Hi schlaflos,
ich bin stolz auf Dich! Du bist einen weiten WEg gegangen!
Was in deiner Familie passiert ist, ist ja schon sehr starker tobacc. Ist dein Bruder viel älter als du?
Diese Frage stelle ich mir auch immer wieder. Ich denke, dass diejenigen von uns, deren urvertrauen relativ intakt geblieben ist, an dieser Stelle keine Arbeit leisten müssen, sie diese Arbeit aber an anderer Stelle vollbringen müssen.Vielleicht werde ich nie zu diesem Ur-Vertrauen finden können, das mir als Kind genommen worden ist. Vielleicht ist es komplett zerstört worden, damals? Wer weiß? Aber ich denke, mit Verstand und Empathie und Übung im - vor allem - Grenzensetzen ist einiges machbar.
Das kann ich aus meine Erfahrung nur bestätigen!Wirklich allein war ich ja noch nie gewesen, so ganz auf mich gestellt bis in die letzte Konsequenz. Das ist schon etwas Neues - aber rein intellektuell beschaut wohl der einzig mögliche Weg hin zur echten Selbstfindung.
Ach ja, noch etwas: Bei meinem letzten Flug hatte ich keine Panikattacke. Nicht, dass ich total entspannt gewesen bin, aber es war gut auszuhalten.![]()
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Thema: Wer bin ich?
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21.05.2010, 19:18Inaktiver User
AW: Wer bin ich?
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21.05.2010, 20:48Inaktiver User
AW: Wer bin ich?
Liebe esperanza

It is a long way to Tipperary...
Mein Bruder ist fünf Jahre älter als ich und alle paar Jahre in der Geschlossenen wegen Manischer Depressivität; er ist schon auch irgendwie ein armes Schwein (wenn mir so eine Bewertung überhaupt zusteht). Er hatte es auch nicht leicht, ist noch viel heftiger physisch missbraucht worden als ich. Aber er liebt unsere Mutter abgöttisch
, trotzdem er sie nicht verteidigt und das Defizit ganz klar sieht. Er sagt aber auch, er sei nun einmal durch das Blut an sie gebunden und könnte nicht ohne sie leben. Das werde ich ihm auch nicht ausreden. Es ist sein gutes Recht so zu leben wie er das für sich am besten aushalten kann. Wir haben eine Art status quo und sparen das Thema "Mutter" weitestgehend aus.
Danke, dass du mir noch einmal Bestätigung gibst für meinen Weg zum besseren Selbst-Finden. Ich erhoffe mir auch, dass ich vielleicht nicht mehr Dramen habe, mit deren Hilfe ich mich von mir selbst ablenken kann. Naja, und vielleicht wird es ja auch gar nicht so schlimm, wie mir meine bisherige Angst immer einreden wollte
Viele liebe Grüße
Schlaflos
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27.05.2010, 15:34Inaktiver User
AW: Wer bin ich?
Liebe Leute

Nun ist es in "Sack und Tüten": der Mietvertrag ist unterschrieben. Wenn jetzt nicht noch eine Vulkanwolke das Postflugzeug aufhält, umleitet oder ähnlich verwirrt, dann werde ich bald in meine eigene, tolle, neue Wohnung ziehen.
Ich bin richtig verliebt in sie und richte permanent gedanklich ein
Schlaflos
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27.05.2010, 17:51Inaktiver User
AW: Wer bin ich?
Glückwunsch zur neuen Wohnung, Frau Schlaflos
. Wobei sich der Nick mit dem Umzug sicher erübrigen wird
.
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28.05.2010, 15:37Inaktiver User
AW: Wer bin ich?
Danke Julifrau
Ich glaube, ich warte noch ein bisschen mit einem neuen Nick, ist ja auch noch stressig genug. Dafür musste ich ewig auf deinen Avatar schauen, bis ich erkannt habe, was der darstellt
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28.05.2010, 23:48Inaktiver User
AW: Wer bin ich?
Das freut mich für dich! Alles liebe ...
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05.06.2010, 11:19Inaktiver User
AW: Wer bin ich?
Hallo @ all

Nun sind es nur noch wenige Wochen, fast nur noch Tage, bis ich endgültig in meinem anderen Leben ankommen werde. Wie im Außen, so im Innen
In mir ist alles im Fluss, ich treibe den Strom hinab, befinde mich gerade in sanften Gewässern, keine Stromschnellen oder ähnliches weit und breit in Sicht. Sogar mit meinem Ex führe ich unangestrengte und freundschaftlich-geprägte Gespräche über die Zukunft und wie wir sie ausgestalten wollen.
