Dieses Gefühl, versagt zu haben, oder eher: gescheitert zu sein, war bei mir auch ganz stark nach dem Ende meiner letzten langjährigen Beziehung.
Fortschritte = Pyrrhus Siege. Hmm, interessant, diese Kriegsmetaphorik. Gegen wen kämpfst Du denn?
Grade frag ich mich übrigens, ob es wirklich sinnvoll ist, diese Dinge in einem Forum zu besprechen. Ob Du nicht eigentlich "ausbüxt", indem Du diese Themen anonym erörterst, statt sie in die Therapie zu bringen.
Massashi
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Thema: Wer bin ich?
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14.06.2011, 14:06
AW: Wer bin ich?
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14.06.2011, 14:14Inaktiver User
AW: Wer bin ich?
Ich nenne es: Vorsortieren

Im ernst: Das Wegrennen möchte ich vermeiden. Sitzung habe ich einmal wöchentlich. Wir sind immernoch bei der Anamnese. Hinzu kam der neuerliche Schub meines Bruders
Über Aktuelles haben wir eine Weile schon nicht mehr gesprochen.
Aber ich werde es ansprechen. Auf jeden Fall das Peinliche und auch das kriegerische Vokabular. Wegdrücken bringt ja doch nichts.
Das Forum hier ist zum Akut-Tagebuch geworden. Es ist mir wichtig. Nicht DAS Wichtigste, aber eben doch ein wichtiger Bestandteil. Gerade WEIL es anonym ist, spiegelt es sich sehr viel schlechter als im echten Leben.
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14.06.2011, 14:36
AW: Wer bin ich?
Sorry, ich bin heute etwas sehr flapsig drauf. Also, es ist doch im Grunde weder schlimm noch verwunderlich, dass ihr Euch gegenseitig begehrt, gerade wenn ihr Euch immer schon körperlich anziehend fandet und ihr jetzt tatsächlich eine Art konstruktivere Nähe zueinander findet. Trotzdem gibt es genügend Untiefen und Unklarheiten jeweils bei Euch beiden und in Eurer Beziehung, aufgrund derer es für Euch beide womöglich ratsam erscheint, sich nicht Hals über Kopf in etwas zu stürzen, wo nachher wieder das Aspirin für den Kater nicht ausreicht. Wenn Ihr das im Moment beide so seht und Euch einfach so sogar darüber austauschen könnt, dann ist das doch in Ordnung so.
Na, ich als Mann finde das nicht peinlich, wenn eine Frau schildert, wie scharf sie gerade ist, bei mir weckt das Interesse und kein Befremden, ehrlich gesagt. Aber natürlich wäre es mir als Mann auch nicht so angenehmen, einem Mann zu erzählen, dass ich gerade scharf auf eine Fau bin, von der ich mich eigentlich gerade getrennt habe. Vielleicht ist dieses 'Kein-Sex-mit-dem-Ex-sonst-den-Trieben-ja-total-erlegen-wie-peinlich'-Tabu bei Frauen aber tatsächlich etwas ausgeprägter.
Vermutlich.
Ja, wird schon werden. Begehren ist eben unmittelbar, auch wenn der Kopf meint, das sollte doch eigentlich gar nicht sein, er war doch so gemein, ist fremdgegangen, wir haben uns getrennt ... ob Ihr dann tatsächlich nochmal in der Kiste landet, jetzt nur darüber redet, jeder sich seinen Teil dazu denkt usw. steht dann wieder auf einem anderen Blatt. Tatsächlich hatte ich mal eine Beziehung, wo es für uns beide glaube ich nicht schlecht war, weil irgendwie nochwas offen war und dann war es wirklich erst vorbei. Aber hat halt jeder so seine eigene Geschichte. Toitoitoi."...und gibt's auch kein Wiedersehn, einmal war es doch schön."
(Peter Kreuder et al, Sag beim Abschied leise 'Servus')
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14.06.2011, 15:14Inaktiver User
AW: Wer bin ich?
Passt scho..................

