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    AW: "gewollter" Single, ist das normal?

    Zitat Zitat von AnaPaula Beitrag anzeigen
    "Normal" ist es natürlich nicht, denn der Mensch ist ein gesellschaftliches, soziales Wesen, d.h. von Natur aus zum Zusammenleben bestimmt, in Zweisamkeit, Familien.
    Erst in ihnen kommt die menschliche Natur zu gefundener und voller Entfaltung. Von daher, das Fehlen von Zweisamkeit als Mangel zu erleben ist doch ein Zeichen seelischer Gesundheit.

    Ein seelisch gesunder Mensch sollte die ganze Palette der Gefühle zur
    Verfügung haben (das geht nur im Zweisamkeit) und Fähig sein, ohne Angst in Beziehung zu treten und diese Beziehungen auch leben zu können. Mangel an zwischenmenschlichen Beziehungen stellt sogar ein ähnliches Gesundheitsrisiko wie Nikotin, Bluthochdruck und erhöhte Blutfette dar.

    Eremiten existierten/ existieren ja seit den ersten Jahrhunderten. Die haben aber oft den Sinn für die Realität verloren und galten auch damals als seelisch krank. Das meinte sehr wahrscheinlich dein bekannter Psychologe.

    Danke AnaPaula,

    du hast genau das ausgeführt, was mir gesagt wurde und ich in kurzform angeschnitten hatte.

    Grüße Daisy

  2. Inaktiver User

    AW: "gewollter" Single, ist das normal?

    Zitat Zitat von DaisyDuck40 Beitrag anzeigen
    Danke AnaPaula,

    du hast genau das ausgeführt, was mir gesagt wurde und ich in kurzform angeschnitten hatte.

    Grüße Daisy
    Aber Single zu sein bedeutet doch nicht sozial vereinsamt zu sein.

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    AW: "gewollter" Single, ist das normal?

    Zitat Zitat von FFreak Beitrag anzeigen
    1. es ist eben nicht "normal" im sinne von "entspricht den einstellungen und gewohnheiten der mehrheit". für mich persönlich rangiert es auf einer ebene mit homosexualität - für mich selbst unvorstellbar, aber selbstverständlich ein gleichberechtigter lebensentwurf.

    2. viele menschen haben eine instinktive angst davor, langfristig "auszusterben", d.h. absehen zu können, dass irgendwann ihre genetische spur vollständig getilgt ist. wenn jetzt die eltern zur sicherung ihrer nachkommenschaft eine klischee-reihenhausfamilie mit sohn und tochter gründen und später wird er schwul und sie so konsequent single, dass das zur kinderlosigkeit führt - dann haben sich die eltern halt geschnitten ;-)

    3. als thema zwischen den geschlechtern ist es auch ein marktproblem. nehmen wir das beispiel der freiwillig allein lebenden frau. indem sie als partnerin nicht zur verfügung steht, führt sie zu einer verknappung der "ware" paarungswillige frau, d.h. die verbliebenen pw. frauen haben eine stärkere verhandlungsposition und können entweder
    wählerisch sein oder dem partner ein stück weit die bedingungen diktieren. am ende bleiben dann männer übrig, die keine abbekommen, und wenn dieser verzicht nicht freiwillig ist, ist er relativ schmerzhaft ;-)
    punkt 3 ist allerdings nur dann relevant, wenn "single" den verzicht auf jegliche paarungsaktivität bedeutet. gegen den männermordenden vamp, der aus strategischen gründen einfach keinen "ollen" zu hause brauchen kann, wird kaum ein mann animositäten hegen :-D
    Hallo FFreak,

    du hast gut beschrieben, was von außen so auf einen zukommt ;-)

    Ja, auch ich habe Umfeld Menschen, die meinen Lebensstil als -nicht der Norm entsprechen- empfinden.
    Eltern, die voll auf ihr Enkelchen und die glückliche Familie ihrer Tochter gebaut haben und nicht verstehen, dass ihre Linie nun aussterben soll.
    Ehrlich gesagt, mir ist egal ob oder wann die Menschheit ausstirbt. Sicher nicht wegen mir und ob ich meine Familienlinie weiterführen will, da hat mich keiner gefragt, als ich gezeugt wurde.

