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  1. Inaktiver User

    AW: Umgang mit Traurigkeit

    Ich wünsche dir alles Gute auf deinem Weg!

  2. Inaktiver User

    AW: Umgang mit Traurigkeit

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Ich dachte gerade so: Was aber, wenn es im Pool einen Wasserrohrbruch der Hauptleitung gibt, nachdem ich ihn in mühevollster Arbeit gerade trocken gekriegt habe. So fühlt es sich nämlich meistens an. Da bräuchte ich dann einen Schnorchel oder so, aber der liegt am anderen Beckenrand, und ich bin wie mit einem Wasserwerfer in die Ecke gequetscht.
    Cool, das meinte ich. Mach' Dir das zum Verbündeten! Wenn die Schmerzen anbranden, wie Marlien es beschrieben hat, wird in Zukunft irgendwann währenddessen dieser Gedanke auftauchen: wo habe ich denn jetzt wieder den Schnorchel hingelegt, kann mir mal bitte einer den 16-er reichen, um die Dichtung festzudrehen, verdammt, wo ist denn nun schon wieder das Schlauchboot, kann mal einer den Wasserwerfer abdrehen ...

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Immer geht es darin um die "Katharsis", dass man lernt, jemandem so zu vertrauen, dass man sich auch mit seiner ganzen Untiefe zumuten kann. Damit werde das Gefühl dann überflüssig. Bei manchen reiche einmal, bei anderen muss es oft geschehen (z.B. bitterlich weinen).
    Das entspricht nicht meiner (und ja auch nicht Deiner) Erfahrung. Diese Versuche sind extrem frustrierend.

    Ich habe gelernt, befriedigende Beziehungen zu Menschen aufzubauen, die nicht alles über mich wissen, denen ich meine Untiefen eben nicht zumute. Das war ein schwieriger Lernprozess, denn Du hast ja recht: das Sosein macht unglaublich einsam, in der Folge schüchtern und zurückgezogen. Manchmal kam ich mir vor wie eine Autistin (und ich bin immer noch nicht ganz sicher, ob ich nicht eigentlich doch eine bin). Aber es kam alles eins nach dem anderen: ich erkannte, dass es für mich gar nicht so wichtig war, etwas zu bekommen, wie ich immer gedacht hatte. Was mich an meinen mangelnden Kontakten wirklich traurig machte, war die Tatsache, dass ich den Menschen in meiner Umgebung dadurch ja auch gar nichts geben konnte.

    Und dieser Antrieb war sehr stark: erst habe ich gelernt, überhaupt zu sprechen, Smalltalk, ganz normaler, banales Alltagssprech (seeeeeehr schwer!), dann habe ich gelernt, zu fragen und darüber mit Menschen in Kontakt zu kommen. Und diese Eigenschaft, die Neugier, die Aufgeschlossenheit gegenüber den Befindlichkeiten meiner Mitmenschen, mein Mitgefühl mit ihren Lebenssituationen brachte es dann mit sich, dass ich interessante Menschen kennenlernte, mit denen man auch mal tiefer sprechen und dann etwas von mir erzählen konnte.

    Jetzt quatsche ich Dich hier gerade voll, was ich eigentlich sagen will, ist: finde doch mal heraus, was Dein Antrieb ist. Was ist Dein Lebenstrieb? Er muss enorm stark sein, sonst hättest Du nicht, pardon, ein so hohes Alter erreicht (Kompliment ). Und aus diesem kannst Du nach meiner Erfahrung eine Möglichkeit ziehen, mit Menschen in Kontakt zu kommen. Um irgendwann auch Freunde oder eine Partnerschaft zu finden, in der Du so sein kannst wie Du eben bist.

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Hoffnung, den Schmerz zu überwinden, habe ich eigentlich nicht.
    Ich hoffe noch mit einem letzten Rest, einen guten Umgang mit ihm zu finden.
    Das wird Dir gelingen, Du bist ja auf dem richtigen Weg. Die Herausforderungen für Dich wird sein, Dich so wie Du bist als ganz und heil zu betrachten, auch wenn die landläufige Definition von ganz und heil ein wenig oberflächlicher ist als wir sie an uns anwenden. Ich fühle mich gesund und merke erst, wie sehr meine persönliche Definition von der anderer Menschen abweicht, wenn ich doch mal drüber spreche (mit dem Augenzwinkern geht es ja. Vor allem packe ich mich dann in kleine Wattewolken-Geschichtchen ein, damit die Wahrheit nicht ganz so heftig dem Gegenüber an den Kopf knallt). Manchmal ist "gesund" eben auch nur: den Tag überlebt und den nächsten erreicht zu haben. Insofern ist zum Beispiel "Es wurde Abend, es wurde Morgen, ein neuer Tag" für mich ein ganz wichtiges "Mantra", denn das ist überhaupt nicht selbstverständlich.

