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  1. Inaktiver User

    AW: Fremdbestimmt?

    Hallo!

    Wenn ich Deine Zeilen so lese.....so sieht es ja wirklich nach einem "Lebensprinzip" aus, nachdem Du lebst!

    Ich bin auch kein Therapeut, aber auch ich würde fragen, wie die Muster in der Kindheit waren- wo war da Dein Platz- und wie genau wurde mit Dir umgegangen ( und es geht darum, wie DU es empfunden hast!)

    Wie wichtig hast Du Dich gefühlt in der Familie??

    Der Weg- wird vermutlich über DICH gehen.....bedeutet, Du musst erst mal Dich ansehen......erkennen, was geschehen ist- damit verstehen, was heute mit Dir ist!

    Ob man Therapie macht- ist jedem selbst überlassen!

    Klar gibts Menschen, die Jahre in Therapie gehen und sich nichts bewegt......weil sie in dieser Kombi dann gut weiterleben können!
    Letztlich- doch auch egal......das Leben soll für einen doch nur gut lebbar sein!

    Wer weiterkommen WILL.......wird das immer mithilfe von Therapie schaffen!
    Und vielleicht- hilft dann auch für sich erst mal Eigeninitiative...

    Allerdings.....wird es nicht leicht, wenn man immer die Angst vor Verletzung und schlimmstenfalls gar nciht merh dazuzugehören hat!
    Seinen Weg zu gehen.......gerade, wenn alle einen doch "anders" kennen-- setzt durchaus auch das Vertrauen in sein Können voraus!

    Ein Können- was man übrigens in sich hat.......aber wiegesagt- man muss sich trauen- vertrauen

    viel Glück
    kenzia

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    AW: Fremdbestimmt?

    Zitat Zitat von Kaffeemuetze Beitrag anzeigen
    Mehr und mehr wird mir jedoch bewusst, dass das Leben an mir vorbeizieht und hoffe, so lächerlich das klingen mag, auf ein Wunder..
    Erst, wenn man wirklich BEGREIFT, dass das Leben vorbeizieht, und wenn man NICHT MEHR auf ein Wunder wartet, weil es einen im Stich gelassen hat (Wunder passieren immer nur den Anderen), und wenn einem eines Morgens klar wird, dass das Leben irgendwann zu Ende ist, ohne dass man vorher gelebt hat,

    dann erst kann es im Kopf Klick machen!

    Dann erst kann man in sich selbst horchen, bei sich suchen, statt auf Wunder von außen zu warten, welche geheimen Wünsche man denn für sein Leben doch immer hatte, sich vielleicht nur nie selbst zutraute...

    Dann erst begreift man, dass nur man selbst sein Leben leben kann, selbst die Initiative - auch und ganz besonders in der Suche nach dem richtigen Lebensweg - ergreifen kann.

    Liebe KM, so jedenfalls ist es mir ergangen. Leider habe ich nicht die Hilfe in der Psychotherapie gefunden, die ich erhofft hatte. Aber ich habe durch diese Enttäuschung begriffen, dass ich das für mich selbst tun muss!

    Trotzdem solltest Du nach einem Therapeuten suchen, wenn Du selbst nicht mehr alleine weiterkommst! Geh` doch einfach den konventionellen Weg über Deinen Hausarzt, wenn Du ihm vertraust. Du musst ihm nicht alle Problem schildern, nur, dass Du professionelle Hilfe suchst, und dass Du seinen Rat und gegebenenfalls Überweisung brauchst! Genau dafür ist ein Hausarzt doch da!

    Ansonsten kannst Du Dich ja auch selbst um einen Therapieplatz kümmern, Gelbe Seiten oder Internet können sehr hilfreich sein. Sogar die Telefonseelsorge kann Dir Anlaufadressen für Deine Region geben, wo Du Dich erst Mal beraten lassen kannst.

