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Thema: Wer bin ich?
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26.12.2010, 20:00
AW: Wer bin ich?
"Nicht der Mensch hat am meisten gelebt, welcher die höchsten Jahre zählt, sondern derjenige, welcher sein Leben am meisten empfunden hat" (Jean-Jacques Roussau)
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27.12.2010, 10:54Inaktiver User
AW: Wer bin ich?
Liebe schlaflos,
auch von mir die besten Wünsche für Dich im neuen Jahr!
(Für Weihnachten bin ich leider ein bissl zu spät, aber wie ich lese, hattest du eine sehr schöne Zeit! Freue mich mit dir!)
Hoffe, dass du immer mal wieder in den verschiedenen Strängen antwortest und schreibst. Ich fand und finde deine Beiträge immer sehr bereichernd.
Alles Gute!
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29.12.2010, 20:41Inaktiver User
AW: Wer bin ich?
Hallo schlaflos,
wie siehst Du denn heute Deine Frage - Wer bin ich?
Kannst Du sie Dir inzwischen beantworten oder hat sie sich aufgelöst?
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30.12.2010, 14:12Inaktiver User
AW: Wer bin ich?
Hallo Leda,
diese Frage habe ich mir auch schon gestellt.
In vielen Dingen bin ich noch entschieden am Anfang, zum Beispiel bei Geschmacksfragen. Da spielt noch einige Unsicherheit mit hinein. Die Diskrepanz zwischen Anspruch und Realität war viel zu groß, da musste ich den "Rotstift" ansetzen und "Kassensturz" machen.
Die entscheidenderen Entwicklungen jedoch konnte ich nur deshalb durchlaufen, weil ich mir selbst eine neue Grundlage geschaffen habe, indem ich bestimmte Punkte anerkannte:
1. Ich habe keine Familie.
2. Ich kann nichts für die Familie, die einmal war.
3. Das alles hat nichts mit mir zu tun.
Diese Erkenntnis hat ewig gebraucht; aber nur deshalb, weil ich zu ihr gekommen bin, war es mir möglich, mich von dem allem zu lösen und einen radikalen Schlussstrich zu ziehen. Der dann viel leichter gewesen ist. Seltsam: Entscheidungen sind so einfach durchzusetzen - wenn man hinter ihnen steht!
Was ich nicht erkannt hatte lange Zeit, war mein Nicht-Wille, die Verantwortung selbst für mein Leben zu übernehmen. Ich wollte einfach nicht erwachsen sein.
Das hatte auch mit meiner Kindheit zu tun, wie ich aufgeklärt worden bin. Wenn an bestimmten Punkten des Lebens Traumata eintreten, bleibt man manchmal an diesem Punkt stehen - so lange, bis das Trauma aufgearbeitet werden konnte. Erst die Auflösung macht den nächsten Schritt möglich.
Vieles auf meiner Sinnsuche hat sich also tatsächlich allein dadurch aufgelöst, da ich mich nicht mehr gegen Aufgezwungenes wehren muss. Ich fühle mich in vieler Hinsicht frei. Da spielt es keine so enorm große Rolle, was ich mit meiner Freiheit nun anfangen werde
Aber das, was mir wichtig war zu wissen, habe ich herausgefunden, zumindest grundsätzlich. Herausgeschält hat sich ein Mensch, der viele Eigenschaften hat, die ich verneinen musste, weil sie nicht zu dem Bild passten, das ich brauchte, um in alten Mustern weiterzufunktionieren. Diesen Menschen anzuerkennen - das fällt mir manchmal schwer. Aber nicht mehr lebensbedrohlich schwer!!! Da ist eher so ein Erstaunen, eine Art Aha-Effekt.
Schlaflos
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03.01.2011, 19:26Inaktiver User
AW: Wer bin ich?
Heute habe ich einen dicken Brief bekommen von Herrn Ex-Schlaflos. Ich weiß nicht, es sind bestimmt so 40 oder 50 Din-A4-Seiten, beschrieben mit einem "emotionalen Tagebuch". Ich fehle ihm, es gehe ihm schlecht, ich wäre die Liebe seines Lebens, er habe so viele Fehler gemacht, hätte mit mir reden sollen, wäre so brutal gewesen zu mir. Er schreibt auch über Begebenheiten, die wohl erklären sollen, weshalb-wieso-warum. Bietet an, gemeinsam mit mir zur Beratung zu gehen. Will mich "wiederhaben"...
