So einfach ist das bei mir leider nicht. Rational bin ich absolut bei Dir, die praktische Umsetzung klappt psychisch und körperlich nicht so ganz. Ich brauche schon ein wenig Lust auf einen Mann um mit ihm zu schlafen. Da reicht es nicht, wenn er halbwegs anständig ist. Ich hab es probiert. Lust habe ich leider nur dann wirklich, wenn ich mir eine Beziehung mit ihm vorstellen könnte. Und dann sind wir schon wieder im oben beschriebenen Kreislauf. Das ist wohl wirklich etwas schwierig zu verstehen, wenn man selbst dieses Problem nicht kennt![]()
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Thema: Ungelebte Sexualität
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22.11.2009, 12:02Inaktiver User
AW: Ungelebte Sexualität
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22.11.2009, 12:03Inaktiver User
AW: Ungelebte Sexualität
Aber: Sie sind nicht tolerant DEINER Einstellung gegenüber. Die Menschen sind so unterschiedlich, wie es Meinungen gibt. Wichtig ist: Was gefällt Dir und womit kanns DU leben?
Aber das sagt doch auch niemand? Es sei denn, Du beabsichtigst, in ein Kloster einzutreten
. Entspanne Dich doch ein wenig und halte die Augen offen. Joshuatree hat sehr schön geschrieben. Etwas zu erzwingen, ich kann mir nicht vorstellen, dass das Freude machen kann. Aber das ist natürlich meine eigene Meinung.
Noch etwas zur Ergänzung: Eine Beziehung ist im Idealfall dauerhaft - aber leider erfahrungsgemäß nicht unbedingt die Regel. Ich kann deswegen nur den Tipp geben: Versuche Dir vorzustellen, eine schöne Zeit mit diesem Mann zu verbringen (nicht zu hohe Erwartungen an ein gemeinsames Leben stellen). Auch wenn Liebeskummer sehr schmerzvoll ist: Es ist angenehm, auf eine schöne Zeit zurückzublicken und nichts zu bereuen.Geändert von Inaktiver User (22.11.2009 um 12:08 Uhr)
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22.11.2009, 12:12Inaktiver User
AW: Ungelebte Sexualität
Genau. Mein Problem ist: ich kann nicht wirklich gut damit leben wie es derzeit läuft. Ich möchte etwas ändern. Ich empfinde meine sexuellen Bedürfnisse inzwischen als eine Art Belastung, einen Druck, den ich kanalysieren muss, damit es mir langfristig gut geht. Die Vorstellen auch die nächsten Jahre weiter auf Körperlichkeit verzichten zu müssen macht mich ganz krank. Leider kriege ich das nicht so nonchalant hin mit den Affären wie joshuatree (an dieser Stelle Euch beiden vielen Dank für Euere Antworten
).
Ich möchte nicht mehr nach einer Beziehung suchen oder nach jemandem die Augen aufhalten. Es reicht. Ich kann auch nicht mehr. Leider kann ich mich aber auch nicht wirklich entspannen, denn mir fehlt etwas für mich sehr Wesentliches in meinem Leben: meine Sexualität. Vermutlich hat dieser dringende, da sexuell aufgeladene Wunsch eine Beziehung zu haben, auch das Kennenlernen potentieller Partner in den letzten Jahren belastet. Vermutlich wäre es ganz langfristig gedacht sogar besser, wenn ich diesen Druck aus der Beziehungssuche rausnehmen würde. Deshalb habe ich bewusst versucht mir eine Affäre zu suchen - und es leider nicht hinbekommen. Ich war emotional total blockiert und es hat sich keine Lust eingestellt. Um dieses Dilemma geht es ja in diesem Strang.Geändert von Inaktiver User (22.11.2009 um 12:44 Uhr)
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22.11.2009, 12:42
AW: Ungelebte Sexualität
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22.11.2009, 13:50
AW: Ungelebte Sexualität
Woher kommt denn Deiner Ansicht nach der Knoten? Die von Dir zitierte "Macht der Hormone" ist aus meiner Sicht eine ziemlich dünne Begründung.Ich möchte frei werden von diesem Zwang einen Partner haben zu müssen, aber ich möchte auch nicht meine Sexualität dauerhaft unterdrücken.
