Ok, irgendwas ist da aber gewaltig schief gelaufen. Kann es sein, dass ihr beide von unterschiedlichen voraussetzungen ausgegangen seit? Er dachte die grosse Liebe und Du wolltest "nur" Spass und hast das nicht richtig kommuniziert?
Er dachte halt schon weiter, es braucht halt seine Zeit bis er sich aus dem Hormonschwall lösen kann. Er ist verliebt und Du nicht, da ist es immer leichter einen kühlen Kopf zu behalten.
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Thema: gegen das Kind entscheiden?
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09.09.2009, 18:05Inaktiver User
AW: gegen das Kind entscheiden?
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09.09.2009, 18:07Inaktiver User
AW: gegen das Kind entscheiden?
Er ist aber gar nicht auf das Thema Schwangerschaft eingegangen, sondern hat nur die Beziehung gesehen. Das finde ich egoistisch, da würde ich mir auf jeden Fall Gedanken machen, ob auch seine Gefühle für die TE ehrlich sind - oder ebenfalls "zweckgebunden" auf die Beziehung hin. Würde er sie wirklich lieben, wäre ja auch die Frage nach dem "Wie geht es dir (mit der Schwangerschaft)?" angebracht gewesen...
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09.09.2009, 23:06Inaktiver User
AW: gegen das Kind entscheiden?
Hat schon mal einer zu mir gesagt.
Liebe Klabauterfrau,
ich würde dir gern Mut machen zu einem Leben mit einem Kind.
Ich hätte vor 23 Jahren auch aus rationalen Gründen abtreiben müssen (sollen, können, dürfen ...) Kein Mann an der Seite, kein Vater für das Kind, meine eigene Familie ließ mich fallen. Ich wollte aber das Kind bekommen, ich fand das werdende Leben in mir einfach toll und war mir sicher : wir kommen durch.
Und wir kamen durch, gut sogar. Von Anfang an (das süßeste Baby der Welt, na klar !) bis auf den heutigen Tag ist meine Tochter meine große Freude. Mein Leben wurde zwar gründlich auf den Kopf gestellt, aber es bekam einen ungeahnten Reichtum. Außerdem war mein Kind für mich der Motor, vieles zu schaffen, was ich mir bis dahin gar nicht zugetraut hatte. Und dass ich mich heute mit meiner erwachsenen Tochter so gut verstehe, ist auch toll.
Du solltest gründlich abwägen und selbst entscheiden, aber diese positiven Erfahrungen wollte ich dir doch gern mitteilen.
Tosa
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12.09.2009, 01:17Inaktiver User
AW: gegen das Kind entscheiden?
Heute kriegt man ein Kind.
Und trennt sich dann.
Bei euch ist es halt von Anfang an so.
Muss doch nicht schlechter sein.
Du idealisierst deinen Ex und seine Familie.
Damit musst du abschließen.
Ich wünsche dir alles Liebe
Roxana
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12.09.2009, 19:00Inaktiver User
AW: gegen das Kind entscheiden?
Liebe Klabauterfrau,
stell dir vor, du bist mit deinem Traummann zusammen: Er sieht gut aus, ist gebildet, verdient so gut, dass er problemlos eine Familie unterhalten könnte, ist lieb, charmant, aufmerksam, findet immer die richtige Balance zwischen Nähe und nötigem Abstand - kurz: Besser als er geht nimmer. Beste Voraussetzungen also für ein Kind!!! Das Kind kommt - und der Mann ist plötzlich weg.
Genauso ging es mir. Mein Mann war die große Liebe meines Lebens, beide Kinder waren Wunschkinder. Kurz nach der Geburt des zweiten Kindes wurde mein Mann schwer krank und starb innerhalb kürzester Zeit. Ich war plötzlich eine allein erziehende Mutter mit erheblichen finanziellen Problemen, körperlich und psychisch am Ende.
Ich habe harte Jahre erlebt - heute läuft alles wunderbar und ich möchte keinen Tag mit meinen Kindern missen.
Was ich damit sagen will: Du möchtest ein Kind nur mit einem Mann haben, mit dem alles passt.Aber wer garantiert dir, dass er für immer bleibt? Das Kind ist ein Geschenk. Du hast dir ein Kind gewünscht. Nimm dieses Geschenk an....
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13.09.2009, 00:51
AW: gegen das Kind entscheiden?
Ich würde die Sache mal ganz nüchtern betrachten:
Du wolltest jahrelang ein Kind und es hat nicht geklappt, schwanger zu werden. Obwohl der Mann anscheinend irgendwie zeugungsfähig war (oder wurde er betrogen und er zieht jetzt einen kleinen Kuckuck auf?
).
Es gab also irgendwelche Faktoren, die eine Schwangerschaft verhinderten.
Jetzt bist du schwanger, aber der Mann passt nicht und du würdest lieber von einem besseren Mann schwanger werden.
So weit, so kompliziert....