So einiges geht mir dabei natürlich auch durch den Kopf, ich kann das Analysieren eben nicht lassen
Aber Spaß beiseite:
Diese ganze Ex-Beziehung ist mir immer klarer als - auch, nicht nur - Übertragungsgeschichte. Die kleine Schlaflos kann allein den Gedanken an eine räumliche Trennung von Herrn Schlaflos überhaupt nicht ertragen, verfällt in Panik usw. Herr Schlaflos wiederum agiert ähnlich der unerreichbaren Mutter der kleinen Schlaflos und entzieht sich umso mehr, desto lauter der Hilfeschrei der Kleinen schrillt. Grundsätzlich ist er ein Mann, der ein Nähe-Distanz-Problem hat.
Soviel zur Vergangenheit.
Heute habe ich das Gefühl, mich aus der abhängigen Beziehung zu meinem Ex gut befreit zu haben. Nach Jahren der Angst-Täler stehe ich jetzt da und fühle mich gestärkt. Und ich muss erkennen, dass ich selbst - wenn ich ganz tief in mich hineinhorche - gar nicht mit einem Mann in einer eheähnlichen Gemeinschaft leben will.
Als mir dieser Gedanke das erstemal gekommen ist, dachte ich, ich belüge mich selbst und will mir nur die Tür zu meinem Ex offenhalten, um einer echten Trennung somit aus dem Weg zu gehen
Diese beiden Stimmen streiten sich nach wie vor in meinem Herzen: Wie erkenne ich, welche recht hat???
Ich bin einerseits ein eigenbrötlerischer Typ, komme gut mit mir selbst zurecht und suche eher weniger die ständige Ablenkung durch was auch immer. In meinen bisherigen Beziehungen fühlte ich mich sehr häufig eingeengt und habe es oftmals bedauert, nicht alleine zu leben - theoretisch
Aber ich bin auch unsicher, ob ich nicht tatsächlich wieder irgendeiner verkappten Urangst in mir nachgebe und mich letzten Endes selbst manipuliere.
Kann man denn immer nur durch Ausprobieren zu seinen Erkenntnissen gelangen oder gibt es nicht doch auch die Möglichkeit, einige Erkenntnisse anzuwenden, die von Dritten stammen und möglicherweise allgemeingültig (sofern das in psychologischer Hinsicht zutreffen mag) sind?
Ich denke, das gehört auch zur Selbstfindung dazu und dazu, sich zu kennen und entsprechend Entscheidungen, und seien es noch so kleine, zu treffen.
Vielleicht weiß ja jemand von euch, wovon ich spreche und kann mir neuen In-put geben?!
Schlaflos
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05.06.2010, 13:02Inaktiver User
AW: Wer bin ich?
Hallo schlaflos,
ich denke, dass niemand um sich selbst herumkommt. Und zwar in jeweiligen Momentschritten. Je nach Lebensphase / Umbrüchen. Das führt dazu, sich immer besser selbst kennenzulernen - UND es bedeutet anzuerkennen, dass man selbst stets in einem Entwicklungsprozess ist.
Hat man in so einem Prozess "größere" Baustellen zu schließen, fallen die Schwankungen größer aus. Sprich: Verschiedene Lebensabschnitte werden in verschiedenen Bereichen größere Unterschiede aufweisen. Meine Theorie.
Bei der Frage von Dir hier, verstehe ich mal wieder nicht, was Du eigentlich wissen willst / vorwegnehmen willst ... oder willst Du Zeit überbrücken oder gar ein Buch schreiben mit Erfahrungen anderer? Oder ist es wirklich nur die alte Gewohnheit, das eigene Hirn zu beschäftigen?
Wenn es konkret um Dich geht, fällt mir dazu ein:
Vor kurzem warst Du noch der festen Überzeugung, dass Zusammenwohnen DAS Indiz und DIE Notwendigkeit schlechthin sein müssen, für eine - in Deinem Sinne gute - Partnerschaft.
Jetzt dämmert Dir, dass Du auch mal alleine könntest .... ohne Mann .... weder in Beziehung zu sein und schon gar nicht zusammen lebend.
Na, und?
Dann ist das eben im Moment so. Schließlich tut sich bei Dir viel - innerlich die letzten Wochen - äußerlich die nächsten.
Warum musst Du JETZT wissen ob Du irgendwann wieder oder eben nicht mit einem Mann zusammenleben willst / kannst?
Verstehe ich nicht.
Lebe das, was im Moment dran ist.
Schritt für Schritt.
