Er bewegt sich. Endlich. Und darum bleibe ich.
(Fortsetzung in meinem Thread)
Gewissheit nach 20 Jahren - Missbrauch
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Thema: Wer bin ich?
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21.09.2010, 12:12
AW: Wer bin ich?
Niemand ist unter einem schlechten Stern geboren.
Aber es gibt Menschen, die den Himmel nicht richtig deuten können.
Dalai Lama
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25.09.2010, 11:58Inaktiver User
AW: Wer bin ich?
Liebe Massashi

Das war so ein Punkt, der mir so widersinnig vorkam, unstimmig eben. Das passte nicht zu meinem Ex. Nicht, dass er sich durch besondere Empathie hervorgetan hätte. Aber so ein hochgradig unsensibler Klotz ist er ja nun auch wieder nicht gewesen.
Zitat von Massashi
Mir kam das teilweise vor wie Absicht
Gibt es auch "Absichten", die unter "unbewusst" verbucht werden können?
Ich meine: Wenn mir ein mir sehr nahestehender Mensch etwas dermaßen Außergewöhnliches erzählt, dann vergesse ich das doch nicht so einfach, und schon gar nicht mehrmals, nachdem es genau darüber Kontroversen gegeben hat. Was sage ich: schwere Krisen sogar!
Und dennoch: immer und immer wieder "derselbe Fehler"
Möglicherweise war auch das eine dysfunktionale Interaktion gewesen; da griff ein Aspekt meiner Geschichte wie ein Zahnrad ins Zahnrad meines Ex und umgekehrt?!
Dass ich mich für etwas zutiefst schäme, das mir unverschuldet angetan worden ist, gehört in meine Persönlichkeit, finde ich. Deshalb will ich eher nicht sagen, dass das ein Symptom einer qualitativ weniger guten Beziehung wäre.
Zitat von Massashi
Da muss gesellschaftlich auch einfach viel mehr anerkannt werden. Gestern habe ich eine Fernsehwerbung gesehen gegen sexuellen Missbrauch. DAS sind enorm wichtigen Signale: für Betroffene, aber auch für nicht Betroffene. Dass jeder weiß: So etwas gibt es, und zwar nicht zu knapp
Ich BIN bereits stigmatisiert, aber ich wünsche mir, dass es so in der Art wird wie bei einem Menschen, der einen Arm verloren hat oder ähnliches. Man sieht es, man fühlt mit - aber dann geht es halt weiter im Text.
Ich wünsche mir so sehr, dass es "weiter im Text" geht...
Wie geht es mir sonst?
In den letzten Tage habe ich verstärkt Phantasien, Tagträume. Und ich frage mich, inwiefern mich das vielleicht beeinträchtigen könnte auf meinem weiteren Weg. Dass ich überhaupt darüber nachdenke, ist wahrscheinlich schon Indiz genug, dass sie das tun...
Meine Träume handeln von romantischen Szenen, ganz banal. Dabei spiele ich selbst gar keine Rolle; irgendein fremdes Paar verliebt sich und zeigt sich das. Da fühle ich mich richtig gut, die Wärme steigt in mir auf und das Leben strahlt. Meine rosarote Brille setze ich mir träumend selbst auf die Nase.
Phantasien sind sicher nicht per se negativ besetzt, aber zu viel davon? Ich sollte vielleicht versuchen, das etwas zu reglementieren?!
Schlaflos
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25.09.2010, 13:42
AW: Wer bin ich?
"...und gibt's auch kein Wiedersehn, einmal war es doch schön."
(Peter Kreuder et al, Sag beim Abschied leise 'Servus')
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25.09.2010, 16:05Inaktiver User
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25.09.2010, 21:20
AW: Wer bin ich?
Hattest Du denn früher auch schon so Tagträume? Wie Du sie beschreibst, scheint es Dir dabei ja wirklich gut zu gehen. Das ist doch jedenfalls besser als Grübeln oder wütend sein oder Schlimmeres. Einzig wenn Du zu nichts anderem mehr kommen solltest ... ok dann wirst Du Dir wohl ein wenig Sorgen machen müssen.
Du sagtest weiter oben, dass Du Dir klarer werden willst, was wirklich Deins ist und was eher von fremd ist, soweit das denn geht. Und ich verstehe es nun so, dass diese Tagträume auch ein Schritt dahin sind. Gerade, weil Dir Dein momentaner Alltag gar nicht so schlecht bekommt und Du jetzt vielleicht mehr Zeit für und Zugang zum Träumen hast, passt das doch ganz gut. Das ist ganz normale und gesunde Sehnsucht, würde ich mal sagen."...und gibt's auch kein Wiedersehn, einmal war es doch schön."
(Peter Kreuder et al, Sag beim Abschied leise 'Servus')
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25.09.2010, 22:14Inaktiver User
AW: Wer bin ich?
Mein Leben, so wie es jetzt ist, gefällt mir im Großen und Ganzen gut, und ich stehe eigentlich auch mittendrin. Also ich vernachlässige jetzt weder meine Pflichten (Kinder, Haushalt, Arbeit...) oder so.
Das, was du schreibst, beruhigt mich etwas. Es sind wirklich schöne, nette kleine Träumerchen von Glück und Romantik. Ich hatte sie als Teenager auch; damals ging es natürlich nur um irgendwelche Sänger oder Schauspieler
Aber halt so ähnlich eben.
Vielleicht hast du recht und es ist so eine Art angenehmer Theoretisiererei über Möglichkeiten, die mir nun (plötzlich) offenstehen.
Danke für den Gedanken, Alaska
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25.09.2010, 23:12Inaktiver User
AW: Wer bin ich?
Da sagst du was liebe Schlaflos,
so ähnlich denke ich auch. Ich merke das oft, wenn es mir schlecht geht, dass ich weder träume noch mir was vorstellen kann (bildlich, theoretisch). Das wirkt sich dann aus, wie ein buchstäbliches Brett vor dem Kopf, im Herzen und vor allen Dingen in der Vorstellungskraft.
Kein Horizont. Das Endergebnis ist Platzangst.
Genau deshalb, denke ich immer, das jede Art von Vorstellung von Möglichkeit ( sei es Phantasie oder Tagträumerei) immer der erste Schritt ist hin zu Veränderung. Denn wohin soll die Zukunft gehen, wenn man noch nichtmal den virtuellen Platz hat sich überhaupt vorzustellen, in welchen Wind man denn nun seine Nase stecken soll?
Tagträumereien und Phatasie als Probelauf für die Wirklichkeit und als Testrennbahn für die Zukunft.
Super!
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26.09.2010, 12:41Inaktiver User
AW: Wer bin ich?
Liebe Farmelli,
wenn nicht zu schwere Kost, dann versuche es doch einmal mit Schopenhauer: "Die Welt als Wille und Vorstellung". Das wird dir (noch mehr) Kraft geben
Ich denke, was mich irritiert hat, ist dieses kindliche Mittel der Flucht in schöne Gedanken, um die bittere Realität abspalten zu können. Wie gesagt: das Mittel! - Ich erkenne jedoch, dass es keine Realitätsflucht ist, dank @Alaska
Es ist wohl schlicht ein altbekanntes Werkzeug meiner Psyche, neu verknüpft.
Die Synopsen und ich: das kann ja noch spannend werden
Schlaflos
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26.09.2010, 16:10
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26.09.2010, 17:14Inaktiver User
AW: Wer bin ich?
Ich werde es nie wieder leugnen....



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