Hallo Daisy!
Ich bin seit gut über 15 Jahren Single und muss sagen, dass das "Umfeld" doch recht unterschiedlich sein kann.
Klar, es gibt Leute, die keine andere Existenzform in Betracht ziehen als eine Paarbeziehung. Von denen kommt zur Begrüung unweigerlich "Und - was macht die Liebe?" oder früher auch gerne von wildfremden Menschen: "Was, du hast Ratten? Dann kriegst du ja nie einen Mann ins Haus!" Äh, ja ... ?
Meine Eltern haben früher auch genervt, aber ich glaube, weil sie mir nicht zutrauten, dass ich alleine zurechtkommte. Mittlerweile wissen sie, dass das in Ordnung geht, und verlieren kein Wort mehr darüber.
Leute, die mich neu kennen lernen, glauben eine Weile, dass ich nur "so tue als ob" (das unterstellt man ja erst mal jedem Single) und mich in Wirklichkeit nach einer Beziehung sehne, aber sie erkennen relativ schnell, dass das nicht der Fall ist.
Früher oder später haben die meisten sich dann dran gewöhnt, dass es mich nur "einzeln" gibt, und dann ist das kein Thema mehr.
Warum ich alleine bin, kann ich gar nicht genau festmachen.
Vielleicht weil auch ich eben sehr gut mit mir allein zurechtkomme, ich langweile mich nie.
Vielleicht auch, weil ich einfach keine wirklich positiven Paarbeziehungen in meinem Umfeld habe. Allein meine Eltern sind
das Paradebeispiel gegen jede Partnerschaft! Aber auch sonst könnte ich jetzt kein Paar nennen, bei dem ich sagen würde: Ja, das ist es, SOWAS will ich auch!
Eine Freundin hat sich in einer vorübergehenden Beziehung sogar so negativ verändert, dass es mich richtig erschreckt hat.
Naja, jedenfalls habe ich mittlerweile aufgehört, darüber nachzudenken, ob ich wohl normal bin oder nicht.
Wenn ich irgendwann sterbe, möchte ich lieber sagen können, dass ich mich überwiegend wohlgefühlt habe, statt gelebt zu haben, wie andere es richtig finden
Liebe Grüße
Amanlu
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31.05.2009, 12:54
AW: "gewollter" Single, ist das normal?
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01.06.2009, 22:52
AW: "gewollter" Single, ist das normal?
Hallo Amanlu,
das hast du schön formuliert!
Jeder sollte so leben, wie er es für sich selbst richtig findet.
Übrigens gibt es in meinem Umfeld zwar viele zufriedene Paare, aber wenn ich so drüber nachdenke auch keines, mit dem ich tauschen möchte, bzw. von dem ich sagen würde: genau so sollte es bei mir sein. Vielleicht hängt auch meine Messlatte für eine gute Beziehung sehr hoch und ich weiß, dass es schwer wird diese zu erreichen. Deshalb lebe ich lieber alleine, kann gut ein Grund dafür sein. Denn soviel ist für mich klar: ein Mann für den ich mein Leben wie es jetzt ist aufgeben würde, der müsste was ganz besonderes sein.
Grüße Daisy
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01.06.2009, 22:56
AW: "gewollter" Single, ist das normal?
Hi Jushuatree,
klar flirte ich auch gerne mal, wenn es sich ergibt :-)
Sex, der fehlt mir auch manchmal. Affären haben bei mir nicht funktioniert. Ich bin immer an Männer gekommen, die eine Beziehung wollten und dann bin ich sozusagen davongelaufen.
Ich glaube nicht, dass wir einen Club gründen sollten. Aber es ist schön zu wissen, dass es Menschen gibt, die verstehen, was in einem vorgeht.
