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Thema: Wer bin ich?

  1. Inaktiver User

    AW: Wer bin ich?

    liebe schlaflos,

    glückwunsch zum grenzenziehen! und viel erfolg heute bei dem gespräch "face to face"...

    ich kann dir jetzt auch gar nicht soviel schreiben, außer dass ich gerne die kleinen schritte auf dem weg zu dir mitlese!

    lg
    fly

  2. Inaktiver User

    AW: Wer bin ich?

    Hallo liebe BriCom,

    die gute Nachricht: Das Gespräch fand statt! - Es ist mir unglaublich schwer gefallen, es überhaupt anzufangen; saß anderthalb Stunden neben IHM auf der Couch, gab vor, eine Reportage zu sehen, aber in Wahrheit überlegte ich, wann ich wie und was sage. Mir stand der Schweiß auf der Stirn und ich hätte ich fast übergeben vor Aufregung.

    (..warum fällt es mir so schwer zu reden, bin doch sonst nicht auf den mund gefallen...)

    die schlechte Nachricht: Mir geht nun sehr viel schlechter als in den letzten Tagen, habe extrem schlecht geschlafen und könnte alle drei Sekunden in Tränen ausbrechen, so nervlich aufgewühlt bin ich.

    (...hätte vielleicht doch besser alles ruhen lassen sollen...)

    Die Frage war ja: Warum rufst du mich nach wie vor jeden Tag an? - Sofort kam der schnippische Konter: "Soll ich nicht mehr anrufen?" Da sah ich schon, wie beleidigt er sofort war und bereute beinahe, überhaupt gefragt zu haben. Aber ich blieb dran, und es dauert ewig, bis er von seinem stolzen Ross herab kam und vernünftig mit mir sprechen konnte.

    Seine Worte:

    Ich rufe an, weil du mir einmal gesagt hast, wenn wir Streit haben und ich melde mich trotzdem, dann tue dir das gut.

    Wenn du das nicht schaffst, solltest du vielleicht überlegen, wenn du nicht doch schon jetzt gleich gehst.

    Ich denke inzwischen auch, dass ich Bindungsangst habe, aber ich habe dir gesagt, dass ich nicht anders kann.

    Was ist daran schlimm, dass ich trotzdem weiter lieb zu dir sein will und mit dir schlafen? Das kannst du doch ruhig merken!

    Ich versuche doch nur, dass wir nett miteinander umgehen.


    Meine Worte:

    Ich bin zutiefst verletzt und fühle mich schlecht, um darüber irgendwann hinwegkommen zu können, brauche ich Abstand.

    Ich finde es absolut schizophren, wenn zwei Menschen zusammenleben, das Ende ihrer Beziehung beschlossen haben, aber eigentlich beide etwas anderes wollen.

    Ich fühle mich wie der Esel, dem ständig die Karotte vor die Nase gehalten und wieder weggezogen wird.

    Ich bin sogar sehr nett zu ihm; eigentlich hätte er sich eine ordentliche Backpfeife verdient und eine Szene vor sämtlichen Leuten der Stadt. Stattdessen kriegt er sein Essen, wird seine Wäsche gemacht, und zur Krönung bereite ich seine dienstlichen Sachen vor, damit alles schön klappt.



    Das war jetzt mal so die Zusammenfassung. Ich musste mich wirklich zusammenreißen und mich daran erinnern, dass ich nicht vorwurfsvoll werde, sondern bei der Sache bleibe. Trotzdem musste ich zwischendurch sehr heftig weinen, und er starrte mich äußerst entsetzt an, was ich nicht mochte. Will ja kein Mitleid, nur, dass das ewige Leiden endlich ein Ende hat. Außerdem hasse ich Opferrollen, trotzdem höre ich gerade die Kommentare von denen, die persönliche Tiefschläge und Sorgen für Jammerei halten

