Lieber Alaska,
Ja, genau. Dieses Zitat habe ich so gemocht (und tue es noch!), da es treffend beschreibt, wie die eigenen Ängste als "Geschmacksverstärker" eines Gefühls wirken können.
Ob nun als Therapeut oder aus sonstigen moralisch bedenklichen Konstellationen heraus - das Eine ist das Bewusste, das Andere das Unbewusste. Tief emotional verstrickt zu sein, ist ja schon anstrengend beim Auflösen der Verbindung; wenn das aber unbewusst und über Kreuz noch einmal ineinander greift...
Indem ich das offenlege, was mir selbst verborgen war, erhoffe ich mir klarere Sicht über mich und somit auch für meine Zukunft. Aber es bedeutet wohl auch, anerkennen zu müssen, was man da zutage gegraben hat. Klingt so logisch, fällt mir praktisch aber faktisch im Stundentakt auf die Füße
Trockenübungen? Tja, vielleicht bereite ich mich ja auch nur auf den nächsten Schritt vor?!
Wenn man bedenkt, welche enorme Angst ich immer vor dem Allein-Leben gehabt habe... Und nun? Kann ich ihr so viele gute Seiten abgewinnen! Und Bedenken, ich würde nie wieder jemanden finden, habe ich auch nicht. Was ist da nur in mir für ein beknacktes Karussell abgefahren???
Schlaflos![]()
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Thema: Wer bin ich?
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14.11.2010, 22:25Inaktiver User
AW: Wer bin ich?
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15.11.2010, 07:38Inaktiver User
AW: Wer bin ich?
Der Motor dieses Karussels sind nicht deine Ratio und dein Intellekt, liebe schlaflos. Nicht vergessen! Rein vom Kopp wissen wir fiel, die Krux ist der Weg in den Bauch. Das braucht Zeit.
Übrigens, du schriebst von deiner Empathie. Hat sie nicht auch damit zu tun, gefallen zu wollen?
Einen schönen Tag
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15.11.2010, 08:30Inaktiver User
AW: Wer bin ich?
Guten Morgen liebe Julifrau,
das ist in der Tat die Krux
Gefallen wollen wir ja alle. Früher war mir das - sagen wir mal so - wichtiger. Inzwischen traue ich mir auch Reibung zu. Ich will besser mit Kritik umgehen können, weil ich denke, dass das meine Persönlichkeit besser formt und auch unabhängiger werden lässt. Außerdem komme ich mir selbst damit näher, als wenn ich um des reinen Gefallens willen Klugheiten vom Stapel lasse.
Hm, um in diesem Bild zu bleiben: Der Motor ist das Wissen, der Keilriemen die Erfahrung - und am Ende kommt jede Menge Energie heraus
Steter Tropfen höhlt hoffentlich den Stein
Ich wünsch dir auch einen schönen Tag
Werde mich jetzt mal ans Tageswerk schleichen.
Schlaflos
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15.11.2010, 08:59
AW: Wer bin ich?
Na, vielleicht irre ich mich da auch, aber abgesehen von moralischen Bedenken und beinahe unausweichlicher emotionaler Verstrickung ist es doch auch gar nicht der Job eines Therapeuten, seiner Klientin angenehme körperliche Berührungen zuteil werden zu lassen und so zum Partnerersatz zu werden, selbst wenn ihm so etwas durchaus behaglich erscheinen würde. Wobei ich mit unterschiedlich-geschlechtlichen therapeutischen Verhältnissen allerdings auch keine wirkliche Erfahrung habe.
Was würdest Du denn für Schritte unternehmen wollen, wenn Dein Ex eine Neue hätte?
Das ist doch prima! Bis dann."...und gibt's auch kein Wiedersehn, einmal war es doch schön."
(Peter Kreuder et al, Sag beim Abschied leise 'Servus')
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15.11.2010, 18:58Inaktiver User
AW: Wer bin ich?
