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    AW: Hilfe - ich bin materiell eingestellt

    liebe sabine167,
    wenn ich mir deine anderen threads so anschaue glaube ich dir sofort, dass konsum der primäre quell der erbauung war. nun hast du die chance, deine erfüllung in etwas anderem, beispielsweise einem kostengünstigen hobby, zu finden. hast du denn gar keine anderen leidenschaften?

    Nur wer Geld hat, kann sich schön kleiden, kann sich Kosmetika und Friseur leisten, schöne Nägel, etc.... alles, was eine Frau eben schön macht und dadurch anziehend auf andere Männer wirkt....
    seltsam... die eröffnung von nagelstudios gilt doch als indikator für die pauperisierung von stadtteilen?! nagelpolierfeilen sind übrigens (wie kosmetika in drogerien, ich persönlich schwöre auf rossmann) auch für geringverdiener erschwinglich, ebenso hübsche kleidung über ebay.
    allerdings könntest du dir überlegen, ob du tatsächlich [weiterhin?] vorrangig als dekorationsobjekt/ statussymbol fungieren (und also perlen vor die säue schmeißen) möchtest.

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    AW: Hilfe - ich bin materiell eingestellt

    Ich finde es auch ausgesprochen mutig, dass du dein Anliegen hier so offen ansprichst, Sabine.
    Dazu gehört tatsächlich MUT!
    Es ist schonmal toll, dass dir die Sache an dir selbst aufgefallen ist!
    Meist sieht "man" genau DIESES überwiegend beim anderen (hat fast jeder zu einer bestimmten Zeit),
    er ist sich aber dessen überhaupt nicht bewusst!
    Es ist doch ein Thema, welches fast JEDEN zu einer bestimmten Lebenszeit betrifft!
    (Und ganz davon abgesehen ist daran auch überhaupt nix Schlimmes!
    Es gilt halt in unserer Gesellschaft als "oberflächlich" und wird abgewertet und verurteilt, so zu empfinden.)

    In jüngeren Jahren hab ich mich auch überwiegend über Materielles definiert ...
    haste was, biste was!
    Ich hatte nix!
    Ich hatte n u r mich selber, und das war mir nicht genug ...damals.

    Du möchtest etwas an deinem Empfinden diesbezüglich ändern?
    Vielleicht unterstützen dich ein paar "therapeutische Gespräche" beim Erkennen,
    warum es so ist und nicht anders!?
    Manchmal erkennt jemand nach 2-3 Gesprächen das Muster,
    welches hinter diesem Empfinden steht und kann es in sich selbst verändern,
    manchmal dauert es etwas länger.

    Warum möchtest du diese Empfindungen ändern, was stört dich daran?
    Leidest du darunter?
    Oder ist es nur der Wunsch, weil es "gesellschaftlich" nicht so gut angesehen ist,
    genau so zu empfinden, wie du empfindest.
    Lehnen dich Menschen ab, weil du so eingestellt bist?
    Ist es dir zu anstrengend, dich überwiegend mit Materiellem zu befassen?

    Was immer es auch ist, vielleicht gibt es hier die Möglichkeit,
    einiges zu "erkennen"?

    Erstmal toll, dass du dich getraut hast, dir ein wenig selbst zu begegnen,
    indem du dieses Thema "öffentlich" machst.

    Es könnten sicher eine Menge Perlen in den "Erkenntnissen" liegen,
    die du für dich sammeln kannst!

    Darf ich fragen, wie alt du bist?

    Dieses überwiegend "materielle Denken" hat seine Zeit, wie alles andere auch.

    Ich wünsche mir, das viele konstruktive Denkanstösse kommen,
    für dich, für mich und auch für andere.

