[QUOTE=Inaktiver User;7153627]
Welchen Automatismus? Wegrennen zu wollen?
Es reicht so oder so für den Anfang, einfach nur 'wahrzunehmen', was da ist, was in dir passiert.
Fluchtreflex,
Wut,
Angst,
Trauer,
heimliche Sehnsucht,
Liebe - egal was, nur eben WAHR nehmen.
Was war denn überhaupt dein Zwiespalt?
Aber egal, welcher Zwiespalt es war, es reicht im Moment für dich, das Gefühl zu registrieren.
Ihn weghaben zu wollen bzw. umgehend auch zu bewerten, hält dich fest in diesem Gefühl.
dem Widerstand
Akzeptanz
Respekt
zollen und weitergehen.
Wie dich diese dauernde Beschäftigung mit ihm,
dir selbst (dazu gehört auch die Aufmerksamkeit hier)
dich eher festhält, denn befreit.
Denn: in viele Antworten - und das schrieb ich vor gefühlten Jahren schon einmal - wirst du hineinwachsen. Nur wenn du sie selbst findest, werden sie echt für dich sein.
Dir hier alles aufzudröseln, schenkt dir Zeit,
bringt dich aber nicht aus dem Kopp'.
Nochmals empfehle ich dir z. B. diese Lektüre:
Verstrickt in die Probleme anderer: Über Entstehung und Auswirkung von Co-Abhängigkeit:
Amazon.de: Pia Mellody: Bücher.
Du kannst viele interessante Dinge darin entdecken.
LG Julifrau
Kroko
Antworten
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Thema: Wer bin ich?
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27.09.2010, 03:38
AW: Wer bin ich?
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27.09.2010, 17:54Inaktiver User
AW: Wer bin ich?
@ krokodilo
Sorry, aber auch hier verstehe ich dich nicht
Du zitierst (leider mit fehlenden Tags, sodass es so schon schwierig wird zu folgen...) anderer Leute Postings ohne (meistens zumindest) Eigenkommentar *kopf-kratz*.
Fragende Grüße
Schlaflos
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28.09.2010, 00:13Inaktiver User
AW: Wer bin ich?
Mei oh mei!
und ich dachte schon Wittgensteins Klinken wären der ultimative Abschuss! Ich gebe zu um Schopenhauer habe ich bisher einen Bogen gemacht. Werde ihn - Pflicht meiner Herkunft als Mitglied der Generation Wikipedia - zumindest querlesen 
Nun zurück auf den Spielplatz
(ich würde gerade so gerne mal wieder ein Buch lesen, finde nur leider irgendwie keine Ruhe...zu viel um die Ohren und hie und da eine Bristunde)
Kinder machen häufig nichts anderes als jahrelang herauszufinden, was du in der Überschrift als Frage stellst. Sie balancieren, fallen vom Stuhl und kämpfen mit den, was andere bei ihnen in Form von Projektionen verdecken... Ich glaube, ich bin zumindest auf jeden Fall ein Kind und werde es wohl auch bleiben...kindliche Mittel
Hast du denn inzwischen schon einige Antworten auf deine Frage? Gefallen dir Dinge? Hast du wieder mal ein Kleid entdeckt, bei dem du dir gedacht hast "Wow, das ist schlaflos!"

Farmelli
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28.09.2010, 19:02Inaktiver User
AW: Wer bin ich?
Liebe Farmelli

