@ LunadelFuegoEs ist eine Frage, was man aus der Situation macht. Man kann darüber jammern und sich in Selbstmitleid suhlen, oder man kann versuchen, mit dem, was man hat, glücklich zu sein, oder andere Lösungen suchen, die nicht gleich eine neue Partnerschaft bedeuten, wenn kein passender Partner in Sicht ist.Ich kenne jede Menge Dauersingles (das sind die ab 5 Jahre alleine, ohne alles, ohne Körperlichkeiten jedweder Art), und glücklich ist keiner von denen.
Da fehlt einfach zu viel. Was ich als menschlich fühlendes Wesen sehr gut nachvollziehen kann, nicht nur, weil ich selbst in der Situation bin, wie gesagt, ich kenne genug Dauersingles, beiden Geschlechtes.
Ich bin seit 4 Jahren Single, und habe seit 2 Jahren einen Lover. Der hat sich aus einer Bekanntschaftsanzeige heraus ergeben.
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28.05.2009, 19:25
AW: zu hohe Erwartungshaltung an den Partner
Geändert von Latona (05.06.2009 um 23:26 Uhr)
Liebe keinen, der nicht auch Dich liebt!
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29.05.2009, 08:10
AW: zu hohe Erwartungshaltung an den Partner
ich war 3 jahre single, aber besonders unglücklich oder unzufrieden war ich nicht. dazwischen hatte ich zwei kurze affären, die mich nicht wirklich zufrieden stellten, weil es nichts für eine partnerschaft war, aber da war ich mit mir selber nicht so unzufrieden, wie jetzt. vielleicht weil mir die beiden typen letztlich egal waren und ich wusste dass das nur vorüber gehend war, wozu da über mich gedanken machen. sicher war ich eifersüchtig und es ging mir schlecht, weil der eine sich offensichtlich mit anderen frauen traf, und der zweite eine freundin hatte. aber ich selber fühlte mich trotzdem ganz gut.
auch als ich mich davor unglücklich verliebt hatte, weil mein gegenüber nicht reflektierte und ich ihm ein jahr lang quasi nachlief, war ich mit mir nicht so unzufrieden. ich zweifelte da in keinster weise an mir oder daran dass wir eine chance hätten! ich war optimistisch, obwohl ich im unterbewusstsein natürlich gewusst habe dass das nichts wird, aber ich wollte weiterhin hoffnung haben. irgendwann verblasste dies und ich hatte diese zwei affären, und danach lernte ich meinen freund kennen. da war sowieso alles anders. und ich fing an an mir zu zweifeln. das ist eigenartig. bei meinen vorherigen bekanntschaften hatte ich mehr als genug gründe zu zweifeln! und die wären auch noch berechtigt gewesen! ich zweifelte aber nicht, ich ärgerte mich nur über die situation und über den einen typen, weil der sich letztlich wei ein idiot benommen hat.
und jetzt? warum denke ich so verkehrt und verdreht? jetzt habe ich keine gründe zu zweifeln und tu es trotzdem?
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29.05.2009, 11:04
AW: zu hohe Erwartungshaltung an den Partner
Ja, weil du es anscheinend brauchst. Wenn eine Beziehung gut läuft, gut ist, beginnst du, zu zweifeln. Wenn du dagegen um eine Beziehung, einen Mann kämpfen musst, fühlst du dich wohl - umgekehrt, wenn es nichts zum kämpfen, zum anstrengen gibt, fühlst du dich unwohl.
Du kannst das, was du hast an ihm, nicht annehmen, warum auch immer.
beklamo, im Prinzip stime ich dir durchaus zu, nur in dem Fall würde ich solch eine Lebenseinstellung, wie du sie vertrittst, nicht vertreten. Es gibt tatsächlich Situationen im Leben, w understatement und zurückstecken nicht angebracht ist.
LunadelFuego
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29.05.2009, 14:16
AW: zu hohe Erwartungshaltung an den Partner
Ich halte übrigens auch nichts von den Pauschal-Urteilen über glückliche oder unglückliche Singles. Mancher ist eben ein Beziehungsmensch und fühlt sich nur mit Partner vollständig. Daran ist nichts verwerfliches.
@Mimschi
Ja dann... Ich kenne das Gefühl, nur in halbgaren, schwierigen oder offenen Beziehungen ansatzweise glücklich zu sein und in festen Beziehungen kalte Füße zu kriegen. Die Angst davor, verlassen zu werden, ist bei mir tief begründet und es hat mich viele Jahre ernsthafte Arbeit gekostet, bis ich es geschafft habe, die Weltuntergangsszenarien halbwegs aus meinem Denken zu verbannen. Dafür habe ich 4 Therapeuten verschlissen, bis ich endlich, vor gut 1,5 Jahren, bei meinem jetzigen gelandet bin, der ein wahrer Meister seines Faches ist.
Es ist es Dir nicht wert? Tja, wenn Du Dir selber das nicht wert bist, dann weiß ich auch nicht. Eine Therapie kostet Dich übrigens nichts, wenn Du mit einer Überweisung Deines Hausarztes losgehst. Das nur am Rande.
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29.05.2009, 18:42Inaktiver User
AW: zu hohe Erwartungshaltung an den Partner
Geändert von Inaktiver User (29.05.2009 um 18:46 Uhr)
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31.05.2009, 01:11
AW: zu hohe Erwartungshaltung an den Partner
@MrsShort: Meinst du, das eine hängt zwingend mit dem anderen zusammen?Ich kenne das Gefühl, nur in halbgaren, schwierigen oder offenen Beziehungen ansatzweise glücklich zu sein und in festen Beziehungen kalte Füße zu kriegen. Die Angst davor, verlassen zu werden, ist bei mir tief begründet...
Also die Neigung zu schwierigen, halbgaren, offenen Beziehungen mit der Angst vor dem Verlassen-Werden?
grüße, LunadelFuego
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02.06.2009, 10:53
AW: zu hohe Erwartungshaltung an den Partner
@LunadelFuego
Ja, ich denke schon. Es ist eine Art Paradoxon: Wenn man z.B. aus der Kindheit mit solchen Erfahrungen belastet ist oder sogar ein Trauma davongetragen hat, sucht man sich gerne wieder bekannte Strukturen und Muster, weil man sie eben kennt. Man lebt, was man kennt, auch wenn es noch so schwierig oder belastend ist - noch mehr Angst macht das Unbekannte, von dem man lieber die Finger lässt.
Das sind oft keine bewussten Entscheidungen. Und gerade Menschen, die große Bindungsängste haben, suchen sich lieber einen Partner, bei dem sie schon von vornherein wissen, dass es nicht auf Dauer nicht funktionieren kann, weil sie es sowieso erwarten oder eben alte Muster nachleben.
Dieses Muster zu durchbrechen erfordert ein hohes Maß an Selbstreflexion und Mut. Lohnt sich aber...
Geändert von MrsShort (02.06.2009 um 10:55 Uhr) Grund: Rechtschreibfehler


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