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  1. Inaktiver User

    AW: Nicht authentisch...

    Zitat Zitat von beklamo Beitrag anzeigen
    [...]Meine Erfahrung ist, dass wirklich jeder Charakter Anhänger findet. Ich kenne Leute, mit denen ich überhaupt nichts zu tun haben will, weil ich sie so ätzend finde. Und die haben trotzdem einen Freundeskreis. Und dann kenne ich andere, die ich sympathisch finde, die haben auch ihre Freunde. Weil eben auch das eine Frage des Geschmacks und der eigenen Präferenzen ist.
    Also mich hat Dein Charakter ja schon mal als Anhänger Kaffeemützchen

    Das mit der angeblichen Maske, die Du trägst, versteh ich ehrlich gesagt nicht so richtig. Hat Dir das jemand gesagt, Du hättest eine auf? Du sagst ja, Du legst viel Wert auf eine ehrliche Meinung Deiner Mitmenschen. Also hat da irgendwer irgendwelche Andeutungen gemacht? Wie kommst Du sonst darauf, daß andere nicht DICH sondern eben Deine Maske mögen?

    Du fühlst Dich in großer Runde nicht wohl. Na und? Mußt Du Dich da wohl fühlen? Ehrlich gesagt, wenn ich so lese wie Du Dich beschreibst, finde ich mich da in Dir fast wieder

    Auch ich bin seeeeehr gern allein und habe am liebsten auch nur ein oder zwei Menschen um mich herum.

    Warum legst Du so großen Wert darauf, was für ein Bild sich andere von Dir machen? Ich glaube schon, daß Dich entgegen Deiner Vermutung doch wesentlich mehr und auch sogar sehr mögen

    So wie Du redest, so handelst Du auch und so wie Du handelst so redest Du: Nämlich äußerst sympathisch. Das mußt Du Dir nur verinnerlichen dann klappst auch mit Ausstrahlung

    Naja, und das mit den Lächeln das kommt dann von allein, wenn Du Dich so annehmen kannst und mit Dir zufrieden bist

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    AW: Nicht authentisch...

    Hallo Shadow,

    ich freue mich über Deine netten Worte, danke Dir!

    Ích glaube, ich bin sehr sehr selbstkritisch mit mir, lass oft kein gutes Haar an mir und vergleiche mich ständig mit anderen. Ich kann irgendwie nicht zu mir stehen. Ich stelle aber auch fest, dass andere auch oft nur mit Wasser kochen, aber das Leben leichter nehmen als ich.

    Im Moment habe ich eine schwierige Phase (beruflich und privat) in der ich alles noch schwerer nehme als sonst. Da ziehe ich mich mit meiner blöden ´Vergleicherei noch mehr runter. In "lichten Momenten" sehe ich, dass ich durchaus auch Qualitäten hab, aber wenn es in schlechten Phasen diese Erkennttnis bräuchte, ist alles wie weg.

    KM

  3. User Info Menu

    cool AW: Nicht authentisch...

    Eigentlich läuft ja jeder mit einer Maske herum. Beobachte dein Gegenüber ganz genau. Achte beim Gespräch auf kleine Nuancen wie Gestik oder Tonfall. Jeder - aber wirklich jeder - hat dieselben Bedenken wie du. Und wirklich jeder quatscht irgendwann mal Mist. Du kannst ein selbstironisches Kommentar abgeben, um deinem Gegenüber den Wind aus dem Segel zu nehmen, oder du stehst zu dem, was du sagst.

    Außerdem bringt es nichts, so zu sein, wie andere dich wollen. Jeder hat ein anderes Bild von dir. Die Menschen haben unterschiedliche Weltbilder und wollen ihre Umwelt nach diesem Weltbild prägen. Und wenn wir uns jedem dieser Weltbilder anpassen, dann haben wir bald keine Persönlichkeit mehr, sondern sind nur Wesen, die ständig ihre Masken wechseln

  4. Inaktiver User

    AW: Nicht authentisch...

    Liebe Kaffeemütze,

    was meinst Du, was für Vorteile Du dadurch hast, dass Du eine Maske aufsetzt? Ich meine diese Frage nur zum Teil paradox-ironisch. Zum anderen Teil gehört es für mich auch dazu, an einigen Stellen nicht authentisch, sondern "rollen-angemessen" zu sein. Ich würd garantiert nicht meiner Chefin meine authentische Meinung über sie sagen!

    Deswegen ist "Maske tragen" nicht per se schlimm oder schlecht. Schwierig wird es da, wo Du anfängst, darunter zu leiden. Zum Beispiel, weil Du keine ernsthaften Beziehungen aufbauen kannst, weil keiner Dich wirklich kennenlernt. Oder wo Du nicht flexibel steuern kannst, wie authentisch/offen Du bist (Beispiel: Das eher distanziert-höfliche Verhältnis zu Kollegen kann auch mal in einer Pause aufgelockert werden. Da kann man auch mal davon erzählen, wohin der letzte Urlaub ging).