Was mich so ein bisschen beruhigt, ist, dass meine Wahrnehmung mich nicht getäuscht hat, zum Beispiel wegen Samstag. Ich war mir sicher, ihm ging es haargenau wie mir. Und ich war mir auch sicher, dass er sich zurücknimmt.
Echt? Hm... So habe ich das noch gar nicht gesehen!
Wie hat sich das aufgelöst?
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14.06.2011, 15:29
AW: Wer bin ich?
Naja, das ist vielleicht nicht unbedingt zielführend (
sorry) aber letztlich doch nicht verkehrt, wenn ihr beide nun erstmal darauf achtet, was a) jeder für sich eigentlich für ein Kopfkino hat und b) ob und wie es dem jeweils anderen überhaupt damit geht, ohne sich gleich in den Vollzug zu stürzen.
Sollte mir das jetzt peinlich sein?

Wir hatten nochmal feststellen können, dass der Sex nach wie vor wirklich prima ist, aber auch, dass es halt schwierig ist, eine Beziehung auf größere Entfernung mit selten sich sehen zu führen und für uns beide fing jeweils ein neuer Lebensabschnitt mit vielen neuen Leuten an .... ist schon eine Weile her. Vielleicht turnt sie heute noch irgendwo durch Asien, das ist jedenfalls mein letzter Stand von vor über 15 Jahren."...und gibt's auch kein Wiedersehn, einmal war es doch schön."
(Peter Kreuder et al, Sag beim Abschied leise 'Servus')
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14.06.2011, 15:41Inaktiver User
AW: Wer bin ich?
Dein Verhalten ist ambivalent. Wenn du getrennt sein willst, wozu bedarf es eines Austausches der Befindlichkeiten. Wozu die Erklärung, dass du Abstand brauchst? Du hast ihn dir doch die ganze Zeit über genommen
. Du suchst Kontakt und irgendeine Reaktion bzw. Antwort, das ist mein Gefühl.
Würdest du ihm eine 'neue' Frau gönnen?
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14.06.2011, 15:55Inaktiver User
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14.06.2011, 16:00Inaktiver User
AW: Wer bin ich?
Irgendwie bin ich auch froh, dass ich mich an dem Couch-Abend habe zurückhalten können. Und er sich auch. Wäre früher nie passiert.


Hört sich nach ruhigem Auslaufen an; aber auch nach Rest-Sehnsucht...
Ich glaubte, durch die vielen Veränderungen wäre ich so gut wie durch gewesen. Aber vielleicht bin ich es ja auch? Und es ist "nur" der nächste Schritt, den ich mich scheue zu tun? Vielleicht bin ich jetzt einfach so langsam "bereit", in die große weite Welt hinauszugehen - aber hab eben angst davor und stürze mich lieber auf altbekanntes?!
*verwirr-verwirr*
Es fühlt sich an wie verknallt. Freuen kann ich mich nicht darüber.
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14.06.2011, 16:14
AW: Wer bin ich?
Ja, fällt mir auch gerade auf, wo Du das so sagst. Vielleicht liegt es daran, dass meine Beziehungen immer irgendwie so für auf ewig angelegt waren. So der Typ für 'ist ja ganz nett, machen wir mal, bis sich was besseres findet' war ich eigentlich nie. Aber dann ging das Leben immer irgendwie weiter und nahm natürlich auch unerwartete Wendungen ... vielleicht ist es so eine 'was-wäre-eigentlich-geworden'-Sentimentalität. Oder ganz einfach die chronische Midlife-Crisis: "Gleich einer alten, halbverklungnen Sage Kommt erste Lieb’ und Freundschaft mit herauf;..." *schmalztrief*

Vielleicht lohnt es sich, herauszufinden, ob es mehr das Begehren, ds Begehren speziell nach ihm oder aber eher pure Eifersucht ist, die Dich nun antreibt:
So, jetzt muss ich aber mal wieder was arbeiten. Bis Dann!"...und gibt's auch kein Wiedersehn, einmal war es doch schön."
(Peter Kreuder et al, Sag beim Abschied leise 'Servus')
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14.06.2011, 16:28Inaktiver User



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