Antworten
Seite 1 von 2 12 LetzteLetzte
Ergebnis 1 bis 10 von 20
  1. User Info Menu

    die liebe liebt mich nicht.

    da ist niemand auf den ich mich freue. niemand der mich in den arm nimmt. niemand den ich je geliebt habe.

    ich habe mich so daran gewöhnt, dass ich hart geworden bin. hart wie ein gummibärchen, das man zu lange rumliegen lässt.
    wie eine lampe am rad mit dynamoantrieb. wenn ich laufe, dann habe ich licht, dann weiß ich wo es lang geht. werde ich still, sehe ich den ausweg nicht.

    ich will lieben und kann es nicht. ich will geliebt werden und sehe ihn nicht.

    eine mutter die mich nicht meint, kein vater. kein start für eine liebe? wer wiegt mich in seinem schoß? wer nimmt mich liebend um meinetwillen in den arm? wer lässt mich meinen schweren kopf vergessen? ich fühle die antwort, dass ich meine, sie zu kennen.

    so wird das nix.

    ich werde wütend, wenn ich an meine lieben guten freunde denke und ihre freundschaftliche liebe die mich nicht erfüllt. ihre liebe macht mich reich und reicht mir doch nicht. ich schäme mich meiner gefühle, es gibt schlimmeres.

    .

    danke fürs lesen. würde mich nicht trauen diese gedanken jemandem mitzuteilen. aber es tut gut sie hier zu schreiben und nicht wie sonst ins buch mit den immer wiederkehrenden zeilen; das mittlerweile so schwer wie ein wolkenkratzer scheint. ob mein schreiben hier resonanz findet? schön wäre es.



    schwer melancholische grüße.
    und es ist erst freitag...

  2. Inaktiver User

    AW: die liebe liebt mich nicht.

    Dein Schreiben findet bestimmt Resonanz. Ich bin sicher, Du bist nicht alleine mit Deiner Feststellung, auch wenn die Hintergründe wohl bei Jedem/r etwas anders sind.

    Was mich noch interessieren würde: Du schreibst, die Liebe liebt mich nicht, Du bist nie geliebt worden und hast nie geliebt, aber gleichzeitig schreibst Du, dass Du lieben willst. Das liest sich für mich, als würdest Du darauf warten, dass von irgendwoher die Liebe kommt, sich "bei Dir niederläßt" und Du dann lieben kannst und auch einen Gegenüber zum Lieben findest. Ein interessanter Gedanke, nur - woher kommt denn die Liebe?

    Liebst Du Dich denn selbst - oder findest Du Dich liebenswert?

    Ich finde es übrigens immer gut, etwas aufzuschreiben und wegzuschicken. Es ist formuliert, d. h. die Gedanken sind sortiert und dann wird es losgelassen. Für mich ist das immer sehr wohltuend.

    Was meinst Du denn damit: Heute ist erst Freitag?

  3. User Info Menu

    AW: die liebe liebt mich nicht.



    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Was mich noch interessieren würde: Du schreibst, die Liebe liebt mich nicht, Du bist nie geliebt worden und hast nie geliebt, aber gleichzeitig schreibst Du, dass Du lieben willst. Das liest sich für mich, als würdest Du darauf warten, dass von irgendwoher die Liebe kommt, sich "bei Dir niederläßt" und Du dann lieben kannst und auch einen Gegenüber zum Lieben findest. Ein interessanter Gedanke, nur - woher kommt denn die Liebe?
    Liebst Du Dich denn selbst - oder findest Du Dich liebenswert?
    ich denke, die liebe kommt durch die liebe anderer (wir alle brauchen und geben das gleiche). durch kleine gesten im alltag mit fremden, durch freunde hin und wieder und den sinn des lebens.
    aber die große liebe?! vielleicht wurde ich geliebt?! vielleicht habe ich es nicht gemerkt?!
    ich liebe mich (das hat gedauert). aber nicht immer. im moment weniger.

    Was meinst Du denn damit: Heute ist erst Freitag?
    es kommen zwei tage in denen ich viel zu viel zeit zum grübeln habe.

    wie schön muss es sein, sich auf das wochenende zu freuen, weil man den einen geliebten menschen wiedersieht?! und der sich auf einen freut. unglaublich.
    leider.

  4. Inaktiver User

    AW: die liebe liebt mich nicht.

    Für Dich scheint die Liebe eine Reaktion auf ein Verhalten eines oder mehrerer Menschen zu sein. Ich denke, die Liebe kommt aus einem Menschen selbst heraus. Ich glaube auch nicht, dass wir alle das Gleiche geben oder brauchen. Die Welt ist kein Sissi-Film.