    Es hilft, sich klar zu machen, dass im Grunde alle Verhaltensweisen ihren Sinn und Zweck haben. Wenn Du Dir das bewusst machst, hast Du es selbst in der Hand, es zu steuern.

    Und dass Vergleichen unglücklich macht, braucht Dir keiner mehr zu sagen, oder?

  5. Inaktiver User

    AW: Nicht authentisch...

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Liebe Kaffeemütze,

    was meinst Du, was für Vorteile Du dadurch hast, dass Du eine Maske aufsetzt? Ich meine diese Frage nur zum Teil paradox-ironisch.
    Naja, die Vorteile liegen ja auf der Hand:

    Ein Maske setzt man auf, um sich anzupassen an das, was gern gesehen wird, was Standard ist, was gewünscht und auch erwartet wird (= immer freundlich lächeln z.B.) kurzum: also eine Maske, um nicht aus der Rolle zu fallen - nicht aufzufallen. Kein Außenseiter zu sein, eine Maske, um nicht kritisiert zu werden. Die Maske als Schutz, ein Selbstschutz, ganz klar.

    Dabei spielt das Vergleichen mit anderen eine große Rolle. Von Kindheit an sind wir nichts anderes gewohnt. Wir leben in Konkurrenz mit andern.

    Die Maske abzusetzen bedeutet manchmal eben auch, aus der Rolle zu fallen, aufzufallen, bedeutet, sich der Kritik auszusetzen und man läuft Gefahr, nicht angenommen, nicht akzeptiert zu werden von der Masse der anderen, ein Außenseiter zu sein.

    Oder ist man dann doch lieber "abhängig" von der Gunst der anderen, und läuft lieber unauffällig mit der Herde mit?

  6. Inaktiver User

    AW: Nicht authentisch...

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Naja, die Vorteile liegen ja auf der Hand:

    Ein Maske setzt man auf, um sich anzupassen an das, was gern gesehen wird, was Standard ist, was gewünscht und auch erwartet wird (= immer freundlich lächeln z.B.) kurzum: also eine Maske, um nicht aus der Rolle zu fallen - nicht aufzufallen. Kein Außenseiter zu sein, eine Maske, um nicht kritisiert zu werden. Die Maske als Schutz, ein Selbstschutz, ganz klar.
    Bei mir ist es so, dass ich oft mehr oder weniger bewußt meine Maske aufsetze. Eben um einen Schutz zu gewährleisten. Wenn ich mein wahres Ich nicht zeige, kann es auch von Niemandem angegriffen werden.
    Manchmal ist diese Maske wirklich sinnvoll (wie im erwähnten Beispiel im Gespräch mit dem Chef), manchmal hat sich das mit dem Selbstschutz aber schon so verselbständigt, dass es ohne Maske nicht mehr geht, auch wenn sie eigentlich nicht angebracht ist.

    Leider macht aber gerade die Unfähigkeit, meine Maske in den passenden Momenten abzusetzen mich zur Außenseiterin und zum Ziel von Kritik.

    Aber mir geht es da leider genau wie dir, Kaffeemuetze, wenn ich die Maske abnehmen möchte drängt sich sofort der Gedanke auf, dass ich dann abgelehnt werde.
    Da ist dann die Maske das kleinere Übel.

  7. Inaktiver User

    AW: Nicht authentisch...

    Ich denke der Anfang, authentisch zu werden und letztlich auch zu sein ist nicht, die Maske einfach vom Gesicht zu nehmen und sich fortan schutzlos seinem Umfeld auszuliefern.

    Der Anfang muß im eigenem Selbstwert liegen. Also die Stärkung des Selbstbewußtseins. Ab und zu mal die Maske vom Gesicht nehmen und einige kleine abwegige Dinge riskieren und genau beobachten, wie reagiert meine Umwelt auf mich. Einfach mal etwas mutig sein aber trotzdem vorsichtig bleiben (Also das Kind in uns muß zum Vorschein kommen)

    Wichtig ist zu lernen, mit Kritik anderer umgehen zu können. Kritik als Manipulationsversuche erkennen zu können und keinesfalls die Kritik zu übernehmen als Selbstkritik, um sich dann auch noch selbst zu martern und zu knechten, denn das schwächt das ICH, weil es uns zu einem angepaßten Menschen werden läßt.

    Zu seinen Schwächen stehen zu können und sie anzunehmen und sich nicht dafür zu verurteilen (andere haben fast die Gleichen ) Getrost auch egoistisch sein (wenn ich dadurch niemanden absichtlich Schaden zufüge).

    Wichtig ist, mir bewußt zu sein, daß Vergleichen gar nicht notwendig ist, denn jeder Mensch ist individuell und somit einzigartig. Wenn ich meine Individualität, meine Einzigartigkeit erkenne und akzeptiere, kann ich auch den anderen in seiner Einzigartigkeit annehmen.

    Irgendwann zerfällt die Maske wie von selbst und ich bin was ich bin, wahrhaftig.
    Geändert von Inaktiver User (11.10.2009 um 14:57 Uhr)

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