    Nur Mut und Initiative! Manchmal muss man sich einfach nur irgendwie und irgendwo "auf den Weg" machen, auch wenn man überhaupt nicht weiß, wohin er führen wird...

    Viel Glück,
    Jette.

  3. Inaktiver User

    AW: Fremdbestimmt?

    ...vielleicht drückst Du Dich ja davor, die Entscheidungen für Dich selbst zu treffen? Nach dem Motto: Ich darf nicht glücklich sein.
    Nur so ein Gedankenanstoß.
    Dann übernimmt man auch keine Verantwortung. Und handelt nicht.
    Weiter weiß ich auch nicht.
    Ehrensenf

    PS: Die Vorbehalte gegenüber einer Therapie kann ich auch bestätigen: Es hat mir auf der einen Seite sehr geholfen, bestimmte Zusammenhänge zu verstehen, aber ich blieb dann auch in den Meditationen über mich stecken. Wie man zu einer Handlungsanweisung gegenüber sich selbst kommt, Ziele aufstellt etc. - das kam zu kurz. Dennoch machen! - aber sich nicht darauf verlassen.

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    AW: Fremdbestimmt?

    Hallo Kaffeemuetze,

    wie hier schon in anderen Beiträgen geschrieben wurde: Wunder geschehen nicht einfach! Auch wenn es oft einfacher wäre, wenn man von den Umständen zu Entscheidungen gezwungen würde, die man selbst nicht treffen kann oder will.

    Meiner Erfahrung nach gibt es diese Wunder zwar, aber man muss auch ihnen erst mal gewaltig in den Hintern treten und selbst aktiv werden und was tun. Dann öffnen sich auch oft Wege, die man vorher für fast unmöglich gehbar gehalten hatte.

    Das heißt nicht, dass du jetzt gleich dein ganzes Leben umkrempeln musst. Kleine Schritte sind da ein Anfang. Schon alleine um dir wieder ein wenig Selbstvertrauen und Mut zu machen.
    Mir geht es so, dass wenn ich sehe, dass kleine Dinge gehen, dann sag ich mir: dann geht doch auch das Große - und das macht Mut die Dinge anzugehen.

    Die Theapie ist bestimmt nicht schlecht, oder gehe einen Schritt in deiner Beziehung zurück. Mach mehr alleine, suche dir etwas, dass du außerhalb deiner Beziehung machen kannst, verreise mal alleine oder mit Freunden - ohne Partner. Dann kannst du in dich hineinfühlen - fühlt sich das Leben so besser an, wenn ja, gibt doch das ein wenig Mut für Veränderungen.

    Den Job kann man meist nicht von jetzt auf gleich ändern. Es gibt ja auch nicht unzählige Möglichkeiten was alternativ "auf der Straße liegt". Aber gerade im Beruf habe ich die Erfahrung gemacht, dass die eigene Einstellung ganz ganz wichtig ist.
    Hier ist vielleicht wirklich eine Therapie um dich, dein Selbstbewußtsein zu stärken, dass du deinen eigenen Standpunkt wieder erkennst gut. Dann gehst du auch anders auf dein Umfeld zu. Denn ist es wirklich der Job, der dir nicht guttut? Oder ist es deine Einstellung? Die Arbeit, zu der man jeden Morgen freudestrahlend und voller Erwartung aufbricht, die haben sicher nur ganz wenige Menschen. Da hilft es nur, seine Gedanken immer mal wieder zurecht zu rücken.

    Und das wichtigste: lerne dich und deine Gefühle ernst zu nehmen. Niemand sollte irgendwo im Leben stehen bleiben und auf toter Hase machen, damit alles an ihm vorbeizieht. Zufrieden wird man so nicht.
    viele Grüße
    Mohnblume

  5. Inaktiver User

    AW: Fremdbestimmt?