damit, dass ich wieder begonnen habe, fühlen zu können, sind auch Reibungspunkte aufgetreten, die am Ende gebracht haben: Joa, nich schlecht! bzw. Oh-neee, bloß nie wieder!
Ich habe auf jeden Fall festgestellt, dass ich mich mit inzwischen kurzen Haaren viel wohler fühle. Hatte mich jahrzehntelang mit langen gequält (ständiges Fönen und Glätten und Färben und wasweissichnochalles). Dachte, ich müsste weiblich = super-sexy aussehen.
Jetzt wuschel ich morgens mal kurz durch: und gut ist
Interessanterweise scheinen diese kurzen Haare meine Weiblichkeit viel mehr zu unterstreichen; zumindest habe ich den Eindruck gewonnen. Ich fühle jedenfalls hier: DAS ist auf jeden Fall Schlaflos!!!
Außerdem habe ich durch ein Geschenk festgestellt, dass meine Farbe BLAU ist. Wäre ich von alleine auch nie drauf gekommen
Was mir bei diesen Themen jetzt total gut tut, ist das Alleine-Leben. So kann ich immer das tun, was mir gerade in den Sinn kommt. Irgendein Buch lesen, auch wenn es komisch wirken könnte (Schopenhauer
); Klavierkonzerte hören (ohne, dass einer die Augen verdreht); nachts auch mal eine Kurvendiskussion mit mir selber führen usw. Ich bin in den wenigen Wochen jetzt sehr viel entspannter und ruhiger geworden - das fühlt sich soooo gut an!
Offenbar bin ich auch ein Mensch, der sich frei machen kann von unliebsamen Einflüssen. Es geht mir unglaublich gut, weil ich meine Familie loslassen konnte. Das spielt auch in meine Selbst-Findung mit hinein. Ich verspüre nicht den Hauch einer Wehmut nach meiner Mutter oder meinem Bruder. Nein, Blut ist nicht dicker als Wasser. So ein Schmarr'n
Ich bin auf Hörbücher umgestiegen und "lese" während der Autofahrten. Super!
Zitat von Inaktiver User
Nee, der absolute Hammer sind die Vorsokratiker. Wenn du soweit bist, das genüsslich anzuhören, dann Gute Nacht
Zitat von Inaktiver User

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08.10.2010, 18:06Inaktiver User
AW: Wer bin ich?
Bin gerade durch ein Tal durch, das war ganz schön heftig. Ein mir sehr nahestehender Mensch ist verstorben - das hat mich zutiefst erschüttert. Das Gefühl in mir: Jetzt habe ich niemanden mehr, nur noch meine Kinder!
Ich habe mich gezwungen, jede Stunde durchzuziehen. Bin nicht hängengeblieben, bin aufgestanden, auch, wenn es schwer fiel, auch, wenn ich weinen musste. Dieser Schmerz fühlt(e) sich so unglaublich - echt an, so zu-tief-st!!!
Genau in diesem Zustand meldete sich Herr Ex-Schlaflos und nervte mich an, bis ich abblockte. Total. Abblocken MUSSTE. Ich sagte: Nimm das jetzt bitte einfach mal hin, dass ich nicht mit dir kommunizieren will. Ich brauche Ruhe und maximalen Abstand.
Ich glaube, ich habe mich selbst geschützt und eine Grenze gezogen.
Ich glaube, das war gut.
Gut war auch, dass ich gefühlt habe - und heute geht es mir ja auch schon wieder wesentlich besser, und es war ja auch nicht so viele Tage lang, und ich kann so vieles aus all dem ziehen. Ja, es ist sche....e schwer und hart und an der Grenze. Aber nicht eine Sekunde hatte ich angst.
Gestern Nacht dachte ich, alle diese Täler, die du überlebst, werden dich weiter voranbringen.
Euch einen schönen Freitagabend und einen guten Start ins Wochenende
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08.10.2010, 18:45
AW: Wer bin ich?
Hallo Schlaflos!
Toll, dass du dich abgrenzen konntest. Das ist ein ganz wichtiger Schritt zu sich selbst und gar nicht so einfach umzusetzen.
Dafür dass du einen lieben Menschen verloren hast. Das ist immer ein schwerer Weg durch die Trauer. ich wünsche dir dafür ganz viel Kraft und Zuversicht.
Und du siehst es geht wieter und du brauchst nicht mehr so lange um weiter zu gehen, dass ist doch ein tolles Gefühl. Oder? Was du schon alles geschafft hast.
Dir wünsche ich ein schönes Wochenende.
LavellaJetzt bin ich alt genug, um zu wissen, was ich tue.
Und jung genug, um es zu tun!!!!
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09.10.2010, 15:45Inaktiver User
AW: Wer bin ich?
@ Lavella

Nur frage ich mich, weshalb (und wie lange noch
) eine Abgrenzung mit so viel Hype sein muss und wünschte, es wäre etwas zwar Unangenehmes, aber eben doch eigentlich Harmloses. So in etwa etwas, das halt nicht toll ist, aber sein MUSS. Nicht mehr, nicht weniger.
Ich und meine Ungeduld...
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09.10.2010, 18:28
AW: Wer bin ich?
Hallo Schlaflos!
Weisst du wenn du vorher die Grenzen nicht ziehen konntest, dann ist es einfach auch nicht von heut auf morgen getan mit ich mach mal schnell. Irgendwann wird es dir in Fleisch und Blut übergegangen sein und dann geht es ganz von allein.
Wirst sehen.
Und nun nicht so ungeduldig, sonder auf die Schulter geklopft, weil du es geschafft hast.
Dir einen schönen Samstagabend LavellaJetzt bin ich alt genug, um zu wissen, was ich tue.
Und jung genug, um es zu tun!!!!
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15.10.2010, 20:27Inaktiver User
AW: Wer bin ich?
Hallo allerseits

