Ich setz mich mal ganz still in die Ecke und lese eifrig mit.
Der Eröffnungsfred hätte nämlich leider Eins-zu-Eins von mir sein können...
Das Gefühl der eigenen Unzulänglichkeit, das nur Außenstehende lindern können,
begleitet mich schon viele, zu viele Jahre.
Antworten
Ergebnis 11 bis 20 von 47
-
27.05.2009, 12:32
AW: zu hohe Erwartungshaltung an den Partner
Bevor Du einen Riesen fürchtest,
schau nach, ob es nicht der Schatten
eines Zwerges ist!
-
27.05.2009, 12:37Inaktiver User
AW: zu hohe Erwartungshaltung an den Partner
stelle dir vor, wie das leben wäre ohne ihn.
von heute auf morgen ist er nicht mehr da. völlig weg. puff- nicht mehr existent.
a) klare ansagen: küsse mich. jetzt!
b) sei dir darüber im klaren, jeder mensch in deinem leben ist ein geschenk. du hast keinen anspruch. den andern als selbstverständlichkeit zu sehen ist eine form von lieblosigkeit.
-
27.05.2009, 16:30
AW: zu hohe Erwartungshaltung an den Partner
Ich halte nicht soviel davon, in solchen Situationen Bewunderung und Zärtlichkeiten einzufordern, denn es ist schon ein Unterschied, ob ein Mann das von sich aus macht, oder ab man ihn dazu erst auffordern muss. Letzteres hat für mich immer was von um Bestätigung betteln zu tun, und ich finde das demütigend.
Man kann mit der Situation auf zweierlei Arten umgehen:
Entweder, man überprüft, ob die eigenen Erwartungen nicht zu überzogen sind, oder, falls das nicht der Fall sein sollte, überprüft man, warum man mit einem Mann zusammen ist, der einem so wenig von dem gibt, was man braucht, und warum es gerade der sein muss.
Einer der Gründe, warum ich mich von einem meiner Partner getrennt habe, war einfach, dass er zu unromantisch war und mir zu wenig Bestätigung als Frau gegeben hat. Auch wenn ich damals viel bestätigungssüchtiger war als heute, denke ich, dass diese Entscheidung richtig war.Liebe keinen, der nicht auch Dich liebt!
-
27.05.2009, 16:32Inaktiver User
AW: zu hohe Erwartungshaltung an den Partner
das eine ist es einzufordern, das andere ist dem mann klar zu verstehen zu geben, was ich im moment von ihm brauche und möchte.
ein paar mal diese art von rückmeldung und dann werden die meisten männer zutraulich.
denn es ist doch so: in einer beziehung er möchte ihr guttun. oft sind männer unsicher. aus welchen gründen auch immer.
und dann ein bisschen "entwicklungshilfe"---------- und es geht beiden gut dabei.
-
27.05.2009, 16:36Inaktiver User
AW: zu hohe Erwartungshaltung an den Partner
das fiel mir auf - hier in der BriCom war schon häufig zu lesen, dass Frauen sich bedrängt fühlen, wenn er so reagiert.
Und sich unfrei in ihrer eigenen Wohnung fühlen, wenn sie sich nicht ganz normal leicht bekleidet bewegen können, ohne dass er sie gleich begehrt.
(und mir würde das auch so gehen).
woher soll ein Mann das wissen, wie sie das möchte.
und was er möchte und empfindet - darauf kommt es doch auch an.
ohne Kommunikation geht es nun einmal nicht.
-
27.05.2009, 16:38
AW: zu hohe Erwartungshaltung an den Partner
@ brighid
Klar, ein Mann kann nicht hellsehen. Es anzusprechen ist eine Möglichkeit, aber ich gestehe, dass ich aufgrund schlechter Erfahrungen schon Angst habe, dann entweder abgebügelt oder mit Halbheiten abgespeist zu werden. Ich rechne nicht unbedingt damit, dass der Mann in dieser Situation meinen ausgesprochenen Wünschen nachkommt. Es gibt ja wohl nichts Schlimmeres, wenn Du Dich nach einer intensiven Umarmung sehnst, ihm das auch sagst, und Dein Partner tätschelt Dir dann nur halbherzig den Rücken. Wenn sowas öfters vorkommt, dann fühlt man sich schon so, als ob man am ausgestreckten Arm verhungern gelassen wird.das eine ist es einzufordern, das andere ist dem mann klar zu verstehen zu geben, was ich im moment von ihm brauche und möchte.Liebe keinen, der nicht auch Dich liebt!