Evtl. bist Du irgendwann an einem Punkt an dem Du mit einem Mann eine ganz andere, neue Art der Beziehung leben kannst und die Zusammenlebenfrage stellt sich neu oder gar nicht oder, oder ....
Ernsthaft:In mir ist alles im Fluss, ich treibe den Strom hinab, befinde mich gerade in sanften Gewässern, keine Stromschnellen oder ähnliches weit und breit in Sicht. Sogar mit meinem Ex führe ich unangestrengte und freundschaftlich-geprägte Gespräche über die Zukunft und wie wir sie ausgestalten wollen.
Ist Dir langweilig fad / unlebendig zumute wenn nicht gerade die Hütte bei Dir brennt - entweder vor Leidenschaft oder Verknotungen?
Was würdest Du denn mit Deiner Energie und Zeit machen, wenn Du Dir manche Frage einfach nicht stellen würdest?So einiges geht mir dabei natürlich auch durch den Kopf, ich kann das Analysieren eben nicht lassen
Mit Verlaub:Heute habe ich das Gefühl, mich aus der abhängigen Beziehung zu meinem Ex gut befreit zu haben. Nach Jahren der Angst-Täler stehe ich jetzt da und fühle mich gestärkt.
Ich sehe das so, dass Dich Dein linkes Hinterrad mal wieder überholt. Nicht dass ich Dir nicht glaube, dass das so ist, wie im Moment von Dir empfunden. Aber Du steckst noch mittendrin im Umbruch und ich sehe nicht, dass Du Dir das alles zugestehst, was damit verbunden ist.
Idee: Bring erstmal den Umzug hinter Dich und richte Dich mit Deinen Kindern im neuen Leben neu ein, gib Dir Aklimatisierungszeit in allen Bereichen, guck Dir in verschiedenen Momenten über das nächste Jahr verschiedene Dinge nochmal an, mach Deine Therapie Schritt für Schritt ... der Rest ergibt sich. Und zwar nicht in Deinem Kopf sondern in Deinem Leben.
Das kann schon sein - Du bist ja noch nicht richtig aus dem Alten raus. Und klar - jetzt ist Zeit für etwas Neues. Gönne es Dir doch - OHNE darüber nachzudenken, dass die Alternative, die im Moment noch nicht mal existent ist, gar keine Alternative ist. Das ist mindfuck.Und ich muss erkennen, dass ich selbst - wenn ich ganz tief in mich hineinhorche - gar nicht mit einem Mann in einer eheähnlichen Gemeinschaft leben will.
In Dir streitet sich irgendetwas - allerdings nicht um Klarheit zu kriegen sondern um Dich zu verwirren.Diese beiden Stimmen streiten sich nach wie vor in meinem Herzen: Wie erkenne ich, welche recht hat???
Was steht an?
Umzug *+ neues Leben alleine einrichten.
Mehr musst Du doch nicht wissen für die nächste Zeit, oder?
Wenn Du Dir selbst nicht über den Weg traust, dann bist Du nicht der Chef von det Janze.Aber ich bin auch unsicher, ob ich nicht tatsächlich wieder irgendeiner verkappten Urangst in mir nachgebe und mich letzten Endes selbst manipuliere.
Innere KLarheit und Ruhe kriegst Du nur, wenn Du Schritt für Schritt im Außen auch Klarheit lebst und nicht in dem Du Dir immer wieder verwirrende Fragen stellst, die gerade gar nicht dran sind.
Im Außen Schritt für Schritt Klarheit leben, heißt in Deinem Fall - ich wiederhole mich - Umzug + Leben NEU einrichten.
So dass Dein Inneres auch Zeit hat, das zu realisieren. Die Seele braucht (viel mehr) Zeit im Hier und Jetzt anzukommen.
Ich stelle mir immer vor, dass sie in mir drin ist und NICHT sieht was im Außen läuft, sie hat keine Augen und sie ist vor allem zeitlos in unserem gewohnten Sinne. Sie ist darauf angewiesen, dass das, was ich mache / sehe / erlebe für sie durchlasse und ihr Zeit gebe, sich darauf einzustellen - sonst hängt sie - für mich zeitlich erlebt - einfach nach und quält mich weiter mit alten Geschichten. Das hat auch mit meiner Überzeugung zu tun, dass meine gesamte Materie - sprich alle Zellen - Zeit brauchen, sich neu auszurichten.
Meinem Verständnis nach, rennst Du Dir davon.