Neuerdings habe ich gerne Feierabend. Also nicht falsch verstehen: Mein Beruf macht mir Freude, auch wenn er im Augenblick gerade wieder seine stressige Seite zeigt. Heute konnte ich durch eine glückliche Fügung schon sehr viel früher ins Wochenende starten als üblich. Und ich habe mich gefreut. So richtig gefreut
Mir fielen jede Menge Sachen ein, die ich nun tun könnte, um es mir gut gehen zu lassen und konnte mit meinen Kindern einen entspannten Spielenachmittag verbringen.
Früher hatte ich angst vor zu viel leerer Zeit und wusste nicht, wie ich sie mir selbst füllen sollte. Was bin ich froh, dass das eine so gute Wendung genommen hat.
Ich kann einfach nur dankbar sein
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11.11.2010, 19:05Inaktiver User
AW: Wer bin ich?
Schon wieder (fast) ein ganzer Monat vergangen. Die Zeit fliegt

Herr Ex-Schlaflos und ich haben einen etwa wöchentlichen Rhythmus wegen des Umgangs mit der Kleinen. Das klappt nun sehr gut. Nach den Vater-Kind-Ausflügen will Herr Ex-Schlaflos aber nicht gehen und macht es sich gemütlich bei uns. Er trinkt den angebotenen Kaffee, isst den Kuchen und genießt die Familie, die er nicht (mehr) haben wollte.
Ein Mal war es mir zu eng, und ich komplimentierte ihn hinaus. Doch nun habe ich mich daran irgendwie schon gewöhnt. Es tangiert mich nicht tief, ich beobachte es eher. Ich stelle fest, sozusagen.
Neulich dachte ich: Da müssen so viele Jahre vergehen, und erst jetzt hast du das erstemal das Gefühl, dieser Mann fühlt sich in deiner Gegenwart rundum wohl
Das alles wäre keiner größeren Bemerkung wert. Weshalb ich schreibe, ist ein Gespräch, das stattgefunden hat. Ich fragte mehr nebenher und nicht speziell: "Wie geht es dir denn so?" Überraschenderweise nahm Herr Ex-Schlaflos diese Frage zum Anlass, über seine Gefühle
zu sprechen. Sinngemäß sagte er folgendes:
Du fehlst mir. Auch als Freundin, zum Austausch über alle möglichen Dinge. Immer, wenn ich von hier fortgehe, bin ich deprimiert.
Da kommt jetzt kein Ja-und-was-hat-das-zu-Bedeuten hinterher. Es war eine Aussage, die ich schmerzend-authentisch fand und gleichzeitig war ich dankbar. Eine Maske war gefallen. Er sprach so - anders.
Was ich gefühlt habe?
Ein Stück weit Dankbarkeit. Und ich dachte: Hey, er fehlt mir auf mindestens genau dieselbe Weise. Schon lange bin ich es doch leid gewesen, mich verstellen zu müssen, nicht über dies und das reden zu können, aus Gründen der Abgrenzung und all diesen eben.
Jetzt habe ich so ein leises Gefühl, das es möglicherweise doch möglich sein wird, eine Freundschaft mit diesem Mann leben zu können?! Denn eines muss ich zugeben: als intellektueller Partner war er einmalig.
Jedoch: Die Vorstellung, er könne vielleicht eine Freundin haben, stört mich. Ich werde dann eifersüchtig. Da ich jedoch behaupte, keine Liebesbeziehung mit ihm (mehr) haben zu wollen, verstehe ich das nicht so richtig.
Ich habe das Gefühl, dass unsere Beziehung gerade auf einem Plateau besteht - wir gewöhnen uns an unsere jeweils neuen Rollen und spielen uns da mehr und mehr ein. Aber das nächste Level kommt bestimmt.
Weiß jemand von euch das alles irgendwie einzuordnen?
Und wie sieht das aus mit diesen Dynamiken, den Konstellationen bei Paaren wie uns? Wie ist die Gefahr einzuschätzen, doch in alte Muster zurückzufallen? Gibt es Abkühlphasen?
Leider warte ich noch immer auf meinen ersten Therapietermin, wo ich all diese Fragen längst gestellt hätte...
Nun, und ich wollte aber auch einfach mal wieder Hallo! hier sagen
Schlaflos


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