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Thema: Aufdringlich?

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    AW: Aufdringlich?

    und dieses breitbeinige Sitzen von Männern in öffentlichen VM ist eine Folge des Patriarcharts. Je mehr Raum ich einnehme und für mich beanspruche, desto mehr Macht habe ich. Eine nonverbale Botschaft. Läuft aber öfters völlig unbewusst ab. Genau wie Frauen oft die Beine übereinanderschlagen, wenn sie sich hinsetzen, möglichst wenig Raum einnehmen. Probiert mal aus, was passiert, wenn eine Frau mit der Körpersprache eines Mannes durch die Öffentlichkeit läuft. Gibt sogar Studien dazu.

  2. User Info Menu

    AW: Aufdringlich?

    Ich habe auch oft das Gefühl, dass ich überempfindlich bin. Ich mag es nicht, wenn jemand (beim Einkaufen, der Bank oder so) zu dicht hinter mir steht. Da sag ich schon mal: Bitte können Sie mehr Abstand halten. Viele verstehen das aber gar nicht, da ihre Abstandsgrenze noch lange nicht unterschritten wurde.

    Ich mag es auch nicht, wenn mich jemand ohne dass ich ihn kenne und ohne dass ich Blickkontakt aufgenommen habe, mich anspricht oder mir Ratschläge gibt. Z.B. habe ich neulich mein Fahrrad über eine Brück getragen, da sagt der hinter mir doch "das ist gut, dass sie sich Zeit lassen". Ich hab ihn dann vorgelassen ...

    Umarmungen, die sich ziemlich eingebürgert haben, mag ich nur von guten Freunden. etc. etc. ....
    Tapferkeit stärkt, Eigensinn macht Spaß und Geduld gibt Ruhe

  3. Inaktiver User

    AW: Aufdringlich?

    Hallo an alle! Danke für die rege Beteiligung
    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Im Beruf geht sowas schon mal gar nicht, Freundlichkeit,Empathie,
    Kollegialität usw, alles kein Ding, ,sollten selbstverständlich sein.
    Aber dieses "Anstarren" , was du beschreibst, unangenehm und unangemessen. Könnte dieses auch was mit "Machtspielchen", "Revier abstecken" zu tun haben ??
    Da kam es vor, dass ich Personen, Ärzte, besuchen mußte, wo ich schon vorher ahnte: es wird wieder schrecklich, gerade noch so an der Grenze zur sexuellen Belästigung (rückt einem auf die Pelle).
    Meine Beschwerden beim Vorgesetzten blieben wirkungslos,
    so unter dem Motto: nun hab' dich mal nicht so !
    Für mich einm Mit-Grund da auszusteigen.
    Im Nachhinein ärgere ich mich,dass ich mir keine Techniken angeeignet habe, solche Situationen besser zu bewältigen.
    Sehr oft steckt da wirklich Unbedacht hinter, dann sollte man auch offen rüberbrigen: so bitte nicht !
    Bei "Machtdemonstrationen" dagegen helfen wohl nur Konsequenz und starkes Selbstbewußtsein........
    ja Machtspielchen, das ist es wohl häufig; wenn man in 'ne ungünstigen Position hat, ist's dann manchmal besonders Die richtigen Konter-Techniken versuch ich mir gerade anzueignen..

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Mich interessiert, warum Menschen diese Individualdistanz so sehr brauchen?
    Erwiesenermaßen beträgt sie die Länge eines ausgestreckten Arms; es existieren interessante Studien darüber.

    Ich z.B. habe keinerlei Probleme mit zuviel Nähe; es sei denn einer stinkt.
    @Violine
    Das ist anscheinend eine sehr individuelle Sache mit der Nahdistanz. Ich denke, da spielen tiefsitzende Erfahrungen eine Rolle. Wichtig ist auch, wie Cella sagte, selbstbewusst zu sein. Sich seinen Raum freihalten zu können (und dabei kein schlechtes Gewissen zu haben, sich diesen Raum zu nehmen). Ich hab da wenig Selbstbewusstsein, hab nicht gelernt 'nein' sagen zu können, ist wohl ein Grund, warum ich dann von vornherein viel Individualdistanz brauche.

    Zitat Zitat von KHelga Beitrag anzeigen
    >Um ein Beispiel zu geben: Ich empfinde es als sehr unangenehm, wenn der Blick fremder Menschen auf eine Art viel zu intensiv ist, obwohl ich nicht flirte (intensiv meint auf jeden Fall einen oder mehrere Ticks zu lang, aber auch irgendwie unpassend persönlich).>

    Grübel. Da frag ich doch mal: Woher weist Du denn, dass der Blickkontakt des Anderen mehrere Ticks zu lang dauert?

    Geht doch nur, wenn Du dem Blick stand hältst, oder?
    @Helga
    ja klar, aber z. B. in einer Arbeitssituation muss man sich ja austauschen und wenn ich häufig dem Blick ausweiche, scheinen das manche als Schüchternheit zu interpretieren - letztlich habe ich mich in meinem Anfangspost sehr allgemein ausgedrückt - wenn ich so drüber nachdenke, stört mich gerade auch Anbaggerei oder einseitiges Interesse, da können manche Leute sehr ausdauernd sein. Wobei es manchmal wohl eher der Spaß am Machtspielchen ist, denn wirkliches Interesse.

    Zitat Zitat von KHelga Beitrag anzeigen
    Ein platonischer Freund nutzt jede Gelegenheit in MEINER Wohnung mir den Rücken zu streicheln (steht urplötzlich hinter mir) oder, noch schlimmer, mich in den Arm zu nehmen. Mein 'lass das!' wurde ignoriert. Erfolg: Ich lade ihn nicht mehr ein.

