Antworten
Seite 6 von 9 ErsteErste ... 45678 ... LetzteLetzte
Ergebnis 51 bis 60 von 81
  1. Inaktiver User

    AW: Anpassungsfähig oder Fähnchen im Winde?

    bist du denn sicher dass es keine anpassung ist an den partner.
    wenn der wunsch nach kindern z.b. nicht aus meinem tiefen inneren kommt was sollte mich denn umstimmen?

    ich kann tausend süsse welpen angucken und ich möchte trotzdem keinen heimnehmen, auch nicht wenn mein hund tot ist. und wenn mein partner wieder einen hund möchte dann kann er ihn gerne haben, aber ohne mich.

    vielleicht ist meine einstellung aber auch nur so rigoros weil ich das schon mal hatte? kinder, haus, ehe, hunde etc. ich weiss worauf ich mich einlasse und somit kenne ich die gefahren, das angebunden sein etc. und weiss dass ich das nie mehr möchte.

    lara

  2. Inaktiver User

    AW: Anpassungsfähig oder Fähnchen im Winde?

    Also grad bei Kindern kann ich mir schon vorstellen, dass der Sinneswandel aus einem selbst kommt.

    Man ist 20 oder 30, genießt sein Leben, Hobbies, Reisen, Weggehen, investiert viel Energie in den Job - da wär ein Kind ein Klotz am Bein, würde einen hemmen das alles zu genießen - ich versteh, dass da viele sagen: bloß nicht.

    So, und dann lebst du 15, 20 Jahre so. Merkst, dass du im Job auch nicht die immerwährende Sinnstiftung gefunden hast, gereist bist du, Klamotten gekauft hast du ohne Ende, Weggegangen bist du auch, irgendwie wiederholt sich vieles und du fängst an zu überlegen: war es das jetzt? Oder gibt es nicht noch was anderes im Leben, was jetzt eine neue Herausforderung wär?

    Und wenn dann zufällig auch noch jemand in deinem Leben ist, mit dem das klappen könnte, wieso nicht mit Ende 30 sagen: doch, lass es uns probieren.

    Dann war das kinderlose Leben eben lange Zeit das Richtige, muss eben aber nicht bis ans Ende der Tage unverrückbar richtig geblieben sein.

  3. Inaktiver User

    AW: Anpassungsfähig oder Fähnchen im Winde?

    ich hatte früh ein kind, mit 25 jahren und ich war und bin nicht so der kinder-typ, also ist das sowieso ein schwieriges thema für mich, da könnte ich ganz klar NEIN zu einem weitern kind sagen auch wenn die beziehung noch so top hamonisch wäre und er der traummann schlechthin.

    bei leuten wie du sie beschrieben hast kommt mir das immer so vor als wollten sie alles haben, den fünfer und das brötchen dazu.
    die karriere wurde fad,also machen wir jetzt halt kinder.
    neuer kick.

    lara

  4. Inaktiver User

    AW: Anpassungsfähig oder Fähnchen im Winde?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    bei leuten wie du sie beschrieben hast kommt mir das immer so vor als wollten sie alles haben, den fünfer und das brötchen dazu.
    die karriere wurde fad,also machen wir jetzt halt kinder.
    neuer kick.

    lara
    Hm. Ich denk das eher von Leuten, die dann weiterhin 60 Wochenstunden im Job sind und ihr Kind wegorganisieren, also eines haben wollen, damit man eins hat, obwohl sie keine Lust haben, auch wirklich mit Kind zu leben und Zeit mit ihm zu verbringen.

    Für mich hat das Leben einfach unterschiedliche Phasen, und ich finde es ganz normal dass man in unterschiedlichen Altersstufen unterschiedliche Bedürfnisse hat.

    Ich hätte mit Mitte zwanzig nicht so leben wollen wie jetzt. Und vielleicht hab ich in zehn, zwanzig Jahren wieder auf was ganz anderes Lust, das heißt ja aber ganz und gar nicht, dass mein Leben so wie es jetzt ist jetzt nicht genau das Richtige ist!

