Antworten
Ergebnis 31 bis 40 von 81
-
02.12.2009, 17:19Inaktiver User
AW: Anpassungsfähig oder Fähnchen im Winde?
-
02.12.2009, 17:23Inaktiver User
AW: Anpassungsfähig oder Fähnchen im Winde?
@morcheeba66
GENAU das ist das was bei mir und bei einigen frauen in meinem alter die ich kenne eben nicht der fall ist.
da werden hohe prioritäten nicht einfach umgeschubst wie möbel nur weil ein mann kommt.
wie gesagt wenn ich mich entschieden hätte keine kinder zu wollen, dann hätte ich keine, weil das eine entscheidung aus mir drin wäre.
ich z.b. hätte genug geld ein haus zu kaufen, wäre lohnender weil billiger im endeffekt. will ich aber nicht, würde ich auch nicht machen, mein partner würde mit mir aber sofort eines kaufen, er findet eigentum zu haben super.
ich würde meine meinung nie ändern nur weil er das so sieht.
ich glaube einfach es ist halt typbedingt :-) die einen machen das die anderen nicht.
lara
-
02.12.2009, 17:27Inaktiver User
AW: Anpassungsfähig oder Fähnchen im Winde?
ich gebe dir in allem recht. ich denke auch dass frauen sich ev. früher entscheiden müssen wegen kinder etc.
auch deinen absatz mit den übereinstimmenden lebensanschauungen unterschreib ich sofort
beim fett gemachten käme ich mir vor wie ein lügner vor mir selber. gegen meine überzeugung zu leben ist für mich ein no go.
lara
-
02.12.2009, 17:39
-
02.12.2009, 17:43Inaktiver User
AW: Anpassungsfähig oder Fähnchen im Winde?
naja, so alt war das letzte nicht ;-) anyway, das ist nicht mein problem. :-)
-
02.12.2009, 18:06Inaktiver User
AW: Anpassungsfähig oder Fähnchen im Winde?
Wie alt bist Du denn? Altersstarrsinn


"Hohe Prioritäten" klingt sehr... ich muss mein "statisch" wieder bemühen.
Mein Leben ist im Fluss, ich bin im Fluss, dabei entwickle ich mich - hoffentlich
- weiter. Was auch bedeutet, dass ich an dem einen oder anderen Prinzip, das mir früher - noch - wichtig war, nicht unbedingt länger festhalten muss.
Verbiegen? Niemals. Bedürfnisse verleugnen? Auch nicht.
Bedürfnisse überprüfen, ob sie noch länger Priorität für mich haben - ja.
"Nur weil ein Mann kommt" - passt für mich in diesem Zusammenhang nicht. Denn es kommt ja nicht irgendein x-beliebiger Mann daher.
Für den würde ich meine Haltungen, Einstellungen etc. auch nicht überprüfen
Und damit es noch ein wenig konkreter wird: Ich wollte wieder heiraten. Auch nicht irgendjemand, sondern meinen Lebensgefährten. Er will aber nicht
.
Das war viele Jahre ein Problem für mich und großes Thema, ich stand kurz davor mich zu trennen, um mir und meinem Wunsch, ihn zu heiraten, nicht untreu zu werden.
Mir wurde allerdings im Laufe der Zeit zunehmend bewusst, wie paradox es ist, an diesem, meinem Grundwert festzuhalten. Doch ich schmücke es jetzt nicht weiter aus, damit wir nicht in eine Diskussion über's Heiraten abdriften.
Nur so viel: Wir haben es gelöst. Gemeinsam. Der Knoten ist geplatzt. Bei mir. Und ich fühle mich nicht wie im falschen Film, lebe keinen Kompromiss, sondern habe lediglich mein Wertemuster überdacht, korrigiert und für mich erkannt, dass: zueinander stehen, hinter dem Partner stehen, sich an anderen Dingen bemisst und nicht am Trauschein.
Böse Zungen könnten behaupten ich hätte aus der Not eine Tugend gemacht.
