hat. Es macht mich wirklich wütend. Warum soll ich es nicht wert sein oder es nicht verdient haben, dass ein Mann sich auch mal um mich bemüht und mich begehrt? Ich möchte einen Partner der stark genug ist dass ich auch mal schwach sein kann und nicht immer nur auf ihn Rücksicht nehmen muss.
Ich habe den Eindruck, die Wahl Deiner Therapeutin war nicht glücklich. Die Frau scheint nicht richtig zu verstehen, was Dein Problem ist bzw. sie gibt Dir Ratschläge, die nicht unbedingt in die richtige Richtung gehen. Sie stülpt Dir etwas über, was Dir nicht entspricht. Sie doktert nur oberflächlich an Deinem Beuteschema herum, anstatt sich mit Deinen Selbstwertpoblemen zu befassen.
Du brauchst eine Therapeutin, die Dein Selbstwertgefühl stützt, und Dich nicht zurechtstutzt, damit Du für irgendeinen Mann passt.Geändert von Latona (20.12.2009 um 20:00 Uhr)
Liebe keinen, der nicht auch Dich liebt!
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20.12.2009, 15:01
AW: Ein schwacher, passiver Partner als idealer Ausweg aus der Beziehungslosigkeit?
Liebe Moringanita,
wir hatten hier schon mal das Vergnügen - zu einem ähnlichen Thema. Aus meiner (sehr ähnlichen) Sicht, gelten mittlerweile zwei Dinge. Vielleicht können die Dir ja auch helfen?
1. Meine Therapie beschäftigt sich mit meinen Glaubenssätzen, mit meiner Wahrnehmung und mit meinem Handeln. Deswegen ist sie so gut. Ich habe noch NIE solche Allgemeinplätze von meinem Therapeuten gehört.
2. Mir ist mittlerweile völlig klar, dass ich in jederlei Hinsicht genauso narzisstische Beziehungen gelebt habe, wie die Beziehung zu meinen Eltern narzisstisch geprägt war/ist. Das, was ich mir wünsche, worauf ich meine Wünsche richte und wie ich mich verhalten, sind drei völlig unterschiedliche Dinge. Na, so klapt es eben auch nicht mit dem Nachbarn.
Mein Tipp: Suche nicht nach einem Geheimrezept - suche nach einem Zugang zu Dir selbst. Es kann Dich eh kein Mann auf dieser Welt therapieren.
Beste Grüße
BabetteZurück ist ein Ort, den es nicht gibt.
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20.12.2009, 15:28
AW: Ein schwacher, passiver Partner als idealer Ausweg aus der Beziehungslosigkeit?
Das Dickgedruckte bezweifle ich.
WER sagt oder denkt das?
WER behauptet das?
Woher will ich das wissen, wenn ich es (noch) nicht selbst erfahren habe,
wenn es einfach noch nicht erfahren wurde.
Nach meiner Erfahrung ist das ein ungeprüfter Glaubenssatz,
gehört, übernommen und noch nicht selbst ausprobiert.
Es sind so viele "Attribute", die wir ablehnen, weil niemals selbst gelebt,
nur gehört von andern und niemals selbst "getestet"!
Auch ich wundere mich über die Ansage der Therapeutin,
kann mir jedoch "vorstellen, dass sie in einem anderen Zusammenhang gemacht worden ist.
Wenn nix gut genug ist, eine bestimmte vorgefasste Meinung besteht
und anderes nicht in Frage kommt,
ist es vielleicht von Vorteil für den zu Therapierenden,
mal den Focus auf etwas "anderes mögliches "zu richten.
Offen sein für alles, was da sein könnte.
Was ist schon zu verlieren?
SO ist es nichts und hinterher "vielleicht" auch nicht?!
Auf alle Fälle ist man um seine eigene Erfahrung reicher, so oder so!
Lieben Gruss
Lyanna
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20.12.2009, 16:03
AW: Ein schwacher, passiver Partner als idealer Ausweg aus der Beziehungslosigkeit?
Ein schwacher, passiver Mann für eine starke Frau????
Hilfe!
Meine Erfahrung ist:
lebhaft und ruhig passt zusammen.
Zwei Lebhafte arbeiten sich auf, bei zwei ruhigen passiert nix.
Aber immer kann eine Verbindung mit einer starken Frau nur funktionieren, wenn der Mann in sich selbst ruht. Selbstbewusst ist. Das muss er nicht nach außen tragen.
Es gibt viele nach außen selbstbewusste Männer, die innerlich nur ein schüchternes Pflänzchen sind.
Schwache Männer müssen nach einer gewissen Zeit ihre Frauen klein machen, damit sie sich nicht so schäbig fühlen.
Ein tatsächlich selbstbewusster Mann ist stolz auf seine Frau und freut sich über sie, auch wenn sie mehr verdient.