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Auch wenn es schon mehrmals richtig auf der Kippe stand.
    Das einzige, das ich wirklich zu verhindern, zu VERMEIDEN habe, ist:
    der Angst Raum zu geben, mir könnte endgültig die Kraft ausgehen.
    Die nicht zuzulassen ist keine Verdrängung, sondern Überlebenstrieb.
    Leider zieht oft alleine das schon zuviel Kraft ab.
    Das kann ich Dir gut nachfühlen und das wird sich vermutlich auch nicht ändern. Du wirst immer ein wenig Sorge haben, dass die Energie nicht für nachher oder für morgen reicht, dass Dir die Puste ausgeht. Da hilft es manchmal, wie marlien geschrieben hat, jeden Tag einzeln zu nehmen. Wenn Du merkst, dass die Kraft für den ersten halben Tag Arbeit gereicht hat, gehst Du was Gutes essen und dann nimmst Du den Nachmittag in Angriff. An den Pflichteinkauf am Abend zu denken, ist vor 17.30 Uhr strengstens verboten. Und so weiter. Das war jetzt ein banales Beispiel, aber Du merkst sicher, worauf ich hinauswill. Du brauchst Rituale und Mantras (ein doofes Wort, aber eben leicht zu verstehen), Eselsbrücken für Dein Leben.

    Na, hoffentlich komme ich hier nicht allzu altklug 'rüber, das wäre ja schrecklich.

    LG, Orlando

  3. Inaktiver User

    AW: Umgang mit Traurigkeit

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Zurück nochmal zur eigentlichen Frage:

    Wenn man weiß, dass bestimmte Dinge, die man eigentlich so gerne tun würde, diese überschwemmende Grundtraurigkeit auslösen für eine lange Dauer-
    sollte man sie dann vermeiden??
    Auch wenn es einen großen Verzicht bedeutet?
    Ich schließe mich den Vorschreibern und -schreiberinnen an: eindeutig nein! Ich habe es versucht, es lohnt sich nicht. Mein Leben sah aus wie eine Herztodlinie und fiepte nur noch schwach vor sich hin. Die Angst, dass die Sinuskurve nach unten ausschlagen könnte (und sie tat es ja auch zuverlässig) hat mich viele Jahre in einer Grauzone gefangen gehalten. Tu' Dir das nicht an.

    Wichtig aus meiner Erfahrung ist: bewusst für die Dinge entscheiden, die man gern tun würde. Vorher schon fest einplanen, dass man sich Hilfe sucht, wenn der Rückschlag zu heftig sein sollte. Du wirst dann einfach aufmerksamer dafür sein, ob Du gerade in eine ernste Krise schlitterst oder ob das zum Rückschlag des Pendels gehört, was Du gerade erlebst. Nie ausweichen, immer hingucken, besonders da wo es richtig wehtut.

    Und sieh' es doch mal so: vermutlich hast Du eine einzigartige Erlebens- und Empfindungsfähigkeit, warum solltest Du Dir das abschneiden? Freude und "Flow" gehören zum Leben, genauso gehört der Schmerz dazu. Du magst ihn tief empfinden, krankhaft muss er deshalb noch nicht sein. Das kann ich natürlich nicht beurteilen, aber Du kennst Dich.

    LG, Orlando

  4. Inaktiver User

    AW: Umgang mit Traurigkeit

    Liebe Blueserin!

    ich habe ein wenig gebraucht um dir auf dein Thema, was mich eigentlich so interessiert antworten zu können, teilweise auch weil ich die Antworten die kamen so interessant und aufschlussreich fand.