    Will das WE nutzen, mich emotional wieder herunterzufahren. Irgendetwas läuft schief in mir, aber wenigstens kann ich mich spüren. Mehr als sonst so oft


    schlaflos

  3. Inaktiver User

    AW: Wer bin ich?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    ich kann dir jetzt auch gar nicht soviel schreiben, außer dass ich gerne die kleinen schritte auf dem weg zu dir mitlese!
    Liebe butterfly, es hilft mir schon sehr, dass mitgelesen wird. Dann bin ich nicht allein - ein gutes Gefühl!

    schlaflos

  4. Inaktiver User

    AW: Wer bin ich?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen

    Ich finde es absolut schizophren, wenn zwei Menschen zusammenleben, das Ende ihrer Beziehung beschlossen haben, aber eigentlich beide etwas anderes wollen.
    Hallo schlaflos68, zuallerst mein Kompliment an dich dafür, wie energisch du an _dich_ herangehst, wissen willst und nicht länger den Deckel festhältst. Das ist toll.

    Die Beschreibung deines gestriges Gespräches kommt mir sehr bekannt vor , samt der physischen Symptome wie Übelkeit und Schweißhände.

    Auch wenn es dir heute schlechter geht, sei stolz auf dich, die Konfrontation gesucht zu haben. Es kommt Leben in euer Leben.

    Dass es dir schlechter geht, ist - von außen gesehen - wenig Wunder. Denn, und nun komme ich zum Zitat: ihr wollt in der Tat beide etwas zwar anderes, aber nicht dasselbe. Er möchte Unverbindlichkeit, du wahrhaftigen Kontakt und kein Geplänkel. Zu letzterem zähle ich übrigens auch die Telefonate, sie sind Geplauder, haben keine Tiefe, stellen keine wirkliche _Herzens_verbindung her. Zumal ich sie außerdem noch für manipulative Kontrollinstrumente halte, die wie du selbst so klar siehst, als Karöttchen dafür sorgen sollen, dass Hasi doch noch auf der Spur bleibt.

    Deine innere Abneigung dagegen ist also eine intuitive, gesunde Reaktion. Höre auf sie und gehe danach. Deine Zweifel an dir halte diesbezüglich auch schlichtweg für überflüssig.

    Ob du von ihm jemals das hören wirst, was du dir wünschst? Die Antwort kennst du sicher. Sie tut weh, weshalb wir sie vermeiden wollen. Dafür steht das Sprichtwort 'die Hoffnung stirbt zuletzt'.

    Er hält eure Situation übrigens sicher leichter aus, da er emotional nicht wirklich involviert und völllig anders gestrickt ist. Deine persönliche Antwort und die Konsequenz daraus wünsche ich dir, bald zu finden.

    Alles Liebe

  5. Inaktiver User

    AW: Wer bin ich?



    Das hast du gut gemacht! Und ich finde es auch bemerkenswert wie sehr du an deiner Entscheidung und den Folgen festhälst.

    Und einen dicken dafür, dass es dir eigentlich schlechter geht, aber du täglich voran kommst.

    Eine Frage bleibt mir, bei dem was du da oben schreibst.
    Was habt ihr vereinbart? Ruft er jetzt immer noch an oder
    hast du ihm gesagt, dass du dich meldest, wenn es was zu besprechen gibt?



    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen

    Ich bin sogar sehr nett zu ihm; eigentlich hätte er sich eine ordentliche Backpfeife verdient und eine Szene vor sämtlichen Leuten der Stadt. Stattdessen kriegt er sein Essen, wird seine Wäsche gemacht, und zur Krönung bereite ich seine dienstlichen Sachen vor, damit alles schön klappt.
    das Gefühl kenne ich. Das Gefühl hatte ich schon zweimal und jedesmal nach dem Gespräch dachte ich mir. Wenn dir nochmal so einer kommt, dann bekommt er wirklich eine:
    Das dumme ist nur manche interpretieren das als Aufforderung mit ihnen ins Bett zu gehen.

    Aber liebe Schlaflos, das was du oben schilderst muss dich ja in Stücke reißen. Du willst schreien brüllen und diesem absurden Theater entkommen und du bügelst ihm die Wäsche.

    Warum? Warum tust du noch irgendwas für ihn.
    Wieviel bist du dir wert?