Liebe Grüße Daisy
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05.06.2009, 15:26Inaktiver User
AW: "gewollter" Single, ist das normal?
hallo zusammen,
wisst ihr, was mir gerade so in den kopf schoss, als ich diesen strang durchlas?
ich glaube, das "umfeld" hat ein größeres problem mit dauer- oder gewollten singles, als umgekehrt. denn: jeder, in dessen lebensplanung familie/kinder ganz oben steht, könnte sich und seinen lebensentwurf massiv hinterfragt fühlen von jemandem, der es ganz anders macht. also nur lose beziehungen lebt, sich mit sich allein vergnügt... und dabei schwingt vielleicht neid mit, vielleicht mitleid, jedenfalls aber löst es ja beim gegenüber was aus.
ich beobachte mich selbst ziemlich genau, seit ich mich vor einem halben jahr getrennt habe - und stelle da etwas sehr spannendes fest: während ich "früher", so mit anfang/mitte 20, immer total auf partnersuche war und langsam so etwas wie torschlusspanik bekam, bin ich jetzt, mit gerade mal 30, eher auf dem trip zu sagen: hey, mir geht's gut - und das soll auch mal so bleiben. wenn da ein mann "reinpasst" (nicht, dass ich nicht bereit wäre, kompromisse zu schließen, aber eben auch nur in maßen) - dann ist prima. aber nie nie nie wieder werde ich die bloße existenz einer beziehung höher bewerten als mein eigenes wohlbefinden. was mich dann kürzlich zu der inzwischen doch eher radikalen aussage gebracht hat: dann kriege ich eben keine kinder. obwohl die immer wesentlicher bestandteil meiner "lebensplanung" waren. so kann's auch gehen, und mir geht's damit (im moment) hervorragend. die frage ist natürlich, wann/ob sich das wieder ändert...
my 2cents
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11.06.2009, 14:36
AW: "gewollter" Single, ist das normal?
Wenn wir mal zurückdenken, aus welchem Grund so "Partnerschaften" wichtig waren, ist doch wohl einer davon die "Versorgungsmöglichkeit". Ansonsten dürfte doch wohl nur noch "Liebe" zählen.
Da Frau heute doch aber nicht mehr "versorgungsbedürftig" ist, passiert es dann schon häufiger, dass sie sich entscheidet "Wenn es nicht zusammen passt, soll es auch nicht zusammen gehören".
Und der Witz bei dem Ganzen ist, junge Männer sind heute oftmals mehr "versorgungsbedürftig", weil sie sich wegen allerlei Krimskrams in finanzielle Not gebracht haben. Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass diese echt glücklich wären, wenn sie eine Versorgerin hätten. Aber welche Frau, die selbst laufen gelernt hat, lässt sich auf so ein Spielchen ein? Auf Spielchen vielleicht ja, wenn Mann ihr gefällt, aber nicht auf eine entgültige Beziehung.
Beziehung hat ja das Ziehen als Grundwort. Also sollte einer den anderen ziehen. Gegenseitig.
"Anhängsel" bekommt man immer.
Ich erlebe es auch immer wieder, dass ich die Kontakte, auch die persönlichen zum Mann recht interessant finde. Irgendwann fängt es dann an zu nerven und ich zieh mich langsam aber sicher zurück.
Es ist alles gut, so wie es ist. Wenn nochmal die große Liebe mir auf den Kopf fällt, kann ich sowieso nichts dagegen tun. Aber faule Kompromisse will und werde ich nicht eingehen. Dazu bin ich mir zu wichtig.
Also, mal nix sich von anderen einreden lassen. Manchmal ist es sicher auch nur der Neid, denn wir müssen uns ja nicht auch noch mit den Problemchen des Mannes herumschlagen.
Es kann natürlich sein, dass man mit der Zeit so selbständig ist, dass Mann an der Seite der Singlefrau im Entscheidungen treffen und Handeln verblasst. Ja, das liegt doch aber nicht an uns?!
Ich finde, die Männer werden auch immer schwächer. Kaum einer hat richtig so die eigene Linie. Ja, was soll's? Ich hab meine Linie.....Wer verstehen kann, kann alles verzeihen
Ich bin bereit, überall hin zu gehen, wenn es nur vorwärts ist.
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15.06.2009, 12:36Inaktiver User
AW: "gewollter" Single, ist das normal?
Neuerdings fände ich das Leben mit einem lieben,
reflektierten Mann bereichernder.
Als Multiplikator für das eigene Glück.
Nur wo isser?
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15.06.2009, 12:50
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16.06.2009, 08:57Inaktiver User
AW: "gewollter" Single, ist das normal?
Hallo Caramon,
wie hier Viele schreiben,
hab ich lange Zeit das Alleinsein genossen.
Jetzt ist diese Sehnsucht da.
Vielleicht, weil ich gerade umgezogen bin.
Und hier alles neu ist.
LG Roxana



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