    Alles Liebe

    Lyanna

  3. Inaktiver User

    AW: Hilfe - ich bin materiell eingestellt

    @lizzie
    toller Beitrag

    Liebe Sabine,

    also ich finanziere mich schon immer selbst und bin ähnlich wie lizzie aufgewachsen, ländlich, Geld war zwar da, aber durch Häuserbau auch wieder nicht. Ehrlich gesagt will ich keinen Mann, der auf meine Kosten lebt und das will ich auch beim Mann nicht, dazu bin ich zu selbstständig. Ich finde die 50/50 Regelung ganz gut, wobei ich da auch nicht mit dem Taschenrechner daneben sitze, es sollte halt ausgewogen sein.

    Materiell bin ich insofern eingestellt, dass ich soundsoviel Geld auf der hohen Kante haben muß um einen Kühlschrank, ein neues Dach und ein Auto problemlos finanzieren zu können

    Das führte eine Zeit dazu, dass ich mir nichts mehr gegönnt habe, weil man ja alles sparen kann. Das ist auch kein schönes Leben. Jetzt bin ich wieder auf das Reiten gekommen. Eine für mich wunderschöne Beschäftigung, die leider sehr teuer ist.

    Aber DAS gönne ich mir. Ich erschrecke zwar manchmal WIE teuer das ist und das ich das auch sparen könnte...aber ich lerne eben, auch wieder mal an mich zu denken.

    So wie sich dein Post liest, fehlt dir momentan ein bißchen die Orientierung, was du mit deinem Leben anfangen sollst

  4. Inaktiver User

    AW: Hilfe - ich bin materiell eingestellt

    Ich räume ein, dass meine Antwort nicht unbedingt sehr konstruktiv war.

    Dafür, dass Geld das Leben angenehmer macht und man dieser Annehmlichkeit viel Bedeutung beimessen kann, vielleicht auch mehr, als richtig und wichtig ist, habe ich durchaus Verständnis.

    Doch - man möge mir verzeihen - die Beispiele, wofür das Geld gerne verwendet werden würde, waren es, die mich zumindest dazu verleitet haben, hämischer zu werden, als es vielleicht richtig war.

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    AW: Hilfe - ich bin materiell eingestellt

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Bitte schreibt jetzt nicht, ich hätte einen Schlag oder so etwas in der Art. Ich habe wirklich ein Problem damit...

    Nur wer Geld hat, kann sich schön kleiden, kann sich Kosmetika und Friseur leisten, schöne Nägel, etc.... alles, was eine Frau eben schön macht und dadurch anziehend auf andere Männer wirkt....

    Bitte helft mir!!!!!!!!
    Wobei? Du schreibst zwar, dass du weg willst von deiner Einstellung, gleichzeitig preist du aber materiellen Wohlstand in den höchsten Tönen. Bei dir ist Geld so wichtig, dass du dich ohne Geld hässlich und nicht begehrenswert findest. Eine Abkehr vom Glauben an das Geld mag dir wichtig erscheinen (warum?), aber an deinen Worten erkenne ich keinen Sinneswandel.

    Was mir an der Geschichte zum Verständnis insgesamt fehlt, ist: Warum hast du dich von deinem Geldgeber getrennt? Ich bekomme bisher den Eindruck, dass du eigentlich gar nicht vom materiellen Wohlstand lassen willst, sondern dich die materielle Abhängigkeit von einem Mann stört. Kannst du da mal Licht rein bringen?

    Gruß,
    BlauerHimmel

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    AW: Hilfe - ich bin materiell eingestellt