    SchliSchla

  6. Inaktiver User

    AW: Wer bin ich?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen

    Will ja kein Mitleid, nur, dass das ewige Leiden endlich ein Ende hat. Außerdem hasse ich Opferrollen, trotzdem höre ich gerade die Kommentare von denen, die persönliche Tiefschläge und Sorgen für Jammerei halten
    ...und diese Leute, die können bleiben wo der Pfeffer wächst!

  7. Inaktiver User

    AW: Wer bin ich?

    Liebe Julifrau

    vielen Dank für die aufbauenden Worte. Du hast vollkommen recht: Ich kann stolz auf mich sein; denn ich bin mir wenigstens selbst treu geblieben und habe die Dinge angesprochen, die mir wichtig waren. So gesehen, ist es wohl eher deshalb so, dass ich mich mies fühle, weil ich es schlicht gar nicht gewohnt bin, für mich selbst zu kämpfen, es mir unrichtig vorkommt, als hätte ich gar kein Recht dazu - was kompletter Blödsinn ist, ganz sachlich betrachtet

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    ihr wollt in der Tat beide etwas zwar anderes, aber nicht dasselbe.
    Wieder ein Mosaiksteinchen, dass dem Bild mehr Gesicht gibt. Gefühlt habe ich es die ganze Zeit, aber eben falsch (komplett aus meiner Sicht) interpretiert. Er verbog sich, das war offensichtlich, und ich fragte mich die ganze Zeit, was denn daran so schwierig ist, auf mich zuzukommen. Wir fallen uns in die Arme und alles ist klar und gut! Dabei ergibt es nur SO ein deutlich erkennbares Bild: Er will die Unverbindlichkeit, nicht den echten Kontakt, nicht die Intimität!

    Wie sehr abgeschnitten von sich selbst ist er wohl

    Vielen Dank für diesen Satz:

    Deine innere Abneigung dagegen ist also eine intuitive, gesunde Reaktion.
    Das ist Balsam

    Ob du von ihm jemals das hören wirst, was du dir wünschst? Die Antwort kennst du sicher. Sie tut weh, weshalb wir sie vermeiden wollen. Dafür steht das Sprichtwort 'die Hoffnung stirbt zuletzt'.
    Absolut. Ich kenne sie, ich mag sie auch nicht aussprechen, aber sie ist klar in mein Herz gebrannt und wird mich das einzig Richtige tun lassen.

    Nun ist es nur noch wichtig, die gemeinsame Zeit zu überstehen und mich nicht neu einlullen zu lassen.

    schlaflos

  8. Inaktiver User

    AW: Wer bin ich?

    Liebe Schlischla,

    danke danke danke Ich kann jede Art von Rückendeckung gut gebrauchen!!!

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Eine Frage bleibt mir, bei dem was du da oben schreibst.
    Was habt ihr vereinbart? Ruft er jetzt immer noch an oder
    hast du ihm gesagt, dass du dich meldest, wenn es was zu besprechen gibt?
    Wir haben nichts vereinbart, aber ich habe SEHR deutlich gemacht, dass ich Abstand brauche und deshalb diese Telefonate irritierend - gelinde gesagt - finde.

    Da fällt mir ein unglaublicher Kommentar von ihm ein, der mich jetzt erst so richtig wütend macht:

    "Die sind ja auch nicht gerade sehr ergiebig in letzter Zeit!"

    Und das mit einem mehr als vorwurfsvollen Ton, so nach dem Motto, er gibt sich eine totale Mühe und ich bin so undankbar Boah, was für'n Typ.................................

    Ich habe mir auch überlegt, nachdem du nun gefragt hast, was ich tue, und ich denke, ich werde einfach auflegen. Wenn es wirklich wichtig ist, gibt's ja noch SMS. Allein, seine seichte Stimme zu hören, gibt mir Gänsehaut des puren Ausgeliefertseins! Ich muss mich wehren - irgendwie.

