Genauso ist es. Das ist die Schwierigkeit. Dieses Problem findet allerdings nicht nur auf der Beziehungsebene statt und schon gar nicht nur bei den Frauen. Der Mensch in unserer Gesellschaft leidet vielmehr häufig allgemein unter den Anforderungen, die seine recht neuen Möglichkeiten der Idividualisierung vermeintlich an ihn stellen. Wie werde ich ich selbst? Wer bin ich eigentlich? Wie verwirkliche ich mich am besten selbst? Wie macht man das, was bedeutet das? Was wähle ich für mich? Was will ich eigentlich? Solche Fragen usw. können auch zermürben oder einem das Gefühl des Scheiterns an der hohen Lebensaufgabe, ganz "man selbst" sein zu sollen und zu wollen, vermitteln. Grund mag teilweise tatsächlich ein (grundsätzlich sehr positiver!) Emazipationsprozess sein. Die Emanzipation des Menschen hin zur freien Wahl, zur theoretischen Entfaltungsmöglichkeit, zu mehr Individualität, zu mehr Selbstbestimmung, weiter weg von der Abhängigkeit vom Kollektiv, wie es in anderen Gesellschaften teilweise noch vorherrscht usw. Durch diese neu gewonnene Freiheit ergibt sich nicht nur Glück, sondern mitunter auch unangenehme Fragen und Selbstzweifel.
Natürlich kann man das auch im ganz Kleinen betrachten, nur heruntergebrochen auf die weiblichen Mitglieder unserer Gesellschaft und ihrer Entwicklung seit ihrer Emanzipationsbewegung, aber grundsätzlich betrifft es die Männer ebenso. Die haben genauso die Qual der Wahl und prinzipiell die gleichen vorstellbaren Zweifel und Unsicherheiten.
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01.12.2009, 22:19Inaktiver User
AW: Eva-Maria Zurhorst zu Gast: Ist es Zeit für eine neue Ära nach der Emanzipation?
Geändert von Inaktiver User (01.12.2009 um 22:28 Uhr)
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01.12.2009, 22:35Inaktiver User
AW: Eva-Maria Zurhorst zu Gast: Ist es Zeit für eine neue Ära nach der Emanzipation?
Nun, dabei ist zu hinterfragen, wie die Erwartungen anderer aussehen und Deine eigenen.
Dazu gibt es z. B. Zeitmanagementstrategien. Wie z. B. nur EINMAL am Tag ALLE eingegangenen E-mails zu beantworten. Gestaltet sich ganz bestimmt schwierig, wenn der Vorgesetzte anders denkt – aber den gilt es dann auch davon zu überzeugen. (Z. B. wenn Du ihm selbst 10 von ihm zu beantwortende Emails täglich schickst.
)
P.S. Ich warte übrigens momentan seit mehr als 24 Stunden auf eine Antwort. Aber ich denke, der Adressat nimmt sich einfach nur die notwendige Zeit um mein Anliegen endlich auch zufriedenstellend zu beantworten. Besser so, als eine, die mir eh nicht weiter hilft. Soviel nur zu meinen Erwartungen.
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02.12.2009, 16:15Inaktiver User
AW: Eva-Maria Zurhorst zu Gast: Ist es Zeit für eine neue Ära nach der Emanzipation?
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02.12.2009, 18:24Inaktiver User
AW: Eva-Maria Zurhorst zu Gast: Ist es Zeit für eine neue Ära nach der Emanzipation?
LunaLimette,
Du meinst also, den Hunden ist es eher egal, ob sie Männchen oder Weibchen sind, denn sie sind einfach nur … in diesem Fall Hund … und das dann nicht nur beim Fressen?
Hmmm …
... wirklich (auch) sehr interessant ... !
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02.12.2009, 19:25Inaktiver User
AW: Eva-Maria Zurhorst zu Gast: Ist es Zeit für eine neue Ära nach der Emanzipation?
Von wegen !

Denn wenn es gerade um Persönlichkeit geht, trifft es DAS dann wohl eher.
Also für mich persönlich ist Narzissmus bisher immer noch eine Art Persönlichkeitsstörung und irgendwie würde ich auch gern mehr darüber erfahren. Auch in diesem Zusammenhang. Keine Ahnung warum ... und da ich sowieso neugierig bin ...
... tja, vielleicht ist das ja doch eher DAS interessante Thema, was sich leider aber irgendwie im Sande verlaufen hat. Naja, bei all der Schnelligkeit und Hektik kann das auch gut vorkommen. Und vielleicht ist es daher ja auch schon längst überholt. Gut möglich!
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04.12.2009, 19:08Inaktiver User
AW: Eva-Maria Zurhorst zu Gast: Ist es Zeit für eine neue Ära nach der Emanzipation?
Der Wahnsinn hat System!

Jetzt pusht die Brigitte (gegen Zaster, nehme ich an) ein Buch von Guido Eckert über Zicken.
O-Ton: Das Berufsleben hat den Zickentypus gefördert:
Bei Männern heißt das durchsetzungsstark, bei Frauen Zicke."Im Mittelpunkt stehen, eine große Klappe haben und sich nichts gefallen lassen".
Auch dies gilt für jeden normal-narzisstischen, erfolgreichen Mann. Die Zicke ist das normale Gegenstück zum Platzhirsch. So what?"Zicken sind immer von Menschen umgeben, auch wenn sie nur wenige tiefe Freundschaften haben."
Frau Brigitte, ich bin enttäuscht von Ihnen. Und zwar sehr.
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04.12.2009, 19:11Inaktiver User
AW: Eva-Maria Zurhorst zu Gast: Ist es Zeit für eine neue Ära nach der Emanzipation?
Was ist das denn für ein Vergleich?

Ist ja völlig an den Hundehaaren herbeigezogen...
Narzissmus ist ein sehr interessantes Thema und es stimmt, es wird oft als Störung bezeichnet. Interessanterweise entsprechen aber gerade die erfolgreichsten Menschen häufig dem narzisstischen Persönlichkeitsstil (so nennt das ein Fachautor, ich finde den Begriff passender als immer nur die Störung zu sehen).Also für mich persönlich ist Narzissmus bisher immer noch eine Art Persönlichkeitsstörung und irgendwie würde ich auch gern mehr darüber erfahren. Auch in diesem Zusammenhang. Keine Ahnung warum ... und da ich sowieso neugierig bin ...
Wenn man also über das persönliche Problem spricht, dann geht es wohl da lang und dann kann man über weiblichen Narzissmus reden (auch dazu gibt es Fachliteratur). Frauen, die mit viel Mühe in Führungspositionen vorgedrungen sind, einfach vorzuwerfen, sie würden "wie die Männer kämpfen" und es mangele ihnen an Weiblichkeit, ist derartig simpel und im Prinzip auch dämlich, dass es so herum gar nicht geht. Meine Meinung. Ein bisschen mehr Tiefe darf es bei dem Thema schon sein.
Aber die Brigitte ist sich ja nicht zu schade, gleich noch einen draufzulegen - diesmal belehrt und ein Mann darüber, was ZICKEN sind...Geändert von Inaktiver User (04.12.2009 um 19:17 Uhr)



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