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    AW: Fauen-Freundschaften

    Hallo Boomy,

    zu deinem Problem fallen mir spontan zwei Fragen ein: Wissen deine Freundinnen, dass es dir auch manchmal schlecht geht und bittest du sie dann auch ganz gezielt um Hilfe? Manchmal strahlt ein anderer Mensch ja so viel Gelassenheit aus (der von dir genannte "Fels in der Brandung"), dass andere sich gar nicht vorstellen können oder gar nicht bemerken, dass dieser Mensch auch Zuwendung und Hilfe braucht.
    Und die zweite, vielleicht noch wichtigere Frage: Liebst du es, gebraucht zu werden? Ich fürchte nämlich, dass es da draußen jede Menge Menschen gibt, die bedürftig im emotionalen Sinne sind, wie Kinder - und Kinder sind ihrer Mama auch nicht dankbar dafür, dass sie sie lieb hat, sondern finden das ganz normal...
    Ich kann dir nur aus eigener Erfahrung sagen: Meine tragfähigsten Freundschaften sind die, in denen sowohl ich als auch meine Freundinnen freiwillig geben - Zeit, Interesse, Mitgefühl. Mit weniger muss man sich nicht zufrieden geben, finde ich.

    Grüße von Aliesa

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    AW: Fauen-Freundschaften

    Zitat Zitat von Aliesa39 Beitrag anzeigen
    Meine tragfähigsten Freundschaften sind die, in denen sowohl ich als auch meine Freundinnen freiwillig geben - Zeit, Interesse, Mitgefühl. Mit weniger muss man sich nicht zufrieden geben, finde ich.

    Grüße von Aliesa
    Das würde bedeuten, dass Boomy sich mit zu wenig zufrieden gibt, es quasi übertüncht dadurch, dass sie die ganze Zeit gibt, das Mass insgesamt also voll ist?

    Und wenn Boomy etwas braucht, dann ist in dem Mass nur das, was sie vorher hinein gegeben hat?

    Hm.. Vor mir taucht ein Bild auf, dass Boomy sich mal umdrehen sollte, hinter sich schauen, sich umschauen, woher sie diese Verhaltensweise kennt und wo sie dies Verhalten gelernt hat.

    Ob sie selbst mit Leuten, die bedürftig sind und sich aufopfern auf Dauer gut klargekommen ist?

    Woher kommt diese Verhalten?

    -ND-

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    AW: Fauen-Freundschaften

    Hallo Boomy,

    ich danke dir, dass du dieses Thema angesprochen hast, denn so in etwa habe ich es auch oft erlebt. Und genauso wie du fragte ich mich, wieso das passiert, wieso das Verhältnis so unausgeglichen ist....

    Was ich dir jetzt schreibe entsteht aus meiner Erfahrung und muss NICHT für die gelten, aber vielleicht findest du doch ein paar Anregungen. Erstmal schaue wie diese Frauen sind, dennen d geholfen hast. Bei mir waren teilweise "Dauerproblemfälle", dennen es fast immer schlecht geht, die fast ständig Unterstützung brauchen, ohne jedoch die Ratschläge umzusetzen.

    Dann hat sich für mich die Frage gestellt, ob es mich WIRKLICH überrascht, dass keine "für mich da ist". Bei einer absolut ehrliche nd offene Betrachtung musste ich zugeben, dass es mich nicht überrascht hat. Bei mir war es so, dass ich schon immer diese Unausgeglichenheit gespürt hatte. Auch im Alltag. Aber irgendwie habe ich mir vorgemacht, dass alles in Ordnung sei...

    Dann habe ich noch bei mir eine Grundeinstellung entdeckt à la "man muss eh alles alleine schaffen auf dieser Welt", was u. A. auch dazu beigetragen hat, dass niemand da ist. Man kriegt schon in etwa das, was man erwartet, weil die anderen menschen oft unsere Einstellungen widerspiegeln. So viel erstmal, fühle dich UND verstanden. Liebe Grüße, Ella.

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    AW: Fauen-Freundschaften

    Hallo Boomy,

    ich denke ja immer, wenn das Verhältnis von Geben und Nehmen über einen längeren Zeitraum sehr unausgewogen ist oder eine Freundschaft gleich mal damit beginnt, dass einer viel nimmt und der andere hauptsächlich gibt, dann besteht eine hohe Wahrscheinlichkeit, dass sich die Verhältnisse nicht einfach so umkehren lassen. Dann treffen nämlich zwei feste Bedürfnisstrukturen aufeinander, und die Rollen sind klar verteilt.

