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  1. Inaktiver User

    AW: Wer von Euch hat ganz neu angefangen? (Brauche Hilfe)

    Hallo Ihr Lieben,

    ich danke Euch für Eure ausführlichen und mutmachenden Beiträge!

    Zitat Zitat von Fruechtchen33 Beitrag anzeigen
    Auch ich wusste bei der Heirat schon, das er nicht der Richtige ist. Aber es war erst mal die einzige Möglichkeit klarzukommen. Ich war 9 Jahre verheiratet bevor ich es geschafft habe mich zu trennen.
    Es tröstet mich, dass es nicht mir allein so geht. Die Hochzeit vom Antrag bis zur Eheschließung war über zwei Jahre lang geplant und je näher der Schritt kam, umso mehr dachte ich "das kannste doch jetzt nicht alles absagen. Ich hatte immer gehofft, dass dieses Gefühl der Unsicherheit nach der Hochzeit nachlassen würde, weil man sich ja nicht mehr die Frage stellen muss, ob man heiraten sollte oder nicht. Aber irgendwie habe ich das Gefühl, dass wir uns seit der Hochzeit umso mehr voneinander entfernt haben und die emotionale Distanz zwischen uns eher größer wird als enger.


    Zitat Zitat von Fruechtchen33 Beitrag anzeigen
    Während der letzten 4 Jahre der Ehe lernte mich mich und meine Bedürfnisse kennen und baute mein Selbstbewusstsein auf. Erst dann ging ich eigene Wege. Das war nicht so geplant, aber im Nachhinein sehe ich das so. Ein Puzzleteil kam zum Anderne und ich hatte die Möglichkeit und die Kraft den Schritt zu gehen.
    Kannst Du diesen Prozess näher erläutern? Wie hast Du Dein Selbstbewusstsein aufgebaut? Wie Deine Bedürfnisse erkannt?

    Zitat Zitat von Karla48 Beitrag anzeigen
    Bei mir war das immer so:
    Ich grüble und grüble, es brodelt irgendwie, es gibt Möglichkeiten A bis D. Keine Entscheidung möglich.

    Dann, eines Tages, bei so etwas Banalem wie zum Beispiel "Schlüssel in die Haustüre stecken" macht es - zack - und das ist sie: Meine Entscheidung.

    Und dann kann man mir nur noch aus der Sonne gehen. Dann wird verändert. Es war rückblickend immer ok so.
    Genau das Frage ich mich, wann halt dieser Punkt kommt, an dem das finale "Klick" kommt. Auf diesen Moment warte ich. Ich weiß, dass ich auf Dauer was ändern will, aber ich hoffe und warte auf den Moment oder das Schlüsselerlebnis, wo ich einfach sicher bin, dass der Zeitpunkt gekommen ist.


    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Hallo!

    Deine Kernfrage ist doch "wann ist man bereit für einen Neuanfang?"- stimmts??

    Und das ist dann der FAll- wenn Du tief in Dir weisst, daß jetzt die Zeit da ist dafür!

    Dein Gefühl wird Dir von ganz alleine den Weg weisen......
    Wenn Dein Leidensdruck gross genug ist......wirst Du Wege finden-- um Dich nach einem neuen Job umzusehen....oder um mit Deinen Geldmitteln einen Weg zu finden!
    Du wirst vor allem eines haben- das Vertrauen in DICH......daß Du das alles kannst!

    Solange Du das nicht hast....nützen Dir die besten Worte nichts-- denn DU musst den Weg letztlich alleine gehen-- und dafür musst Du Dir SICHER sein!

    Manchmal kommt es durch Situationen- manchmal durch etwas ganz Alltägliches.......die Einsicht, daß JETZT der Zeitpunkt da ist!!

    Lass Dir Zeit....schau Dich an.....frag Dich, was Dir wichtig ist.....
    Und es werden die Antworten kommen und die Lösungen......
    Genau dieses Gefühl meine ich!

