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  1. Inaktiver User

    AW: Opfer-Mentalität - wie rauskommen?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Manchmal aber nur manchmal und in krassen Fällen, glaube ich ist das der Fall. Ein einfacher Weg um an sein Ziel zu kommen.


    mal ganz böse formuliert
    Das habe ich auch nur eineinhalb Jahre durchgehalten und habe mich am Schluss auch erpresst gefühlt, da er jedes Mal, wenn ich eine Grenze gezogen habe, fast mit Nervenzusammenbruch gedroht hat.
    aber nur dann wäre es doch eine emotionale erpressung.

  2. Inaktiver User

    AW: Opfer-Mentalität - wie rauskommen?

    ja, stimmt, aber ich will nicht jedem unterstellen, dass er nur weil er gerade nicht mehr kann und rumjammert, emotionale Erpressungen fährt.

    Außerdem sind dafür immer zwei notwendig.

    Aber das blöde ist man kann nur helfen indem man wirklich rabiat ist...

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    AW: Opfer-Mentalität - wie rauskommen?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    du meinst sie leidet weil sie gezielt von dir bemitleidet oder unterstützt werden will?

    oder wieso meinst du es sei emotionale erpressung, wenn sie leidet?
    Ich meine, sie leidet (weiter), weil sie nichts ändern und damit auch weiter bemitleidet werden will. Jetzt leidet sie aber nicht nur unter ihrer Krankheit, sondern zudem noch an meiner "Garstigkeit". Ihre Einstellung zum Leben, dass es alle sowieso nur böse mit ihr meinen, ist damit wieder einmal bestätigt.

    Mit Aussagen wie "Ich dachte, ich hätte endlich jemanden gefunden, der mich versteht" oder "Da warst Du dann in den letzten zwei Jahren nicht ehrlich mit mir, ich kann Dir nicht mehr vertrauen" setzt sie sich selber auf eine völlig hilflose und gleichzeitig destruktive Position, die mir den Wind aus den Segeln nimmt.

    Nur, wenn ich sie so "akzeptiere", wie sie ist, bin ich eine gute Freundin. Und weil ich das nicht tue, leidet sie.


    Die emotionale Erpressung fängt schon da an, wo Du in Deinem Handeln eingeschränkt wirst, weil der andere dann "leiden" würde und er Dir dies sagt oder zeigt. Das ist meistens eher subtil und manchmal auch gar nicht sofort erkennbar.

    Das "Wenn Du jetzt gehst, bring ich mich um" ist der Extremfall.

    Ein stummes in der Ecke sitzen und vor-sich-hin-stieren geht schon auch in die Richtung. ("Sieh doch, wie sehr ich - an/unter Dir - leide!")
    Der Verursacher bekommt ein schlechtes Gewissen - und genau darum geht es.
    Geändert von MrsShort (01.07.2009 um 18:18 Uhr) Grund: Ergänzung

  4. Inaktiver User

    AW: Opfer-Mentalität - wie rauskommen?

    Zitat Zitat von MrsShort Beitrag anzeigen
    (...)

    Nur, wenn ich sie so "akzeptiere", wie sie ist, bin ich eine gute Freundin. Und weil ich das nicht bin, leidet sie.
    Gerade WEIL Du sie akzeptierst wie sie ist, ist auch mal das Spiegeln von "Blinden Flecken" und verqueren Verhaltensweisen drin! Gerade WEIL Du lange versucht hast, sie zu verstehen, ist am Ende des Verständnisses auch mal eine klare Aussage nötig. Wer Freundschaft als Weichspül-Schwimmbecken mißversteht, muss sich nicht wundern, auf Dauer nur wankelmütige Bezugspersonen und -systeme zu haben. Es zeichnet doch Eure Vertrauensbasis aus, wenn man auch mal Negatives ansprechen kann!

    Deswegen wirst Du vermutlich noch mal gründlich in Deiner Annahme bestätigt, dass Deine Freundin ihre Opferhaltung zementieren möchte.

    Das Aufgeben altbekannter Muster ist übrigens immer schwierig (ich befürchte auch, dass Freunde hier nur begrenzt den Stein ins Rollen bringen können), denn auch destruktive Verhaltensweisen haben ihre Vorteile - und sei es nur die, dass sie vertraut sind. Es gehört richtig Mühe dazu, neues Verhalten anzuwenden und zu routinieren. Hochachtung vor jedem, der sich dieser Aufgabe stellt! Da der Mensch ein Gewohnheitstier ist, sollte man sich von Rückschlägen nicht entmutigen lassen. Der Weg ist das Ziel...

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    AW: Opfer-Mentalität - wie rauskommen?

    Gerade WEIL Du sie akzeptierst wie sie ist, ist auch mal das Spiegeln von "Blinden Flecken" und verqueren Verhaltensweisen drin! Gerade WEIL Du lange versucht hast, sie zu verstehen, ist am Ende des Verständnisses auch mal eine klare Aussage nötig. Wer Freundschaft als Weichspül-Schwimmbecken mißversteht, muss sich nicht wundern, auf Dauer nur wankelmütige Bezugspersonen und -systeme zu haben. Es zeichnet doch Eure Vertrauensbasis aus, wenn man auch mal Negatives ansprechen kann!
    Schön gesagt. Und genau so habe ich das auch versucht zu erklären. Aber ich bin nicht angekommen.
    Natürlich hat sie Vorteile dadurch, dass sie beharrlich in der Opferrolle bleibt. Alle nehmen Rücksicht auf sie, jeder lobt sie überschwenglich, wenn mal was funktioniert und letztlich bleibt sie die "Prinzessin", die sich zuhause nie war und jetzt vehement einklagt.