    Um vorne anzufangen und deine Art des Ausdrucks zu reflektieren,
    mit dessen "nebulöser" Art (das ist fast liebevoll betont, da ich selber diesen Ausdruck schon so unglaublich oft zu hören bekommen habe) ich eigentlich sehr viel anfangen kann, mal folgenden Gedanken in Bezug auf die Personen, die einem zuhören und einem viele gute Prolemlösungen anbieten, die einen nur zurücklassen mit einem Gefühl der Unverständnis ("Hab ich etwa nebulöses Zeug geredet?" )

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Ich meine nicht die akuten, die z.B. ein Liebeskummer auslöst, sondern welche, für die es keine Lösung geben kann, (die chronischen sozusagen), weil die Ursache ein Teil des Lebens ist, der einfach bleibt.
    Was ich glaube, was viele nicht verstehen ist, dass es es eben diesen Unterschied zwischen Schmerz gibt: den Schmerz ohne Lösung und der Schmerz dessen Ursache nur behandelt werden muss und weg ist er.
    Die Suche nach einer Ursache tut weh, zumindest bei mir, da ich selber die Ursache bin, er eben mein Wesenskern ist. Eine Aufforderung das Problem (namlich mich) zu beheben kommt einer Forderung gleich mich selber wegzudividieren. Selbst zu verschwinden oder eine andere Person zu erfinden, die wie Orlando so schön gesagt hat, mit Wattekügelchen wirft, um den anderen mit der eigenen Persönlichkeit zu konfrontieren.

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Aber wenn ich mir dann "Gutes tue", dann kommt es mir vor wie Verdrängung, Unterdrückung, Verleugnung meines Wesens.
    Und vielleicht kommt der Schmerz ja auch gerade deswegen immer wieder?
    Ja, das war die Aufforderung nach eigenem Verschwinden. Bist du denn eine sehr disziplinierte Person, der beigebracht wurde, dass erst sehr sehr hohe Ziele erreicht werden müssen, bevor man sich belohnen darf?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Ich halte das Bemühen um Verständnis und positive Reaktionen dann meistens für "unecht".
    Oh, ja! und dann erlernt man irgendwann zu sagen, naja vielleicht haben die es ja nur Gut gemeint. Was im Grunde ja nichts schlechtes ist, sondern eben nur das Gegenteil von gut.
    (eins meiner Lieblingszitate: "das Gegenteil von gut, ist gut gemeint" und ich weiß nochnichteinmal woher es stammt.) In einem deiner älteren Post erwähnst du, dass du deine Reaktion auf so etwas als berechnend und gelernt, dir fremd empfindest.

    Weißt du was? Ich denke es ist total schön, wie jemand so sehr und so offen mit sich selber umgehen kann, wie du es tust. So sehr nach sich selber sucht und ehrlich zu sich ist.

    Ein guter Freund von mir und manchmal mein "Übersetzer", macht manchmal folgendes, wenn ich selber malwieder meinen eigenen Anspruch an meine Ehrlichkeit zu mir selber, versuche auf andere anzuwenden: Er dreht die Dinge gnadenlos und damit meine Wahrnehmung um. Treibt sie völlig auf die Spitze, wobei ich dann manchmal nur lachen kann. Aus einem von mir geäußerten "das stimmt doch hinten und vorne nicht, was der da erzählt " weil ich malwieder bis ins kleinste Detail mich veranalysiert habe und mich wie ein Trüffelschweinchen damit beschäfftige jeden kleinsten Fehler und jede kleinste Fehlfunktion zu finden, wie ich es von mir gewohnt bin, macht er einfach ein total oberflächliches "ja, der ist ja auch blöd".
    Diese Offenheit und Ehrlichkeit kannte ich lange nicht, weil ich mir verboten habe, irgendjemanden blöd und einfach nur oberflächlich
    zu nennen. Jeder musste akzeptiert werden, das gehört sich so und schlimmstenfalls meinen sie es gut und ich habe mich wahrscheinlich "nebulös" ausgedrückt und irgendetwas falsch gemacht.

    Aber ich glaube, so falsch es ist Verantwortung abzugeben oder den Grund bei jemand anderem zu suchen, so wichtig ist es eben solche Unterschiede zu merken, worüber man sich auch selbst definieren kann. Erst merkt man,momentchen so ticke ich nicht, autsch damit kann ich garnicht und dann kommt man darauf was denn das ist was in einem vorgeht.
    Das geht aber manchmal nur dann, wenn man (oder zumindest ich ) auch mal zulässt etwas wirklich unter "mag ich nicht"
    abzuheften.