    Warum? Warum tust du noch irgendwas für ihn.
    Wieviel bist du dir wert?
    Um ehrlich zu sein, die Haushälterin macht die Wäsche. Ich will nicht, dass die irgendetwas mitbekommt. Aber ich manage alles, und das ist durchaus ein wichtiger Punkt für das Gelingen SEINES Lebens. Für ihn ist es schon Strafe, dass ich öffentlich nicht mehr an seiner Seite auftrete. Alle werden ihn fragen. Gut so

    Ich bin mir viel wert, jeden Tag ein Krümelchen mehr.

    Liebe Grüße
    schlaflos

  9. User Info Menu

    AW: Wer bin ich?

    Liebe Schlaflos68;

    ich les von Anfang an still mit und ich bewundere deine Klarheit und Deinen Mut

    ich denke, Du hast viel zu viel gegeben und tust es immer ncoh--im Moment hat eure Trennung für ihn kaum Konsequenzen--für dich aber schon--vermutlich tut es deswegen so weh.

    Dir alles Liebe und eine riesen Portion Kraft
    Lucky1
    Immer wenn du meinst es geht nicht mehr
    kommt von irgendwo ein Lichtlein her

  10. Inaktiver User

    AW: Wer bin ich?

    Liebe Lucky,

    Zitat Zitat von lucky1 Beitrag anzeigen
    ich les von Anfang an still mit und ich bewundere deine Klarheit und Deinen Mut
    Ganz-ganz lieben Dank dir So richtig mag ich den Mut und die Klarheit (?) nicht auf meine Fahnen schreiben lassen. Es ist eher so ein innerer Orkan, der mich weiter-weiter-weiter treibt. Ich kann mich seiner Kraft nicht recht entziehen und habe mich lediglich entschiedene, mich mal von ihm treiben zu lassen und zu schauen, was kommt. Manchmal hänge ich dann in irgendeiner zerzausten Palme fest - und an die ist eine neue Frage genagelt, die ich beantworten muss... (komisches Bild).

    ich denke, Du hast viel zu viel gegeben und tust es immer ncoh--im Moment hat eure Trennung für ihn kaum Konsequenzen--für dich aber schon--vermutlich tut es deswegen so weh.
    So sehe ich es auch. Ich bin jedoch, und diese Einsicht tat vor allen Dingen weh, mein eigener Entscheider gewesen. Habe es abgewogen und für schwer genug befunden. Ein Fehler, ein menschlicher vermutlich. Habe mich auch nicht in meinem Partner getäuscht, sondern selbst belogen und möchte gerne für die Zukunft mehr Klarheit erlangen.

    Es gibt ja hoffentlich eine Zukunft

    Für meinen Partner hat die Trennung kaum Konsequenzen, das stimmt wohl. Aber dass ich ihm das Leben nicht allzu leicht mache und ihn mit meinen Fragen nerve, ist ihm schon schwer erträglich. Dass ich nicht mehr sein wandelndes Deko-Element sein werde, wird ihn ordentlich wurmen. Dass ich vor ihm herumspaziere, aber er mich nicht haben kann, ist sicher auch eine schwere Strafe für sein grenzenlos erscheinendes Selbstbewusstsein. Und eines Tages werde ich ganz weg sein, und seine Macht über mich wird verpuffen in seiner herbeigesehnten Freiheit (die Geister, die er rief, wird er verfluchen).

    Trotzdem glaube ich nicht (mehr) daran, dass er sich zu dem Menschen wandeln wird, den ich bräuchte, um wieder Vertrauen in die Welt zu erlangen bzw. dieses Vertrauensreservoir weiter aufzufüllen. Es ist in den vielen Jahren, die wir zusammen sind, eine ewige Verlustliste gewesen - das ändert sich doch jetzt nicht einfach wie durch ein Wunder und nur, weil ich weg bin. Es wird leichter sein, eine Neue zu holen Zwar schätze ich ihn nicht so ein, aber wir wissen ja alle, wie das dann läuft, wenn Mann Gelegenheit hat und die einzige andere Wahlmöglichkeit die Nabelschau wäre...

    schlaflos

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