    Mehr oder weniger ist ihr das auch bewusst und eigentlich nervt es sie auch. Aber wissen und ändern sind eben 2 Paar Schuhe.

    Da sie mich beharrlich missverstanden hat, habe ich den Kontakt jetzt abgebrochen. Sie denkt, was sie denken will - durchaus ein aktiver Prozess.

  6. Inaktiver User

    AW: Opfer-Mentalität - wie rauskommen?

    ... wobei, aus meiner Erfahrung, so ein bißchen Opferrolle (auch) guttun kann. Grade in Situationen, die sich keiner direkten Lösung zuführen lassen (Krankheit, Mobbing, Abhängigkeit von einer externen Entscheidung ...) hilft Jammern, länger am Ball und "geistig gesund" zu bleiben.
    Dass es eine Phase ist, und es irgendwann weitergehen muss, ist aber auch klar.

  7. Inaktiver User

    AW: Opfer-Mentalität - wie rauskommen?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    ... wobei, aus meiner Erfahrung, so ein bißchen Opferrolle (auch) guttun kann. Grade in Situationen, die sich keiner direkten Lösung zuführen lassen (Krankheit, Mobbing, Abhängigkeit von einer externen Entscheidung ...) hilft Jammern, länger am Ball und "geistig gesund" zu bleiben.
    Dass es eine Phase ist, und es irgendwann weitergehen muss, ist aber auch klar.
    Das ist etwas Anderes, Tanguera. Das sind genau die Situationen, die - wie Du schon beschreibst - oft nicht lösbar sind. In denen sich maximal die Haltung verändern lässt. Da wäre es furchtbar, nicht zu jammern, denn dann würde man diese Situation nicht ernst nehmen. Deswegen teile ich Deine Meinung, dass das zur geistigen Gesundheit zwingend dazu gehört. Nicht aber die Dauer-Jammerlappen, die sehr wohl etwas an ihrer Situation ändern können! Dies aber nicht tun, weil sie irgendwie ja doch etwas haben vom Jammern und Stillstehen...

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    AW: Opfer-Mentalität - wie rauskommen?

    Naja,
    ich frage mich, wie kommt es dazu, dass man Freundschaften hat mit Menschen, die sich so verhalten.
    Kann es sein, dass es zum Opfer immer auch einen gibt, der es genießt sich in Gegenwart dieser "Freunde" immer stärker fühlen zu können?
    Nur mal so dahingeworfen...
    Habe ich das Gefühl, jemand saugt mich aus bzw. will mich benutzen dann ist das für mich keine Basis ergo keine Freundschaft, höchstens eine Bekanntschaft die ich auch nicht intensivieren würde, aber ganz bestimmt nicht analysieren.
    Das würde ich mir einfach nicht antun.
    Ist jetzt so leicht dahergeredet, ich weiss, aber letztlich sucht man sich doch auch die Freunde aus.

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    AW: Opfer-Mentalität - wie rauskommen?

    Zitat Zitat von Joshuatree Beitrag anzeigen
    Kann es sein, dass es zum Opfer immer auch einen gibt, der es genießt sich in Gegenwart dieser "Freunde" immer stärker fühlen zu können?
    Nur mal so dahingeworfen...

    Ist jetzt so leicht dahergeredet, ich weiss, aber letztlich sucht man sich doch auch die Freunde aus.
    Moin!
    Da ist was dran, auf jeden Fall. Was mich betrifft, habe ich wohl so ein kleines "Retter/Helfer"-Syndrom.

    Als wir uns nach vielen Jahren Funkstille wiedertrafen und sie mir erzählte, dass sie krank ist, sehr zurückgezogen lebt und eigentlich schon seit Jahren keine Freundin mehr hat, tat sie mir leid. Gleichzeitig erinnerte ich mich an unsere Jugend, in der wir sehr gut befreundet waren und hoffte, dass wir darauf irgendwie aufbauen könnten. Ich bin hoffnungslos sentimental...

    Keine Ahnung, warum ich ihr helfen wollte. Weil ich mich dann größer fühle? Oder wichtiger?

    Mittlerweile bin ich sehr traurig darüber, wie wenig letztlich von ihr übrig geblieben ist. Sie wirft mir vor, dass ich an der Vergangenheit klebe und nicht akzeptiere, dass sie sich verändert hat. Aber darum geht es gar nicht.
    Ich weiß ja gar nicht mehr wirklich, wie sie früher war. Ich weiß nur, dass wir uns sehr nah waren und sehe heute, wie gefangen sie unter ihrer Dunstglocke lebt. Nichts erreicht sie wirklich, was z.T. auch an den Psycho-Medis liegen wird. Gleichzeitig ist sie aber auch so sehr auf ihre Themen konzentriert, dass da nicht mehr viel Platz für andere(s) bleibt.
    Sie ist wie ein Perpetuum Mobilé, dreht sich permanent im Kreis.

    Ich fühl mich nicht ausgenutzt, sondern überfordert und teilweise auch genervt. Ich will weder Krankenschwester noch Co-Therapeutin sein, aber für eine Freundschaft ist einfach kein Raum.

  10. Inaktiver User

    AW: Opfer-Mentalität - wie rauskommen?

    Zitat Zitat von MrsShort Beitrag anzeigen
    Was mich betrifft, habe ich wohl so ein kleines "Retter/Helfer"-Syndrom.
    Es liest sich eher, als wenn das Syndrom nicht klein, sondern recht ausgeprägt wäre.

    Ich will weder Krankenschwester noch Co-Therapeutin sein, aber für eine Freundschaft ist einfach kein Raum.
    Na, dann gib die Verantwortung doch (endlich) zurück, wo sie hingehört: zu ihr.

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