Ja, also ich kann das wirklich empfehlen, würde es allerdings eher behutsam angehen.
Eher ersteres, weiter gehende Vermutungen würde ich hier nicht einfach so anstellen. Aber auf der Achse zwischen sagen wir homogener und multipler Persönlichkeit wird es wohl viele Abstufungen geben.
Mir fällt da noch die Anekdote von Ganesha ein: Eigentlich wer er ein kleiner Junge, der von seinem Vater so sehr misshandelt wurde, dass er seinen Kopf verlor. Dem Vater, einem großen Herrscher, tat es dann doch leid und er rettete seinen Sohn, indem er ihm einen Elefantenkopf aufsetzte und ihn zum Anführer seiner Truppen machte. Ganesha (Gan Isa) heißt also Anführer der Vielheit.
Also ich halte Yoga generell für eine gut geeignete praktische Methode egal wo auf dieser Achse die Integration von Anteilen zu fördern, also über die Körper-, Bewegungs- und Atemwahrnehmung emotionale und mentale Spannungen aufzulösen und abgespaltene Anteile zusammenzubringen.
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Thema: Wer bin ich?
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16.12.2009, 14:29
AW: Wer bin ich?
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16.12.2009, 22:46Inaktiver User
AW: Wer bin ich?

Ich denke sogar weinen oder irgeneine andere Art des Ausdrucks ist extrem hilfreich, weil es doch so viele Dinge gibt, die gerade durch eine kaputgegangene Kommunikation nicht mehr verbalisierbar sind, weil einfach der Mensch fehlt, mit dem man die ganzen Gedankenkarusell Dialoge hätte zufriedenstellend lösen können.
Irgendwann geht es nicht mehr weiter mit der Kommunikation und da muss man seine ganzen Gefühle und Gedanken irgendwie loswerden. Sonst wird man ja zur Müllkippe
Und manchmal kommt auch bei mir nur noch ein wütendes "blarks!" "blitz" "quark" raus...ähnlich wie bei einer Comikfigur mit diesen riesigen Sprechblasen in denen nur noch Symbole drin sind.
Ende der Kommunikation....
manchmal traurig, aber oft wahr. Und dann brauchts etwas anderes wie Worte.
Sport tut da auch extrem gut
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17.12.2009, 00:01Inaktiver User
AW: Wer bin ich?
Hmm, das mit dem Sport ist so eine Sache und sicher eine Typfrage.
Wenn ich mich nicht spüre und gerade in einem bodenlosen Loch verschwunden bin, geht das Mich-Motivieren dazu gar nicht.
Wenn dann noch jemand kommt und sagt- "He, Sport hilft!",
dann kann das noch mehr runterziehen.
Man ist "nicht mal in der Lage", sich zu etwas so Aktivem, so Hilfreichem (aber doch erstmal Anstrengendem) aufzuraffen...
was für ein unglaubliches "Versagen"!
Aber das ist vielleicht OT.
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17.12.2009, 08:53Inaktiver User
AW: Wer bin ich?
Liebe BriCom

Sport ist für mich auch total negativ besetzt. Ich verbinde es mit Leistungbringen, mit Zwang. Sicherlich, weil ich als Kind/Jugendliche Leistungssport gemacht habe... Ich komme da jedenfalls nicht mehr heran. Nicht an diese Klassiker wie: Lauf doch mal ne Runde um den Block
Genau wie Blueserin sitz ich dann meistens sowieso in meiner Hasengrube und bin keiner noch so winzigen Entscheidung fähig...
Was mich aber am Thema Weinen noch interessiert. WENN es mich rüttelt, dann habe ich immer flash-backs und sehe meine Mutter vor mir. Wahrscheinlich ergreift mich dann auch die alte Angst erneut?! Aber ich verstehe euch jetzt so, dass man auch oder gerade dieses Weinen besser zulässt und durch diese Angst hindurchgeht bzw. sie durch sich hindurchfließen lassen soll - bis es halt wieder vorbei ist? Dann wird es immer weniger mit der Zeit werden?