    (Anmerkung: Wenn ich aber jemanden sehr mag, reagiere ich ganz anders).
    geht ja gar nicht! Solche Situationen meine ich, da merkt's einfach jemand nicht.

    Zitat Zitat von Mohnblume_36 Beitrag anzeigen
    Bei mir kommt es immer ganz darauf an, ob mir mein Gegenüber symathisch ist oder nicht.
    Menschen, die ich mag lasse ich auch schnell näher als üblich an mich herankommen, da stören mich auch Berührungen nicht.

    Was anderes ist das allerdings, wenn mir unsympathische Zeitgenossen auf die Pelle rücken oder mich anstarren. Da zeige oder sage ich das schon sehr deutlich, dass ich das nicht mag.
    Ich finde auch schrecklich, wenn mich jemand - fast Fremdes - mit so Kosenamen anspricht.
    ...
    Mir sind dann oft Menschen sympathisch, bei denen ich merke, die mögen das auch nicht so, gleich jeden zu drücken oder abzubusseln.
    Man mag halt nicht jeden besonders und nur solche Menschen kommen in meine "Komfortzone".
    Genau, bei Sympathie hab ich das Problem nicht, und ich kenn das auch so, dass reserviertere Menschen Sympathiepunkte von mir bekommen. Unaufgefordert mit Kosenamen angesprochen zu werden, ist auch so ein Ding, ist auch sehr eigen..

    Zitat Zitat von Promethea71 Beitrag anzeigen
    Hallo,

    ich gehöre das wohl eher zu den Unempfindlichen bzw. zu den Merkbefreiten.

    Ich merke es schlicht nicht, wenn mich jemand anschaut - weder im Guten noch im Schlechten. Was gut ist, weil ich viele Aufdringlichkeiten so sehr effektiv, wenn auch unabsichtlich, ignoriere und mich dadurch nicht gestört fühle und dann auch auf Freundinnen, die es stört eher im Sinne von - stell dich nicht so an reagiere. Ich merke es wirklich nicht.

    Andererseits ist mir so vermutlich auch schon mancher Flirt entgangen, was eher schade ist. Aber nicht umsonst weise ich gerne darauf hin -"wenn du was willst, sag es, wenn ich was will sag ich es auch" und "ließ nicht zwischen meinen Zeilen, was ich sagen will, sage ich direkt".
    Die Sprüche sind klasse, werd ich mir auf jedenfall merken

    Zitat Zitat von Promethea71 Beitrag anzeigen
    Echte Starrer würde ich vermutlich auch ansprechen, was das soll.

    Wobei ich eben nicht als erstes vermuten würde, dass sie MICH anstarren und eure Erfahrungen (wenn es angesprochen wird) ist ja offenbar oft, dass es überhaupt nicht euch galt. Wie man das allerdings ändert, dass man sich so leicht "angesprochen" fühlt, weiß ich auch nicht.

    Etwas ganz anderes sind Menschen, die mir körperlich zu nahe kommen, dass kann ich auch nicht leiden (zb wie an der Supermarktkasse), und noch viel weniger, wenn derjenige stinkt.

    Ich halte mir solche Menschen meistens erstmal nonverbal aber deutlich vom Hals und wenn sie es dann nicht begreifen, sage ich etwas.

    Liebe Grüße

    promethea
    na ja, auch wenn's mit mir persönlich nichts zu tun hat, wenn ich denn grade das 'Objekt' bin, ist mir ziemlich egal, was sich jemand bei denkt. Ich find's trotzdem unangenehm, angestarrt zu werden.

    Zitat Zitat von tigerteddy Beitrag anzeigen
    Hallo,

    ich kenne das auch. Vor allem an der Supermarktkasse ist es ganz schlimm. Ich treffe immer wieder auf Leute, die einfach so dicht an mich ran rücken, dass nicht mal mehr ein Löschblatt zwischen uns passen würde. Meine Strategie: Ich trage zum Supermarkteinkauf grundsätzlich nur noch High Heels. Erstens bin ich dann größer und sie können mir wengistens nicht mehr ihren Atem so ins Gesicht hauchen und zweitens sind diese Stöckelschuhe eine wunderbare Waffe. Ich trete dann dieser Person "aus Versehen" auf den Fuß. Wirkt wunderbar.
    Find ich mutig, vielleicht versuch ich's mal.

  4. User Info Menu

    AW: Aufdringlich?

    Mit Blickkontakt habe ich wenig Schwierigkeiten, es sei denn, jemand starrt mich wirklich an – und ich bemerke es. Oft bemerke ich es aber gar nicht, und selbst guck ich vielleicht auch schon mal länger als nötig.

    Was ich jedoch hasse, sind fremde oder mir relativ unvertraute Menschen, die sich mir ohne Notwendigkeit körperlich aufdrängen. Dazu gehören permanente Handaufleger, Tuchfühler, zu-dichte-Schlange-Steher oder Leute, die mich umarmen und abbusseln und es ignorieren, dass ich mich bei ihrer Annäherung schon steif mache. Inzwischen stecke ich rechtzeitig die Hand aus, um das Gebussele abzufangen, und es ist mir auch völlig schnuppe, ob die das prüde oder menschlich unterkühlt finden. Ich finde ihr Verhalten distanzlos.

    Mit vollen U-Bahnen, Aufzügen oder Rockkonzerten hab ich kein Problem, denn da kann man nun sich mal nicht ausweichen. Breitbeinigen Platzhirschen im ÖPNV hab ich schon gesagt, dass ich beim Sitzen nicht mit ihren Haxen in Berührung kommen will und dass sie die gefälligst zu sich nehmen sollen. Oft mit Erfolg.
    Geändert von Latona (01.09.2009 um 22:59 Uhr)
    Liebe keinen, der nicht auch Dich liebt!

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