    All das wozu ich jetzt so viele Worte verloren habe, trifft natülich nicht auf diejenigen zu die dir wirklich helfen wollen, und Orlandos Rat sich zu fragen, vielleicht habe ich bisher nicht das richtige getan, statt zu sagen, vielleicht habe ich nicht genug getan, finde ich auch sehr gut. Aber es gibt einfach auch die falschen Leute, die man nach Hilfe fragt. Eben jene:

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Verständnis ist doch oft nichts weiter als eine gute Möglichkeit, sich selber sagen zu können: Ach was bin ich doch für ein guter Mensch...!
    Ich glaube denen kannst du absolut guten Gewissens ein Schwimmverbot in deinem Pool erteilen
    Manchmal reicht eben auch nur einer, der versteht, was da vor geht in dir.

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Was habt ihr denn für Ventile-
    falls ihr mit dem Geschreibsel überhaupt was anfangen könnt, es ist so schwer nachvollziehbar, wie ich glaube.
    Vielleicht brauche ich grad auch einfach irgendein Ventil.
    Aber es ist schön und gut, dass der Versuch hier möglich ist- ich danke euch!
    Wenn du so dirket fragst, habe ich ein Ventil per Zufall gefunden, als mich malwieder die anderen nervten, mit Ihren guten Ratschlägen und über unter oder neben interpretieren Auslegungen meines Problems Lösung:
    Ich fand Freunde, die wenn ich wütend war, die Wut zugelassen haben, mich teilweise sogar unterstützt haben und sie in einem riesen Gaudi haben explodieren haben. Ich habe als ich weinen musste und fast geflüchtet bin, damit ich nicht schonwieder wegen guter Ratschläge aufhören musste zu weinen, jemanden getroffen, der einfach mitweinte. Weil es ihr auch gerade s***** ging und sie nicht so recht wusste warum. Naja, ich würde es auch als Glück bezeichnen, dass ich solche Leute getroffen habe, aber manchmal glaube ich auch erkannt zu haben, dass es erst dann passiert ist, als ich mich getraut habe offen zu erkennen, dass ich mit bestimmten Leuten nicht kann und auch nicht will.

    Oje jetzt hab ich soviel von mir erzählt...ich hoffe das kannst du doch irgendwie verwenden, falls du gerade in deinem Pool schwimmst oder dein Bild pinselst.

    Beides übrigens wunderbare Bilder und Ventile

    Geändert von Inaktiver User (27.11.2009 um 14:16 Uhr)

  5. Inaktiver User

    AW: Umgang mit Traurigkeit

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Und sieh' es doch mal so: vermutlich hast Du eine einzigartige Erlebens- und Empfindungsfähigkeit, warum solltest Du Dir das abschneiden?
    Ja! und vielleicht sind einige sogar neidisch, weil sie sich neben dir
    oberflächlich fühlen. Oder weil sie fasziniert sind.


  6. Inaktiver User

    AW: Umgang mit Traurigkeit

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Ich habe es versucht, es lohnt sich nicht. Mein Leben sah aus wie eine Herztodlinie und fiepte nur noch schwach vor sich hin. Die Angst, dass die Sinuskurve nach unten ausschlagen könnte (und sie tat es ja auch zuverlässig) hat mich viele Jahre in einer Grauzone gefangen gehalten. Tu' Dir das nicht an.
    Ich hab´s ja auch versucht. Und bin mir eben noch immer nicht ganz sicher, ob die schwach vor sich hinfiepende Herztodlinie nicht doch erträglicher ist, als ein ständiges Herzkammerflimmern.
    Es gab einen Moment (liegt lang zurück), da ich beschloss: "So Schluss jetzt. ALLES ABTÖTEN."

    Es hat sofort einwandfrei funktioniert, ohne Übergang.
    Dann kam die oben beschriebene Erkenntnis: "Nee, Grauzone lohnt sich nicht, das kann nicht alles sein."

    Um wie viel schwieriger aber war dann der Versuch, die Abtötung wieder rückgängig zu machen!! Es hat einfach EWIG gedauert und ging nur in kleinen Minischritten.

    Und jetzt stand (!) ich eben wieder vor dieser akuten Entscheidung.
    Durch Eure Hilfe geht es aber erstmal wieder ein Stück weiter, ohne dass ich mich innerlich abtöten muss.
    Wer weiß, vielleicht würde das auch diesmal gar nicht so easy gehen.
    (schlischlaschoe, ich antworte Dir noch- danke auch für DEIN Puzzleteil ! )

    Und sieh' es doch mal so: vermutlich hast Du eine einzigartige Erlebens- und Empfindungsfähigkeit, warum solltest Du Dir das abschneiden?
    Okay, ich sehe es jetzt mal so.
    Stehen lassen und NICHT die Frage beantworten, warum ich es abschneiden sollte, denn dazu fiele mir eben einiges ein.
    Als erstes das bestehende Ungleichgewicht zwischen "einzigartig tief empfinden können" und der Kraft, das auch auszuhalten.