    Liebe Sabine,

    ich finde es ganz toll, dass Du einsichtig genug bist, um zu erkennen, dass Dein überzogener Materialismus ein Problem für Dich darstellt, und dass Du von dieser Denkweise wegkommen möchtest. Das ist schon mal der erste Schritt!
    Von meiner Oma mußte ich mir vorwerfen lassen, dass ich meinen Eltern auf der Tasche liege, als ich ihr erzählte, dass ich gerne studieren würde. Meine Freundin hingegen hatte schon einen Mann und ein Kind, von der soll ich mir eine Scheibe abschneiden...
    Ich lese aus Deinem Eingangsposting, dass in Deiner Familie der Wert eines Menschen offenbar sehr am Geld festgemacht wurde, wenn Dir vorgeworfen wird, dass Du der Familie auf der Tasche liegst. Ich denke, Dein Wunsch zu studieren, war durchaus legitim, und stellt keine Ausbeutung Deiner Familie dar. Deine Eltern haben sogar die moralische Pflicht, Dir die bestmögliche Ausbildung zu geben, und Du musst Dich als intelligente junge Frau keineswegs in die Familienmutterrolle abschieben lassen. Die Zeiten haben sich seit der Jugend Deiner Oma ein bisschen geändert ...
    So habe ich immer nach einem Mann gesucht, der mir etwas bieten kann und blieb demnach alleine.
    Kann es sein, dass Du denkst, dass solche Vorwürfe von so einem Mann nicht kommen? Dass ein wohlhabender Mann Dir nicht vorwirft, was Du ihn kostest?
    Naja, jedenfalls habe ich mich an das schöne, sorgenfreie Leben mit ihm gewöhnt und ich durfte endlich glücklich sein. Durfte all die Dinge machen, die ich mir selber (aus finanziellen Gründen) verbot. Ich ging vorher all die Jahre am Leben vorbei.

    Nach 7 Jahren zusammensein, davon 3 Jahre Ehe, bin ich nun bald geschieden und wieder da, wo ich vor ihm war.

    Ich habe festgestellt, daß ich ohne Geld nicht glücklich sein kann, wenn ich mir so viele schöne Sachen nicht mehr gönnen darf.
    Ich denke, es war gut für Dich, dass Du Dir mit diesem Mann einen gewissen materiellen Nachholbedarf erfüllen konntest. Wenn man bisher immer zu wenig Geld hatte, um sich wesentliche materielle Herzenswünsche zu erfüllen, ist das eine wichtige Erfahrung.

    Du solltest jedoch aufhören, Dein Glück und Deine Zufriedenheit von der Erfüllung materieller Wünsche abhängig zu machen. Man kann auch glücklich und zufrieden sein, wenn man sich nicht jeden Luxus leisten kann. Mit weniger Geld auszukommen und trotzdem eine gewisse Lebensqualität aufrecht zu erhalten, ist eine Kunst, die man lernen kann. Wenn Du weniger Geld hast, dann musst Du Dir stärker überlegen: Was ist mir wirklich wichtig? Und dafür gibst Du dann das Geld aus, das Du hast. Und Du kannst Freude an Dingen haben, die wenig Geld kosten: Lesen, Musik hören, Spazieren gehen, mit Freunden klönen etc..

    Weißt Du, dass man sich über einen Luxus viel mehr freuen kann, wenn er nicht selbstverständlich ist? Wenn ich nicht mehr auf jedes Konzert gehen kann, das mich interessiert, dann freue ich mich umso mehr auf die wenigen Konzerte, die ich mir leisten kann, die sind dann um so größere Highlights!
    Nur wer Geld hat, kann sich schön kleiden, kann sich Kosmetika und Friseur leisten, schöne Nägel, etc.... alles, was eine Frau eben schön macht und dadurch anziehend auf andere Männer wirkt....
    Hier sitzt Du dem Trugschluss auf, dass Männer nur Frauen wollen, die gut frisiert, geschminkt und perfekt angezogen sind. Das stimmt überhaupt nicht!
    Es reicht, wenn Du in Deiner Kleidung eine gute Figur machst. Wenn Du zu aufgetakelt oder zu freizügig aussiehst, winken viele Männer gleich ab. Du kannst sicher auch gut aussehen, ohne ständig perfekt zurecht gemacht zu sein.

    Die Männer, die nur eine hübsche Puppe zum Vorzeigen brauchen, die brauchst Du nicht, denn die haben Dir nicht viel zu geben.

    Die anderen Männer wollen eine Frau, mit der sie sich wohlfühlen können, mit der sie Freude am Leben teilen können, die sie versteht und in ihrem Leben ein bisschen unterstützt. Das kannst Du alles, ohne eine Modepuppe sein zu müssen. Aber dazu musst Du Dich etwas weniger mit Deinem Äußeren und mehr mit dem befassen, was in dem Mann vorgeht, schauen, was ihn bewegt und interessiert.