  5. Inaktiver User

    AW: Anpassungsfähig oder Fähnchen im Winde?

    Zitat Zitat von HansDampf Beitrag anzeigen
    ... Ich denke, man findet bei Männern häufiger diese Art von "induzierten" Bedürfnissen. Sie liegen in der Person verborgen und werden durch einen anderen Menschen geweckt. Das ist nicht inkonsequent, sondern einfach anders. Man lebt ergebnisoffen und ist damit flexibler, aber der Gefahr, sich einem anderen Menschen zuliebe zu sehr zu verbiegen, natürlich näher.

    Na, mit verbiegen kann das eigentlich nichts zu tun haben, weil diese Art zu leben doch eher nach "alles geht, nichts muss" läuft. Nur wenn ich eine feste Vorstellung habe, kann ich mich auch verbiegen.
    Ich glaube eher, das ist etwas leidenschaftsloses. Neulich habe nach etlichen Jahren einen weitläufigen Kollegen gesprochen, der meinte zu seiner Familienentwicklung: Meine neue Frau wollte Kinder und jetzt werde ich zum zweiten Mal Vater. Es (damit meinte er seine kleine Tochter) ist jetzt 1 Jahr alt.
    Joo. soviel zum Verbiegen. Es war dem einfach wurscht.

  6. User Info Menu

    AW: Anpassungsfähig oder Fähnchen im Winde?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    bist du denn sicher dass es keine anpassung ist an den partner.
    wenn der wunsch nach kindern z.b. nicht aus meinem tiefen inneren kommt was sollte mich denn umstimmen?

    ich kann tausend süsse welpen angucken und ich möchte trotzdem keinen heimnehmen, auch nicht wenn mein hund tot ist. und wenn mein partner wieder einen hund möchte dann kann er ihn gerne haben, aber ohne mich.

    vielleicht ist meine einstellung aber auch nur so rigoros weil ich das schon mal hatte? kinder, haus, ehe, hunde etc. ich weiss worauf ich mich einlasse und somit kenne ich die gefahren, das angebunden sein etc. und weiss dass ich das nie mehr möchte.

    lara
    Natürlich ist es ein Unterschied, ob ich aufgrund von schlechten Erfahrungen etwas nicht nocheinmal möchte, oder ob es dabei um etwas geht, was mir im Prinzip (noch) unbekannt ist. Und es deshalb nur ein "theoretisches" Prinzip ist.

    Aber ich denke, es ist nicht nur Anpassung oder Nachgeben, es kann auch das Wecken von wirklichen Bedürfnissen sein. Denn häufig wissen wir ja nicht, was wir wirklich wollen (oder wollen können).

    Und ich würde es auch nicht nur an Lebensphasen festmachen, sondern auch an der konkreten Person des Partners. Zumindest für mich kann ich sagen, daß meine Frau mich sehr stark geprägt hat in meinen Bedürfnissen (also denen, die mir heute bewußt sind und die ich lebe). Eine andere Person als Partnerin hätte mich sicher zu einem anderen Menschen gemacht.

    Dafür bin ich meiner Frau sehr dankbar.

    Gruß

    Hans
    ----------------------------------------------------------------
    "Hören wir einfach auf, uns selbst und unser Land permanent unerträglich zu finden - denn das kam, gemessen an den Realitäten, schon immer einer Undankbarkeit von unappetitlichen Ausmaßen gleich." Juli Zeh.

  7. User Info Menu

    AW: Anpassungsfähig oder Fähnchen im Winde?

    Zitat Zitat von HansDampf Beitrag anzeigen
    Auch ich empfinde mich als einen solchen prinzipienlosen Gesellen, denn was gibt es Schöneres, als einem Menschen, den man liebt, einen Wunsch zu erfüllen.

    Hans
    Ich glaube, genau das ist es was Lara meint.