    Zitat Zitat von Mohnblume_36 Beitrag anzeigen
    .
    Und das wichtigste: lerne dich und deine Gefühle ernst zu nehmen. Niemand sollte irgendwo im Leben stehen bleiben und auf toter Hase machen, damit alles an ihm vorbeizieht. Zufrieden wird man so nicht.
    Wie lernt man das?
    Das scheint ja gerade das Hauptproblem der Threadöffnerin zu sein, dass sie die Unzufriedenheit eben doch sehr lange aushalten kann und "auf toter Hase" macht.
    Ehrensenf

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    AW: Fremdbestimmt?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Wie lernt man das?
    Das scheint ja gerade das Hauptproblem der Threadöffnerin zu sein, dass sie die Unzufriedenheit eben doch sehr lange aushalten kann und "auf toter Hase" macht.
    Ehrensenf
    Kann man das wirklich lernen?

    Manchmal frage ich mich, ob sowas nicht auch eine Typfrage ist. Und so eine Konstanz muss ja nicht immer schlecht sein. Oft geht damit ja auch Geduld und Beharrlichkeit einher, während die, die immer gleich nach Veränderung streben womöglich wenig Durchhaltevermögen haben.

    Schwierig wird es halt, wenn man sich mit seiner eigenen Leidensfähigkeit und Beharrlichkeit selbst im Weg steht, wenn man Veränderungen nicht mehr in Angriff nehmen kann, weil der innere Antrieb fehlt oder der Glaube an die Selbstwirksamkeit.

    Vielleicht hilft es schon, wenn man sich die guten Aspekte dieser Eigenschaft bewusst macht und erkennt, dass diese Eigenschaft einem schon oft genutzt hat, aber jetzt gerade im Leben hinderlich ist. Und dann bewusst neue konstruktivere Verhaltensmuster einzuüben. Dabei kann eine Therapie sicherlich hilfreich sein, aber der Impuls dazu muss immer aus einem selbst kommen.

    Viele Grüße,

    Malina
    Du hast mein Klagen in Tanzen verwandelt. (Psalm 30)

  7. gesperrt

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    AW: Fremdbestimmt?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Wie lernt man das?
    Das scheint ja gerade das Hauptproblem der Threadöffnerin zu sein, dass sie die Unzufriedenheit eben doch sehr lange aushalten kann und "auf toter Hase" macht.
    Ehrensenf
    Ich kann da nur von mir sprechen, ich hatte mir über Jahrzehnte angewöhnt, Unzufriedenheit nicht nur auszuhalten, nein, ich nahm sie gar nicht mehr wahr, weil ich mir (?) (Präguung!) angewöhnt hatte, schon als Kind, Unzufriedenheit positiv umzudeuten, oder eben gar nicht mehr wahrzunehmen.
    Sie existierte nicht. Genausowenig aber andere Gefühle. Gefühle durften nicht sein, weder die schönen, noch die negativen. Nur funktionieren wurde akzeptiert, regelrecht mechanisches funktionieren. So war das bei mir, und das prägt.

    Wenn Mensch solch eine Prägung mitgemacht hat, gilt es, meiner Meinung nach, erst mal, die eigenen, wirklich eigenen Gefühle (und nicht die von der Situation, und/oder den anderen Personen aufoktroyierten Gefühle) wahrzunehmen. Das ist dann schon schwierig, zu erkennen: Welches sind meine Gefühle, welche die der anderen, welches ist Manipulation, was will ich jetzt wirklich, wie fühle ich mich wenn... etc pp.... Gefühle zu entdecken, kann Probleme machen, denn es kommt eben alles hoch. Und gleichzeitig das üble Gefühl: "ich muss sofort was ändern, aber was nur, ich weiß nicht, was, und ich habe Angst, was zu verändern."
    Das ist Gefühlswirrwarr pur. Dass die TE dann lieber auf "toter Hase" macht, kann ich persönlich gut nachvollziehen.
    Natürlich hilft "toter Hase machen" dann nicht.