    Wenn Du einen Mann jedoch von vorne herein spüren lässt, dass Du nur an ihm interessiert bist, wenn er möglichst viel Geld für Dich springen lässt, dann wirst Du damit die Jungs gewaltig abtörnen. Ein Mann ist Dir gegenüber dann großzügig – in jeder Hinsicht – wenn er merkt, dass er von Dir auch was bekommt. Wenn Du es ihm aus seiner eigenen Sicht aus wert bist. Kein Mann zahlt für eine Frau, die ihn nur als Tresor für ihr materielles Sicherheitsbedürfnis betrachtet - oder er muss schon sehr blöd sein. Für die Partnersuche zahlt es sich also nicht aus, allzu sehr hinter dem Geld her zu sein. Ein Mann erwartet heute von einer Frau, dass sie finanziell auf eigenen Füßen stehen kann. Wenn er Dir Luxus bezahlt, dann ist das seine freiwillige Entscheidung, die Du nicht einfordern kannst.

    Und wenn Du Männer hast, die Dir zwar Luxus bezahlen, Dich aber ansonsten schäbig behandeln, dann wirst Du bestimmt nicht glücklich. Mangelnde Liebe lässt sich nicht in Geld aufwiegen.

    Grüße von Latona
    Geändert von Latona (18.10.2009 um 17:32 Uhr)
    Liebe keinen, der nicht auch Dich liebt!

  7. Inaktiver User

    geschockt AW: Hilfe - ich bin materiell eingestellt

    Wenn du dich erst "wer weiss wie" aufbrezeln mußt, um von Männern, bzw. denen, auf die du stehst, wahrgenommen zu werden, hast du mit wenig Kohle in der Tat ein Problem......
    Mir wäre es wichtiger,auch ohne diesen ganzen "Essentials" als
    FRAU UND VOR ALLEM ALS MENSCH wahr genommen zu werden.
    Daran solltest du arbeiten.Apropros: stell dich beruflich auf die Hinterbeine und versuche dich zu "verbessern", so das du richtig gut verdienst, mit etwas Ehrgeiz und Energie kommt frau weiter. Es ist zudem viel befriedigender, sein selber verdientes Geld aus zu geben, bzw, der Umgang damit wird ein anderer, auch die Wertigkeit
    Sicherlich ist deine etwas materialistische Einstellung vor allem kindheitsgepägt, aber daran kann man arbeiten,allein sich der Motive des Handelns und Denkens bewußt zu werden, ist ein erster Schritt.
    Vielleicht lenkst du damit auch von deinen eigentlichen "Baustellen" ab ?!
    Ein witziges und kluges Buch zum Thema "Die Kunst stilvoll zu verarmen", von Alexander von Schönburg, mit viel Ironie und Understatement geschrieben. Auch ein Tipp für die gesamte Problematik (und was dahinter steht): "Was ich wirklich brauche",
    von Hildegard Ressel.
    Je weniger man braucht an "Gedöns", desto freier und zufriedener wird man, das empfinde ich so , mit meinen weisen 44 Jahren
    "Weg lassen" kann ungeheuer befreiend sein, es schafft neue Werte,auch "große".Und : in Sack und Asche gehe ich trotzdem nicht, im Gegenteil.
    Alles Liebe
    Cella

  8. Inaktiver User

    AW: Hilfe - ich bin materiell eingestellt

    Hallo!

    Du sagst Du bist materiell eingestellt.....na und??

    Ganz im Ernst- das ist weder gut noch schlecht- sondern einfach eine Lebensanschauung!

    Jeder hat eine andere....und solange einer dem anderen seine nicht aufdrängen will oder einem das Leben schwermacht-- ist das doch einfach nur wertfrei so stehen zu lassen!

    Nun sagst Du "Hilfe"....also wirst Du es als "nicht gut "einordnen!

