@schnarchstop
habe tatsächlich die Frauen noch nicht näher angeschaut, also noch keinen Blickkontakt mit einer aufgenommen.
Ich hatte nur flüchtig den Eindruck dass die eine oder andere der Wortführer ist bei dem Stammtisch draussen auf der Terasse und da kam mir flüchtig der Gedanke, sie mag der "Mann" im Bett sein oder so.
Was auch immer. War nur ein flüchtiger Eindruck und habe wirklich noch keine von denen genauer angeschaut, könnte also keine Wiedererkennen. Aber die Gruppe hat viel Spass zusammen, das sieht man und das macht Freude die so zu sehen. Sowas gab es ja z.B. vor 10 Jahren noch nicht (hier zumindest). So wandelt sich halt die Gesellschaft.
Wenn ich mit meiner Freundin rede ist der Aufhänger zu allermeist auch PMS, Periode, körperliche Details / Wohlfühlthemen bzw. Probleme körperlicher Art und das Befinden was sich daraus herleitet und das Lebensgefühl und die Probleme mit "socializing" / Kommunikation mit Mutter und ähnliches, als Aufhänger wie gesagt, was aber doch einen wichtigen gemeinsamen Bereich darstellt da ich mich auch sehr körperlich definiere und mein Gefühlsbefinden daraus herleite. Wir sind nur ein biochemischer Mix und wir denken so wie unser dementsprechende Zusammensetzung ist und so weiter. Das führt aber zu weit das jetzt auszuführen oder mich als gut geölte Maschine zu bezeichnen (auch wenn es genauso ist).
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Thema: Als Mann fühlen
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09.06.2009, 12:45
AW: Als Mann fühlen
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09.06.2009, 13:09
AW: Als Mann fühlen
Also dann haue ich mal in den Pudding.
Irgendeiner muss es ja tun.
Positive weibliche Eigenschaften in Relation zu Männern: fürsorglicher, sanfter, unaggressiver, geduldiger, ausgleichender, kompromißorientierter.
Die negativen ergeben sich aus den übersteigerten positiven.
Positive männliche Eigenschaften: aggressiver>aktiver, erfinderischer, entscheidungsfreudiger, risikofreudiger, "rauflustiger" = konkurrenzfreudiger
Die negativen ergeben sich aus den übersteigerten positiven.
Wem das nach Klischee klingt, der hat Recht.
Ich halte viel von Klischees.
Sie bergen die Erfahrungen vieler Generationen, enthalten einen wahren Kern Wirklichkeit, allerdings nur als Abklatsch, verwaschen, vergröbert, eben klischiert.
Und Achtung: Alle diese Aussagen gelten immer nur IM SCHNITT, beschreiben Eigenschaften, die in einer Gruppe häufiger vorkommen als in der anderen, meinen nicht, dass sie in der anderen Gruppe überhaupt nicht vorkommen, erlauben also keine Vorhersage über das jeweilige Individuum, das ganz anders sein kann und sein darf als es der Durchschnitt seiner Gruppe, der es angehört, vermuten lässt.
Und jedes Individuum hat ein Recht darauf, als Individuum gesehen und beurteilt zu werden.
Es gibt nun einmal sehr viele "weibliche" Männer und "männliche" Frauen.
Die sind vor allem in der Bri. überrepräsentiert und fallen über "weibliche" Männer wie mich her, wenn sie "männliche" Positionen vertreten.
Na ja, is' halt nicht einfach.
Obwohl es also viele untypische Männer und Frauen gibt, sollte man nicht übersehen, dass die Mehrheiten der jeweiligen Geschlechter sich in der Nähe der abstrakten typischen Frau/des abstrakten typischen Mannes verorten lassen.