Der hat es nicht nötig, sich auf Kosten der Frau aufzuplustern.
Also, wenn Du sehr lebhaft bist, mag ein stillerer Mann schon passen - aber mit Hintergrund. Der es schlicht nicht nötig hat, sich auf Kosten der Partnerin zu profilieren.
Und Du weißt ja selbst, wie wichtig Achtung und Respekt in einer Partnerschaft sind. Auf beiden Seiten.
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20.12.2009, 18:57
AW: Ein schwacher, passiver Partner als idealer Ausweg aus der Beziehungslosigkeit?
Hallo schlaflos,
ich denke, daß das Bindungsbestreben der Menschen unterschiedlich ausgeprägt ist: Es gibt Leute, die stark bindungswillig sind und andere, die man als wenig(er) bindungswillig bezeichnen könnte.
Die TE würde ich nun deutlich der ersten Gruppe zuordnen, da sie bereits mit Mitte/Ende20 einen so starken Leidensdruck über ihre Partnerlosigkeit verspürt, daß sie sich deswegen sogar in Therapie begeben hat.
Dieser gezielte Wunsch nach Partnerschaft in Moringanita`s Altersklasse, in der ja sicher auch viele Singles zu finden sind, die ihren Beziehungsstatus nicht oder nicht so vehement wie Moringanita in Frage stellen; könnte meiner Meinung nach schon damit zusammenhängen, daß sie die Ehe ihrer Eltern nicht als völlig abschreckend erlebt hat.
Aber ich merke schon: Ich benutze Wörter wie "könnte, würde", etc., ich begebe mich in den Bereich der Spekulationen.
Laßen wir Moringanita lieber selber sprechen bzw. schreiben...
LG KyriaGeändert von Kyria (20.12.2009 um 19:04 Uhr)
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20.12.2009, 20:09
AW: Ein schwacher, passiver Partner als idealer Ausweg aus der Beziehungslosigkeit?
@ Lyanna
Ich glaube, Moringanita braucht einen Mann, der ihr die Bestätigung gibt, für ihn eine tolle Frau zu sein, ohne dass sie dauernd hinter ihm her rennen oder gar drum kämpfen muss. Ein passiver Mann ist dafür nicht der richtige Kandidat, weil der selbst dauernd umhätschelt werden will. Er ist weniger bereit, ihr wirklich entgegen zu kommen, weil er zu sehr mit seinen eigenen Unsicherheiten beschäftigt ist.
Damit will ich auf keinen Fall sagen, dass Moringanitas Problem sich mit dem richtigen Mann allein lösen lässt. Sie muss ihren Selbstwert schon aus sich selbst ziehen. Aber ein Mann sollte sie dabei unterstützen und nicht immer wieder verunsichern. Ein passiver Mann, der nie so richtig von sich aus auf eine Frau zukommt, kann ähnlich verunsichernd wirken wie ein Mann, der ihr das Gefühl gibt, dass sie ihm nichts recht machen kann, jedenfalls auf eine Frau mit verletzbarem Selbstwertgefühl. Und selbst starke Frauen möchten nicht ständig die Mutterrolle gegenüber einem Mann einnehmen müssen.
@ Moringanita
Fühlst Du Dich von Deiner Therapeutin eigentlich wirklich verstanden?
Ich habe nicht den Eindruck. Ich habe den Eindruck, Du setzt Dich mit ihren Aussagen auseinander, weil sie für Deine momentane Situation eine Autoritätsperson darstellt, aber eigentlich findest Du Dich in ihren Interpretationen und Lösungsvorschlägen nicht wieder.
Es ist nicht der Sinn einer Therapie, dass Du ihre Deutungen mit uns besprichst. Eigentlich ist sie dafür die Ansprechpartnerin. Ich habe den Eindruck, Du traust Dich vielleicht nicht so recht, ihren Deutungen zu widersprechen, nicht zuletzt, weil Du Dich durch ihre Autorität verunsichert fühlst. Sicher kann Dich eine Therapeutin auf Dinge aufmerksam machen, die Du vorher nicht wahrgenommen hast, und das sollte sie auch. Aber in diesem Fall kannst Du Dich mit ihren Deutungen öfters einfach nicht anfreunden, was mir sagt, dass sie keinen richtigen Draht zu Dir hat. Außerdem habe ich den Eindruck, dass sie es sich mit Dir ein bisschen zu einfach macht.
Du musst nicht bei dieser Frau bleiben, wenn Du den Eindruck hast, Dich ständig irgendwie gegen ihre Autorität behaupten zu müssen. Das sind keine guten Voraussetzungen für eine Therapie.Geändert von Latona (20.12.2009 um 20:16 Uhr)
Liebe keinen, der nicht auch Dich liebt!



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