wenn du ernsthaft als single fragst, wie es geht sich selbst zu lieben-
dann hast du das prinzip -sich selbst zu lieben- nicht kapiert
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27.05.2009, 17:57Inaktiver User
AW: zu hohe Erwartungshaltung an den Partner
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27.05.2009, 18:09
AW: zu hohe Erwartungshaltung an den Partner
Das hab ich nicht gefragt.
Ich habe gesagt, dass man als Single gewisse Dinge, die man zu zweit erfüllt hat, nämlich partnerschaftliche Körperlichkeit, nicht alleine ersetzen kann. Das hab ich gesagt.
Und wenn man lange single ist, entwickeln sich automatisch Bedürftigkeiten, das ist menschlich.
Mehr hab ich nicht gesagt.
Und wenn die threaderöffnerin von ihrem Partner begehrt werden will, ist das auch menschlich - nur so als Beispiel.
Wozu führt man denn eine Beziehung wenn man eh nur nebeneinander her lebt?
Oder wenn man zwar Wünsche äussern "darf", aber regelmässig zurück gewiesen wird?
Dann macht wohl eine Beziehung keinen Sinn, oder?
Wieso muss man so cool sein und jedes normale menschliche Bedürfnis - das nach körperlicher Zuwendung, zb. - als "zu hohe Erwartungshaltung" abwerten?
Wie unmenschlich ist unsere Gesellschaft geworden?
grüße, LunadelFuego
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27.05.2009, 21:58
AW: zu hohe Erwartungshaltung an den Partner
Hallo mimschi,
wie man das macht, bzw. lernt? Wie alles andere auch das man lernen muss: durch üben, üben, üben.
Setze dich jeden abend eine viertel Stunde hin und danke für alle Dinge - die großen und die kleinen- die dir einfallen, die an dem vergangenen Tag schön waren. Nach einigen Wochen wirst du die Welt in einem anderen Licht sehen. Die Welt ist nämlich das, was wir von ihr wahrnehmen. Solange du den Fokus auf das legst, was dir fehlt, wirst du auch das verstärkt wahrnehmen. Legst du ihn auf das, was schön ist, so wirst du auch das zukünftig stärker wahrnehmen. Das ist ja das Schöne an unserer Wahrnehmung, dass wir sie verändern können.
Kleines Beispiel: Statt zu sagen "Ja klar, aber wie kriegt man das hin?" und unzufrieden zu sein, weil du keinen Schalter hingehalten bekommst um dein unzufriedenes Gefühl abzustellen, könntest du auch denken "Klasse dass die alle antworten, ich werde es mal versuchen und freue mich über die Vorschläge." Die Ausgangssituation - du hast gefragt, wir geantwortet - ist die gleiche. Die Wirkung aber eine andere.
Es liegt an dir, wie du deine Welt siehst
.
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27.05.2009, 22:41
AW: zu hohe Erwartungshaltung an den Partner
Noch ein Beitrag zum Thema: Wie erschaffen wir uns den bedürfnislosen Menschen.

LunadelFuego
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27.05.2009, 22:52
AW: zu hohe Erwartungshaltung an den Partner
@LunadelFuego:
Ich kenne deine Geschichte nicht. Drum kann ich nicht sagen, warum du auf meine Ausführung so anspringst
. Aber du springst die Falsche an. Es geht nicht um Bedürfnislosigkeit. Es geht um die richtigen Relationen. Um das genaue Hinsehen.
Sicher ist mimschi keine der Frauen, der alles fehlt im Leben. Sie hat einen Partner, eine Arbeit und sicher vieles andere mehr. Nur perfekt ist ihr Leben nicht. Ist es übrigens nirgendwo.
Es liegt jetzt an ihr, wofür sie sich entscheidet: Für's Leiden, weil eben nicht alles perfekt ist, oder für's Dankbar sein für die Fülle die ihr bisher zuteil wurde.
Dass du aus dem Gedanken etwas anderes, Herabwürdigendes ableitest, ist deine Sache. Deine Wahrnehmung. Sie sei dir unbenommen. Aber die Frage sei gestattet: Macht dich deine Wahrnehmung denn glücklich?
Eine Lösung die ein Problem nicht löst, ist keine Lösung.
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27.05.2009, 23:06
AW: zu hohe Erwartungshaltung an den Partner
Oh nein - es geht nicht um Perfektion.
Es geht im Prinzip ums Dankbar sein für das, was man bekommt. Egal, ob das nun zuwenig ist, weil man eben mehr, andere Bedürfnisse hat - was völlig legitim ist - Menschen haben Bedürfnisse -
und es nützt nichts, bzw. hilft nicht weiter, sich mit dem wenigen, was man bekommt, zufrieden zu geben, wenn andererseits der Mangel immer größer wird.
Wenn der Mangel immer größer wird, hilft es auch nicht, sich auf die - Metapher - "Blümchen am Wegesrand, die ja so schön sind, zu konzentrieren - denn dann lügt man sich selbst in die Tasche.
Das ist eine Grundsatzfrage, wie man ans Leben rangeht.
Keine Frage, dass mimschi ihre Wünsche, Bedürfnisse ihrem Partner gegenüber erst mal äussern sollte, denn er kann ja nicht in ihren Kopf rein sehen... darum gehts mir nicht. Sie hat aber diese Bedürfnisse. Soll sie nun zurückstecken?