    Es ist ja nicht so, dass ich permanent unzufrieden bin mit meiner Lebenssituation. Prinzipiell geht es mir gut, die äußeren Umstände sind prinzipiell alle prima. Ich könnte auch damit leben, an meinem derzeitigen Wohnort alt zu werden, wenn ich nur in meiner Ehe rundum glücklich wäre (vielleicht hätte der Thread doch besser ins Beziehungsforum gepasst...). Ich bin eigentlich ein durchweg positiver Mensch, ich glaube daran, dass Dinge ihren Sinn haben und ich sehe immer das Positive im Menschen. Mein Mann kann sich zwar sehr an den kleinen Dingen erfreuen, was ich auch immer an ihm geliebt habe, aber er ist trotzdem ein sehr negativ eingestellter Mensch, sehr cholerisch und das tut mir eigentlich gar nicht gut und ich lasse mich schnell von seinen Launen mitziehen.

    In den letzten Wochen habe ich immer wieder versucht mir zu sagen, dass ich selbst für meine Situation verantwortlich bin, da ich aber nichts daran geändert habe und zugelassen habe, dass ich jetzt da bin wo ich bin, muss ich mich damit abfinden (You have made your bed now you must lie on it...). Aber irgendwie hilft mir dieser Gedanke kaum länger als ein paar Stunden.

    Dann kommt wieder der Moment so wie heute früh, als mein Gatte sich wieder über eine Nichtigkeit echauffierte und mir dann noch suggerieren wollte, ich sei diejenige, die sofort wieder eingeschnappt sei, wobei ich mich einfach nur über seine negative Art geärgert habe. Das sind die Momente wo ich mir denke "Sch****, das kann ich nicht mein Leben lang aushalten, dafür bin ich viel zu positiv."

    Ich lasse mich leider viel zu sehr von meinem Umfeld beeinflussen. Ich möchte niemanden vor den Kopf stoßen, weder meinen Mann, der sich darauf verlässt mich an seiner Seite zu haben, noch meine Familie, die sich ein Loch in den Bauch gefreut hat, dass wir heiraten und dass ihre Tochter so gut versorgt ist, noch unsere Freunde. Ich habe Angst, dass man mich für bescheuert erklärt, weil ich nicht vorher wusste, was ich will.

    Wenn ich es genau betrachte und mein eigenes Post reflektiere, ist meine Baustelle glaube ich etwas größer...

    Viele Grüße, Amelie

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    AW: Wer von Euch hat ganz neu angefangen? (Brauche Hilfe)

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Zumal ich in meinem momentanen Job so wenig verdiene, dass ich kaum meine Miete selbst bezahlen könnte.
    alles auf einmal zu verändern, ist auch ein riesenakt, wenn das nicht zwingend erforderlich ist, sollte man schrittweise vorgehen. in die ehe hast du erstmal eingewilligt - bleibt also der job.

    du kannst dich darauf konzentrieren, wie du eine beschäftigung findest, die dich besser ernähren würde. das fordert dich, macht dich zufriedener, wenn du es schaffst und wird auch andere dinge nach sich ziehen.

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    AW: Wer von Euch hat ganz neu angefangen? (Brauche Hilfe)

    Liebe Amelie,

    Du fragst, wann klar war, dass jetzt etwas Neues dran ist. Bei mir war das immer dann der Fall, wenn klar war, die Situation ist nicht mehr zu retten: wenn ich nichts ändere, gehe ich kaputt und infolgedessen bricht das Kartenhaus zusammen, und wenn ich nicht kaputtgehen will, schubse ich das Kartenhaus um und tue selbst etwas.

    Allerdings habe ich dem Mann an meiner Seite immer gesagt, wo ich stehe, wohin ich gehe und dass er an meiner Seite willkommen ist. Er darf sich mitändern, wenn er will.

    Du schreibst von einem unerwartet großen Problemfeld, in welchem mindestens zwei Leute stecken, nämlich Dein Mann und Du. Bitte sortiere diese Probleme für Dich auseinander und schau, welcher Teil davon tatsächlich in Deine alleinige Zuständigkeit fällt. Das ist z.B. Deine Arbeit, aber auch, wie Du auf die negativen Äußerungen Deines Mannes antwortest. Alles, was Du alleine in der Hand hast, kannst Du ändern: da bist Du frei.

