Na, super!
Du meinst das hoffentlich selbstironisch und nicht ernsthaft, dass Du Deinen weiblichen Narzissmus pflegen willst, oder?
Das Schlimmste was einem passieren kann, ist übrigens, mit einem waschechten Narzissten, der viele Selbsthilfebücher gelesen hat, die aus der Feder Depressiver stammen mit dem Unterton "Du musst Dich primär um Dich selbst kümmern", über dem Dschungel abzustürzen und zu überleben.
Das wäre dann eine erlöste Form.![]()
Antworten
Ergebnis 411 bis 420 von 1650
Thema: Wer bin ich?
-
30.03.2010, 18:48Inaktiver User
AW: Wer bin ich?
-
30.03.2010, 18:56Inaktiver User
AW: Wer bin ich?
Das war der erste herzhafte Lacher heute. Danke
Zitat von Inaktiver User

btw: "homo faber" hab ich mehrmals gelesen *zwinker-und-grusel*
Ähm, und: Nein, ich werde meinen Narzissmus nicht pflegen und auch darüber hinwegkommen. Ich brauche erstmal etwas mehr Abstand und meinen brummenden Job und alle meine Freunde zurück und so.
@ Lilith
Es ist ja weniger, dass ich ein Gefühl beschreiben möchte. Ich bin nur ein wenig zu häufig in ähnliche Desaster gerannt und wollte gewisse Muster erkennen, um sie zukünftig zu vermeiden.
@ Julifrau
Schei....e, Rilke ist der Hammer................
Schlaflos
-
30.03.2010, 19:18
AW: Wer bin ich?
@ schlaflos
jetzt hab ich mich mal wieder nicht klar ausgedrückt
Ich glaube wohl, das man fühlt, was für einen gut und was schlecht ist,
ohne das Gefühl GENAU benennen zu können/ müssen....
Nur hat man "verlernt" Gefühle voneinander zu unterscheiden.
Manchmal sind es ja nur Nuancen, die das eine vom anderen trennen.
Und da GENAU "hinzufühlen" und eben nicht den Verstand einzuschalten um zu "verstehen"
Das heißt aber, das man seine Gefühle gut kennen muss, und das heißt erst mal ARBEIT "Was fühle ich GENAU, in der einen oder anderen Situation", damit sie irgendwann wieder "automatisch" anspringen.
Ach, das war wahrscheinlich wieder etwas wirr, aber ich hoffe, das du mich trotzdem ein bisschen verstanden hast!?
Beispiel:
Mit Herrn Schlaflos fühlt es sich in einer bestimmten Situation "richtig" an. Warum? Weil eigentlich fühlst du in dem Moment schon, das es morgen anders sein wird. NUR DAS "übergehst" DU.
Warum genau????
-
30.03.2010, 21:40
-
31.03.2010, 01:39Inaktiver User
AW: Wer bin ich?
Hallo liebe schlaflos,
ich melde mich auch mal kurz wieder
Schlaflos, bei solch einer Situation wie oben, würde ich toben wie die Axt im Walde. Es geht so garnicht. Ich werde bei so etwas wütend.
Ein anderer darf so etwas nicht machen und würde er meine Antwort auf solch einen Schmarn hören, wäre mein Tonfall wahrscheinlich eine Rote Karte samt Platzverweis wert.
Wo ist deine Wut?
Wo ist di schlaflos die den Stuhl zertrümmert hat?
so ein Arsch.
Ich: Was ist denn anders, wenn wir in D sind?
Er: Dann habe ich nicht mehr mein Büro, in das ich gehen kann, wenn mir alles zu viel wird!
Nub verzeihts!
nene und zwar nicht:
ne! es ist egomüll, den er da vor sich hinredet. Es ist selbstherrlich und verantwortungslos.(ehrlich ist er ja...................................)
Punkt.