Mein erstes Gefühl war panisch: das, was ich JETZT habe, will ich nie wieder hergeben. Dann beruhigte ich mich selber damit, dass ich nichts hergeben muss, was ich nicht auch hergeben will.
Seitdem bin ich etwas ratlos, wie ich mit alldem umgehen soll. Zwischen fieser Antwort bzw. gar keiner Antwort ist alles drin. Was ich gut finde, ist, dass ich nicht sehr aufgeregt bin, innerlich.
Eine sehr gute Freundin riet mir, erstmal Ruhe zu bewahren und einige Zeit darüber nachzusinnen. Was meint ihr, soweit ihr das einschätzen könnt und magt???
Schlaflos
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03.01.2011, 20:12Inaktiver User
AW: Wer bin ich?
Bleib bei Dir, lass Dir nicht das Hirn vernebeln.
Er kämpft mit allen Mitteln und großem Geschütz.
Das Einzige, was Du wissen musst ist, ob dieser Mann als Partner für Dich durch ist oder nicht. Und ob du meinst, dass Du mit ihm DEINEN Weg so gut gehen kannst wie ohne ihn.
Was er Dir schreibt / schickt / schenkt / an den Himmel projiziert, spielt bei der Frage keine Rolle. Was Du wissen musst - für Dich, bezogen auf ihn - weißt Du bereits.
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03.01.2011, 20:27Inaktiver User
AW: Wer bin ich?
So, wie es jetzt ist/war, so hat es mir gut gefallen. Das ist/war mein Weg, jeder Schritt machte irgendwie - Spaß (sogar die ungeliebten). Ich weiß nicht, ob er für mich als Partner durch ist. Aber ich weiß auch nicht, ob ich noch irgendeinen Weg mit ihm gehen will. Er war zu so vielem fähig, das mir sehr weh getan hat. Er konnte jahrelang knallhart bei seiner Meinung bleiben und sie durchziehen - um jetzt plötzlich wieder von Liebe zu reden??? Ich war auch nicht ohne
Will ich das alles mit ihm aufarbeiten???
Keine Ahnung. Im Augenblick belastet es mich enorm und hat mir ein wenig den Schwung genommen.
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03.01.2011, 20:41Inaktiver User
AW: Wer bin ich?
Keine Ahnung???
Ähm - übersetz Dir das doch mal:
Belastung / Schwung genommen ..... ist nicht so schwierig, was das heißt.
Was vielleicht schwierig daran ist oder evtl. schmerzhaft, das ist die Konsequenz daraus. Aber es ist ja nicht irgendwer, der hier impulslos und erschrocken ist und gebremst wird .... das BIST DU.
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03.01.2011, 20:49Inaktiver User
AW: Wer bin ich?
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03.01.2011, 21:00Inaktiver User
AW: Wer bin ich?
Was es auch immer ist, der Mann hat seine eigene Geschichte / Motivationen, denen Du nicht verpflichtet bist. Und Du kannst davon ausgehen, dass er von der (destruktiven) Energie in seiner Geschichte / Prägung ein ähnliches Kaliber wie Du aufzuweisen hat - sonst hättet ihr nicht zusammengefunden und Euch nicht so lange in der Heftigkeit aneinander aufgerieben.
Man kann sich in Aufarbeitungen in einer Beziehung miteinander ergänzen - muss man aber nicht, klappt bei weitem nicht in jedem Fall und es ist sehr, sehr schwierig.
Deine Erfahrung mit ihm hat gezeigt, dass ihr Euch tiefer miteinander verstrickt als miteinander mit gegenseitiger Unterstützung den jeweils eigenen Weg finden zu können.
D.h. Du hast es inzwischen geschafft, frei darin zu sein, ihn zu hinterfragen, Dich mit ihm zu beschäftigen oder Deine Energie für Dich zu verwenden....Geändert von Inaktiver User (03.01.2011 um 21:05 Uhr)



) ohne ihm! - Ich hätte das nicht geglaubt.
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