    Du wirst dann merken, dass sich etliche Denkmuster, Verhaltensweisen und wie Leute auf Dich reagieren, gleichzeitig ändert. Auch Deine Beziehung wird anders sein, wenn Du selbstbewusster wirst. Entweder ändert Dein Partner sich mit (wie meiner, sofern es zu ihm passt) oder nicht. Ob Ihr in zwei Jahren noch verheiratet sein wollt, das könnt Ihr getrost in zwei Jahren entscheiden: Du musst nicht unbedingt mit dem schwierigsten Stück anfangen.

    Lieben Gruß und viel Erfolg -
    Halbnomadin
    Uns hat ein Goldstück gefunden.

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    AW: Wer von Euch hat ganz neu angefangen? (Brauche Hilfe)

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen

    Kannst Du diesen Prozess näher erläutern? Wie hast Du Dein Selbstbewusstsein aufgebaut? Wie Deine Bedürfnisse erkannt?

    :
    Ich machte mich auf die Suche nach mir selbst. Eine Typologie hat mir dabei sehr geholfen. Ich las Bücher, ging zur Seelsorge und später auch zur Therapie.

    Ich begriff, das ich selber was tun muss um Veränderung zu erreichen, das ich für mein Glück verantwortlich bin, das jeder für sein Glück verantwortlich ist.
    Sich selbst bekriegen ist der allerschwerste Krieg
    Sich selbst besiegen ist der allegrößte Sieg

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    AW: Wer von Euch hat ganz neu angefangen? (Brauche Hilfe)

    hallo, habe alles durch,
    23 jahre zusammen, 20 verheiratet , schulden, drei kinder.
    keinen oder wenig sex in den letzten fünf jahren, keine liebe mehr in mir.
    aus lauter frust gefressen so das ich zum schluss bei einer gr von 159 schon 96 kg gewogen habe.
    ständige beleidigungen, matschgesicht drangtonne war noch harmlos.
    dann mein 40 ter geb. und bin aufgewacht.
    was will ich ??? wo bin ich ???
    diät gemacht 40 kg abgenommen, und auch noch meinen jetzigen partner übern chat kennengelernt.
    das ist 1 1/2 jahre her, ich habe ne vollzeit stelle in einer grossen behörde mir gesucht, und bin mit zwei kindern 16 und 14 ausgezogen. scheidung läuft.
    es hat gedauert und so manche träne ist geflossen und fliesst auch noch heute.
    ich musste aber was ändern und mein selbstbewusstsein wiederfinden.

    es ist nicht leicht, nein, das ist es nicht aber ich werde heute geliebt und auf händen getragen und das tut soooooooo gut.

    ÄNDERE etwas..........du schaffst das.
    lg
    Engelhuebsch

  6. Inaktiver User

    AW: Wer von Euch hat ganz neu angefangen? (Brauche Hilfe)

    wenn du losgehst,
    kommt die Kraft.

    Die Entscheidungsphase
    finde ich schwieriger.
    Da überlege ich zwischen 3 verschiedenen
    Dingen, ob ich die anfange.
    Und dann ist es eine 4. , neue Sache,
    die um die Ecke kommt,
    für die ich mich dann entscheide.

    Bei dir ist mir nicht klar:
    brauchst du Urlaub von deinem Mann
    oder willst du dich trennen?

    Norddeutschland läuft dir nicht weg.
    Dahin kannst du immer zurück.

    Ich würde eher beim Job ansetzen:
    Inserate lesen, mich bewerben.
    Der Rest ergibt sich.

    Dass du am Haus nicht hängst,
    ist doch nicht schlimm.
    Zum Übergang reicht es.

