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  1. Inaktiver User

    AW: Eva-Maria Zurhorst zu Gast: Ist es Zeit für eine neue Ära nach der Emanzipation?

    Zitat Zitat von reiner Beitrag anzeigen
    Zitronenmond,
    ich unterschreibe jedes deiner postings.

    Ich frage mich wie die Gesellschaftsredaktion der Brigitte diesen Tenor "Ist es Zeit für eine neue Ära nach der Emanzipation?"
    mit ihrer Kampagne "Frauen auf dem Sprung" unter einen Hut kriegt....
    Hab ich mich auch gefragt. Aber es wird ja nicht gesagt, in welche Richtung die Frauen springen (sollen). Vielleicht liegt da ein Missverständnis meinerseits vor....

    Ich gehöre zu den durchaus glücklichen Frauen. Ich gehe täglich zur Maloche (diesbezüglich könnte ich mir in der Tat Schöneres vorstellen, aber wer tut das nicht, egal ob Mann oder Frau).

    Die Aussagen des Interviews sind für mich blablabla: sich auf sich selbst besinnen (aha), seine Bestimmung finden (*augenverdreh*). Na super: den Normalos bleibt es in der Regel nicht erspart, auch so Triviales wie eine Berufstätigkeit zu wuppen und sich dort zu bewähren. Für Männer eine Selbstverständlichkeit, da zweifelt wohl kaum einer(!) dran. Dass die Frauen im Beruf(sleben) ausschliesslich versuchen, die Männer zu "imitieren" mit ihrem Verhalten, das kann ICH nun wirklich nicht bestätigen.

    Und nochmal: die Möglichkeit, Familie und Beruf miteinander zu verbinden, ist eine der Errungenschaften der Emanzipation. Leider scheitert das oft am good-will der Männer. Sei es, dass sie -wie die Frau- beruflich zurückstecken müssen (zumindest eine Zeitlang), um ein Kind zu betreuen, sei es als Arbeitgeber, der eine junge Frau im gebärfähigen Alter nicht einstellen will mit dem Argument(hinter vorgehaltener Hand natürlich) "die kriegt ja eh bald ein Kind un dann isse weg". HIER besteht für mich Emanzipationsbedarf.

    Gruß, Elli
    Geändert von Inaktiver User (24.11.2009 um 13:04 Uhr) Grund: Ergänzung

  2. Inaktiver User

    AW: Eva-Maria Zurhorst zu Gast: Ist es Zeit für eine neue Ära nach der Emanzipation?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Und nochmal: die Möglichkeit, Familie und Beruf miteinander zu verbinden, ist eine der Errungenschaften der Emanzipation. Leider scheitert das oft am good-will der Männer. Sei es, dass sie -wie die Frau- beruflich zurückstecken müssen (zumindest eine Zeitlang), um ein Kind zu betreuen, sei es als Arbeitgeber, der eine junge Frau im gebärfähigen Alter nicht einstellen will mit dem Argument(hinter vorgehaltener Hand natürlich) "die kriegt ja eh bald ein Kind un dann isse weg". HIER besteht für mich Emanzipationsbedarf.
    Sooo alt der Hut und leider immer noch aktuell.

    Und wer das nicht begriffen hat, wird wohl auch nicht begreifen, dass es verdammt gefährlich ist, diffuse "Weiblichkeit" aus der Schublade zu kramen, solange die damit belegten Eigenschaften nicht auch positives Ansehen im Berufsleben finden.

    Weiblichkeit am Herd - wunderbar. Aber auch im Management? Herr Goudevert wäre wohl so ein "innerlicher" "selbstbeschauender" Manager - wo arbeitet er konkret?

    Es besteht für mich auch Emanzipationsbedarf im Berufsleben: Machen wir uns endlich frei von den albernen, männerdominierten Vorstellungen eines Rund-um-die-Uhr-Einsatzes, dem Vorrang des Berufslebens vor den eigenen Kindern etc... - Männer: guckt es euch von den Frauen ab. Besinnt euch auf eure weiblichen Anteile und setzt diese männlich am Arbeitsplatz durch!

