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    AW: Höhenflug ohne Sicherheitsnetz?

    Hallo marlien,

    ich kenne durchaus Frauen, die nach der Trennung von ihrem Mann nicht mehr denselben Lebensstil halten konnten und trotzdem sagen, sie seien froh, dem goldenen Käfig entkommen zu sein. Und ich kenne Frauen, die bleiben bei ihrem Mann, weil sie den finanziellen Absturz fürchten.

    Ich kenne auch Frauen, die sich beruflich umorientiert haben und damit einen teils eklatanten Einkommensverlust in Kauf nehmen. Auch die sind nach eigenem Bekunden zufrieden.

    Es ist ja auch nur selten so, dass ein solcher Absturz ungebremst in den Keller von heute auf morgen und ohne Vorwarnung erfolgt. Oft genug gibt es durchaus Schrauben, an denen man drehen kann, Punkte, an denen man sich so oder so entscheiden kann. Und wenn die Entscheidung dann gegen die materielle Bequemlichkeit fällt, leben die meisten Menschen doch ganz gut damit.

    Und es ist ja auch so, dass die meisten von uns nicht so viel Geld ansparen können, dass sie die finanziellen Folgen eines großen Umbruchs dauerhaft abfedern können. Meist funktioniert das nur für eine begrenzte Zeit. Dann muss man sich entweder wieder gefangen haben und in der Lage sein, wieder Geld zu verdienen, oder der Abstieg beginnt irgendwann doch.

    Und für eine begrenzte Zeit mit gewissen finanziellen Einschränkungen klar kommen zu müssen, kann ja auch mal lehrreich sein, indem es einen dazu zwingt, die eigenen materiellen Bedürfnisse mal zu hinterfragen.

    Wie sinnvoll so ein finanzielles Polster ist, hängt ja auch davon ab, wie wahrscheinlich eine Dürreperiode ist. Bei Selbstständigen mit schwankenden Einnahmen ohne Arbeitslosenversicherung halte ich das schon für sehr ratsam, um kleinere Engpässe gut überbrücken zu können. Und ich halte es auch für sinnvoll, sich selbst auf einem Stand zu halten, der einen jederzeit in die Lage versetzt, für den eigenen Lebensunterhalt zu sorgen.

    Also ein gewisses Maß an Sicherheit ist mir schon auch wichtig. Aber ich verspüre nicht das Bedürfnis für einen in meinem Leben derzeit sehr hypothetischen Fall umfassend vorzusorgen.

    Viele Grüße,

    Malina
    Du hast mein Klagen in Tanzen verwandelt. (Psalm 30)

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    AW: Höhenflug ohne Sicherheitsnetz?

    Zitat Zitat von Malina70 Beitrag anzeigen
    Und es ist ja auch so, dass die meisten von uns nicht so viel Geld ansparen können, dass sie die finanziellen Folgen eines großen Umbruchs dauerhaft abfedern können. Meist funktioniert das nur für eine begrenzte Zeit. Dann muss man sich entweder wieder gefangen haben und in der Lage sein, wieder Geld zu verdienen, oder der Abstieg beginnt irgendwann doch.

    Und ist es nicht so, dass man, wenn man arbeitslos werden würde, zwar 1 Jahr lang Arbeitslosengeld bekommen würde, danach aber erstmal an die Ersparnisse gehen müsste, bevor man weiter Unterstützung bekommt ? oder kommt das erst später ?


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    AW: Höhenflug ohne Sicherheitsnetz?

    Zitat Zitat von Malina70 Beitrag anzeigen
    Und ehrlich gesagt, wenn ich so viel Geld hätte, dass ich ein Jahr lang ohne Unterstützung davon leben könnte (und sei es nur in Höhe des ALG), würde ich das nur ungern ausgeben, wenn ich gleichzeitig wüsste, ich habe das Recht, Leistungen aus der Arbeitlosenversicherung in Anspruch zu nehmen. Das Geld würde ich lieber für Notfälle behalten, in denen ich tatsächlich keine andere Unterstützung habe.

    Viele Grüße,

    Malina
    Da gebe ich dir recht. Ich habe es auch Notfund genannt. Fuer den Fall dass mir das Dach vom Haus weht (um mal eine grosse Augabe zu nennen) aber auch um eine Arbeitslosigkeit aufzufangen. In meinem Fall waehre es etwas dramatischer da ich im Ausland fuer einen auslaendischen Arbeitgeber arbeite. ich koennte wohl zurueck nach Deutschland, aber will ich das auch? Viel Arbeit gibt es dort fuer mich eh nicht. Dann wuerde ich lieber vor Ort bleiben und dort nach Arbeit suchen.

    Wieviel man haben sollte ist wohl von Person zu Person verschieden. Ich habe 6 Monate genommen weil ich z.B. 3 zu wenig fand, 1 Jahr aber auch uebertrieben.

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