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    AW: Wer von Euch hat ganz neu angefangen? (Brauche Hilfe)

    Liebe Amelie,
    wie man ganz neu anfängt kann ich dir nicht beantworten- ich habe das selber noch nie so deutlich gemacht. Aber kenne das Gefühl " im falschen Leben zu stecken". ich glaube oft mischt sich die Unzufriedenheit mit bestimmten gefällten Lebensentscheidungen mit alltäglicheren Unzufriedenheiten. Ich hoffe ich projeziere jetzt nicht zu viel, aber das hat -zumindestens bei mir ja meistens mit Stagnation zu tun und auch mit erstens einer gewissen Ziellosigkeit und mit einer gewissen Blindheit, was die eigenen Verhaltensmuster angeht. Ich stecke nicht so extrem fest wie du, aber das Gefühl, das du beschreibst kommt mir schon sehr bekannt vor.Mir hat eine kurze Auszeit alleine im Hotel gut getan um den Kopf etwas frei zu bekommen und auch wieder mehr Gefühl für mich zu bekommen. Dann habe ich letztes Jahr durch erzwungene Ruhe( durch Krankheit) verrückterweise angefangen , mich auf absolut pubertäre Art und Weise Tagträumen hinzugeben.(mit 45!). Das merkwürdige: seit ich dies Wunschträume immer mal wieder " durchleuchte" , das heisst ich denke darüber nach : was iat es was mich daran so anzieht habe ich das Empfinden dadurch wie ein Spürhund auf der Fährte zu sein. Was vermisse ich z.B. .Wie würde sch die Person die ich so gerne wäre verhalten und warum tue ich das nicht?

  8. User Info Menu

    AW: Wer von Euch hat ganz neu angefangen? (Brauche Hilfe)

    Hallo Amelie,

    schwierige Situation....

    Wenn du mal auf deinen Bauch hörst, möchtest du lieber alles auf einmal verändern? Also, an die Küste ziehen, neuer Job, Scheidung?

    Oder lieber der Reihe nach?

    Aus deinen Postings schließe ich, dass dich die Ehe derzeit am meisten belastet. Hast du deinem Mann eigentlich von deinen Gefühlen (auch dem Unbehagen vor der Hochzeit, etc.) erzählt und mitgeteilt, dass du an Trennung denkst?

    Hast du überhaupt noch den Wunsch, die Ehe fortzuführen?

    Falls nein, dann würde ich mal die Situation der Trennung gedanklich durchspielen? Wie finanzierst du dich? Gibt es an der Küste Arbeitsplätze in deiner Branche? Ist das Leben in Norddeutschland nur ein "Traum" oder hast du schon konkrete "Anlaufstellen"?

    Wegen Familie & Freunde: Da würde ich mir keine allzu großen Gedanken machen. Allerdings musst du damit rechnen, dass die Entscheidung zur Trennung erstmal auf Unverständnis stößt; du meintest ja, dass deine Familie froh ist dass "die Tochter gut versorgt ist".
    Bei den Freunden: Sind das "deine" oder "seine" Freunde? Häufig trennen sich die Freundeskreise ja nach diesen Kriterien....

    Das wären mal meine ersten Gedanken dazu.

    Wichtig fände ich es, dass du dich aus dem allgemeinen, "unkonkreten" Veränderungswunsch heraus weiter entwickelst, hin zu konkreten Zielen und Maßnahmen.

    Viele Grüße

    Chennai

  9. Inaktiver User

    AW: Wer von Euch hat ganz neu angefangen? (Brauche Hilfe)

    Hallo Amelie,

    der richtige Zeitpunkt etwas zu verändern ist der,
    an dem Du merkst,
    dass Du unglücklich bist, so wie es jetzt ist.

    Überlege Dir:
    Was willst Du ändern?
    Warum willst Du es ändern?
    Was stört Dich ganz genau?

    Kannst Du die Dinge allein verändern?
    Wenn nicht, würde Dir jemand helfen?

    Was Deinen Mann angeht:
    Würde er etwas an sich ändern wollen?
    Würde er eine Paarberatung mitmachen?

    Bist Du mit Dir unzufrieden oder wirklich "nur" mit den ganzen Dingen um Dich herum?

    Mir haben damals Listen geholfen:

    "Was will ich"
    "Was will ich nicht (mehr)"

    Und "scheiss drauf" was andere denken, wenn Du Dich kurz nach der Hochzeit trennst. Es ist Dein Leben und davon hast Du nur eines.
    ABER überlege Dir gut, ob es für DICH das richtige ist.

    LG Charlottchen

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