Soll der Mensch generell mit dem wenigen, was er bekommt, zufrieden sein? Darf er keine Bedürfnisse haben?
Sind wir alle emotionslose Affen im Zoo, oder will man uns dazu erziehen, indem uns aufoktroyiert wird: "Das Leben ist auch ohne Bedürfniserfüllung schön"?
Mir geht es/ging es um den Gegensatz: Ständig zurück stecken/(scheinbar) Egoist sein, weil Mensch Bedürfnisse hat. Das Thema finde ich spannend.
Ich finde, man lügt sich selbst an, wenn man ständig zurück steckt und sich mit dem wenigen schönen, was es gibt, abfindet, zufrieden gibt.
Das gilt auch für minschi.
Wenn der Mann sie nicht anpackt, tja, dann, hat sie das Recht, zu fragen: Warum ist das so, und: Ist das nicht änderbar. Ohne dass sie direkt Belehrungen bekommen sollte, die in die Richtung gehen: "Gib dich mit dem zufrieden, was du hast."
LunadelFuego
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28.05.2009, 06:38Inaktiver User
AW: zu hohe Erwartungshaltung an den Partner
ich habe die postings von te bis dato so verstanden, dass mimschi manches von ihrem partner erwartet--------- wortlos erwartet- aber nicht glücklich ist, da er es nicht ahnt, nicht weiss, nicht riechen kann.
sie es aber nicht offen kommuniziert, nach was ihr ist.
das ist die thematik mit der klaren ansage.
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28.05.2009, 08:35
AW: zu hohe Erwartungshaltung an den Partner
Das hab ich auch so verstanden.
Dann kam direkt das kontra. Sie könne ja was sagen, dürfe aber nicht erwarten, dass sie bekomme, was sie brauche.
Sie habe faktisch bedürfnislos zu sein.
Die Thematik "Wünsche äussern und abgewiesen werden vom Partner", kenne ich auch zu gut und klingt hier auch an.
Ist ebenfalls sehr interessant.
Wenn das nämlich öfter passiert, äussert der Mensch keine Bedürfnisse mehr, weil eh ein "nein" kommt.
Und wenns dann noch heißt: "Sei wunschlos glücklich", finde ich diese Antworten hier - bzw. deren Tenor, bitteschön wunschlos glücklich zu sein - relativ unerträglich. Sorry. Ist nun mal so.
Also wäre es interessant, erstmal zu wissen, inwieweit minschi denn schon mal Bedürfnisse ihm gegenüber geäussert hat, und dann abgewiesen wurde.
LunadelFuego
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28.05.2009, 08:44
AW: zu hohe Erwartungshaltung an den Partner
also vorweg: abgewiesen hat er meine wünsche noch nie.
mein problem ist auch, dass ich meine wünsche nicht so leicht offen äußern kann. das wirkt sich dann leider so aus, dass ich eben etwas erwarte, mich quasi fordernd benehme. wenn ich es ihm sagen würde, dann würde er es nur tun, weil ich ihn grad darum gebeten habe. das möchte ich ja auch wieder nicht.
gerade heute früh war wieder so eine situation, aber ich habe mich zusammen gerissen und habe mich normal im schlafzimmer bewegt bzw. angezogen. meine brüste hat er auch nicht gestreichtelt, wie ich gerne hätte, aber über den hintern.
aber wir hatten vorher sex und da haben wir uns ausgiebig gestreichelt. WARUM erwarte bzw. will ich dann nachher auch noch berührungen? das verstehe ich ja selber nicht. brauche ich wirklich rund um die uhr bestätigung?
aber ich war heute nicht so gekränkt, weil er mich nicht dort berührt hatte wo ich es gerne hätte. ich bin nämlich so unzufrieden mit meinen brüsten, weil sie sehr klein sind. und da leide ich darunter etwas (manchmal mehr, manchmal weniger). und vielleicht ist das der grund, weshalb ich immer wieder gezeigt bekommen möchte, dass er meine brüste in ordnung findet. er sagt es beim sex auch öfters, wie geil und entzückend er sie findet.
ich verstehe mich selber einfach nicht, warum ich darauf so fixiert bin. deshalb äußere ich zwischendurch meine wünsche nicht, weil es mir selber zuviel vorkommt, vor allem wenn wir ohnehin oft genug im bett kuscheln und uns streicheln, und natürlich auch sex haben. aber andererseits ist es mir doch auch zuwenig an berührungen, bin verwirrt.
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28.05.2009, 12:49Inaktiver User
AW: zu hohe Erwartungshaltung an den Partner
das ist ja nun etwas anderes als das oben angesprochene "öfters".
ansonsten verstehe ich das immer noch nicht - der Partner ist doch keine Bedürfniserfüllungsmaschine.
Du unterstellst böse Absicht und dass ihm ihre Bedürfnisse egal sind - ich finde, dass seine Wünsche und Nicht-Wünsche und seine Prägung auch gelten und dass er gar nichts muss.
vielleicht kommt er sich bei dem, was mimschi sich wünscht, komisch vor, und es fällt ihm deshalb schwer?
oder seine Ex fand dieses Verhalten bei ihm ganz schlimm (ich finde ihre Wünsche nämlich ungewöhnlich - viele Frauen würden sich da zum Sexobjekt degradiert sehen).
wie soll er solche Dinge auch noch "von alleine" machen?


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