    Klar ist- Geld bedeutet Sicherheit....und wenn man mit Geld=Liebe geprägt wurde, wird man davon nur schwer loslassen können!

    Es wird Dir auch nichts nützen, Dir zu sagen, daß wenn Du krank bist-- Dir das Geld nicht zwangsläufig helfen wird......man ein Lebensgefühl, welches frei von dem WErt des Geldes ist, unbezahlbar ist......es ist eine Sache der ERfahrung!

    Es gibt Menschen, die setzen Geld über alles!
    Oft wird aber in schweren Lebenssituationen der Wert von Geld plötzlich anders eingestuft.....weil es eben einiges kann- aber nicht alles!

    Die Vorschläge- mal mit Menschen in Kontakt zu treten, die wirklich wenig davon haben-- die aber trotzdem zufrieden und glücklich sein können- finde ich wirklch gut.....- aber dazu gehört nunmal auch Mut

    Kenzia

  9. User Info Menu

    AW: Hilfe - ich bin materiell eingestellt

    Hi,

    ich habe heute morgen nicht ganz angemessen auf das Ausgangsposting reagiert. Entschuldigung an die TE!

    Bekomme schließlich alle paar Monate selbst mal den Rappel, wenn ich bei den oberen 10.000 eingeladen bin und die Millionen anderer hautnah erlebe.

    Auch kann ich bestätigen, dass es unangenehm sein kann, wenn man von einer schillernden Welt wieder Abschied nehmen muss. Wobei ich nie von einem Mann ausgehalten wurde, das hätte ich nicht gewollt. Aber an einem schönen Lebensumfeld teilzunehmen, kann auch im Nachhinein ein Verlustgefühl hervorrufen.

    Daher nochmal: sorry.

    Grüße

    Schönbürzel

  10. Inaktiver User

    AW: Hilfe - ich bin materiell eingestellt

    Liebe Sabine,
    ich verstehe offengestanden auch nicht ganz, was genau Dein Problem ist bzw. sehe mehrere mögliche Probleme.

    Die überwiegende Mehrheit der Menschheit misst Materiellem einen sehr hohen Stellenwert ein - interessanterweise insbesondere die Menschen, denen es nicht an wirklich Wesentlichem (persönliche Sicherheit und Freiheit, Zuflucht, Essen, Trinken, medizinische Versorgung, Bildung) mangelt.
    In unserem Kulturkreis ist Materialismus also der Mainstream.
    Das kann man finden, wie man will, es ist eben so und nichts, wofür Du Dich schämen oder entschuldigen müsstest.

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Ich habe erkannt, dass ich zu materiell eingestellt bin und vermutlich daher auch wieder single bin.
    ZU erkennen, wie man selbst tickt, ist erstmal etwas sehr Gutes und Wertvolles.
    Heisst das Obige, Du bist verlassen worden, weil Du Deinem Partner materiell zuviel abverlangt hast?
    Oder hast Du ihn verlassen, weil er Dir "nichts mehr bieten" konnte?
    Oder hatte die Trennung andere Gründe, die gar nichts mit Materiellem zu tun haben?

    Deine Kindheit und die Worte Deiner Oma mögen Dich ja ein stückweit geprägt haben, aber deshalb eine negative Einstellung zu Materialismus zu haben, leuchtet mir ebenso wenig ein, wie deshalb besonders materialisitisch zu denken.

    Wir alle werden älter und müssen für uns selbst entscheiden, was wir wichtig finden und wie wir leben wollen.
    Und wenn Deine Antwort darauf wäre: "Mir ist es wichtig, ein Leben in materieller Sorglosigkeit auf hohem Niveau zu leben." ist das erst einmal nur Deine Entscheidung.
    Dafür musst Du weder frühkindliche Traumata bemühen noch Dich entschuldigen.