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    AW: Eva-Maria Zurhorst zu Gast: Ist es Zeit für eine neue Ära nach der Emanzipation?

    Weiß nicht, ob die Frage „Vereinbarkeit von Familie und Beruf scheitert am good-will der Männer" nicht etwas am Thema von Frau Zurhorst vorbeigeht, vielleicht auch nicht.

    Aus dem Thema: Warum wollen Männer Kinder nicht hüten:
    Maddin (erlaubst du?):
    Na gut: Ich würde nur dann einspringen, wenn es finanzielle Vorteile bringen würde.
    (…)
    Naja, bei mir wäre das jetzt kein Thema, da sie nicht arbeitet. Aber wenn sie arbeiten würde, wäre es rein finanziell abzuwägen, wer sich um die Kinder kümmert.
    Swedish verlinkte einen Artikel der Süddeutschen in dem es hieß:

    „Väter in Familien mit zwei Kindern, in denen auch die Mutter arbeitet, beteiligen sich weniger am Haushalt als Männer in Double-Income-No-Kids-Partnerschaften. Immerhin ist das Engagement von Vätern im Haushalt am größten, wenn auch die Frauen Vollzeit arbeiten. Ob Frauen Teilzeit arbeiten oder überhaupt nicht, hat dagegen keinerlei Einfluss auf die Hausarbeit der Männer.“
    Männer arbeiten im Haus mit, wenn sie einsehen, dass es sein muss. Es muss sein, wenn die Frau auch Vollzeit arbeitet. Die Rolle in der die Frau Vollzeit arbeitet und der Mann Teilzeit und Haus erledigt ist vemutlich zu "unweiblich".

    Die Frage „Was erfüllt mich und was nicht?“ (Zurhorst) ist eine Luxusfrage. Wenn das „Erfülltwerden“ mit Einnahmeeinbußen einhergeht, muss man die akzeptieren können, bescheidener leben oder ein anderer sorgt fürs Geld und das wäre dann wer wohl?
    Die Unterschichtfrau muss jedenfalls vor der Selbsterfüllung erst mal sehen wo die Kohle herkommt. Und das war in den letzten 2000 Jahren auch nie anders, die Frau leistete, abgesehen von Kinder hüten, immer einen relevanten ökonomischen Beitrag zum Überleben der Familie und war nicht mit Selbsterfüllung beschäftigt. Außer natürlich die reichen Frauen, die es auch schon immer gab. Ja das Leben ist ungerecht.
    Ein Frage der Anspruchshaltung.
    "Eine Frau ist viel eher in der Lage, das Haus heimelig zu machen, schöne Kerzen zu platzieren, Blumen aufzustellen und Apfelkuchen zu backen" Eva H.

    Trinke 8 Liter Wasser am Tag, schlafe 24 Stunden, verzichte auf jeden Stress und du siehst aus wie Iris Berben.
    Länger glatte Achseln! Denn Schönheit ist Freiheit.

    Konfuzius sagt: "Die Ziege beschwert sich, dass sie einen Affen zum Mann hat."

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    AW: Eva-Maria Zurhorst zu Gast: Ist es Zeit für eine neue Ära nach der Emanzipation?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Es besteht für mich auch Emanzipationsbedarf im Berufsleben: Machen wir uns endlich frei von den albernen, männerdominierten Vorstellungen eines Rund-um-die-Uhr-Einsatzes, dem Vorrang des Berufslebens vor den eigenen Kindern etc... - Männer: guckt es euch von den Frauen ab. Besinnt euch auf eure weiblichen Anteile und setzt diese männlich am Arbeitsplatz durch!
    „Auf unserer Suche nach allem, was die Leere erträglich macht, haben wir nur eins gefunden … einander.“
    (aus Contact)


    "Wir vertreiben uns aus einem Paradies, aus dem nur wir uns selbst vertreiben können."
    (H. Lesch)

  5. Inaktiver User

    AW: Eva-Maria Zurhorst zu Gast: Ist es Zeit für eine neue Ära nach der Emanzipation?

