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  1. Inaktiver User

    Like a rolling stone...Fernweh - immer wieder?!

    hallo zusammen,

    mich beschäftigt gerade mal wieder etwas, auch wenn mein "zuhause" eigentlich das kennenlernforum ist.

    wer kennt das auch? immer dann, wenn es mir vermeintlich gut geht, kriege ich fernweh in verbindung mit einem anfall von "ich könnte doch mal alles über bord werfen".

    ich lebe im moment in der siebten stadt in meinem 30jährigen leben - der erste umzug fand noch in der grundschule statt, die fünf danach in meiner studien- und berufszeit, ein jahr habe ich im ausland verbracht, mein bruder lebt in kanada - und jetzt, nachdem ich endlich wieder "bei mir" bin, packt mich das fernweh.

    zwischendurch ging es mir auch immer wieder so: what if... ich in kanada, australien, england, der schweiz, oder sonstwo arbeiten könnte. zeitweise war ich da gehemmt wegen meiner gebundenheit. nun ist eine situation eingetreten, in der das ganze wieder virulent werden KÖNNTE - wo ich es in der hand hätte, ob ich versuche, mich im ausland zu bewerben. es wäre irgendwie ein cooles abenteuer... aber es passte nicht in meinen "lebensplan". der nämlich sieht vor, in den nächsten 8 jahren einen partner zum kinderindieweltsetzen aufzutun (ja. ich will welche. unbedingt. wenn's sein muss, doch auch als single mom.), und wenigstens halbwegs "sesshaft" zu werden (nee, muss kein reihenhaus sein, hund wäre zwar nett, aber die 5-zimmeraltbauwohnung tut's auch ).

    aber: im moment fühle ich mich nicht nach sesshaft. mein job macht mir total spaß, und "eigentlich" will ich keinen anderen. aber allein die idee, mich im - zugegebenermaßen englischsprachigen - ausland aufzuhalten, und dort meinen lebensunterhalt zu verdienen, macht mich total an. wenn's sein muss, auch als work'n'travel aufenthalt (je nachdem, was die krise mit meinem job macht )...

    hat jemand von euch so etwas gewagt, oder kennt ihr ähnliche gefühlslagen? und inwieweit lasst ihr euch von anderen beeinflussen?

    [traue mir da selbst nicht so ganz über den weg, da ich gerade dabei bin, mich doch emotionale auf einen europa-bereisenden aussie einzulassen, der da möglicherweise - ohne es selbst zu wollen - entscheidende einflüsse ausübt...]

    bin gespannt auf eure erfahrungen und gedanken!

  2. Inaktiver User

    AW: Like a rolling stone...Fernweh - immer wieder?!

    "Eigentlich" kannst Du doch auch Kinder im englischsprachigen Ausland bekommen, oder nicht? Und Deinen Beruf so einbinden, dass Du das eine mit dem anderen kombinierst? Ich sehe ehrlich gesagt im Moment nicht, was Dich da hindern sollte, ausser die Kloetze, die Du Dir selbst ans Bein bindest - nicht boese gemeint.

    Ich habe vor ueber 11 Jahren meine Zelte in D abgebrochen und bin nach Dallas gezogen. Habe ich bis heute nicht bereut. Und beziehungsmaessig bin ich auch "international" - von deutsch ueber amerikanisch bis englisch ist alles dabei

    Nur Mut

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    AW: Like a rolling stone...Fernweh - immer wieder?!