    In einer ausgewogenen Freundschaft wird auch derjenige, der im Moment gerade bedürftiger ist, nicht vergessen, auch den gebenden Teil immer zu fragen, wie es ihm denn geht, was es Neues gibt, etc. Das sind so Zeichen, auf die ich in Freunschaften immer achte. Ich höre gerne zu, auch stundenlang, wenn jemand Probleme hat. Aber erwarte trotzdem, dass meine Freundinnen auch an meinem Leben Anteil nehmen.Daran erkennt man nämlich Energievampire ziemlich schnell, dass sie nie nachfragen, sich ganz schnell verabschieden, wenn man selbst was erzählen will, plötzlich abtauchen, wenn es ihnen wieder gut geht.

    Ich vermeide es auch möglichst, Freundschaften in einer Phase zu beginnen, wo es einem gerade nicht gut geht. Dabei erkennt man nur schwer, wie der andere wirklich ist, was normal und was nur dem Ausnahmezustand geschuldet ist.

    Hast Du denn das Gefühl, etwas tun zu müssen, damit andere Menschen Dich mögen?

    Viele Grüße,

    Malina
    Du hast mein Klagen in Tanzen verwandelt. (Psalm 30)

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    AW: Fauen-Freundschaften

    Boomy,

    das was Du gerade beschreibst ist mir unlängst am eigenen Leib widerfahren.
    Es ist sehr schmerzhaft und ich weiß auch kein Patent es wirklich abzustellen. Erneut wird man sich verausgaben, Zeit in eine Freundschaft investieren, sich auf den Menschen einlassen und ihm zuhören. Es ist wie ein Sprung ins kalte Wasser ohne Garantie, daß man es jemals zurückkriegt.
    Das ist der springene Punkt: Wenn man etwas gibt kann man (leider) eben nicht erwarten es zurückzubekommen.
    Ich weiß, daß es Dir kein Trost sein wird, aber am besten fährt man immer noch wenn man sich einzig und allein auf sich selber verläßt.
    Wenn einem dann eines Tages einer wirklich aus einer Krise hilft ist man dann positiv überrascht, umso mehr.

    Man sollte nicht dem christlichen Prinzip folgen und Gegenleistung erwarten, vielleicht ist es das. Wenn man anderen hilft, so passiert das weil MAN SELBER es möchte. Und wenn man es nicht will oder kann, so muß man dafür eben auch Worte finden...

    Das ist natürlich eine perfide Welt, aber nur wenn Du sie so akzeptierst wie sie ist, kannst Du weitermachen ohne der Wut im Bauch.

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    AW: Fauen-Freundschaften

    Hallo Boomy,

    mir ist so etwas auch passiert, einige Male sogar, bis ich mich dann gefragt habe: "was mache ich eigentlich falsch?", ist alles leider sehr traurig, bis man dann erst einmal gemerkt hat, was Sache ist, ist es umso trauriger, dass man "mehr" gibt als doch nimmt. Solche Freundschaften wurden dann entweder von der anderen Seite oder durch mich beendet, denn ich wollte einfach wissen, nun wenn ich nicht mehr gebe was passiert dann? Sobald ich Einschränkungen gemacht habe, endeten die Freundschaften auf irgend eine Weise. Immer nur der Fels in der Brandung zu sein ist total öde und sehr anstrengend, ich bin auch nur ein Fels, der irgendwann mal doch "wegschmilzt".

    Um dass mir so etwas nicht mehr passiert, habe ich mir fest vorgenommen, in den nächsten Freundschaften nur noch so viel zu geben, wie mir zukommt. Nicht mehr nicht weniger. Solche Leute machen einem das Leben irgendwann zur Hölle, weil ich es eben "zulasse"?! Denn gibt man in einer Freundschaft von vornherein den Ton an, was man will und doch nicht will, sieht die Freunschaft schon ganz anders aus. Leider finde ich, dass solche Freundschaften in unserer Gesellschaft oft auftauchen, als uns bewusst ist.

    -ND- hat etwas wunderbares geschrieben (schön dass ich mir nochmal klar machen konnte, wie die Sache doch aussieht): "Wer sich denen opfert die er liebt, wird damit enden die zu hassen, denen er sich aufgeopfert hat", wie wahr....

    Liebe Grüße
    Ayla

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    AW: Fauen-Freundschaften

    Zitat Zitat von Valeriana Beitrag anzeigen
    dem christlichen Prinzip folgen und Gegenleistung erwarten.
    Ich glaube, genau dies ist das Problem mit dem (scheinbar) christlichen
    Prinzip.

    Das Erwarten einer Gegenleistung.

    -ND-

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    AW: Fauen-Freundschaften

    Zitat Zitat von ayla___ Beitrag anzeigen
    -ND- hat etwas wunderbares geschrieben (schön dass ich mir nochmal klar machen konnte, wie die Sache doch aussieht): "Wer sich denen opfert die er liebt, wird damit enden die zu hassen, denen er sich aufgeopfert hat", wie wahr....