Was wäre aber, wenn diese eine Schwangerschaft ein extrem seltener Glücksfall wäre? Vergleichbar mit einem Lottogewinn? Willst du dann wirklich diesen einen Glücksfall mal eben abtreiben, nur weil der Mann jetzt gerade nicht sooo toll ist?
Entweder man will ein Kind, oder man will eben keins (so wie ich). Aber wenn man eins will und es gibt Hinweise darauf, dass eine Schwangerschaft für den eigenen Körper nicht gerade einfach zu erreichen ist, dann wäre es doch ganz schön dämlich, wenn es dann endlich mal geklappt hat, das Kind wieder abzutreiben.
Mal ganz abgesehen davon, dass es für das Kind ja auch ziemlich blöd wäre, jetzt einfach abgetrieben zu werden.
Wenn ich schwanger wäre, würde ich meinem Herzen einen Stoß geben und das Kind austragen, obwohl ich eigentlich kein Kind möchte und grundsätzlich nie gegen Abtreibung war. Denn es wäre mein Kind
und ich hätte genügend Möglichkeiten, es aufzuziehen, obwohl auch nicht viel Familie dafür zur Verfügung stände.
Betrachte es als Herausforderung! Es könnte deine einzige Chance auf ein eigenes Kind sein.
Ich hätte allerdings dem "nicht genehmen" Mann nichts erzählt.
Das kann man später immer noch....
Was wäre denn, wenn dir in 3 Jahren der Traummann begegnete und es würde nie mit einem Baby klappen? Wäre es dann nicht besser, du hättest schon eins? Und würde es doch klappen, würde dann das erste Kind wirklich stören? Oder wunderbar als große Schwester / großer Bruder dem Kleinen die Welt zeigen?
Im Grunde hast du dich doch schon vor ein paar Jahren für ein Leben mit Kind(ern) entschieden. Dann steh doch dazu!
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13.09.2009, 09:22
AW: gegen das Kind entscheiden?
Liebe Klabauterfrau
Ich frage mich, ob du wirklich die ganzen Jahre ein Kind wolltest - oder die Vorstellung einer "glücklichen Familie", dem Rama-Ideal von Mama/Papa/Kind welches sich immer annlächelt und ewig lieb hat?
Horch mal ganz tief in dich rein und versuch herauszufinden, welches von beiden es ist...
Meine Erfahrung: ein Kind macht eine Beziehung nicht schöner, sondern belastet sie eher. Der Weg vom Paar zu Eltern ist holprig und nicht ausschlieslich von Glücksmomenten gepflastert. ABER: so ein Kind ist ein Projekt, welches in sich selbst glücklich machen kann.
Wenn du wirklich vor allem ein Kind willst/wolltest und glaubst, dass du in dem Umkümmern und Aufziehen so eines kleinen Wesenes Glück und Zufriedenheit für dich findest, würde ich dich in deiner Schwangerschaft bestärken. Manche Dinge sind alleine sogar leichter zu bewältigen, auch wenn es insgesamt sicher nicht leicht ist alleinerziehend zu sein.
Wenn es dir aber um das Gesamtpaket "Happy family" geht, denke ich, dass dies mit diesem Kind nicht wirklich erreichbar sein wird. In meinen Augen ist dies allerdings grundsätzlich nicht erreichbar - die Rama-Familie gibt es nur in der Werbung, eine Steigerung des Paarglücksgefühls ist in meinen Augen durch ein Kind nicht erreichbar. Im besten Fall finden sich da zwei Menschen im gemeinsamen Projekt Kind und daraus entsteht so eine Art tiefere Zufriedenheit und Sinnhaftigkeit. Und wenn dieses Gefühl bei beiden Eltern gleich stark ist, kann daraus eine Verstärkung der Beziehung entstehen. So richtig selbstverständlich ist das nach meiner Beobachtung allerdings nicht...
Dies ist natürlich nur meine persönliche Meinung, vielleicht kenne ich einfach nicht genügend glückliche Eltern.
Alles Gute für Dich, viele Grüsse
annapaulemaxThe aim of life is to live, and to live means to be aware, joyously, drunkenly, serenely, divinely aware (Henry Miller)
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13.09.2009, 10:49
AW: gegen das Kind entscheiden?
annapaulemax
schöner Beitrag!
Liebe Klabauterfrau,
davon ausgehend, dass alles im Leben seinen Sinn hat, wünsche ich dir, dass du deine Schwangerschaft innerlich annehmen kannst.
Dein Leben bekommt eine ganz neue Dimension.
Die Beziehung zu deinem Kind wird keinem Verfallsdatum unterliegen.
Vielleicht schaffst du es, dem Kindsvater im Augenblick lediglich die Rolle des Erzeugers zuzugestehen. Laß ihn außen vor, da gibt es keine Gefühlsbindung deinerseits, sie läßt sich auch nicht erzwingen.
Bleib bei dir.