    So habe ich immer nach einem Mann gesucht, der mir etwas bieten kann und blieb demnach alleine.
    Hier wird es dann schwierig.
    Denn wenn "ein Mann her muss", der genug Geld hat oder verdient, um Dein Glück zu finanzieren, dann lebst Du unfrei, abhängig, fremdgesteuert und fremdbestimmt.
    OK, auch da kannst Du entscheiden: "Mir egal, solange das Budget stimmt."
    Aber wie Du in Deiner Scheidung erlebt hast, ist derlei Glück sehr instabil.
    Insofern wäre es eine Option, wenn Du Dir "Dein Glück" selbst verdienen würdest.
    Einer Partnerschaft mit einem ebenfalls finanziell gutsituierten Mann stünde das sicher nicht im Wege.

    Probematisch wird dies, wenn das gar nicht möglich ist.
    Wir wissen ja nichts über Deine Ausbildung, Deine Qualifikationen und Dein Alter (letzteres ist wichtig, denn es entscheidet mit über Möglichkeiten, besser bezahlte Qualifikationen zu erwerben).

    Naja, jedenfalls habe ich mich an das schöne, sorgenfreie Leben mit ihm gewöhnt und ich durfte endlich glücklich sein. Durfte all die Dinge machen, die ich mir selber (aus finanziellen Gründen) verbot. Ich ging vorher all die Jahre am Leben vorbei.
    ...
    Ich habe festgestellt, daß ich ohne Geld nicht glücklich sein kann, wenn ich mir so viele schöne Sachen nicht mehr gönnen darf.
    Auch dies ist wert, genauer betrachtet zu werden.
    Hast Du Dir das Glück wirklich "versagt" - sprich hättest Du genug Geld gehabt, es auch allein zu erleben, hast Dir das aber nicht gegönnt (immerhin konntest Du Deinem Mann € 7.000,00 leihen, soviel Geld hat nicht jede/r auf der hohen Kante)?

    Und wieso bist Du vorher am Leben vorbeigegangen, wieso bist Du nicht stehengeblieben und hast teilgenommen?
    Ist es wirklich so, dass "Leben" für Dich gleichbedeutend mit "Geld ausgeben" ist? Auch das fände ich jetzt nicht sonderlich seltsam - viele Frauen bezeichnen "Shopping", also Einkaufen, Geldausgeben als ihr Hobby.

    Gibt es nichts Kostenloses oder Kostengünstiges, was Dir Freude macht?

    Nur wer Geld hat, kann sich schön kleiden, kann sich Kosmetika und Friseur leisten, schöne Nägel, etc.... alles, was eine Frau eben schön macht und dadurch anziehend auf andere Männer wirkt....
    Und wieder, worum geht es genau: um's Geld ausgeben, um's schöne Sachen besitzen, oder darum, Männern zu gefallen?

    Falls Letzteres das Wichtigste ist:
    Eine Frau ist schön oder eben nicht so.
    Ist sie es, dann ist sie es auch (oder sogar ganz besonders) in ganz normalen Kleidern, ohne teure Frisur und ungeschminkt.
    (Und diese teuer bezahlten, künstlich gestylten Nägel finde ich als Mann persönlich beispielsweise nachgerade widerlich - ich würde niemals einer Frau erlauben, mich mit solchen Nägeln anzufassen.
    Aber das alles ist natürlich nur mein persönlicher Geschmack und ich entspreche auch nicht dem Typ Mann, auf den Du vermutlich abfährst.)

    Wenn eine Frau aber nicht wirklich schön ist, kann sie sich die teuersten Klamotten anziehen, 2 x in der Woche zum teuersten Friseur gehen und Hunderte Euro pro Woche für Kosmetika und Maniküre ausgeben - sie bleibt sie selbst, also nicht so schön.
    Und ich glaube, da kann ich für die Mehrheit aller Männer sprechen: Klamotten, Make-up, Frisur, Maniküre allein machen keine Frau attraktiv und begehrenswert.

    Und zum Abschluss ein Buchtipp zum Einstieg in Glücksbegriffe, die nicht mehr primär mit Geld zu tun haben:
    Francois Lelord "Hectors Reise oder Die Suche nach dem Glück"

    Hoffe, geholfen zu haben.

    NM

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