    Liebe Grüße
    Ayla
    Hallo Ayla,
    danke für die Blumen. Diese Erkenntnis habe ich hier in der BriCom als Signatur bei einer Userin gelesen und habe diese inzwischen einige Male verwenden können, weil das wohl immer wieder verdrängt wird - oder auch gar nicht gesehen.

    -ND-

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    AW: Fauen-Freundschaften

    Liebe Boomy,

    fühl dich erstmal getröstet.
    Es tut mir Leid, dass es dir im Moment nicht gut geht und dass du es so empfindest, als hättest du wenig Rückhalt bei deinen Freundinnen.

    Es liegt, so denke ich zumindest, oft auch an der eigenen Erwartungshaltung.
    Du scheinst ein sehr hilfsbereiter, einfühlsamer Mensch zu sein und schreibst ja selbst, dass du dich regelrecht aufopferst. Ich entnehme deinem Posting, dass du dann das Gleiche von denen erwartest, die dir nahe stehen. Das kann ich verstehen, nur so funktionieren viele Menschen nicht.

    Kann es sein, dass du deine Erwartungshaltung noch nicht deutlich gemacht hast? Oder dass die Freundin diese garnicht erfüllen kann, weil sie ein komplett anderer Charakter ist als du?

    Man sollte nicht dem christlichen Prinzip folgen und Gegenleistung erwarten, vielleicht ist es das. Wenn man anderen hilft, so passiert das weil MAN SELBER es möchte. Und wenn man es nicht will oder kann, so muß man dafür eben auch Worte finden...
    Valeriana, ich schließe mich dir an. Und dir, Boomy, würde es das Leben viel leichter machen.

    Liebe Grüße,
    Seepony

  10. Inaktiver User

    AW: Fauen-Freundschaften

    Seit einigen Tagen mache ich mir auch über hierüber Gedanken und beim Lesen Eurer Beiträge ist mir etwas aufgefallen:

    Wir benehmen uns so wie wir es für angemessen halten im Umgang mit Freunden.
    Irgendwann (erst nach einer gewissen Weile) beschleicht uns das Gefühl, nicht genügend wertgeschätzt zu werden.
    Man möchte herausfinden, ob dem wirklich so ist und fängt an, die Hilfsbereitschaft/das Entgegenkommen/Interesse (o.ä.) so einzuschränken, damit wir uns nicht "ausgebeutet" fühlen.
    Oftmals scheint dann die Basis dieser Freundschaft zu bröckeln.

    Ich fühle mich dann im nachhinein zwar vielleicht etwas ausgenutzt, aber schlimmer empfinde ich das nachträgliche Gefühl, nicht ähnlich wichtig gewesen zu sein.

    Nur: warum ist das so? Warum wiederholt sich das?

    Langsam glaube ich gar nicht mehr, dass es daran liegt, dass ich (oder wir) nicht weniger liebenswert oder weniger interessant sind. Das Gefühl hatte ich aber leider schon oft.

    Ich glaube, es liegt daran, dass uns diese Freundinnen von Anfang an nicht so nah an uns herangelassen haben wie wir.
    Könnte das sein?

    Ich habe derzeit auch Probleme mit meiner besten Freundin und ich könnte mir überhaupt nicht vorstellen, dass sie sich diesen Strang hier durchlesen würde und ebenfalls posten würde.

    Mir ist jetzt aufgefallen, dass viele meiner Freundinnen doch ähnlicher Art waren.
    Ich will gar nicht behaupten, dass ich mich großartig aufgeopfert habe, aber rückblickend gesehen, bin ich viel zu kompromissbereit gewesen!

    Ich würde gerne Euren Anregungen folgen und bei Freundschaften mehr darauf achten, ob es um MICH geht oder eben um die Interessen der Freundin. Oder ob ich gerade ausgenutzt werde oder nicht.
    Aber ich frage euch:wie soll das gehen?

    Seid Ihr Leute, die öfter mal Hilfe brauchen und es daran messen können, ob Hilfe zurückkommt oder nicht?

    Ich habe zwar öfter meine Krisen, aber ich frage seltenst um Hilfe!
    Deshalb finde ich es schwierig, frühzeitig festzustellen, ob jemand mir gleiches entgegenbringen würde oder eher nicht.

    Meine Freundinnen haben irgendwo doch alle was gemeinsam gehabt:
    Sie brauchen ständig Hilfe und sie zieren sich nicht, das auch zu äußern!
    Das sind dann Situationen, in denen ich nie um Hilfe fragen würde, weil ich das auch gut und gerne alleine schaffen kann.
    Leider kann ich aber auch nicht gut NEIN sagen.

    Ich glaube, wir alle hier hatten ein wenig an Profil und Persönlichkeit verloren (in deren Augen), weil wir wenig forderten und zu nachgiebig waren. Kann das sein?!
    Geändert von Inaktiver User (19.06.2009 um 11:24 Uhr)

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