    Im Nachbarstrang "wer bin ich" steht ein schöner Satz dazu:
    man sollte Wurzeln und Flügel bilden, um dann jeweils beides nutzen zu können.

    Ich will euch etwas erzählen- die ersten Flügelfedern, sozusagen:

    Gestern war wieder so eine Situation.
    Nichtsahnend kam ich aus der Dusche und trocknete mir gerade kopfüber die Haare ab, als mich die Traurigkeit überfiel und niederschmettern wollte.
    Der Boden tat sich auf und der Schmerz streckte mir als ein grauenhafter GNOM seine Klauen entgegen, um mich in den Untergrund zu zerren.
    Mit einem widerlichen Gelächter.
    Ich redete mit ihm, sagte, es sei bestimmt sehr heiß da unten.
    Und dass ich nicht mitkomme.
    Stattdessen begrüßte ich ihn mit einem Handschlag, so von oben.
    Ich bedauerte ihn für seine schrumpeligen Hände und holte etwas Creme, mit der ich sie dann einrieb.
    Das dauerte eine ganze Weile!
    Er hatte aber aufgehört zu kreischen, während er an mir zog.
    Er gab irgendwann Ruhe.
    Das nächste Mal bekommt er die spitzen Klauen gekürzt, wenn er will, und das übernächste Mal einen hübschen Ring oder so...

    Es hat funktioniert.
    Es hat wirklich funktioniert!
    Vielleicht, vermutlich wird es nicht immer so gehen.
    Aber dieses Mal ging es!
    Geändert von Inaktiver User (29.11.2009 um 14:37 Uhr)

  7. Inaktiver User

    AW: Umgang mit Traurigkeit

    Normalerweise schmeiße ich ja nicht so heftig mit Smileys um mich, aber jetzt muss es mal sein: Wahoooooooo!



    Herzlichen Glückwunsch zum geglückten Schlagabtausch!



    Orlando

  8. Inaktiver User

    AW: Umgang mit Traurigkeit

    Hallo Blueserin,

    diesen Gnom kenne ich

    Lese sehr interessiert hier mit und sage mal Hi

    schlaflos

  9. Inaktiver User

    AW: Umgang mit Traurigkeit

    So. Heute also wieder, und sehr hartnäckig.

    (Nur weil es hilft, es in schwarzen Zacken, Linien und Punkten sichtbar zu machen, schreibe ich es hier hin.)

    Heute ist es "ein Klumpen braune, kalte, ziemlich feste Masse" in mir.
    Keine Ahnung, was das für Zeug ist?

    Ich versuche sie weichzukneten.
    Sie kriegt ein paar Zutaten (auf den Etiketten steht aber nicht, was es für welche sind.).
    Ausrollen.
    Welche Form nehme ich mal zum Ausstechen?
    Ein unförmiges Viereck.
    Die Traurigkeitsplätzchen kommen in den Backofen.
    *
    *
    *

    Brrrrrrrrrr- völlig ungenießbar. Die kann man niemandem anbieten!
    Schade, aber sie sind zu eklig.

    Vielleicht nächstes Mal...

  10. Inaktiver User

    AW: Umgang mit Traurigkeit

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Heute ist es "ein Klumpen braune, kalte, ziemlich feste Masse" in mir.
    Keine Ahnung, was das für Zeug ist?

    Ich versuche sie weichzukneten.
    Sie kriegt ein paar Zutaten (auf den Etiketten steht aber nicht, was es für welche sind.).
    Ausrollen.
    Welche Form nehme ich mal zum Ausstechen?
    Ein unförmiges Viereck.
    Die Traurigkeitsplätzchen kommen in den Backofen.
    *
    *
    *

    Brrrrrrrrrr- völlig ungenießbar. Die kann man niemandem anbieten!
    Schade, aber sie sind zu eklig.

    Vielleicht nächstes Mal...
    Du hast eine schöne Phantasie, auch wenn sie unter solchen Umständen zu Tage tritt


    Kannst du die Plätzchen nicht den Krähen hinstellen?

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