Und was meint ihr: Kann ich den Kontakt zu meiner Mutter total abbrechen und trotzdem verzeihen? Ist das gemeinsam möglich?
schlaflos
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17.12.2009, 13:08
AW: Wer bin ich?
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17.12.2009, 13:38Inaktiver User
AW: Wer bin ich?
hallo ihr lieben!
ich dachte wir sprachen über Joga
schlaflos, das weißt im Endeffekt nur duWas mich aber am Thema Weinen noch interessiert. WENN es mich rüttelt, dann habe ich immer flash-backs und sehe meine Mutter vor mir. Wahrscheinlich ergreift mich dann auch die alte Angst erneut?!
kontaktabbruch ist mit Sicherheit hilfreich um Distanz zu sich selber zu gewinnen. Es endgültig zu setzen? Mir selber taten endgültige Trennstriche immer tierisch weh, also hat es im endeffekt nicht wirklich was für mein Wohlergehen getan. Was mir jedoch geholfen hat, ist bei wiederkehrenden Begegnungen eine Veränderung in mir festzustellen. Ich habe mich anders verhalten und somit das Muster aufgebrochen. hat bisher nur bei meiner Mutter geklappt, andere Störblöcke konnte ich nicht so einfach umschiffen und da haut es mir noch regelmäßig das Gedankenkarussell um, wenn ich nur daran denke, dass ich z.B. auf meinen Ex treffe, der sich immer damit beschäfftigt, mir zu erklären was das Beste für mich ist und wie wohltuend es ist sich wie die Norm zu verhalten. Da habe ich eine dermaßene Blockade, dass ich mir immernoch wünschte ich könnte ihn per Zauberstab auf den Mars katapultieren.Und was meint ihr: Kann ich den Kontakt zu meiner Mutter total abbrechen und trotzdem verzeihen? Ist das gemeinsam möglich?
brrr...schüttel! heut abend treffe ich wahrscheinlich auf ihn auf einer Weihnachtsfeier und mir verdirbts jetzt schon den Nachmittag. Blödes Gedankenkarusell
...und ich schätze mir würde es besser gehen hätte ich diese Treffen öfter geübt...dann wäre ich wahrscheinlich lässiger. Wie gesagt, das ist ein Beispiel von mir, wie es dir geht, was besser für dich ist und ob und wie du dich von deiner Mutter emanzipieren kannst...ich würde dir raten verschiedene Herangehensweise zu testen und schauen, was dich besser voranbringt.
Liebe Grüße,
SchliSchla
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17.12.2009, 14:51
AW: Wer bin ich?
Liebe Schlaflos,
warum MUSST Du denn verzeihen? Wenn Du jetzt erstmal von all dem loskommen willst, warum musst Du denn dann schon wissen, wie es ausgeht?
Ich kann Dir nur sagen, wie mein Weg ist: Für mich geht es im Moment darum, meine Grenzen zu sehen und zu setzen. Da das in meiner Familie zu Druck und Abwertung führt, schütze ich mich durch maximale Distanz selbst. Das hat mir (und macht es mitunter noch) ein schlechtes Gewissen gemacht. Aber für ihre Gefühle sind meine Eltern allein verantwortlich. Ich kann sie also zunehmend besser loslassen. Damit werden mir - vermute ich stark - ihre Erwartungen zunehmend egal werden. Und am Ende trage ich die Verantwortung für mein Leben allein und ich kann für mich neu justieren, ob und wie viel Kontakt ich möchte. Ich werde mit ihnen nicht hadern müssen, weil ich weiß und umsetze, was ich will und die Grenzen meiner Eltern annehmen kann. Ist das so etwas wie verzeihen?
LG
BabetteZurück ist ein Ort, den es nicht gibt.
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17.12.2009, 15:59Inaktiver User
AW: Wer bin ich?