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13.09.2009, 14:03Inaktiver User
AW: gegen das Kind entscheiden?
Also da fällt mir gar nix mehr zu ein. So einfach, wie du das hier darstellst, ist es ja nun auch nicht.
Es mag Leute geben, die sich unter dem Kinderwunsch (abolut nachvollziehbar) vorstellen, dass die Ausgangsvoraussetzungen ganz andere sind, ergo Familie und ein Mann, den man liebt.
Das kann ich ABSOLUT nachvollziehen. Für mich war das immer DIE Voraussetzung.
Natürlich muss man sich jetzt überlegen, wie weitreichend die Entscheidung, sich gegen oder für das Kind zu entscheiden für das weitere Leben sein kann.
Dabei muss man sicherlich auch einbeziehen, was wird, wenn es nicht mehr klappt, mit dem Kinderwunsch.
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13.09.2009, 14:22
AW: gegen das Kind entscheiden?
Hallo Ihr Lieben,
danke für die lieben Zeilen!!!!!!!!
Also ich wollte damals ein Kind mit meinen Ex, weil ich glücklich war. Das war das 1.und letztemal das ich so empfunden habe, das ich ein Kind mit einen Mann zusammen wollte. Klar wenn es geklappt hätte, ich schwanger gewesen wäre, wäre er jetzt vielleicht auch schon über alle Berge- nichts gibt einen die Sicherheit für immer und ewig zusammen zu bleiben. Doch wenn dann habe ich GELIEBT und das Kind wäre aus LIEBE entstanden.
Ich hätte dann auch nicht allein dagestanden- da SEINE Familie hinter mir und unseren Kind gestanden hätte! Ich war mir zu 1000%sicher, das seine Familie alles für unser Kind getan hätte! Und das gab mir schon allein die "Sicherheit" und den "MUT" zu sagen"JA, mit diesen Mann möchte ich ein Kind" da ich keine Familie habe!
Mag sein, das es ein paar hier gibt, die mich nicht verstehen können....!
Wisst Ihr, ich kenne viele....es gibt Freundinnen von mir, die sind schwanger geworden, da sie ihren Partner nicht verlieren wollte. Ich habe Bekannte in meinen Alter, die haben kaum Freunde, kaum irgendwelche Ziele und habe sich von irgedeinen Mann schwänger lassen und laufen nun schon Jahre ohne Arbeit, ohne Mann aber dafür mit 30kilo mehr und einen oder zwei Kinder rum.
Sie haben sich aufgegeben, weil Sie nur den Wunsch hatte nicht mehr allein sein zu müssen- und das Kind ist nun für alles ein Ersatz!
Ich habe vor ein paar Monaten erst mein verspäteten Betriebswirten nachgeholt und bestanden. Wollte vielleicht mal für ein/zwei Jahre woanders hin um Erfahrungen zu sammeln und mich dann eventuell in einer Stadt wo ich mich wohlfühle niederstetzen.
Mir ist es klar, das es vielleicht die letzte Chance ist um ein Kind zu bekommen. Doch soll ich dafür meine Ziele aufgeben und ein Kind von einen Mann bekommen, den ich nie geliebt habe? Mit den ich dann für immer und ewig Kontakt haben werde und der mich wahrscheinlich in 20Jahren immernoch überreden will, das ich ihn irgendwann bestimmt einmal liebe....!!!!!!!!!!!
Will ich jetzt das Kind, weil es vielleicht meine letzte Chance ist?...weil ich nicht töten will, was mich gerade verändert...
Ich sehe es nun mal realistisch, was kann ich meinen Kind geben ausser LIEBE????????
Habe keinen vernünftigen Job, keine Familie, keinen Mann, keine Wohnung/nur WG(da ich ja in die große weiter Welt wollte), keine Rücklagen, kein Auto!!!!!
Der Vater des Kindes müsste wenn ich nicht bei ihm einziehe(was ich mir tagtäglich anhören kann warum ich nicht mit ihm haus und bett teilen will- da ich ihn bestimmt irgendwann lieben kann)- sein Haus verkaufen um das er zahlen kann! Seine Arbeit sieht momentan durch die Wirtschaftskrise sehr, sehr mauh aus und wurde auf 30Std runtergeschraubt, eventuell wir er arbeitslos.....nun ja, aber hauptsache man setzt gerade jetzt ein Kind in die Welt!!!!!!!!!!!! Und sieht nichts realistisch!
Sorry, vielleicht verachtet ihr mich jetzt....aber ich habe einfach nur Angst- da ich es definitiv allein mit Kind nicht schaffen werde! Und ich habe Angst, das ich vielleicht wenn ich den anderen Weg gehe, nie wieder ein Kind bekommen kann!....doch jetzt mal erhlich auf was würdet ihr in meiner Situation eher verzichten, auch wenn es verdammt wehtut?Geändert von klabauterfrau001 (13.09.2009 um 14:58 Uhr)



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