Erstmal: danke für alle die interessanten Postings! Genau das erlebe ich gerade auch, king1313: man nimmt sich zurück, und: bei mir kommt sehr sehr wenig, zu wenig zurück. Da bin ich ehrlich - auch wenn ich sie auf Hilfe anspreche, ist sie zu sehr in ihrer eigenen Probleme verwoben. Natürlich sollte man sich nicht ständig in Freundschaften an "was bekomme ich mal zurück" messen. Das ist falsch. Aber zu meinem Problem kommt auch noch, dass bei meiner Freundin, die ich als Mensch sehr gerne habe, einfach nicht an der BESTEN Freundin "vorbeikomme": sprich: ich sehe, dass sie für eine andere Freundin sehr wohl sehr viel in Bedürfnissituationenn einsetzt. Aber auch außerhalb von Krisen: sobald die beste Freudin da ist, ist man selbst völlig vergessen... Und auch wenns sich hier so anhört: das hat nix mit Eifersucht zu tun, nur finde ich dieses kindliche "ich isoliere mich mit meiner besten freudin und dann musst du halt mal warten, auch wenn du probleme hast" auf Dauer zu anstrengend für ne Freundschaft. Ich bin eher der Typ, der alle Freunde versucht an einen Tisch zu bringen.
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Thema: Frauen-Freundschaften
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25.06.2009, 12:56
AW: Fauen-Freundschaften
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25.06.2009, 14:54Inaktiver User
AW: Frauen-Freundschaften
Ich moechte mal eine etwas andere Perspektive in diese Diskussion einbringen. Ich persoenlich halte Frauen-Freundschaften fuer voellig ueberbewertet und vor allem, mit zu vielen Erwartungen befrachtet. Es hat in meinem Leben immer nur eine beste Freundschaft gegeben - und das war bzw. ist mein jeweiliger Partner. Alles andere sind lebensabschnittsbegleitende Bekanntschaften, die mal mehr oder weniger intensiv sind und mal laenger oder eben kuerzer dauern. Ich habe kein Problem damit, jemandem zu helfen, der Hilfe braucht, aber fuer mich ist das in erster Line immer zu erst mal Hilfe zur Selbsthilfe. Ich setze sehr klare Grenzen, und eine Freundin hat bei mir nun mal einen niedrigeren Stellenwert als z.B. mein Partner oder jemand aus der Familie (obwohl das auch ein Thema fuer sich ist - sagen wir mal, engste Familie). Fuer eine Freundin lasse ich nicht einfach alles stehen oder liegen, sondern sehe erst mal zu, dass ich selbst meine Baustellen zuerst mal auf die Reihe bekomme - wenn denn welche da sind. Ich nenne das gesunden Egoismus, und bisher bin ich gut damit gefahren. Es gibt zwei Faelle, wo ich das ausser Acht gelassen habe, und bin prompt damit auf die Schnauze gefallen.
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25.06.2009, 17:54
AW: Frauen-Freundschaften
Dieses beste-Freundin-Ding, also ständig mit der besten Freundin abhängen, mehrmals täglich telefonieren etc. habe ich jetzt auch nicht mehr, da liegt meine Priorität auch auf der Partnerschaft. Trotzdem unterscheide ich schon klar zwischen Freundschaft und Bekanntschaft. Freundschaft bedeutet, sich in schwierigen Situationen zu helfen und zu unterstützen, aber gleichzeitig sollte man diese Freundschaft auch nicht mißbrauchen, indem man den anderen ausnutzt. Eine Freundin, die von mir erwartet, dass ich ständig alles stehen und liegen lasse, wenn sie ruft, aber im Gegenzug nicht dazu bereit ist, ist für mich keine Freundin. Keine Freundin zu haben, finde ich ein bißchen traurig.
Die wesentliche Voraussetzung für Glück ist die Bereitschaft, der zu sein, der man ist
(Erasmus von Rotterdam)
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03.07.2009, 08:46
AW: Frauen-Freundschaften
Mit Frauen redet man einfach auf einer anderen Ebene, jedenfalls meistens. Und mit der "besten Freundin" ist das noch eine andere Dimension. So ist jedenfalls meine Erfahrung.
Ich bin jetzt 44 und habe diese Freundinnen-Gluckerei schon etwas länger hinter mir, mache aber einen deutlichen Unterschied zwischen den Frauen, mit denen ich tatsächlich befreundet bin und denen, die ich eben kenne.
Meine "beste" Freundin ist mir so nah im Geist, dass wir sehr genau wissen, was die andere denkt, auch ohne dass wir viele Worte machen müssen.
Diese Sicherheit, dass da jemand ist, der mich kennt und sieht und auf den ich mich absolut verlassen kann, ist für mich wie ein wertvolles Geschenk, das ich gut pflege.
Es gibt diesen schönen Spruch: Partner gehen, Freunde bleiben.
Da ist was dran, wenn es denn echte Freunde sind.

Habe ich gerade eben erst mal wieder erfahren dürfen...
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04.07.2009, 07:10
AW: Frauen-Freundschaften
Hallo Ihr
Ella969:
Ich würde ja sogar noch weiter gehen - ich denke, wenn sich ein bestimmtes Muster immer und immer wiederholt, dann sucht man sich das auf irgendeiner Ebene sogar.Da ich mir sicher bin, dass man das "passende" anzieht, ist es meiner Meinung nach kein Zufall, dass wir genau über solche Frauen gestolpert sind.
Insofern könnte man sich fragen, warum man sich immer wieder einen bestimmten Typ Frau als Freundin sucht?
Was ist das Tema, welches man selber zu diesem Mechanismus mitbringt?
Viele Grüsse
annapaulemaxThe aim of life is to live, and to live means to be aware, joyously, drunkenly, serenely, divinely aware (Henry Miller)
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12.07.2009, 19:33
AW: Frauen-Freundschaften
Es ist definitiv lohnenswert, dieses individuelle "Muster" herauszufiltern und zu betrachten, da man da wirklich etwas über sich selbst lernt. Allerdings versuche ich das schon seit Jahren! und es fällt mir einfach sehr schwer, mir selbst auf die "Schliche" zu kommen, um das Muster endlich zu durchbrechen. Es ist gar nicht so einfach, weil man sich selbst immer am schwierigsten analysieren kann, finde ich. Andererseits frustriert es immer mehr, da die Sehnunsucht nach richtiger Freundschaft, die gleichgestellt ist, wo Beide auf einer Ebene sind, auch mit den Jahren, immer größer wird. Es ist ein Teufelskreislauf und ich weiß echt nicht, wie ich ihn durchbrechen kann
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26.07.2009, 21:02Inaktiver User
AW: Frauen-Freundschaften
Hallo!
Die Frage ist doch- WARUM muss ich das Wichtigste für einen anderen Menschen sein??
Weil man sich selber nicht wichtig genug nimmt??
kenzia
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27.07.2009, 13:46
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03.08.2009, 18:37
AW: Frauen-Freundschaften
Ich finde, Malina hat es ganz gut beschrieben. Man sollte von Anfang an beim Kennenlernen schon auf Hinweise achten, ob es eine Beziehung des fairen Geben und Nehmens, also was Wechselseitiges, werden kann. Ich selbst habe in der Vergangenheit immer wieder mit der impliziten Unterstellung gehandelt, wenn ich mich wie eine gute Freundin verhalte, behandelt mich die andere auch so, wie es einer guten Freundin zusteht. Aber diese Rechnung geht nicht auf.
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04.08.2009, 12:28



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