Weißt du was: fühl du dich mal schön gekränkt, pack deinen Narzissmus ein und streichel ihn auf der Heimfahrt, denn wenn der dir deine Grenzen zeigt, dann ist es ein guter Narzissmus. Da denke ich ein wenig anders, einfach weil nicht jede form von Narzissmus ein schlechter ist, sonst wäre der Strangtitel schon purer Narzismus. Man wird sich doch mal selber spiegeln dürfen und herauszufinden, was in einem tickt.Ich fühle mich in meinem weiblichen Narzissmus gekränkt. Darum!
Oder
PS: da oben ist auch noch ein bissl Trotz drin. Pack den Esel zu dem Päckchen Narzissmus und sei lieb zu ihm. Esel sind kluge Tiere.
Ich glaube du hast da ein paar schlaue Mitarbeiter im Oberstübchen Namens Schlaflos. Nur denkst du noch, sie seien die schlechten Mitarbeiter
Geändert von Inaktiver User (31.03.2010 um 01:46 Uhr)
-
31.03.2010, 03:26Inaktiver User
AW: Wer bin ich?
So, nun habe ich den gesamten Thread gelesen und möchte nun auch noch meine Gedanken dazu mitteilen. Meine Gefühle beim Lesen entwickelten sich von anfänglich absolut mitfühlend hin zu Ärger (hat natürlich auch was mit mir selbst zu tun, Thema Projektion
)
Also, mein Hauptgefühl ist: Du bist sowas von unklar, schlaflos, ich fühle mich wie im dichten Nebel. Erst mal: wieso nennst Du ihn eigentlich immer noch "Herrn schlaflos"? Ich dachte, Du hast Dich von ihm getrennt! Das auch als Kommentar zu Deinem Post oben: wie kann das sein, dass er wie frisch verliebt wirkt, Dir das auch stark zeigt, Dich in den Arm nehmen will etc...ich denke, DU HAST DICH VON IHM GETRENNT?!
Ja meine Güte, das darf doch wohl nicht wahr sein. Siehst Du es denn wirklich nicht?? Ein paar Seiten weiter vorne schreibst Du, dass Du Angst davor hast, dass sich dieser Kreisel (Du näherst Dich an, er nimmt wieder Abstand mit Aussagen wie obiger) immer weiter dreht, Stichwort "Täglich grüßt das Murmeltier", und Ihr seid noch nicht mal auseinander gezogen, und schon grüßt das Murmeltier wieder! Er hat Dir trotz aller "frisch verliebten" Handlungen seinerseits gleich mal wieder um die Ohren gehauen, dass die Sache mit den getrennten Wohnungen unumgänglich wäre...AUFWACHEN!
Dabei hattest DU doch Schluss gemacht mit ihm, und nun kommt ER wieder mit den getrennten Wohnungen...schlaflos, was zum Teufel läuft denn hier falsch?!
WARUM? Er hat doch seine Meinung nun schon zig Mal klipp und klar geäußert...wieso kannst Du Dich dann daran verschlucken? Und wieso kommst Du nicht an sie ran? Weil er Deine Hoffnung auf eine Wiedervereinigung durch sein Frisch-Verliebtes-Tun genährt hat und sie dann gleich wieder zerschlägt? Ich fasse es nicht, was für ein übel manipulatives Verhalten er immer noch an den Tag legt. Er schubst Dich hierhin und dorthin, holt mal eine zuckersüße Karotte aus der Tasche, und hält sie Dir solange vor, bis Du doch langsam die Lippen spitzt...und dann zückt er die Peitsche und zieht sie Dir mitten durch das Gesicht. Und Du lässt das geschehen...immer und immer und immer wieder.
Ehrlich? Ich glaube Dir kein Wort von diesem Absatz. Zweckoptimismus, würde ich sagen. Du verwendest soviele Bildnisse (mache ich auch gerne), soviele Wörter...aber Wörter sind Schall und Rauch. Wenn keine Taten folgen, dann sind Wörter für die Katz.
