Ich persönlich denke schon, dass auch Männer heiraten, um von den täglichen Alltagssorgen "befreit" zu werden. Ich will aber noch tiefer gehen. M.E. heiraten Männer auch, um dieses wohlliege Umsorgseingefühl, wie sie es bei ihrer Mutter als Kind von Geburt an kennengelernt haben, wieder zu finden. Das bedeutet, so wie ich las und verstanden habe, dass sie die Entwicklungsphase der Abspaltung von der Mutter und die Vollendung des Prozesses des Erwachsen werdens nicht richtig und ausreichend positiv abgeschlossen haben.
Und unbewußt sucht sich so die Seele so eines Mannes immer wieder eine Frau, die ihnen hilft, unbewußt versteht sich, diesen Prozess des emotionalen Erwachsen werdens endlich abschließen zu können. Manche Frauen kapieren das und gehen mit so einem Mann keine Beziehung ein, andere Frauen haben das selbe Dilemma und heiraten so einen Mann.
Gleichzeitig ist da aber noch der "Mann" als Sex-Partner da, und ein anderer Teil der Persönlichkeit weiss, dass man mit seiner "Mutter" nicht ins Bett geht. Zwei unterschiedliche Seelen- bzw. Persönlichkeitsstrukturen kommen nun miteinander ins Gehege. Und daher kommt auch oft die Flaute bei Paaren im Bett und das Fremdgehen der Partner, obwohl der Mann seine Frau schon liebt. Diese Verhalten trifft auch bei Frauen zu.
Und zum Schluss verhalten sich beide wie Vater und Mutter, aber nicht mehr wie Mann und Frau und und emotional reife Erwachsene. Sie trennen sich und wenn es ganz schlimm ist, passiert ihnen das gleiche "Spiel" beim nächsten Partner wieder.
Ich war noch nie verheiratet. Früher war ich darüber unglücklich, heute bin ich froh, dass ich mir einiges erspart habe, weil mir damals die Reife gefehlt hat und ich das doch spürte.
Inzwischen musste ich die Erfahrung machen, dass mehr Männer nicht richtig "erwachsen" geworden sind, als Frauen. Das heißt, dass der Markt der Männer, die mit allem drum und dran emotional reif für eine Ehe sind, nicht groß ist und die guten Typen eh verheiratet sind, schwul oder 1000 km weit weg wohnen, oder ne Menge negative Altlasten mit sich rumschleppen und daher für mich zum heiraten nicht in Frage kommen.
Inzwischen habe ich mich auch so an mein gutes Leben ohne Partner gewöhnt, genieße es, lebe gut damit, dass ich mir eher vorstellen könnte, wenn meine Tochter finanziell später auf eigenen Beinen steht, in eine Frauen-WG zu ziehen, als einen Mann zu heiraten. Das heißt aber nicht, dass ich einer Beziehung bzw. Partnerschaft entgegenstehe.
Mal schauen, wie es sich so entwickelt.
Wildblume
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Ergebnis 141 bis 143 von 143
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01.07.2009, 08:46
AW: Starke Frauen - Faszination und Abstossung?
Geändert von Wildblume2008 (01.07.2009 um 09:03 Uhr)
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03.07.2009, 08:42
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03.07.2009, 14:36




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