Auch wenn man z.B. viele Frauen sieht, die größer sind als viele Männer, stimmt es doch, dass im Schnitt Männer größer sind als Frauen, der "Durchschnittsmann=typischer Mann" größer ist als die "Durchschnittsfrau= typische Frau".Geändert von arouet58 (09.06.2009 um 13:25 Uhr)
Cum grano salis
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09.06.2009, 13:18
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09.06.2009, 13:33
AW: Als Mann fühlen
Nope, habe ich nicht. Ich bin mir ziemlich sicher, dass Du den Großteil immer noch verstehst. :-) (na, mag mir wer aus dem Satz einen Strick drehen?)
Es war der Versuch einer Antwort auf Brombeerkatzes Frage. Gefühlsausdruck kann man als Sprache auffassen (s.a. die vielen Hinweise auf nonverbale Kommunikation), das Vokabular 'typischer' Männer und Frauen ist allerdings beschnitten -- entsprechend ihrer kindlichen Erziehung. Das äußert sich auch in den Signalen, die ihnen zugebilligt werden mit der Kleidung zu transportieren. Greift man auf das Vokabular des anderen Geschlechtes zurück, wird man sehr schnell in entsprechende Schubladen einsortiert. Emotional redet man dann sozusagen als Vertreter des anderen Geschlechtes.
Aber da Du Dich für Dich zumindest eh von diesen Schubladen gelöst zu haben scheinst, ist es auch nachvollziehbar, dass Du das nicht verstehen kannst -- es ist schlicht ein fremdartiger Gedanke. Jetzt stellt sich mir die Frage, bleiben wir mal bei dem Kleidungsbeispiel, wie reagiertest Du auf einen Mann im Blümchenrock mit Ballerinas? Und wie auf eine gleichermaßen gekleidete Frau? Gibt es einen Unterschied, und wenn ja, warum?
:-D
Großartig. Scheinbar widersprüchlich, aber beide haben recht. Wenn das aber nur die ganze Story wäre ... *seufz*
Aus so manchem Beitrag hier konnte man den Konsens erkennen, dass es altersabhängig sei -- auffallend dort, wo alte Menschen zwingend ihre geschlechtliche Identität bewahren wollen. Ich denke, es fällt deswegen auf, weil geschlechtliche Identität sehr viel mit Aktivität auf dem Balzmarkt zu tun hat (aber das will niemand hören).
Aber es wurde auch an anderer Stelle behauptet (und nicht widersprochen), dass Identität nicht aus der Rolle komme. Im Alltag wird dieser Fehler jedoch gerne gemacht, insofern ist diese Diskrepanz zwischen theoretischem Anspruch und praktischer Wirklichkeit interessant. Ich denke aber auch, dass in einer Diskussion wie dieser hier verstärkt Leute sind, die tatsächlich Interesse an dem Thema haben und sich damit bewusst oder unbewusst schon mal auseinandergesetzt haben, also vermutlich nicht so leicht mehr in diese Falle tappen.
Oder wie stehen wir alle dazu, wenn der Mann zuhause bleibt, Haushalt und Kindererziehung übernimmt, wohingegen die Frau das Geld verdient? Ich find's gut. Allein die Geldverschwendung stört mich, aber das könnte durch gleiche Löhne ja endlich mal behoben werden. Aber wie wird so ein Vater auf dem Spielplatz, im Kindergarten, in der Schule wahrgenommen? Wie schätzen wir unsere Mitmenschen dahingehend ein?
LG
Masin
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09.06.2009, 13:42
AW: Als Mann fühlen
Masin, das was Kraaf beschreibt kenne ich auch sehr gut und mag es nicht so..Großartig. Scheinbar widersprüchlich, aber beide haben recht
Deshalb hatte ich in Klammern "im praktischen Kontext" gesetzt
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09.06.2009, 13:43
AW: Als Mann fühlen
Interessant.
Ich schaue mir Menschen meist näher an, ohne Blickkontakt mit ihnen aufzunehmen.
Kürzlich habe ich einem Mann beim Info-Stand vom BAUHAUS in die Augen geguckt, als es um die Qualität von Rasen ging.