Sorry, ehrlich, aber erwachsen finde ich das überhaupt nicht. Ja, es ist schön, dass Ihr Euch einander gegenüber öffnen konntet, aber es läuft doch mehr oder weniger nach dem alten Muster ab (habe ich oben näher beschrieben). Bzw. Du schreibst, Dich lässt das alles total kalt und Du verhältst und erlebst passiv...was ist daran erwachsen? SCHON WIEDER lässt Du dich von ihm einlullen, wie ein Magier schafft er es immer wieder, Deine Aufmerksamkeit auf ihn zu lenken...ach was, zu fesseln, will ich mal sagen! Mal, weil er mürrisch und distanziert ist ("Er hat nicht angerufen! Er flirtet mit der Kellnerin! Er ist in sein Büro abgehauen!"), mal, weil er einen auf frisch verliebt macht und um Dich herum scharwenzelt.
Aber in jedem EINZELNEN Fall schafft er es, dass sich Deine Gedanken wieder nur um IHN drehen!
Ich will auf keinen Fall behaupten, dass er das alles aus bösen Absichten heraus tut (das hört sich für mich nicht so an), aber er ist ein Mensch, der sich von Deiner Energie ernährt, er ist ein "Energievampir" (hierzu gibt es Bücher oder Google: "Energie-Vampire zielen darauf ab, dass Sie sich schuldig fühlen. Das schwächt Sie, und bald sind Sie ein willenloses Opfer. Solche Vampire gibt es als Kolleginnen und Kollegen, als Verwandte und vielleicht sind Sie sogar mit einem verheiratet.").
Du schreibst, dass es aus bestimmten Gründen nicht möglich war, früher nach D zurück zu gehen, das muss ich wohl so stehen lassen. Aber ich finde es unglaublich, dass Du mehr oder weniger offiziell die Trennung von ihm vollziehst, und dann aber noch im selben Bett mit ihm schläfst und auch ansonsten ein "normales" (harr harr) Familienleben mit ihm führst! (Sogar mit intimem Körperkontakt!) Euer gesamtes Zusammenleben empfinde ich als eine ziemlich durchgängige Qual, als wirklich dysfunktional. Ich möchte gar nicht wissen, wie das Eure/Deine Kinder erleben, vor allem die Kleinste; gerade kleine Kinder kriegen ungeheuer viel von dem mit, was um sie herum statt findet.
Du schriebst es unzählige Male, dass Du dich entschieden hast und in D getrennte Wege gehen willst. Wie kann es dann sein, dass "er" Dich so leicht aus dem Tritt bringen kann, nur in dem er wieder liebevoll zu Dir ist? Hast Du dich wirklich entschieden? Mir brauchst Du diese Frage nicht zu beantworten, aber Dir selbst gegenüber solltest Du wirklich ehrlich sein.
Siehe oben. Mein Post ist gut gemeint, ich hoffe, dass das, was ich schreibe, konstruktiv 'rüber kommt, denn das war meine Intention.
Puuuhh, meine Güte, Deine Thematik berührt mich wirklich sehr. Ich wünsche Dir und Deinen Kindern, dass diese wirklich zerstörerische Situation bald ein Ende findet (wie auch immer das aussehen mag).
Gute Nacht!
MorgannaGeändert von Inaktiver User (31.03.2010 um 03:34 Uhr) Grund: Ergänzung
-
31.03.2010, 10:09Inaktiver User
AW: Wer bin ich?
Guten Morgen BriCom

Meine Güte, was war das gestern für ein Tag gewesen
Heute jedenfalls fühle ich mich wesentlich ruhiger, nicht angespannt, nicht panisch - auch nicht verkatert 
Ich konnte und kann sehr viel aus den Antworten von euch ziehen, auch wenn mir vielleicht nicht jede einzelne passt. Das wollte ich nur mal anmerken: Danke!
