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    AW: Briefe und Emails aufbewahren

    Zitat Zitat von DaisyDuck40 Beitrag anzeigen
    Das weggeben von alten Briefen, emails oder auch alten Sachen erfordert ja ein loslassen vom alten Leben.
    Ich glaube das ist sehr wichtig um klar nach vorne schauen zu können und offen für Neues zu sein.
    Das glaube ich auch. In Respekt und großer Dankbarkeit loslassen - die Erinnerungen sind ja im Herzen, dort sind sie sicher aufgehoben, auch ohne tausend Gegenstände und Briefe, die sich irgendwo stapeln - und bereit sein für künftige schöne Erfahrungen.

    Und, wie sandfloh schrieb: Oft merkt man erst nach einer Entrümpelungsaktion, wie belastend der ganze Kram war. Man verspürt ein Gefühl großer Erleichterung.

    aber verstehen tun das in der regel nur menschen, die erleben durften wie es sich anfühlt, wenn ein hund, eine katze, ein kanarienvogel oder oder oder.... einem durch die augen direkt ins herz gesehen hat.
    (Asisah_Amar)

    "Who's the freak now?"
    ("Ghosts")




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    AW: Briefe und Emails aufbewahren

    hallo!

    ja, dieses gefühl habe ich halt schon, dass ich extrem viel in der vergangenheit mich aufhielt, um zu verarbeiten und nicht wissend, wie man überhaupt die gegenwart nutzen kann und die zukunft aktiv gestalten kann. ich hatte ziemlich probleme und war nicht wirklich in ein soziales netzwerk eingebunden. dazu habe ich die sammelwut von meinen eltern übernommen. deren wohnung empfinde ich als ziemlich vollgestopft. mittlerweile bin ich aber ziemlich unzufrieden darüber, dass ich mich in meinem leben so wenig weiterentwickelt habe. okay, ich sollte akzeptieren, dass es mir eben nicht möglich war von meiner psychischen verfassung und dankbar sein, dass ich jetzt wohl soweit bin, ballast abzuwerfen, um der entwicklung nicht mehr steine in den weg zu legen.

    nicht loslassen können hat sehr viel mit angst vor der zukunft zu tun. mir ist aufgefallen, wenn ich etwas loslasse, kommt da sehr bald irgendwas neues. das macht mir schon etwas angst. denn keiner weiß, was das sein wird.

    desweiteren ist es schon schwierig, sich von dingen zu trennen, die man sich so schnell nicht wieder beschaffen könnte. doch ich spüre einfach ganz deutlich, dass es mir viel zu viel ist, was ringsum herumliegt und spüre fast körperlich, wie es mich abhält vom leben.

    mit meinen beiträge hier freue ich mich auf eure antworten, was ihr zu dem thema denkt. und ich kann herausfinden, ob ich noch normal bin oder einem gefährlichen ausmistwahn zum opfer gefallen bin

    ein paar briefe und mails habe ich schon ausgemistet, und vom gefühl her war es nicht falsch. denn lesen würde ich die briefe jetzt und in langer zeit wohl nicht, aus zeitmangel alleine schon. genau wie ich es mit vielen büchern gemacht habe, lese ich sie jetzt "nur", weil ich sie wegwerfen werde und sie eben noch einmal durchlesen wollte. ich zelebriere solche wegwerfaktion gerne: mit einem kaffee, gestern abend ein kerzchen angezündet. vieles, was in den briefen stand, hatte ich schon wieder vergessen. aber eigentlich vergisst man eben ziemlich viel, das ist wohl normal. und wirklich lebenswichtig waren diese infos auch nicht. ich glaube es ist viel schöner beziehungen aktuell lebendig zu erhalten, wenn möglich und gewünscht, als sich immer wieder alte briefe und mails durchzulesen, oder?

    liebe grüße


    SweetTiger

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    AW: Briefe und Emails aufbewahren

    Zitat Zitat von DaisyDuck40 Beitrag anzeigen
    Generell lebt man sich leichter, je weniger Balast man im Leben mit sich rumschleppt. Das hat nichts damit zu tun, dass man Lästiges aufhebt, nein - es ist die Menge.
    Das weggeben von alten Briefen, emails oder auch alten Sachen erfordert ja ein loslassen vom alten Leben.
    Ich glaube das ist sehr wichtig um klar nach vorne schauen zu können und offen für Neues zu sein.
    Das würde ich so generell nicht unterschreiben.

