Das unterschreibe ich, Malina!

Ich halte es für sehr hilfreich, mal gelegentlich die Perspektive zu wechseln, gerade wenn eine Situation "nicht erklärbar" erscheint. Dann kann ich vielleicht wirklich mal mit der Interpretations-Brille von "Kollege Meier" drauf schauen und schauen, ob ein Schuh draus wird.

Während ich als Führungskraft selbstverständlich versuche, meine Mitarbeitenden so gut kennenzulernen, dass ich weiß, wo ich sie wie für meine Ziele einsetzen kann (das Wort "Manipulation" ist meist negativ besetzt, aber ich weiß, was Du damit meinst, und teile dies), ist mir aber natürlich auch bewusst, dass auch andere das mit mir machen (und nicht nur Chefs!). Ich werde daher schon auch noch mal hinterfragen, warum der Kollege seine Sicht der Dinge so darstellt, wie er es tut - ob es wirklich seine Sicht ist oder ob er bei dem Gespräch mit mir auch andere Absichten verfolgt. Mich irritiert eben dieses "Verschwörer-Gehabe". Vielleicht ist es auch so, dass er da was anders wertet (im Sinne von gewichten) als ich, aber die Art und Weise, wie er dieses Gespräch eingefordert hat, war ein wenig wie ein Vater, der seinem Kind mal "in einem ernsten Gespräch" sagt, wo der Hase lang läuft. Ja, ich komme mir wirklich "kindlich" vor, daher passte der Begriff "naiv" schon - das ist das Gefühl, das bei diesem Austausch aufkam.