Hallo zusammen,
ich würde gerne zu folgendem Thema eure Meinungen hören:
Wie geht ihr mit privaten Angelegenheiten um? Wie geht ihr mit dem Thema Vertraulichkeit um? Seid ihr sicher, dass nichts weitererzählt wird?
Das ist sicherlich themenabhängig. Sexualprobleme würde ich nicht nicht mit Freundinnen diskutieren, weil es auch meinen Partner betrifft.
Persönliches, das nur mich betrifft möchte ich schon einer engen Freundinnen anvertrauen können. Dass dann evtl. der Ehemann auch davon weiß, ist mir klar. Dass diese Freundin meine Angelegenheiten nicht im gemeinsamen Bekanntenkreis weitererzählt, ist soweit geklärt, sonst wäre es keine Freundin.
Ich habe aber neulich mal einen Bekannten meiner Freundin kennengelernt, der mich später dann arglos auf eine persönliche Sache angesprochen hat, die ihm unsere Freundin erzählt hat.
Ich war entsetzt, dass er davon wusste. Meiner Freundin war nicht klar, warum sie es nicht hätte erzählen sollen, damals kannte mich der Bekannte doch gar nicht. Die Vertraulichkeit der Sache hatte sie auch anders eingeschätzt.
Wie also damit umgehen? Jedesmal dazusagen: aber bitte KEINEM weitererzählen? Oder solche Dinge gar nicht mehr erzählen? Da würde für mich die Freundschaft leiden, weil ich dann ab und zu lügen müsste, was ich nicht will.
Ich bekomme auch immer wieder von meinen Freunden Vertrauliches von deren Bekannten erzählt. Wenn ich diese Leute dann auf einer Feier kennenlerne, weiß ich alles zB über deren Eheprobleme. Mir ist sowas unangenehm. Ist so ein Verhalten üblich? Werden immer Beispiele aus dem Bekanntenkreis gebracht und damit deren Privatsphäre verletzt, wenn man sich über Privates unterhält ?
Alles nicht so einfach...
Antworten
Ergebnis 1 bis 6 von 6
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09.08.2009, 12:53Inaktiver User
Privates: Ehrlichkeit versus Selbstschutz
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09.08.2009, 17:26Inaktiver User
AW: Privates: Ehrlichkeit versus Selbstschutz
Es wird halt viel geredet.
Mir ist die Art mancher Leute, über andere zu sprechen, unbehaglich. Ich möchte keine intimen Dinge erzählt bekommen, bei denen ich sicher wäre, dass der Betroffene nichts davon weiß. Wenn ich jemanden so reden höre, bin ich auch vorsichtig mit dem, was ich so sage - über mich, vor allem aber über nicht Anwesende.
Ich bemühe mich, mit dem, was mir so erzählt wird, auch verantwortlich umzugehen, aber ich kann auch nicht garantieren, dass ich immer grundverschwiegen bin, so schnell ist etwas ausgeplappert.
Es gibt da keine generellen "Üblichkeiten", sondern nur ein ständiges Abwägen, was man erzählt und wem man zuhört. Und wenn ich über jemand mehr weiß, als ihm offenbar recht wäre, dann schweige ich einfach darüber. Was soll's.
Oftmals habe ich aber auch schon erlebt, dass Leute furchtbar unehrlich sind, wenn sie Schwierigkeiten, die sie haben, nicht eingestehen wollen. Das nervt mich dann auch. Eigentlich wünschen wir uns doch immer Ehrlichkeit im Umgang miteinander. Ich finde es meist nicht so schlimm, wenn andere etwas "Privates" von mir wissen.
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10.08.2009, 07:04Inaktiver User
AW: Privates: Ehrlichkeit versus Selbstschutz
ganz einfach: das beste Mittel, u eine Neuigkeit kostenlos und weit zu verbreiten, ist ein Geheimnis anzuvertrauen mit der Auflage, es niemandem weiterzusagen

Wenn du nicht willst, dass deine persönlichsten Gedanken keiner erfährt, damit es keinen Schaden nehmen kann, behalts für dich.
Weiß es einer, wissens alle - so ist es....
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10.08.2009, 08:08
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10.08.2009, 11:06Inaktiver User
AW: Privates: Ehrlichkeit versus Selbstschutz
Vielen Dank für eure Antworten!
Ja, das ist ein Aspekt, der wichtig ist. Aufpassen, wie Freunde mit Vertraulichem anderer Leute umgehen und dann entsprechende Konsequenzen ziehen. Sie auf das Thema Vertraulichkeit ansprechen und bei verschiedener Einstellung sich dann eher bedeckt halten.
*lach* Du hast recht. Das alte Spiel aus der Schule: Das ist ein großes Geheimnis und schwupps wusste es die ganze Klasse...
Ich meinte eher, dass man darauf hinweist, dass dieses Thema für einen wichtig und vertraulich ist. Ich kann mich schon auf meine Freundin verlassen, aber ihr war einfach nicht bewusst, welchen Stellenwert das Thema für mich hat. Ich habe es ihr erklärt samt Hintergründe und sie hat es dann absolut verstanden. Das Fazit wäre also: Mehr reden, mehr erklären...
Karline, es geht auch nicht unbedingt um die persönlichsten Gedanken, geheime Wünsche theoretischer Natur. Das können schon handfeste Dinge sein, die Auswirkungen auf das tägliche Leben haben. Berufliche Dinge, gesundheitliche Dinge, etc. Trotzdem möchte ich selbst entscheiden, wer davon weiß und wieviel ich wem erzähle.
Würde ich all das ausklammern, wäre ich oft an der Grenze des Lügens bzw. Verschweigen von Dingen, die mich bewegen. Ich fände es schade, nicht mehr darüber reden zu können, weil dann nicht mehr viel Nähe in der Freundschaft möglich wäre.
Wie geht ihr damit um?Geändert von Inaktiver User (10.08.2009 um 12:49 Uhr)
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10.08.2009, 18:20Inaktiver User
AW: Privates: Ehrlichkeit versus Selbstschutz
Nicht namentlich!
Eine Bekannte hat dies und das - reicht
Und keine privaten Dinge weitererzählen.


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