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  1. Inaktiver User

    AW: tödliche krankheit - dem partner mitteilen?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Die Realität wird m.E. total überschätzt... aber das nur am Rande....

    Das hängt wohl auch von der Perspektive ab, oder? Manches ist so leicht gesagt, wenn man nicht selbst betroffen ist.

    Es ist geradezu unmöglich, eine schwere Erkrankung vor dem Partner "geheim zu halten", es sei denn, man verlässt ihn beizeiten.

    Die Realität wird überschätzt? Es ist nun mal Realität, dass der Sterbeprozess sich (normalerweise) nicht von jetzt auf gleich einstellt, sondern ihm eine längere oder kürzere Leidensphase vorangeht, in der eine Behandlung, Schmerztherapie und ärztliche Begleitung erforderlich ist.

    Es sagt sich leicht, dass es von der Perspektive abhängt, wenn man nie die Perspektive hatte, dass der Mensch, den man liebt, seine tödliche Krankheit überlebt, auch wenn dieser (und natürlich man selbst) dies bis zum Schluss gehofft hat.

    Und da kann ich Tabea nur beipflichten - es ist konstruiert.

  2. Inaktiver User

    AW: tödliche krankheit - dem partner mitteilen?

    Huch, jetzt hat sich LeMutz gelöscht... ?


    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    selbiger könnte dir aber -mal ganz sachlich betrachtet- "eh nicht helfen" (körperlich).
    du womöglich aber ihm (das kommt ja nun sehr auf die person an), indem du ihn nicht mit sowas belastest.
    Nicht helfen können im Sinne von nicht heilen, nicht gesund machen: ja.

    Ansonsten möchte ich natürlich, dass mich mein Partner auf meinem letzten Weg begleitet, diesen Weg mit mir geht und mit mir meine Gedanken dazu teilt. Das ist für mich wesentlich und fällt unter helfen können.

    Ich kann mir nicht vorstellen, dass mein Partner mit "sowas" nicht "belastet" werden wollte. Das ist eine Denkweise, die mir in Bezug auf Partnernschaft, so wie ich sie mir vorstelle fremd ist.

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen

    b) ihn dann im unklaren zu lassen- mag nobel sein- aber nicht lebbar.
    Ich weiß nicht, was an diesem Gedanken nobel ist. Für mich wäre es ein Vertrauensbruch, wenn mein Partner mir so wichtige und tiefgreifende Dinge nicht sagen würde und mich damit auch auf seinem letzten Weg, aus seinen Gedanken und Empfindungen ausschließen würde.

  3. Inaktiver User

    AW: tödliche krankheit - dem partner mitteilen?

    es mag für den einen oder anderen eine art von nobel sein, den partner nicht belasten zu wollen- so möchte ich das verstanden wissen.

    aber du hast recht, es ist auch eine art von hintergehen.

  4. Inaktiver User

    AW: tödliche krankheit - dem partner mitteilen?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Auch wenn manche Menschen das praktizieren, heißt es für mich nicht, dass es Bezug zu Realität hat - das hat es gerade nicht.
    @LeMutz,

    auch wenn du dich gelöscht hasst, möchte ich das noch an deine Adresse kommentieren.

    Ich hatte mich mit meiner Aussage "Die Realität wird überschätzt" auf diesen Teil bezogen.

    Die Menschen machen sich ihre Realität doch selber, besonders in Beziehungen. Da ist die Realität, wie sie gemeinsam erlebt wird, doch ein Konsens - du siehst das so - ich seh das so - wir sehen das so....

    @all

    Klar ist diese Fragestellung konstruiert. Wer das nicht mag, muss ja nicht darüber diskutieren.

    Ich habe leider durchaus persönliche Erfahrungen mit diesem Thema. Und die haben mich eben zu meiner Sicht der Dinge gebracht. Es muss auch gar nicht darum gehen, die Krankheit zu verheimlichen - sondern es geht um das "Todesurteil", also das angekündigte Sterben in einem abzusehenden Zeitraum.
    Mancher will u.U. erst mal selber damit klarkommen, bevor er/sie mit dem Partner spricht, und möchte diesen Zeitpunkt selber bestimmen. Das hat für mich auch mit Würde zu tun, dass ich das zugestehen kann, ohne beleidigt zu sein, weil ich nicht (sofort) mit einbezogen werde.

    Vielleicht habe ich auch einfach die Frage von Supawetta anders verstanden als die meisten hier.

    Ich bleib dabei: der Wunsch des Kranken hätte für mich Vorrang, und ich würde ihm da keinen ideologischen Strick draus drehen von wegen da ist kein Vertrauen oder wozu denn überhaupt eine Beziehung, wenn man das nicht (sofort) mitteilen will. Das fände ich grausam.