    Es gilt durchaus, die eigenen Gefühle zu entdecken. Ich bitte zu bedenken, dass diese sehr tief vergraben sein können. Und das es danach, erst mal, eventuell noch mehr Probleme geben könnte.

    Irgend etwas lange aushalten ist in dem oben geschilderten Kontext, "sich schlechte Dinge/Gegebenheiten" umzudeuten, schönzureden, allerdings nur negativ zu sehen. An dem Punkt, wenn ich dieses Muster bei mir erkennen wüde, würde ich versuchen, mir das "aushalten" sofort, unverzüglich, abzugewöhnen, sofort zu allem und jedem, da, wo es geht, laut und deutlich nein, mit mir nicht mehr!, zu sagen - und das dann auch zu tun. Notfalls mit Verweigerung. Das hat dann nichts mehr mit "toter Hase spielen" zu tun.

    Calacirya

  8. User Info Menu

    AW: Fremdbestimmt?

    ...hmm " Toter Hase" zu spielen bedeutet ja auch irgentwo Konflikten aus dem Weg zu gehen- Harmonie um jeden Preis zu erhalten.

    Ich bin auch sehr harmoniebedürftig und habe aber mittlerweile teils durch Therapie , wobei die nur hilft wenn man selbst will gelernt Veränderungen zu gestalten.

    Dabei muss man sich ja auch darüber im Klaren sein, das diese Veränderungen nicht nur positiv ausfallen müssen/ können , sondern auch eine Vorlage zum Kämpfen geben.

    Diesen Kampf muss man dann aber auch annehmen wollen;denn das bedeutet das es weh tun kann;

    Aber irgentwann tut "Toter Hase" spielen auch nur noch weh!

    Wenn man ganz ehrlich ist , hat doch jeder Mensch irgenteinen Bereich in seinem Leben wo er den Toten Hasen spielt ;

    Oder sehe ich das falsch?

  9. Inaktiver User

    AW: Fremdbestimmt?

    toten hasen- nicht mehr. aber gelähmten hasen- ja, vor schreck und angst wie hypnotisiert----------- ja, auf jeden fall.

    ich kann mich auch sehr gut "tot stellen"

    aber ich habe gelernt: ich tue mir weh. mein körper wehrt sich.
    und wenns weh tut- hört für mich der spass auf.

  10. Inaktiver User

    AW: Fremdbestimmt?

    Calacirya: Am liebsten hätte ich Deinen ganzen Beitrag kopiert, weil Du meine Gedanken (bin leider auch ein schrecklicher Funktionsmensch, was mich zudem manchmal ziemlich unangenehm für meine Umgebung machen kann) so treffend weitergesponnen hast. Das war super! Ich hoffe, nicht nur für mich, sondern auch für die TE!

    @all: Der Spaß hört dann sicherlich für viele auf, aber letztlich ist dieses Totstellen, dieses Sich-in-sich-selbst-zurückziehen, doch auch eine depressive Reaktion. Und das geht dann an der Selbstfürsorgeeinsicht vorbei, dass etwas getan werden muss, schlichtweg vorbei.
    Und da kann man nicht unbedingt mit normal "gesundem Menschenverstand" herangehen. Da geht es darum, sich selbst wertschätzen zu lernen.

    Wie ist das denn, liebe StrangöffnerinNimmst Du Dir manchmal bewusst Zeit für Dich selbst, um Dich zu verwöhnen, ohne schlechtes Gewissen?
    Ehrensenf

    @Malina: Ähnliches habe ich auch einmal von einer Psychologin zu hören bekommen: Das solch eine Verhaltensweise durchaus sinnvoll sein kann, in meinem Fall z.B. um den Ausbruch einer Hyperaktivität (vielleicht auch Bulimie?) zu verhindern. Aber das umgewöhnen, der Lernprozess, dass es auch anders geht, das fällt eben schwer.

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