warum soll das nicht durchführbar sein?
wenn mir mein Mann erzählt, dass er folgende schlimme Krankheit hat aber erst einmal alleine darüber nachdenken möchte - das ist ehrlich und offen - und dann können wir sehen, wie wir damit umgehen.
Und warum sollte der Umgang dann nicht so sein, dass ich das akzeptiere?
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09.08.2009, 16:56Inaktiver User
AW: tödliche krankheit - dem partner mitteilen?
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09.08.2009, 16:57
AW: tödliche krankheit - dem partner mitteilen?
Das (absehbare) Sterben zu verschweigen (und zu verdrängen) kann auch ein Selbstschutz sein. Um z.B. nicht verrückt zu werden vor Panik.
Klar, man kann mit dem Partner vorab viel abklären und besprechen, wie man es händeln wollen würde. Ob das dann auch gelingt, wenn der Tod real wird, ist eine andere Frage.There are a hundred paths through the world that are easier than loving. But, who wants easier?
Mary Oliver
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09.08.2009, 16:59Inaktiver User
AW: tödliche krankheit - dem partner mitteilen?
ich hab keine beziehung und somit auch keine gute

wenn ich jedoch wieder mal ne beziehung habe, würde ich mir wünschen, dass ich mir darum keine gedanken machen muss, weil ich weiß, dass mein partner mich _versteht_.
diese gedanken umtreiben mich nur immer mal wieder, weil es die wohl einzige situation is, in der es im zweifel unwiderruflich offen bleibt, was geschehen ist.
und zu erfahren, wie menschen damit umgehen (würden), is m.e. sehr interessant.
puuh <erleichtertguck>
lgS
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09.08.2009, 17:00Inaktiver User
AW: tödliche krankheit - dem partner mitteilen?
Tabea hat es schon geschrieben:
"ich verspreche, Dir die Treue zu halten, in guten und in bösen Tagen, in Gesundheit und Krankheit, ... bis dass der Tod uns scheidet."
Krankheit ist kein Grund, die Beziehung oder die Treue zu kündigen - weder vom Kranken noch vom anderen.
Aber ich kann auch nicht nachvollziehen, warum es dem Kranken dann besser gehen soll, wenn er seinem Partner nichts sagt - zumindest entspricht das nicht dem, was wir unter einer guten Beziehung verstehen.
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09.08.2009, 17:02Inaktiver User
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09.08.2009, 17:06Inaktiver User
AW: tödliche krankheit - dem partner mitteilen?
da gibt es keinen Zeitplan und keine Ansprüche.
wie bei allen anderen Fragen auch, geht es dann genauso darum, gemeinsam einen gemeinsamen Weg zu finden. Die Betonung liegt auf "gemeinsam" - was nicht heißt, dass nicht dazugehören kann, dass der Kranke da manches alleine macht oder alleine mit sich ausmacht.
aber es schließt aus, dass das Ganze auf Unehrlichkeit beruht.
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09.08.2009, 17:06Inaktiver User
AW: tödliche krankheit - dem partner mitteilen?
neenee; darum gehts nich.
dem kranken gehts nur mittelbar "besser", weil er evtl. das gefühl hat, seinen partner nicht zu belasten / die verbleibende zeit nicht zu "vergiften".
wenn man die gewichte so rigoros verteilen will: der kranke lädt sich "noch mehr leid" auf, weil er es eben nicht erzählt. somit ent-lädt er (zumindest für eine kleine zeit) den gesunden partner.
weia; ich hoffe, ich kann mich noch verständlich ausdrücken?
lgS
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09.08.2009, 17:09Inaktiver User
AW: tödliche krankheit - dem partner mitteilen?
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09.08.2009, 17:09Inaktiver User
AW: tödliche krankheit - dem partner mitteilen?
dann müsstest Du das m.E. zu gegebener Zeit ansprechen und besprechen und so nahebringen, dass er das versteht.
wobei ich mir vorstellen kann, dass jemand dann die Beziehung nicht möchte - denn für mich wäre das eben nicht "sich ganz einlassen", wie ich es mir wünsche.
und es fällt mir auch schwer mir vorzustellen, dass dieses Beziehungsverständnis von Dir sich wirklich nur auf diesen "Extremfall" bezieht und nicht auch in anderen, "alltäglicheren Dingen" spürbar wäre.
Aber das mag Spekulation sein.
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09.08.2009, 17:10Inaktiver User
AW: tödliche krankheit - dem partner mitteilen?
O.k., du hast es leider auch nicht verstanden, worum es mir geht.
Ich kann meinem Partner zur Seite stehen, so wie er es als Betroffener in dem akuten Augenblick eben braucht! Und nicht so, wie man irgendwann mal einen Vertrag geschlossen hat. Er soll für sich den besten Weg wählen, und nicht irgendwelchen Prinzipien gerecht werden müssen!
Natürlich wäre es mir auch lieber, er würde mir darüber sprechen - aber mit meinem Verständnis könnte ich eben auch respektieren, wenn er es nicht tun wollte.
Ich begreife dies als Erweiterung des Versprechens, nicht als Einschränkung.
Das hat damit überhaupt nichts zu tun. Das interpretierst du jetzt für dich so - kannst du ja machen - aber du solltest bitte mal respektieren, dass es andere Menschen anders halten können - und ihren Partner trotzdem lieben und sogar - unter Umständen - besser unterstützen. Weil da Flexibilität ist, die du mit deinem "ich-muss-immer-sofort-alles-wissen" gar nicht zulassen KANNST.Krankheit ist kein Grund, die Beziehung oder die Treue zu kündigen - weder vom Kranken noch vom anderen.
... und weil du das nicht nachvollziehen kannst, ist der Fall damit auch vom Tisch... und das tut sich auch niemals ändern können......Aber ich kann auch nicht nachvollziehen, warum es dem Kranken dann besser gehen soll, wenn er seinem Partner nichts sagt - zumindest entspricht das nicht dem, was wir unter einer guten Beziehung verstehen.
Deine Welt ist beneidenswert einfach.



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