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    AW: tödliche krankheit - dem partner mitteilen?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen

    Ich habe leider durchaus persönliche Erfahrungen mit diesem Thema. Und die haben mich eben zu meiner Sicht der Dinge gebracht. Es muss auch gar nicht darum gehen, die Krankheit zu verheimlichen - sondern es geht um das "Todesurteil", also das angekündigte Sterben in einem abzusehenden Zeitraum.
    Mancher will u.U. erst mal selber damit klarkommen, bevor er/sie mit dem Partner spricht, und möchte diesen Zeitpunkt selber bestimmen. Das hat für mich auch mit Würde zu tun, dass ich das zugestehen kann, ohne beleidigt zu sein, weil ich nicht (sofort) mit einbezogen werde.

    Vielleicht habe ich auch einfach die Frage von Supawetta anders verstanden als die meisten hier.

    Ich bleib dabei: der Wunsch des Kranken hätte für mich Vorrang, und ich würde ihm da keinen ideologischen Strick draus drehen von wegen da ist kein Vertrauen oder wozu denn überhaupt eine Beziehung, wenn man das nicht (sofort) mitteilen will. Das fände ich grausam.
    Dem kann ich mich - ebenfalls durch eigene Erfahrung - nur anschließen. Sterben müssen ist so etwas Persönliches und Ungeheuerliches ... und ein "Ich will darüber nicht reden" zu akzeptieren, wird das letzte Geschenk, das man demjenigen machen kann.
    There are a hundred paths through the world that are easier than loving. But, who wants easier?
    Mary Oliver

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    AW: tödliche krankheit - dem partner mitteilen?

    Ich versuche mal, mir das praktisch vorzustellen.

    A: Was ist los, du bist so still und wirkst irgendwie traurig?
    B: Es ist nichts, fühle mich nur bissel krank.

    A: Ich mache mir Sorgen, du isst so wenig, du gehst kaum raus, du fühlst dich krank - was ist denn nur los?
    B: Es ist nichts, bin nur erschöpft, das wird schon wieder.

    A: Du bist völlig abgemagert, dauernd musst du brechen, du siehst richtig schlecht aus - sag mir BITTE, was mit dir los ist!!!
    B: Es ist nichts, ist bestimmt bald wieder besser.

    A: Seit Tagen liegst du im Bett, du isst gar nichts mehr, du stöhnst wegen deiner Schmerzen - ich bringe dich zum Arzt, jetzt gleich!
    B: Nein, nein, es ist nichts, ich wollte dir nur sagen, dass ich dich liebe, vergiss das nicht, ja?

    Das ist rein aus der Phantasie geboren.

    Aber mal ehrlich: glaubt hier irgendjemand, dass so etwas auch nur annähernd funktioniert? Bei einer tödlichen Krankheit? Wie muss sich wohl der Partner fühlen? Aber das ist ja nicht so schlimm, weil ER muss ja nicht sterben...

    *Kopfschüttelnd hinaus*
    Eigentlich bin ich ganz anders, nur komm ich so selten dazu! (frei nach Harald Juhnke)
    Nehmen Sie die Menschen so wie sind - es gibt keine anderen!

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    AW: tödliche krankheit - dem partner mitteilen?

    Zitat Zitat von Sternenmeeeer Beitrag anzeigen
    *Kopfschüttelnd hinaus*
    Mein Mann hat gerade über meine Schultern hinweg mitgelesen und auch nur den Kopf geschüttelt...
    Bis auf Weiteres a.D.

  8. Inaktiver User

    AW: tödliche krankheit - dem partner mitteilen?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Klar ist diese Fragestellung konstruiert. Wer das nicht mag, muss ja nicht darüber diskutieren.
    danke

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen

    Ich bleib dabei: der Wunsch des Kranken hätte für mich Vorrang, und ich würde ihm da keinen ideologischen Strick draus drehen von wegen da ist kein Vertrauen oder wozu denn überhaupt eine Beziehung, wenn man das nicht (sofort) mitteilen will. Das fände ich grausam.


    Vielleicht habe ich auch einfach die Frage von Supawetta anders verstanden als die meisten hier.
    so wie ich dich verstehe, eher "genau richtig".

    lgS

  9. Inaktiver User

    AW: tödliche krankheit - dem partner mitteilen?

    Zitat Zitat von Tabea Beitrag anzeigen
    Mein Mann hat gerade über meine Schultern hinweg mitgelesen und auch nur den Kopf geschüttelt...
    dann gehe ich davon aus, dass ihr das thema für euch besprochen und beschlossen habt.
    das ist schön.

    lgS

  10. Inaktiver User

    AW: tödliche krankheit - dem partner mitteilen?

    um das ganze mal in eine scheinbar besser zu besprechende richtung zu lenken:

    habt ihr mit euren partnern diesen möglichen fall besprochen?
    oder geht ihr "einfach" von etwas aus?

    lgS

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