    Ich hebe z.B. die meisten persönlichen E-Mails auf - weil ich zu faul zum Durchsortieren bin und sie ohne Anhänge ja auch kaum Platz brauchen. Ich habe dazu jährliche Ablageordner. Der Ordner von 2006 belastet mich also nicht im geringsten, da stehen eben die Mails von 2006 drin.

    Auch habe ich noch alte Liebesbriefe. Ich werde sie sehr wahrscheinlich nie mehr lesen, sie stammen aus ihrer eigenen Zeit und die Geschichten sind abgeschlossen. Aber trotzdem ein Teil von mir, waren mir mal sehr wichtig, und darum liegen sie sehr richtig in ihrem Kistchen. Das hat mich auch nie daran gehindert, offen für Neues zu sein. Das kann ja auch kein Brief, das kann nur ICH und mein Umgang mit Vergangenem.

    Wen die Dinge aber belasten, der soll sie wegschmeißen, dem wollte ich gar nicht widersprechen.

  4. Moderation

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    AW: Briefe und Emails aufbewahren

    kommt da sehr bald irgendwas neues. das macht mir schon etwas angst. denn keiner weiß, was das sein wird.
    Ganz ehrlich, das geht mir auch manchmal auch so. Man freut sich auf der einen Seite, andererseits hat man vor dem Unbekannten ein wenig Angst.

    ich zelebriere solche wegwerfaktion gerne: mit einem kaffee, gestern abend ein kerzchen angezündet.
    Jeder hat seine Art, sich von Dingen zu lösen. Bei mir würde das so nicht klappen. Ich nehme mir ein Regal, einen Schrank, eine Schublade, eine Kiste vor. Wenn die Aktion beendet ist, dann kommt die Nummer mit dem Kaffee. Meist (fast immer) bleibt bei den Aufräumaktionen das eine oder andere übrig, das bleiben muss. Und das wird dann ausgiebig beim Kaffee betrachtet und es wird in Erinnerungen geschwelgt.
    Der Körper ist der Übersetzer der Seele ins Sichtbare.
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  5. Inaktiver User

    AW: Briefe und Emails aufbewahren

    Zitat Zitat von skirbifax Beitrag anzeigen
    Und das wird dann ausgiebig beim Kaffee betrachtet und es wird in Erinnerungen geschwelgt.
    Es ist ja auch nicht nur das Schwelgen. Das allein ist ja schon Grund genug, ein bisschen was zu horten

    Alte Dokumente helfen mir, mich zu positionieren. Ich sehe, worüber ich früher grübelte, mit wem ich zu tun hatte, was meine Probleme waren - und wo ich heute stehe. Das relativiert vieles, was mich aktuell beschäftigt, weil ich merke, in ein paar Jahren hat das vermutlich keine Bedeutung mehr. Oder ich erfreue mich daran, dass ich ein Ziel, das mich lange beschäftigt hat, erreicht habe. Und ich kann junge Menschen besser verstehen, wenn ich mich ab und zu daran erinnere, was ich in dem Alter so gedacht habe. Und (welch ein Geschenk an mich selbst!) aufgeschrieben und aufgehoben habe.

    Ich habe auch einige Dokumente von gestorbenen Verwandten. Leider viel zu wenige, denn ich finde sie unglaublich spannend. Sie führen mir auch immer wieder meine eigene Vergänglichkeit vor Augen. Und ich finde das irgendwie beruhigend!

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