-
02.12.2009, 18:14Inaktiver User
AW: Anpassungsfähig oder Fähnchen im Winde?
viellicht muss ich hinzufügen, dass meine prioritäten nicht allzu alt sind. die sind nach der scheidung gewachsen ,wie bei meinem kolleginnen auch von denen ich gesprochen haben.
also alles solche fälle die sagen "das tue ich nie wieder" etc. daran wird gehalten egal wer kommt und wenns der prinz schlechthin ist.
da ich nicht an die ewige liebe glaube habe ich eben geschrieben " nur weil ein mann kommt" :-)
danke für den einblick in dein privates!
bei mir ists umgekehrt, er will heiraten irgendwann ,nicht zwingend aber er möchte schon. ich bekomme einen zugeschnürten hals wenn ich daran denke. aber ohne heirat ist für mich die beziehung nur "wischiwaschi".
da beisst sich die katze in den schwanz.
lara
-
02.12.2009, 19:52
AW: Anpassungsfähig oder Fähnchen im Winde?
Hallo Lara,
also ich persönlich mache mich nicht zur Sklavin meiner Prinzipien. Ich frage mich auch ehrlich, welchen Sinn und Nutzen das haben könnte? Dass ich mich dann beständig fühle und nicht als Fähnchen im Wind?
Ich habe Einstellungen zu den meisten wichtigen Dingen im Leben, und wenn mich jetzt jemand fragen würde, wie ich zu den Themen Kinderwunsch, Heiraten, Auswandern stehe, dann könnte ich eine mehr oder minder klare Ansicht äußern, wobei auch die eher aus "kann ich mir u.U. vorstellen" "kann ich mir vorstellen", und "kann ich mir eher nicht vorstellen" besteht und weniger aus einem klaren ja oder nein.
Und käme nun ein Mann daher, der in diesen Dingen andere Vorstellungen hat als ich, dann wäre ich grundsätzlich durchaus bereit, die eine oder andere Einstellung zu hinterfragen und vielleicht sogar zu ändern. Es müsste sich halt für mich in dem Moment richtig anfühlen.
Bei mir ist es eher so, dass ich früher sehr viel rigidere Einstellungen und Prinzipien hatte und mit zunehmenden Alter eher offener werde. Wobei es auf der anderen Seite auch sicher so ist, dass man sein Leben irgendwann in einer bestimmten Weise eingerichtet hat und eine radikale Veränderung der Lebensumstände entsprechend größere Opfer verlangt als noch vor zehn oder zwanzig Jahren.
Wichtig wäre mir, dass man über unterschiedliche Wünsche, Pläne und Ziele ergebnisoffen diskutieren kann. Ich hätte große Mühe, mich in die - mir zunächst mal fremden - Lebenspläne eines anderen Menschen nahtlos einzufügen und meine eigenen einfach aufzugeben. Aber wenn ich das Gefühl habe, dass man sich auch annähern kann, dass man gemeinsam neue Vorstellungen entwickeln kann, so dass aus einem Auswanderungsplan (für mich eher nicht vorstellbar) vielleicht nur ein mehrjähriger Auslandsaufenthalt (schon eher vorstellbar) werden kann, dann finde ich divergierende Prinzipien nicht tragisch, sondern durchaus bereichernd.
Viele Grüße,
MalinaDu hast mein Klagen in Tanzen verwandelt. (Psalm 30)
-
02.12.2009, 20:45Inaktiver User
AW: Anpassungsfähig oder Fähnchen im Winde?
ich denke immer noch dass es eben typsache ist.
ich fühle mich nicht als sklavin meiner prinzipien und ich kann ganz klar ja oder nein zu dingen sagen.
meine einstellungen werden mit dem alter eher rigider als früher.
so unterschiedlich sind die menschen. :-)
-
02.12.2009, 21:41
AW: Anpassungsfähig oder Fähnchen im Winde?
Ich finde es etwas einseitig und unflexibel, wenn man eine Meinung hat und diese auf immer und ewig gelten soll. Es verändert sich so vieles im Leben. Eine Meinung ist doch nicht endgültig. Warum sollte es nicht so sein, dass jemand, der keine Kinder wollte, mit einem neuen Partner plötzlich einen Kinderwunsch hat? Es gibt vieles, was ich mir vor 10 Jahren nicht vorstellen konnte, jetzt aber schon. Das ist ja auch nicht unbedingt abhängig vom Partner. Mit Fähnchen im Winde hat es jedenfalls nichts zu tun.
Die wesentliche Voraussetzung für Glück ist die Bereitschaft, der zu sein, der man ist
(Erasmus von Rotterdam)



Zitieren