Gestern Abend sagte mir Herr Schlaflos, er wolle mir auf gar keine Fall weh tun, er sähe, ich leide, und er möchte doch nicht, dass ich mich durch unsere Beziehung kämpfe. Ich sagte, seit so vielen Jahren ginge es nun immer nur um ihn, und ich bin zu dem Schluss gekommen, ich könne tun und lassen, was ich will, es wäre ihm nie recht. Hinter irgendeiner Ecke wäre es dann doch NOCH schöner als hier bei mir. Und das wäre extrem frustrierend für mich, so könne das nicht weitergehen. Eine Weile war Ruhe, dann sagte er nur noch, er fände es sehr traurig und schade, dass wir einfach keinen gemeinsamen Umgang miteinander finden würden.
Bla-blubb...
@ Lilith
Das ist eine gute FrageBeispiel:
Mit Herrn Schlaflos fühlt es sich in einer bestimmten Situation "richtig" an. Warum? Weil eigentlich fühlst du in dem Moment schon, das es morgen anders sein wird. NUR DAS "übergehst" DU.
Warum genau????
Ich weiß es nicht, ich kann es nur analysieren (sorry...) Vielleicht ist das Ganze eine Übertragungsgeschichte, und ich versuche, DIESMAL die Liebe zu gewinnen, die ich meine zu brauchen? Daraus eventuell speist sich die Hoffnung, in diesem Moment würde es klappen - was ein Befürchten des Scheiterns ja obsolet macht.
@ Alaska
Ja, "homo faber" ist DER Klassiker zum Thema Bindungsphobie. Ich fand und finde das Buch extrem gut, aber auch beängstigend. Diese eine Szene, als er bei sich im eigenen Appartment anruft und sich niemand an ihn erinnern kann, er quasi gar nicht mehr existiert, sich in Luft aufgelöst hat - das ist gruselig und spricht meine eigene Angst an, mich aufgelöst zu haben, wenn ich mich selbst nicht spüren kann.
@ Farmelli
Ich war auch wütend gewesen. Bin ja aus dem Restaurant abgehauen und über Stunden nachts durch die Stadt gelaufen. Aber als ich endlich zu Hause angekommen war, war auch die Wut verrauchtSchlaflos, bei solch einer Situation wie oben, würde ich toben wie die Axt im Walde. Es geht so garnicht. Ich werde bei so etwas wütend
Sie ist nicht wirklich wiedergekommen. Irgendwie hat sie sich zu Verzweiflung transformiert, zu Jammern und Opferhaltung...
Übrigens: Esel mag ich sehr
@ Morganna
Jeder Zeile, jedem deiner Sätze lese ich an, wie sehr dich meine Geschichte anspricht. Sie macht dich wütend und fassungslos. Das hat mich am meisten beeindruckt an deiner Antwort.
Was ich bei mir persönlich für einen Durchbruch halte, ist, dass ich über mich reden konnte. Das war der Auslöser vor einigen Tagen. Vielleicht ist das ein wenig untergegangen in der ganzen Beziehungsstory, die - da gebe ich dir recht - haarsträubend ist. Es ist deshalb auch so ein Durchbruch für mich, weil das heißt, dass ich Gefühle HABE, dass ich sie ARTIKULIEREN kann und darf. Es fällt mir wirklich sehr schwer, mich klar zu präsentieren - ich sehe es, aber die Änderung ist deshalb nicht einfacher.
Das, was du als "nicht erwachsen" sehen konntest, hast du meiner Meinung nach aus dem Zusammenhang gerissen. Ich bezog mich auf obiges Thema. Immerhin waren jahrelang keine Beziehungsgespräche oder Gespräche über eigene Gefühle wie Angst, Scham und Schuld möglich gewesen. DASS man jedoch auch über so etwas sprechen kann, ist doch nicht kindisch. Die Beziehungsdynamik ist sicher chaotisch, manipulativ usw. Da gebe ich dir recht.
Ich möchte an dieser Stelle jetzt nicht auf jeden einzelnen Absatz von dir eingehen. Wichtig für mich war vor allem die gestrige Erkenntnis, nicht alles analysieren zu müssen und dennoch das Werkzeug in der Hand zu haben, um weiterzuleben, und zwar konsequent sich selbst verpflichtet.