    Bohemienne,

    ich kenne dieses Fernweh sehr gut und auch ich habe immer wieder die Bereitschaft alle Zelte abzubrechen und irgendwo neu anzufangen.
    Ich habe das gemacht, etwas halbfertig, nun schon öfter gemacht.
    Natürlich ist es reizvoll, und zweifellos auch eine Frage der Persönlichkeit.
    Kurzum: JA, JA, JA, aber abhängig von den jeweiligen beruflichen Möglichkeiten im Ausland, war das wohl für mich in gewisser Hinsicht auch mit einem Einbüßen in karrieristischer Hinsicht zu sehen.
    Ich wäre heute mit Sicherheit beruflich weiter, wenn ich meine Auslandsaufenthalte eingeschränkt hätte.
    Andererseits möchte ich sie um nichts missen und bin eben dabei mich neu zu definieren und die Möglichkeit einzubeziehen auch hier im Ausland irgendwie eine "Karriere" in meine gewünschte berufliche Richtung möglich zu machen.
    Letzteres ist eben meistens für viele der ausschlaggebende Punkt, weshalb man schließlich in sein Mutterland bzw. Land seiner Muttersprache zurückkehrt.

    Nur Mut, lass es den Versuch wert sein, vor allen Dingen sind all die erworbenen Lebenserfahrungen mitsamt Wissen über anderes Leben unbezahlbar!

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    AW: Like a rolling stone...Fernweh - immer wieder?!

    Klaro kenne ich das :) Deshalb arbeite ich auch bei einer Firma die Bueros in verschiedenen Laendern hat. Ich wollte schon vor der Schule ins Ausland und nicht immer wieder an denselben kleinen Ort irgendwo in Hessen in den Urlaub. Immerhin erlaubten mir meine Eltern mit 6 an einer 3 woechigen Busreise nach Oesterreicht teilzunehmen, von Niedersachsen aus. Ich war zwar die Juengste in der Gruppe aber gluecklich. Bis jetzt habe ich in den Niederlanden und Norwegen gewohnt. In 2 Wochen gehts nach Katar, dann nach Daenemark, und wo ich Anfang 2011 wohnen werde weiss ich noch nicht. Auf jeden Fall ist ein Jahr eine gute Dauer fuer mich. Dann werde ich langsam wieder hibbelig. Trotzdem wuerde ich gerne noch hier bleiben. Das Arbeitsklima ist klasse und das Land fantastisch. Andererseits moechte ich auch keine anderen Laender verpassen, also geht weiter, und weiter, und weiter... :D

  5. Inaktiver User

    AW: Like a rolling stone...Fernweh - immer wieder?!

    hallihallo,

    lieben dank für eure antworten, anregungen, gedanken

    ich denke (eigentlich) auch: wenn's sein soll, dann geht's auch. bin gerade etwas unentschlossen, aber ich muss mir auch nicht direkt jetzt was überlegen

    sagt mal, insbesondere du, carolly: wie lebt ihr denn im ausland, bzw. ständig auf tour, freundschaften und beziehungen? seid ihr in festen händen, habt ihr vor ort "beste" freunde... oder läuft das alles auf distanz?

    mir hat immer das reinkommen vor ort probleme bereitet... und nach spätestens 2 jahren ging's mir dann zu gut

    freue mich auf weiteren austausch!

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    AW: Like a rolling stone...Fernweh - immer wieder?!

    Hallo Bohemiene,

    Ich muss zugeben dass ich sehr viel Glueck habe: Den richtigen Arbeitgeber gefunden und mein Partner ist seltstaendiger Web developer/IT Consultant. Er braucht nur seinen Computer und Internetverbindung, oder wenn er keinen Job findet ein gutes Kochbuch und Zeit zum in der Kueche experimentieren, oder vielleicht sich um ein Kind zu kuemmern (so weit sind wir aber noch nicht).

    Bei Kollegen sehe ich schon dass es nicht immer ganz einfach ist. In meiner Branche ist es in internationalen Firmen normal alle ~4 Jahre die Abteilung zu wechseln, und viele Leute habe Partner aus derselben Branche. Wenn dann beide bei bei verschiedenen Firmen arbeiten kann es schon schwierig sein einen Ort zu finden in dem beide Firmen eine Niederlassung haben. Aber gut, wenn man nicht wechseln moechte dann kann man immer mit seinem Chef reden.

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