    Aber all das sind so Dinge, die einen doch ab und an verunsichern. Du hast eine interessante Komponente zu einem Homosexuellen gezogen. Ja, da kommt dann noch dazu dass sich Eltern, Umfeld vielleicht dafür schämen, aber bei einem Dauersingle ist das nicht viel anders. Du wirst auch gerne mal unter den Teppich gekehrt, weil alle anderen Kinder ja so ein tolles normales Leben mit Familie im Einfamilienhaus führen. Also wird dir von außen der Sonderling schon etwas vorgeführt, auch wenn man selbst es gar nicht so empfindet.

    viele Grüße Daisy

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    AW: "gewollter" Single, ist das normal?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Aber Single zu sein bedeutet doch nicht sozial vereinsamt zu sein.
    Violine, ich gebe dir absolut Recht!
    Das weiß ich, dass weißt du! Ich bin auch kein Außenseiter, im Gegenteil, ich bin sozial sicher offener anderen Menschen gegenüber als so manchmer Mensch in Beziehungen.

  5. Inaktiver User

    AW: "gewollter" Single, ist das normal?

    Zitat Zitat von DaisyDuck40 Beitrag anzeigen
    Violine, ich gebe dir absolut Recht!
    Das weiß ich, dass weißt du! Ich bin auch kein Außenseiter, im Gegenteil, ich bin sozial sicher offener anderen Menschen gegenüber als so manchmer Mensch in Beziehungen.
    Warum lässt du dich dann verunsichern? Oder habe ich dich falsch verstanden?

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    AW: "gewollter" Single, ist das normal?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Warum lässt du dich dann verunsichern? Oder habe ich dich falsch verstanden?
    Verunsichern, ja und nein.
    Ich weiß was ich will und was nicht.
    Und doch glaube ist es wichtig sich damit auseinanderzusetzen, eben um nicht irgendwann steif und verschroben zu werden.

  7. Inaktiver User

    AW: "gewollter" Single, ist das normal?

    Zitat Zitat von DaisyDuck40 Beitrag anzeigen
    Verunsichern, ja und nein.
    Ich weiß was ich will und was nicht.
    Und doch glaube ist es wichtig sich damit auseinanderzusetzen, eben um nicht irgendwann steif und verschroben zu werden.
    Dann nenne es anders: du reflektierst über dein Leben, bist aufmerksam und kritisch. Aber nicht verunsichert.

    Mir ist meine Auseinandersetzung mit meinem Leben auch wichtig. Und diese latente Beschäftigung sagt mir, dass ich zufrieden bin. Andernfalls würde ich dran arbeiten, um etwas zu ändern. Aber eins lehne ich ab: das Aufoktruieren konventioneller Normen!

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    AW: "gewollter" Single, ist das normal?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Dann nenne es anders: du reflektierst über dein Leben, bist aufmerksam und kritisch. Aber nicht verunsichert.

    Mir ist meine Auseinandersetzung mit meinem Leben auch wichtig. Und diese latente Beschäftigung sagt mir, dass ich zufrieden bin. Andernfalls würde ich dran arbeiten, um etwas zu ändern. Aber eins lehne ich ab: das Aufoktruieren konventioneller Normen!
    Ja Violine, darum geht es. Reflektieren und am Ende steht bei mir die Feststellung: ja, ich bin zufrieden so wie es ist und wenn da irgendwo in der Ecke etwas schlummert, das mir sagt das ich mich selbst belüge, dann will ich das finden. Aus diesem Grund reflektiere ich!

  9. Inaktiver User

    AW: "gewollter" Single, ist das normal?

    Dann können wir den Strang ja jetzt schliessen.

  10. User Info Menu

    AW: "gewollter" Single, ist das normal?

    Zitat Zitat von FFreak Beitrag anzeigen
    1. es ist eben nicht "normal" im sinne von "entspricht den einstellungen und gewohnheiten der mehrheit". für mich persönlich rangiert es auf einer ebene mit homosexualität - für mich selbst unvorstellbar, aber selbstverständlich ein gleichberechtigter lebensentwurf.
    Ich wurde nach 5 jährigem Singledasein auch (indirekt und unter der Hand) gefragt, ob ich nicht eigentlich lesbisch bin. Damals las ich auch noch Virginia Woolf, da haben sich einige einiges zusammengereimt.

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