Lieber Alaska,
natürlich ist es nicht Sinn der Sache, dass ein Therapeut seine Patientin berührt. Fakt ist aber auch, dass sich angeblich häufig Patienten in ihre Therapeuten verlieben. Ich gebe jedoch zu, dass ich mich damit jetzt nicht wirklich auskenne.
Es war eher das Muster der Interaktion an dieser Sequenz, was mich beeindruckt hat - und die Konsequenz, dass solche dysfunktionalen Beziehung niemals abkühlen. Wörtlich hieß es: There is no cooling off period! Will heißen: Träfen sich genau diese Patientin und dieser Therapeut nach Jahren wieder, würden sie erneut in das alte Muster verfallen. Jedenfalls, wenn von keinem der beiden adäquat damit umgegangen wird (Patient erkennt die Übertragung, Therapeut geht von vornherein erst gar nicht auf all das ein).
Woraus ich so bestimmte Schlüsse gezogen hatte in Bezug auf meine eigene Geschichte.
Auch so etwas, was ich meinen zukünftigen Therapeuten (den ich ja noch nicht kenne...) unbedingt fragen will.
Ich würde nur einfach nicht in ein tiefes Loch der Verzweiflung fallen wollen. Traurigsein und bisschen down und so für ein/zwei Tage - das alles nehme ich gern inkauf. Aber ich habe einfach angst, wieder in der Gefühllosigkeit zu versacken und Mist zu bauen, z. B. bettelnde Mails schreiben, Stalken, Schreien, Wüten, Mich-selbst-Verletzen
Zitat von Alaska

Schlaflos
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15.11.2010, 22:28
AW: Wer bin ich?
Das wäre wohl wirklich nicht so gut, wenn es soweit kommen sollte. Es gilt also, einen Weg irgendwie zwischen Gefühlsstarre und Ausflippen zu finden. Hättest Du denn für den Ernstfall jemanden oder eine Anlaufstelle, wo Du hingehen kannst, falls Du es nicht aushalten kannst und bevor Du auf nicht so gute Ideen kommst?
"...und gibt's auch kein Wiedersehn, einmal war es doch schön."
(Peter Kreuder et al, Sag beim Abschied leise 'Servus')
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16.11.2010, 08:44
AW: Wer bin ich?
Hallo Schlaflos, Alaske, Leda und die anderen,
das ist ja ein Thema... gibt es das schon als Buch? Leider habe ich nicht alles gelesen.
Schlaflos - wenn deine Freundin mit tollem Mann an der Seite am Rad dreht, weil ihr alter Partner eine neue Partnerin hat nennt man das narzisstische Kränkung.
Du kennst deinen Therapeuten (warum ein Mann?) noch nicht - hast du schon einen? Nach dem was du schreibst nehme ich, du möchtest eine PA machen? Sorry, falls ich etwas überlesen habe.
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16.11.2010, 18:17Inaktiver User
AW: Wer bin ich?
Ich denke, ich wüsste, an wen ich mich um Hilfe wende. Ja. Es wäre allerdings ein Novum, wenn ich vorher auf so eine Idee käme
Meistens schaltet sich so viel Gehirn erst wieder ein, wenn ich auf einem riesigen Scherbenberg stehe.
Andererseits - es ist ja schon so einiges ganz anders als früher. Vielleicht bin ich auch im Umgang mit "schlechten Nachrichten" wider Erwarten weitergekommen?! Ich hoffe es jedenfalls!!!
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16.11.2010, 18:20Inaktiver User
AW: Wer bin ich?
Hi,
und wo sie das nun weiß, was bringt ihr diese Erkenntnis????
Ich stehe auf einer Warteliste, die sowohl Frauen als auch Männer möglich macht - sozusagen. Auf jeden Fall möchte ich eine Therapie machen; sie erscheint mir unverzichtbar.
Was treibt dich denn in diesen Strang
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16.11.2010, 20:21
AW: Wer bin ich?
"...und gibt's auch kein Wiedersehn, einmal war es doch schön."
(Peter Kreuder et al, Sag beim Abschied leise 'Servus')



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