-
27.05.2009, 16:41Inaktiver User
AW: zu hohe Erwartungshaltung an den Partner
ich habe mit klaren ansagen, von mir an ihn, von ihm an mich- einfach die besseren erfahrungen gemacht.
dann weiss er nach was mir ist- klar überlasse ich dann ihm die entscheidung ob er es auch tut.
damit kann ich leben. aber nichts sagen, zu hoffen, dass er es riechen kann nach was mir ist--------------- das funktioniert nach meiner erfahrung aufgrund unterschiedlicher denkstrukturen zwischen mann und frau nicht.
und was die geschichte im bad betrifft. nein, ich möcht im bad nicht einfach angedatscht werden. wenn ich ihm etwas in diese richtung sage und er dann zum frontalangriff übergeht-------------- herrlich.
aber ich möchte mich auch leichtbekleidet frei bewegen können, ohne dass er an mir klebt.
-
27.05.2009, 16:42Inaktiver User
AW: zu hohe Erwartungshaltung an den Partner
Geändert von Inaktiver User (27.05.2009 um 16:51 Uhr)
-
27.05.2009, 17:13
AW: zu hohe Erwartungshaltung an den Partner
@ Leonie
Wenn das grad mal aus irgendeinem Grund nicht geht, dann mag ich das noch einsehen. Wenn es aber immer öfters ist, dass meine ausdrücklich geäußerten Wünsche (wohlgemerkt, ich erwarte kein Hellsehen!) in dieser Hinsicht ignoriert oder nur halbherzig erfüllt werden, dann hab ich doch ein Recht, mich frustriert zu fühlen! Schließlich hab ich meine Bedürfnisse ja in der Hoffnung geäußert, dass sie beachtet werden. Was soll ich mit einem Partner, der meine Bedürfnisse immer wieder ignoriert?warum das denn?
auf ihn, seine Wünsche und sein Empfinden kommt es doch auch an - es muss doch keiner auf Befehl umarmen.
daraus spricht sehr viel Bedürftigkeit - ich würde fast sagen, mangelnde Beziehungsfähigkeit.
Das gilt natürlich nur dann, wenn ich nicht andauernd mit solchen Bedürfnissen ankomme. Erwarte ich ständig, dass mein Partner mich pampert, bin ich in der Tat bedürftig und verlange zuviel.
Ich finde, es grenzt schon an Lieblosigkeit, wenn ein Partner sich den Wünschen immer ausgerechnet dann entzieht, wenn die Wunscherfüllung dringend ist - wie gesagt, so lange das nicht ständig passiert, und er diesbezüglich schon überstrapaziert wurde.Liebe keinen, der nicht auch Dich liebt!
-
27.05.2009, 17:51
AW: zu hohe Erwartungshaltung an den Partner
Ich finde das Thema sehr interessant und kann mich eins zu eins im Eröffnungsbeitrag wieder finden.
Was macht Mensch denn, wenn Mensch einen großen Nachholbedarf hat? Man kann sich ja nicht jahrelang nur mit sich selbst beschäftigen, wenn man von aussen, weil man keinen Partner hat, keine Zuwendung bekommt.
Ich lese in solchen Strängen immer die Aufforderung, sich selbst zu lieben, sich selbst was Gutes zu tun, das, was man hat, zu wertschätzen, etc pp...
was tun, wenn das nicht reicht? Ich meine, als Dauersingle geht sowas schlecht, wie soll Frau da den Partner ersetzen, bzw. das, was ein Partner geben könnte?
Und wenn dann mal einer auftaucht, der als Partner in Frage käme, und man ist bedürftig, ergreift der ja erst recht die Flucht, weil: Wer will schon mit bedürftigen Menschen zu tun haben? Es ist doch "in", cool zu sein, und es ist "in", selbstverantwortlich zu sein, es ist "in", mit dem wenigen, was man bekommt, zufrieden zu sein.
Was ist, wenn man eben nichts bekommt vom Partner, da kein Partner vorhanden? Und das dauerhaft? Was wird aus solchen Menschen?
grüße, LunadelFuego




Zitieren