  5. User Info Menu

    AW: die liebe liebt mich nicht.

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Die Welt ist kein Sissi-Film.
    und das leben ist kein ponyhof. doofe phrasen, aber ja. den bezug zur realität habe ich leider wenig bis gar nicht (was die eine liebe angeht), wie ich es heute wieder verstärkt spüre.

    Für Dich scheint die Liebe eine Reaktion auf ein Verhalten eines oder mehrerer Menschen zu sein.
    bei weitem nicht nur das. auch.

    Ich denke, die Liebe kommt aus einem Menschen selbst heraus.
    das ist in uns von natur aus angelegt.

    Ich glaube auch nicht, dass wir alle das Gleiche geben oder brauchen.
    ich glaube durchaus, dass ausnahmslos jedes menschliche wesen grundsätzlich liebe braucht.

  6. User Info Menu

    AW: die liebe liebt mich nicht.

    Liebe empfinden zu können und auch zu erfahren, ist etwas sehr Existentielles. Kein Wunder, dass es dir schlecht geht, wenn dir die Liebe fehlt.

    Ich denke, es ist mit der Liebe wie mit dem Laufen lernen: Man muss mit dem ersten Schritt beginnen. Und der gelingt nur, wenn ein anderer, der schon laufen kann, einem die Hand reicht. Einen an der Hand hält (symbolisch gesprochen).

    Aus der Ferne kann ich nicht orakeln, wie das bei dir in der Kindheit gelaufen ist, aber du schreibst von einer Mutter die dich nicht meint und einem Vater, der nicht da ist (oder war). Die wichtigsten Menschen im Leben eines Kindes, die einem das Laufen und auch die Liebe "beibringen" haben ihren Job vermutlich nicht gemacht.

    Und das ist nicht deine Schuld.

    Aber es wäre schade, das einfach hinzunehmen und sich aufzugeben. Such dir eine helfende Hand. Und damit meine ich eine, die sich professionell damit auskennt. Die dir das "Laufen" beibringt, damit du dieses lebenswichtige Gefühl der Liebe in dir spüren kannst. Dann kannst du es auch von andern irgendwann annehmen.

  7. Inaktiver User

    AW: die liebe liebt mich nicht.

    es fängt damit an, dass du dich selbst in den arm nimmst und anfängst dich zu lieben.

    dich gerne mit dir selbst beschäftigst. dich lobst.

    warum sollten die anderen dich lieben, wenn du es selbst nicht tust?

  8. User Info Menu

    AW: die liebe liebt mich nicht.

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen

    warum sollten die anderen dich lieben, wenn du es selbst nicht tust?
    Eine richtige Logik hat dieser häufig zitierte Satz aber nicht.

    Warum sollte ich einen solchen Menschen nicht lieben (können)?

  9. Inaktiver User

    AW: die liebe liebt mich nicht.

    das leben und die fähigkeit zu lieben fängt damit an, dass du mit dir selbst einen frieden hast.

    und dich liebst. dich selbst liebst.

    und nicht deine selbst-liebe daran festmachst, dass andere dich lieben.


    ich sehe es so:

    du liebst dich selbst- du hast eine ganz andere ausstrahlung.
    und das macht dich auch für menschen um dich herum attraktiv.


    anderer ansatz:
    du liebst dich nicht. du bist der meinung, dass du als mensch nur etwas wert bist, wenn ein anderer mensch sagt: ich liebe dich.
    da ist abhängigkeit von seiner oder ihrer äusserungen.
    das ist in meinen augen keine liebe sondern abhängigkeit

  10. Inaktiver User

    AW: die liebe liebt mich nicht.

    Zitat Zitat von Abendstille Beitrag anzeigen
    Eine richtige Logik hat dieser häufig zitierte Satz aber nicht.

    Warum sollte ich einen solchen Menschen nicht lieben (können)?
    für mich ist der satz so wie ich ihn geschrieben habe völlig logisch.

    wenn ich liebe empfinde- dann kann es eine blume sein, ein kind, ein mensch, ich selbst. liebe fragt wenig nach dem objekt. es ist ein gefühl, dass ganz tief aus meiner seele kommt

Antworten
Seite 1 von 2 12 LetzteLetzte

Berechtigungen

  • Neue Themen erstellen: Nein
  • Themen beantworten: Nein
  • Anhänge hochladen: Nein
  • Beiträge bearbeiten: Nein
  •