    Diesen Satz kann ich auch nicht nachvollziehen, es gibt nichts Schöneres als einen Menschen zu lieben, aber ich erfülle seine Wünsche nur, wenn es auch meine sind. Rein aus Liebe gehe ich nicht von meinem Weg ab.
    viele Grüße
    Mohnblume

  8. User Info Menu

    AW: Anpassungsfähig oder Fähnchen im Winde?

    Zitat Zitat von Mohnblume_36 Beitrag anzeigen
    Ich glaube, genau das ist es was Lara meint.

    Diesen Satz kann ich auch nicht nachvollziehen, es gibt nichts Schöneres als einen Menschen zu lieben, aber ich erfülle seine Wünsche nur, wenn es auch meine sind. Rein aus Liebe gehe ich nicht von meinem Weg ab.
    Zwei Bemerkungen dazu:

    Für mich gibt es so etwas wie "meinen Weg" nicht. Daher nehme ich mir die Freiheit, Abkürzungen und Umwege zu wählen, aber auch die Ziele zu ändern. Solange ich mich mit der Wahl des nächsten Wegweisers anfreunden kann, schließe ich diese Wahl nicht aus. Nicht orientierungslos, sondern offen.

    Vielleicht liegt es neben dem Charakter auch an biographischen Details, wie man sich hier positioniert. Zu Begin meiner Beziehung war ich 15, mein Weg ist also unser Weg seit 25 Jahren. Ich habe die allermeisten Entscheidungen meines Lebens (und fast alle wichtigen Erfahrungen) in dieser Partnerschaft getroffen bzw. gemacht. Kompatibilität innerhalb dieser Partnerschaft ist für mich ein Prinzip höchster Priorität, das prägt natürlich. Das schließt Konflikte und Reibung nicht aus, Kompromissfähigkeit hat aber einen hohen Stellenwert.

    Weil ich meine Frau liebe, sind mir ihre Wünsche so wichtig. Offensichtlich funktioniert das aber nur vernünftig, wenn es auf respektvoller Gegenseitigkeit beruht.

    Hans
    ----------------------------------------------------------------
    "Hören wir einfach auf, uns selbst und unser Land permanent unerträglich zu finden - denn das kam, gemessen an den Realitäten, schon immer einer Undankbarkeit von unappetitlichen Ausmaßen gleich." Juli Zeh.

  9. Inaktiver User

    AW: Anpassungsfähig oder Fähnchen im Winde?

    Naja, ich denke, wer reflektiert lebt, weiß durchaus, was er oder sie will. Natürlich kann man es auch vorziehen, sich einen gangbaren Weg zeigen zu lassen und das dann als eigene Ziele oder Bedürfnisse übernehmen. Es gibt wahrscheinlich alles zwischen "Ich mache 100%ig nur mein Ding" und "Schatz, was will ich?"
    Ich vermute mal, das eine nennt sich Egomane und das andere Reaktionär und zwischen diesen Polen finden sich alle Abstufungen von "Persönlichkeit".

  10. Inaktiver User

    AW: Anpassungsfähig oder Fähnchen im Winde?

    Zitat Zitat von Mohnblume_36 Beitrag anzeigen
    Ich glaube, genau das ist es was Lara meint.

    Diesen Satz kann ich auch nicht nachvollziehen, es gibt nichts Schöneres als einen Menschen zu lieben, aber ich erfülle seine Wünsche nur, wenn es auch meine sind. Rein aus Liebe gehe ich nicht von meinem Weg ab.
    ich bin ganz bei dir mohnblume

    wünsche zu erfüllen aus liebe finde ich schön, tue ich ja auch. aber diese wünsche haben eben grenzen und die lege ich fest.

    lara

Antworten
Seite 6 von 9 ErsteErste ... 45678 ... LetzteLetzte

Berechtigungen

  • Neue Themen erstellen: Nein
  • Themen beantworten: Nein
  • Anhänge hochladen: Nein
  • Beiträge bearbeiten: Nein
  •