    Zitat Zitat von reiner Beitrag anzeigen
    ......Die Frage „Was erfüllt mich und was nicht?“ (Zurhorst) ist eine Luxusfrage. Wenn das „Erfülltwerden“ mit Einnahmeeinbußen einhergeht, muss man die akzeptieren können, bescheidener leben oder ein anderer sorgt fürs Geld und das wäre dann wer wohl?
    Die Unterschichtfrau muss jedenfalls vor der Selbsterfüllung erst mal sehen wo die Kohle herkommt. Und das war in den letzten 2000 Jahren auch nie anders, die Frau leistete, abgesehen von Kinder hüten, immer einen relevanten ökonomischen Beitrag zum Überleben der Familie und war nicht mit Selbsterfüllung beschäftigt. Außer natürlich die reichen Frauen, die es auch schon immer gab. Ja das Leben ist ungerecht.
    Ein Frage der Anspruchshaltung.
    Seh ich genauso. Wer satt(!) ist, der muss sich seine Sorgen eben suchen.

    Is doch nett, wenn (Luxus-)Frauen für Frauenseminare Geld ausgeben und Zeit investieren.

    Die Dame im Interview, die sich angeblich nicht traut, ihrem LG zu sagen, dass sie ein Kind möchte, die hat für mich ein Kommunikationsproblem in der Beziehung ! Da gleich eine Forderung nach "neuer Weiblichkeit" zu bemühen ???????

    Zitat Zitat von Inaktiver User
    ....Es besteht für mich auch Emanzipationsbedarf im Berufsleben: Machen wir uns endlich frei von den albernen, männerdominierten Vorstellungen eines Rund-um-die-Uhr-Einsatzes, dem Vorrang des Berufslebens vor den eigenen Kindern etc... - Männer: guckt es euch von den Frauen ab. Besinnt euch auf eure weiblichen Anteile und setzt diese männlich am Arbeitsplatz durch!
    Sach ich doch: Männeremanzipation !

    Gruß, Elli

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    AW: Eva-Maria Zurhorst zu Gast: Ist es Zeit für eine neue Ära nach der Emanzipation?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen

    - Männer: guckt es euch von den Frauen ab. Besinnt euch auf eure weiblichen Anteile und setzt diese männlich am Arbeitsplatz durch!
    ungefähr so?
    http://bfriends.brigitte.de/foren/br...ml#post4671514
    "Eine Frau ist viel eher in der Lage, das Haus heimelig zu machen, schöne Kerzen zu platzieren, Blumen aufzustellen und Apfelkuchen zu backen" Eva H.

    Trinke 8 Liter Wasser am Tag, schlafe 24 Stunden, verzichte auf jeden Stress und du siehst aus wie Iris Berben.
    Länger glatte Achseln! Denn Schönheit ist Freiheit.

    Konfuzius sagt: "Die Ziege beschwert sich, dass sie einen Affen zum Mann hat."

  7. Inaktiver User

    AW: Eva-Maria Zurhorst zu Gast: Ist es Zeit für eine neue Ära nach der Emanzipation?

    Zurhorst:

    Ich kenne inzwischen viele Frauen mit zwei gesunden Kindern, einem schönen Haus, einem spannenden Job, einem tollen Humor – die kriegen alles auf die Reihe, nur eines nicht: sich selbst anzunehmen. Wir müssen wieder lernen, uns zu öffnen.

    Zitronenmond:

    Diese Frauen haben sicher auch noch einen Geld verdienenden Mann dabei - oder finanzieren sie das Leben mit Haus und zwei Kindern alleine? Wem gegenüber sollen sich diese Frauen öffnen? Ihrem Chef? Ihrem Gatten? Ihren Kindern?