Wie schafft man es umzudenken und für sich diesen gedanklichen Knoten zu lösen, dass Sexualität nur in einer Beziehung lebbar ist?
Wie bist Du erzogen worden, trägst Du eventuell ein inneres Programm der Scham (einen inneren Auftrag) mit Dir herum?
Erlaubst Du anderen Menschen, Sex und Beziehung zu trennen - nicht nur rational, sondern aufrichtig?
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22.11.2009, 13:52Inaktiver User
AW: Ungelebte Sexualität
Vielen lieben Dank für Deine Antwort(en)

Ich glaube, ich habe hier eine Frage gestellt, die eigentlich gar nicht zu beantworten oder zu klären ist. Ich muss wohl entweder wirklich über meinen Schatten springen und mich in eine Affäre stürzen oder mich damit arrangieren, dass Sex bis auf weiteres nur solistisch stattfindet
Jetzt tut es mir leid, dass ich dazu einen Strang eröffnet habe, man kann dieses "Dilemma" ja gar nicht durch Nachdenken auflösen.
Jedenfalls allen nochmals besten Dank für Ihre Antworten!
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22.11.2009, 14:01Inaktiver User
AW: Ungelebte Sexualität
Ach mit dem Hormon-Ding meine ich diesen Effekt, dass ich mich nach ein paar Mal Sex sowieso verliebe..Oxytocin ist daran ja angeblich schuld.
Tja, das ist sicher ein springender Punkt..meine Erziehung war schon eher konservativ.."wertebewusst". Also es ist nicht so, dass ich mich für Lust "schämen" würde. Aber es ist schon so, dass Sex ohne Liebe für mich etwas vergleichsweise minderwertiges ist. Das ist wahrscheinlich das Problem.Geändert von Inaktiver User (22.11.2009 um 14:05 Uhr)
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22.11.2009, 14:33
AW: Ungelebte Sexualität
Da hast Du doch schon entscheidene Hinweise zum Schlüssel für die Situation.
"Erziehung" findet nicht nur durch Eltern, sonders das gesamt prägende Umfeld statt.
Die Sache mit dem Oxytoxin solltest Du (sollte man) nicht so dramatisch überbewerten. Die Mengen sind im Vergleich zu dem was beispielsweise bei stillenden Müttern freigesetzt wird, minimal.
Ich gehe jede Wette, daß man es beim Durchschnittsmenschen nach dem Sex gar nicht mal fundiert messen kann ...
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22.11.2009, 15:27Inaktiver User
AW: Ungelebte Sexualität
Glück nicht von einer Beziehung abhängig zu machen,
finde ich den richtigen Weg.
Sex ohne Liebe langweilt mich.
Leidenschaft kann man doch auch anders ausleben:
ich kauf mir Leinwände, hör Musik, geh joggen,
unternehme schöne Dinge mit Freunden.
Oder esse Schokolade.
Es gibt auch Tage, da denke ich alle 2 Minuten an Sex
.
Geht vorbei.
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22.11.2009, 15:34Inaktiver User
AW: Ungelebte Sexualität
Das ist ja schön, wenn Du das so leben kannst. Aber es gibt Menschen, die haben andere Bedürfnisse, die sie anderst bewerten als Du.
Und nur weil Du Leidenschaft anders kanalisieren kannst heisst das nicht, dass es für andere genauso geht!
Das ist genau die Antwort, die anderen nicht hilft, weil es an dem was sie als Problem empfinden vorbeigeht.
Nachtrag:
Zustimmung für den Satz mit dem Glück!Geändert von Inaktiver User (22.11.2009 um 15:48 Uhr)



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