Hallo clematis
Erwischt...Doch, wirst du, aber vielleicht erst in 100 JahrenDu hast natürlich völlig Recht, im Moment bin ich nur sehr mit dem "jetzt" beschäftigt - also, ganz richtig hiesse es wohl, "die jetzt wahrscheinlich noch nicht an Brustkrebs stirbt" - könnte mir ja auch noch ein Ziegelstein auf den Kopf fallen...
JAAAA!Und bis dahin genießen wir jeden Tag, es könnte ja unser letzter sein, gelle.
Danke, Tabea.und ich schliesse mich dem
an...Clematis, mich haben Deine Worte tief bewegt.
Ich wünsche Dir noch viele, viele wunderschöne Tage!
Liebe Grüsse
annapaulemax
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13.08.2009, 08:23
AW: tödliche krankheit - dem partner mitteilen?
The aim of life is to live, and to live means to be aware, joyously, drunkenly, serenely, divinely aware (Henry Miller)
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16.08.2009, 13:04
AW: tödliche krankheit - dem partner mitteilen?
Hallo Ihr Lieben...
....ich würde es meinem Mann auf jeden Fall sagen,wenn ich todkrank wäre.Natürlich würde ich mir überlegen,WIE ich es ihm sage...und ich denke,ich müßte auch selbst erstmal damit klarkommen und mir auch dessen bewußt sein,daß ich auch in dieser Situation die "Stärkere" sein müßte.Obwohl man sich gerade da oft im Ernstfall täuschen kann und der Partner gerade in solchen Situationen über sich hinauswächst.
Verheimlichen käme für mich nicht in Frage.Ich möchte mich von meinem Partner in Liebe und Innigkeit verabschieden können und ich möchte auch meinem Partner dieses Recht und diese Möglichkeit zugestehen.
Wie oft hört man jemanden,der einen lieben Menschen plötzlich verloren hat,sagen:hätte ich doch nur dieses oder jenes gesagt oder dieses oder jenes getan,oder auch nicht gesagt oder nicht getan.
Ich möchte sowohl dem Partner als auch mir die Möglichkeit geben,zu sagen,auszusprechen,was uns wichtig ist...was er oder ich empfinden....oder noch etwas zu tun,was man unbedingt einmal miteinander machen wollte.Nur war es bisher nicht sooo wichtig weil man ja noch dachte,unbegrenzt Zeit zu haben und es "irgendwann mal" zu machen oder zu erleben.
Ich denke,daß diese Phase zwar geprägt von Trauer sein würde,aber auch von ganz intensiv gelebtem Leben,intensiv gelebter Partnerschaft...intensiv gelebter Liebe.
Und in dem Bewußtsein,dem Partner mitgeteilt zu haben,was mir wichtig ist,was ich für ihn und unser gemeinsames Leben empfinde.
Und dann in Frieden gehen zu können...und er hoffentlich auch mich in Frieden gehen lassen können würde...
Und zu wissen,wieviel Kraft und Stärke und Liebe man sich noch gegenseitig geben konnte.
Im Übrigen habe auch ich eine Patientenverfügung,daß ich - wenn es nach menschlichen und ärztlichem Wissen wahrscheinlich ist,daß ich nie wieder erwachen würde und keine Besserung meines Zustandes eintreten würde - keine lebenserhaltenden Maßnahmen wünsche.
Diese Verfügung kennt mein Mann und ich möchte,daß sie unter allen Umständen aufrecht bleibt.Denn ich möchte nicht,daß man Mann an eine Frau gekettet ist,die vielleicht zehn Jahre hirntot im Koma liegt...und nie wieder aufwachen wird und die Ärzte nur die Maschinen nicht abdrehen dürfen.Das wäre meinem Partner gegenüber ebenfalls nicht fair,da man für solche Situationen Vorsorge treffen kann.Nur muß man sich eben auch schon so lange man noch gesund und alles in Ordnung ist,mit dieser Thematik auseinandersetzen und sie nicht verdrängen nach dem Motto:wird mir schon nicht passieren.
Ich sehe das als Zeichen der Liebe und Achtsamkeit und Aufmerksamkeit gegenüber dem Partner,auch für so einen Fall Vorkehrungen zu treffen und dem Partner nicht zuzumuten,jahrelang an einemBett zu sitzen mit der Hoffnung,der geliebte Mensch möge doch bitte die Augen wieder öffnen....und doch zu wissen,daß es nicht mehr geschehen wird und nur mehr eine Hülle am Leben ist.Ich denke,daß so ein Zustand weit belastender ist,als zu wissen:die Maschinen werden abgeschalten,meine geliebter Partner hat keine Schmerzen,da er schmerzstillende Medikamente bekommt....und es ist bald zu Ende.Kein unnötiges Leiden und Schmerzen auf beiden Seiten.
Aber der letzte Teil war jetzt eigentlich nicht das Strangthema....sorry.Aber jetzt lösche ich es auch nicht mehr
Liebe Grüße
Andilina
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16.08.2009, 13:46
AW: tödliche krankheit - dem partner mitteilen?
Gedanklich habe ich mich auch schon öfter mit dem Thema beschäftigt.
Grundsätzlich und ganz unabhängig vom Partner würde ich mir das Recht herausnehmen, erst einmal einige Tage selber und alleine darüber nachzudenken, wie ICH mit dem restlichen Verlauf meines Lebens noch umgehen kann und will. Es geht nämlich dabei auch nur um mich. Ich muss sterben, nicht der Partner. Und da liegt auch ein Problem, was so bisher noch nicht erwähnt wurde (glaub ich jedenfalls, sonst hab ich es überlesen). Es kann auch reiner Selbstschutz des Sterbenden sein, erst einmal nichts zu sagen. Ein stark leidender Partner kann für den Sterbenden nämlich auch zur Belastung werden.


Du hast natürlich völlig Recht, im Moment bin ich nur sehr mit dem "jetzt" beschäftigt - also, ganz richtig hiesse es wohl, "die jetzt wahrscheinlich noch nicht an Brustkrebs stirbt" - könnte mir ja auch noch ein Ziegelstein auf den Kopf fallen...

und ich schliesse mich dem
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