Liebe Babette,
ich möchte gerne verzeihen, aber im Sinne von Loslassen. Damit meine ich nicht, es unbedingt gut oder annehmbar finden zu müssen, was mir durch meine Mutter angetan worden ist. Dadurch, dass ich ja momentan weit weg von meiner Heimat lebe, konnte ich mich sehr gut distanzieren von ihr, was mir unglaublich gut getan hat. Aber nun sehe ich der Rückkehr ins Auge und überlege, wie ich zukünftig mit ihr "verfahren" soll. Leider ist es auszuschließen, dass sie einsichtig, reumütig oder ähnlich auf mich reagieren wird - bittere Erfahrung aus vielen Versuchen meinerseits, mit ihr über alles zu reden. Eigentlich sage ich so etwas ja nicht über andere Menschen, aber meine Mutter ist wirklich ein Monster. Ich finde da einfach kein anderes Wort
Ein Loslassen halte ich aber für unabdingbar; ich mag nicht andauernd nach hinten schauen müssen, nur weil ich es nicht angehen mag, diese schlimmen Geschichten aufzuarbeiten.
Anders bei meinem Bruder - bei ihm könnte ich mir vorstellen, dass er mich um Verzeihung bitten und sich auf einen ehrlichen Austausch einlassen wird. Da würde ein Loslassen dann nicht die gleichzeitige Konsequenz des Kontaktabbruches bedeuten.
Mein Stiefvater ist ja schon lange tot. Hab schon seinen Grabstein angeschrien - mit dem bin ich echt durch
Apropos anschreien: Gestern habe ich mit einem meiner Stühle ein Rollenspiel probiert in Bezug auf direkte Konfrontation mit meiner Mutter. Ich habe so einen Wutanfall bekommen, dass ich den Stuhl zerlegt habe. Das war - beeindruckend
Ich hätte nicht geglaubt, dass noch so viel Zorn in mir steckt...
Das hört sich sogar nach einer sehr gesunden Art des Verzeihens an. So könnte ich es mir mit meinem Bruder vorstellen.Ich werde mit ihnen nicht hadern müssen, weil ich weiß und umsetze, was ich will und die Grenzen meiner Eltern annehmen kann. Ist das so etwas wie verzeihen?
Lieber Alaska,
Zitat von Inaktiver User
ich weiß genau, was ich mir von ihr gewünscht hätte, wäre ich überhaupt erst einmal zum Wünschen gekommen. Dass sie es nicht gekonnt hat, das glaube ich ja auch, nur hilft es mir nicht weiter. Ich bin selber Mutter, und ich habe weiß Gott eine schlimme Kindheit durchgemacht. Aber beim besten Willen kann ich mir nicht vorstellen, einem meiner Kinder irgendwie weh zu tun. Das geht mir irgendwie total ab.
Und wie ich schon weiter oben geschrieben habe, sehe ich einfach der Zukunft ins Auge und müsste halt auch den Kontakt zu den Enkelkindern akzeptieren - was ich nicht kann. Weil ich finde, es ist meine Aufgabe als Mutter, meine Kinder vor Übergriffen zu beschützen.
Hm, ich merke schon, das Schreiben, das sich mitteilen an sich führt mich von ganz alleine auf die einzig richtige Antwort
Liebe Schli,
auch dir vielen Dank für die Zeilen
schlaflos
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17.12.2009, 16:31
AW: Wer bin ich?
Ja klar, dass Du erstmal Abstand von Deiner Mutter suchst, kann ich gut verstehen, würde ich auch so machen. Das mit dem Wünschen bezog sich konkret auf die Zeit, wo Du halt weinen musst und wo es vielleicht hilft, sich vorzustellen, wie es wohl besser hätte sein können in der einen oder anderen Situation. Aber das mit dem Stuhl und der Wut finde ich schon auch gut.

Ja prima, dann geht es ja voran! Bis dann mal.
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17.12.2009, 16:55
AW: Wer bin ich?
Leben ist, was ich daraus mache....



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