Und in diesem Sinne verstehe ich auch, dass jeder für sich selbst seine Erfahungen machen muss. Das ist wiederum entsprechend zu: jeder muss seinen eigenen Weg finden - nicht nur im Kopf sondern sehr wohl ausprobierender (=gelebter) Weise. Zumal wenn man ein größere-Baustellen-Kandidat ist, dem in frühen Jahren manch "normale" Lernerfahrung mit "unbelastenderem" Hintergrund verwehrt war. Wenn Du als Kind dauernd in einer Stress- / Notsituation warst, warst Du schlichtweg nicht in der Lage, manches zu lernen, was andere in der Zeit gelernt haben, weil Du viel zu blockiert und mit Überlebenststrategien beschäftigt warst.
Im Allgemeinen kann man nur sagen:
Es lässt sich nichts überspringen.
Jedenfalls nichts, was wesentlich ist, was eine eigene Lernerfahrung benötigt. Das müsstest Du von Deinen Kindern her wissen.
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05.06.2010, 14:36Inaktiver User
AW: Wer bin ich?
Leda,
ich lese deine Antwort wieder und wieder - und es steckt so viel drin, wo ich zucke, wo es mich elektrisiert.
Dieses Um-Gedanken-Kreisen ist mindfucking, you are right
Ich habe auch im Moment wirklich nichts zu tun; keine Entschuldigung, nur eine Erklärung. Es gibt gerade Wartezimmer-Feeling pur hier. Alles ist soweit organisiert, alles wartet nur auf LOS!, der Count-down tickt - und macht mich vielleicht wieder einmal irre.
Dann habe ich irgendwie so eine Art Drang, doch mal dies und das und jenes schon mal "anzudenke"; ist ja eh sonst nix zu tun... Vielleicht bekommt mir das schlicht nicht?!
Zitat von Inaktiver User
Ehrliche Antwort: Ich weiß es auch nicht. Ich komme mir irgendwie so - unspezifisch
vor und denke, es müsste doch mal klar sein, was ich wirklich will!
Ich meine, wie soll ich denn echte Entscheidungen im Leben treffen, wenn es heute so ist, morgen so?
Aber ganz konkret mit dem JETZT-Wissen: Ich bekomme in letzter Zeit so komische Anflüge, so eine Art kleinen Schrecken, da sagt eine Stimme zu mir: "Das ist eine echte Trennung. Bald bist du wirklich allein." Dann bekomme ich natürlich angst - und verdränge das schnell wieder. Es reißt mich auch nicht nieder, aber es hat etwas Beängstigendes.
Dann in Verbindung mit dem sehr anhänglichen Verhalten meines Ex, der unbedingt jeglichen Kontakt halten will und komische Pläne macht - das verängstigt mich und ich will einfach endlich mal klar denken, fühlen und - HANDELN.
Ich fühle mich wie die Unverbindlichkeit in Person
Wie du das nun beschreibst, als einen Vorgriff - das leuchtet mir ein, und ich denke, es ist wahr. Ich hätte wohl alles gerne glasklar und poliert auf einem Silbertablett und mit großen Schildchen zur Erklärung davor.
Dass mir das so schwerfällt....................................... .......
Zitat von Inaktiver User

Schlaflos
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05.06.2010, 15:32Inaktiver User
AW: Wer bin ich?
Salü Schlaflos!
Ich habe nicht viel zu sagen
..nur manchmal frage ich mich warum du dich so sehr mit dem "Wie" beschäfftigst statt mit dem "Was". Vielleicht deshlab auch dein Gefühl des Unspezifischen?
Ich stelle mir das irgendwie so vor als hätte man das Ziel vor den Augen eine Doktorarbeit zu schreiben und kaut monatelang auf den äußerlichen Gegebenheiten rum (ich kenne gerade so einige
) statt einfach mal sein Thema zu formulieren. Ebenso mit der tollen Tatsache mal ein Buch oder so zu schreiben. So ganz vage kann man formulieren worum es geht, aber wenn man dann das Inhaltsverzeichnis macht, steht man mit den großen Fragezeichen da, wie verknüpfe ich es, wo bekomme ich meine Inhalte her? Und überhaupt, wer soll das kaufen?
Es bringt halt nichts das Ziel zu haben eine Doktorarbeit schreiben zu wollen, wenn man nicht das Ziel hat irgendetwas aufzudecken und zu erforschen.
Was ...nicht wie
und eventuell ist es ja auch dein Ex der dich in diese Richtung drängt, weil er unbedingt jede Art der normalen Beziehung neudefinieren will.
Oder du wirst ein Formalist ;)
Warten ist s****!
Naja, hoffe das war jetzt nicht an den Haaren herbeigezogen ...
Farmelli


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