So beknackt es sich anhören mag: Durch den gestrigen Gesprächsabend hat mir geholfen, dass ER nicht derjenige ist, mit dem ich Nähe suchen darf. So simpel eigentlich. Nicht er, dachte ich, nicht er. Jeder, aber NICHT ER
Schlaflos
-
31.03.2010, 10:55Inaktiver User
AW: Wer bin ich?
Schlaflos,
du redest über deine Wut als sei sie jemand völlig externes, nicht zu dir gehöriges. Aber sie ist deine. Deine Wut bist du. Dein Schmerz, deine Verzweiflung und deine Intelligenz bist du. Und das ist auch gut so.
Irgendwie kam mir gerade der Gedanke, dass sich deine Worte so ähnlich lesen, wie die über Herrn Ex-schlaflos, irgendetwas, was da draußen ist, was eben macht und tut und du schaust und reagierst eben.
Aber deine Gefühle sind keine externals. Du bist deine Gefühle. Und wenn die Wut mal kommt, dann kann sie ein guter Auslöser sein für Entscheidungen, aber sie muss auch ankommen dürfen.
Ich habe witziger Weise gestern etwas erzählt bekommen über ordnende Menschen und Handlungsmenschen: Der ordnende Mensch (Bibliothekar, Archivar) löscht nie etwas, er stellt Ordnung her, kategorisiert, baut lauter kleine Schubladen in die alle Dinge passen.
Der handelnde Mensch macht vor allen Dingen eins: er vernachlässigt Möglichkeiten zugunsten einer Handlung, er ist wie ein Schalter, es gibt nur an oder aus. Gut/Böse. So schwarz weiß wie sich das anhören mag, so hilfreich ist es. Für 50% seiner Handlungen oder Betroffenen wird das, was er tut immer falsch sein. Eine Beachtung aller Möglichkeiten ist für ihn Gift.
Er wird nie und nimmer ein Archivar, denn er würde viel zu viele Details vergessen.
Ich fand das sehr interessant, was mir eine alte Häsin erzählt hat, da ich z. B. sehr impulsiv jedoch auch oft Ordnungsversuche unternehme mit dem Ergebnis, dass ich mich nicht für eine Ordnungshierarchie entscheiden kann und immer wieder umsortiere.
(die armen Details
die würden ja sonst verloren gehen).
Du wirkst mir sehr sehr vorsichtig in deinen Entscheidungen/Handlungen.
Hast du schonmal versucht eine Tür in einem neongrün zu streichen?
Oder hast du eine ähnlich komische Aktion gemacht? Nicht um des Dekowillens sondern um zu merken, aha: jetzt ist die Tür grün/hässlich. Noch dazu kann ich sie nicht wegwerfen.
Was passiert, dann mit dir? Ärgerst du dich, dass die Tür grün ist? Denkst du dir dann, hätte ich doch lieber das pink genommen...
Oder würde es dir eher passieren, dass du anfängst grün zu malen und auf der Hälfte eventuell aufhörst?
Oder hörst du dann einen kleinen Kritiker, der dir ständig ins Ohr flüstert: grün, wie konntest du nur! und wenn dieser Kritiker wie deine Wut ein externer Mitarbeiter von dir ist, kannst du mit ihm reden und ihm einfach sagen: Lieber Herr Reich-Ranizky von Schlaflos, das geht sie garnichts an und Beurteilungen von ihnen in Sachen Farbgestaltung liegen nicht in ihrem Kompetenzbereich.
Haben deine Mitarbeiter Gesichter(der Esel, die Wut, das Kind, die Frau die auf dem Hochhaus stand, die aus dem Restaurant gestürmt ist)?
Wenn du mal leichte Unterhaltung möchtest, die sehr schnell zu lesen ist jedoch trotzdem aufschlussreich über solche Gesichter und spannend wie ein Krimi.
Matt Ruff: Set this house in order
liebe Grüße,
Farmelli
-
31.03.2010, 11:26Inaktiver User
AW: Wer bin ich?