    Für mich ist das eine mega-bornierte Luxushaltung.
    Es gibt Frauen mit einem tollen Humor und einem spannenden Job bei Karstadt, der jetzt leider weg ist. Ein schönes Haus konnten die sich nicht leisten und aktuell haben sie ganz schön Stress, weil sie nicht mal wissen, ob sie bei dem Job, den ihr Mann bei Opel hat, sich die 4-Zimmer-Wohnung noch lange leisten können.

  8. Inaktiver User

    AW: Eva-Maria Zurhorst zu Gast: Ist es Zeit für eine neue Ära nach der Emanzipation?

    Und außerdem ist "nach der Emanzipation" mitten in der Wirtschaftskrise und genau da - im Krisenfall - zeigt sich nämlich erst, was die Emanzipation wert ist.

    Neulich gab es eine spannende Reportage über die letzten 20 Jahren im Osten. Die Frauen (weil sie bereit sind, beschissenere Arbeitsverhältnisse hinzunehmen) schafften den Wechsel vergleichsweise besser als die Männer, die in großen Teilen nicht aus der Arbeitslosigkeit herauskommen. Die Reportage zeigte, was das für die Ost-Familien bedeutete -> frustrierte Männer ohne Selbstbewusstsein, reihenweise kaputt gehende Beziehungen.
    Was wäre denn da bitteschön der Vorschlag? Wie sieht denn die Besinnung der Ost-Frauen auf ihre Weiblichkeit aus? Indem sie ihren Job ihrem Mann anbieten? Oder wie?

    Die ganze Fragestellung ist so hanebüchen an der Realität vorbei, dass es mich gruselt...

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    AW: Eva-Maria Zurhorst zu Gast: Ist es Zeit für eine neue Ära nach der Emanzipation?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Zurhorst:


    Diese Frauen haben sicher auch noch einen Geld verdienenden Mann dabei - oder finanzieren sie das Leben mit Haus und zwei Kindern alleine? Wem gegenüber sollen sich diese Frauen öffnen? Ihrem Chef? Ihrem Gatten? Ihren Kindern?

    Für mich ist das eine mega-bornierte Luxushaltung.
    Es gibt Frauen mit einem tollen Humor und einem spannenden Job bei Karstadt, der jetzt leider weg ist. Ein schönes Haus konnten die sich nicht leisten und aktuell haben sie ganz schön Stress, weil sie nicht mal wissen, ob sie bei dem Job, den ihr Mann bei Opel hat, sich die 4-Zimmer-Wohnung noch lange leisten können.

    Tja, ich glaube, für diese Frauen schreibt eine Zuhorst auch nicht, die sollen gefälligst arbeiten, diese Unterschichtler. (Ironie )
    Für mich liest sich das eher, als meine sie die vielen "Super-Frauen" aus den dazugehörigen Romanen von Lind und Co - er Chefarzt, sie Firmenchefin eines eigenen Unternehmens, natürlich haben beide, trozt 24-Stunden Job noch massig Zeit für Kinder, Freunde, Sport und Sex.
    Die in den Romanen jammern ja auch immer, dass ihre Weiblichkeit flöten geht. Kommt dann meist ein jüngerer Mann daher, dann finden sie die wieder

    Nein, ich glaube, mit "normalen" Männer und Frauen hat das weniger zu tun, die haben, wie du geschrieben hast, andere Sorgen
    Alles Liebe, Nellie

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    WEDER HARTZER NOCH ARBEITSLOS. Trotzdem prügel ich nicht auf diese ein

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    AW: Eva-Maria Zurhorst zu Gast: Ist es Zeit für eine neue Ära nach der Emanzipation?

    Zitat Zitat von kleinenellie Beitrag anzeigen
    Nein, ich glaube, mit "normalen" Männer und Frauen hat das weniger zu tun, die haben, wie du geschrieben hast, andere Sorgen
    Womit wir wieder mal beim alten Problem wären:

    Was sind "normale" Männer und Frauen? Und in wie Weit überschneiden sich diese mit der Zielgruppe von Frau Zuhorst?
    „Auf unserer Suche nach allem, was die Leere erträglich macht, haben wir nur eins gefunden … einander.“
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    (H. Lesch)

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