Farmelli

Wow, ja das stimmt, jetzt wo du's sagst...
So nach dem Motto: Da kam so etwas Wütendes aus mir heraus, aber das war ich eigentlich gar nicht?!
Es stimmt, dass ich versuche, mich nur sehr vorsichtig "zu bewegen", also Entscheidungen zu treffen. Ich habe es mir regelrecht angewöhnt, alles erst zu drehen und zu wenden. Aus der Angst heraus, etwas tun zu können, das dermaßen heftige Wirkung hat, dass es nie wieder rückgängig zu machen ist. Der berühmte Elefant im Porzellanladen
Ich schätze, es bräuchte genauso viel Übung, sich das wieder abzugewöhnen, bewusst mal loszulassen und zu realisieren, dass ja gar nichts passiert.
Es hört sich vielleicht bescheuert an, aber wenn ich merke, da steigt ein Gefühl in mir hoch, das ich heftig finde, dann löse ich schnell komplizierte mathematische Aufgaben oder so, tue etwas, was mich geistig dermaßen fordert, dass kein Platz für einen Gedanken, eine Wahrnehmung ist... Da ist etwas in mir, ein Glaube, nicht stark genug zu sein, das alles auszuhalten, was in mir ist, es deshalb wegdrücken zu müssen.
Du hast mich gerade daran erinnert...
Ein Handlungsmensch bin ich deshalb wohl eher nicht. Aber ich glaube, WENN ich handle, dann richtig (siehe oben, und das macht mir wirklich-wirklich Angst).
Die neon-grüne Tür würde ich vermutlich nicht hinbekommen
Aber FALLS, würde ich mich wohl die Plautze ärgern, mit mir schimpfen und versuchen, das Desaster schnell wieder rückgängig zu machenHast du schonmal versucht eine Tür in einem neongrün zu streichen?
Oder hast du eine ähnlich komische Aktion gemacht? Nicht um des Dekowillens sondern um zu merken, aha: jetzt ist die Tür grün/hässlich. Noch dazu kann ich sie nicht wegwerfen.
Tendiere also hierzu:
In diesem Moment würde ich sicherlich komplett in der Rolle des Kritikers aufgehen, seine Meinung für meine eigene halten, sie 1 : 1 übernehmen und deshalb keine Veranlassung dazu haben, hier irgendjemanden abzumahnen oder ähnlich geartet zu ahnden...Oder hörst du dann einen kleinen Kritiker, der dir ständig ins Ohr flüstert: grün, wie konntest du nur!
Ich bin sie immer ganz. Ich bin schwarz, ich bin neon-grün, ich bin weiß - jedesmal hundertprozentig.Haben deine Mitarbeiter Gesichter(der Esel, die Wut, das Kind, die Frau die auf dem Hochhaus stand, die aus dem Restaurant gestürmt ist)?
Schlaflos
-
31.03.2010, 12:01Inaktiver User
AW: Wer bin ich?
....und mit der Angst bist Du dann auch 100% identifiziert.
Und deshalb titscht Du oft wie eine wildgewordene Billiardkugel von einer Bande zur anderen ... von einem Gefühl zum nächsten, fragst nach Deiner wahren Identität weil Du Dich mit Dir gar nicht mehr auskennst und versuchst die Gefühle ganz separat ablaufen zu lassen, damit Du aus dem Wahnsinn rauskommst. - Am sinnvollsten ist wohl, daran mit einem Therapeuten zu arbeiten, der Dir hilft, das alles als Teile bzw. Phänomene von Dir anzunehmen und Dich in die Lage zu versetzen, der Chef von det Janze zu sein. Gefühle kommen und gehen, sie sind nicht wirklich identitätsstiftend, sie sind EIN Ausdruck des momentanen Seins. Sie geben einem Hinweise, die gilt es zu verstehen, jedoch nicht überzubewerten. Nicht mehr, nicht weniger.





Zitieren