Zum Schluss des Gesprächs hat er dann noch schnell einen Blick in den Ausschnitt von meinem T-Shirt geworfen.
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09.06.2009, 13:56
AW: Als Mann fühlen
Das dachte ich mir schon, ich habe den Teil ja auch nicht gelöscht. Es ist nur schwierig, den 'praktischen Kontext' zu erkennen. Erzählt sie mir von ihren Problemen und Leiden, weil sie meine Gedanken dazu hören und auf meine Erfahrung zurückgreifen will, oder will sie sich das einfach nur von der Seele reden? Seitens ihrer Erzählung ist kein Unterschied festzustellen, weswegen ich wahlweise aufdringlich Ratschläge erteilt habe oder eben keine Hilfe war.
Aber da ich ein fauler und bequemer Mensch geworden bin, der keine Lust mehr hat, Dinge zu erraten, läuft es jetzt auf ein paar Gegenfragen hinaus, um Interesse zu zeigen. Wer tatsächlich Hilfe will, wird schon die rechten Fragen stellen. :-)
Dieses Verhalten, ungebeten Rat zu erteilen, passt übrigens hervorragend da rein, dass Männern ein 'keine Schwäche zeigen'-Verhalten beigebracht wurde: Um keine Schwäche zu zeigen, würden sie keine direkte Frage nach Hilfe stellen bzw. erfordert Überwindung. Kriegen sie hingegen einfach Rat, haben sie ja nicht zugeben müssen, Hilfe zu benötigen. Toller Deal, oder? Vermutlich erzählen Männer auch deswegen so wenig über Probleme und Nöte, weil sie ja erstmal keine Hilfe sondern das Problem selber lösen wollen. (Disclaimer: Das ist natürlich nur ein statistisches Mittel. Es gibt seitens Frauen aber immer wieder die Beschwerden, er erzähle ja gar nichts von sich.)
LG
Masin
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09.06.2009, 13:59
AW: Als Mann fühlen
interessant.
Würde ich z.B. nicht machen. Wenn dann soll sie mich anschauen (natürlich nicht...).
Und auf Busen per se steh ich sowieso nicht. Ich mag nur die ganze Person, ihren Charakter, Ihre Persönlichkeit, die Interaktion mit dem anderen.
Sex blende ich explizit aus bei einer Begegnung, ich denke hier sind viele verwirrt, gerade auch Frauen, was mich öfters ärgert oder geärgert hat. Bei einer guten Freundin von früher z.B., von der mit Anfang 20. Ich möchte nur mit ihr Reden. Bei ihr läuft es auch heute noch auf die sexuelle Anziehung raus. OK, so ist sie nun mal. Aber sie versteht nicht das hier nichts mehr läuft, entweder reden oder nichts. Von mir aus, jeder wie er möchte. Ich habe bei verschiedenen Leuten nur das Gefühl dass es irgendwann mal zu spät ist zur Vernunft zu kommen, das Leben ist ja endlich und wir (ich und meine Partnerin und auch die von damals) haben zu viel gehabt und gerade das Reden und das Gernhaben war doch immer wichtig, das körperliche kam stets hinzu und hat teils auch überlagert, war aber tief drinnen nicht das Ausschlaggebende, dass was wirklich wichtig war. Sind eben alles Ego-Dinge und jeder steht halt woanders in seinem Leben, was ich aber nicht so stehen lasse und die Dinge gezielt anspreche.
(Ausser bei Freundin, da geht es Hand in Hand, d.h. versuche mich einzufühlen und wenn sie möchte bin ich recht schnell bereit auf sie anzuspringen, ihr zu entsprechen. Schwierig zu schreiben. Aber auf körperliche Merkmale stehe ich nicht. Ist nun mal so und da hat nicht zuletzt mein medizinischer Backround/Interesse dazu beigetragen. Wieder nur ein Teilaspekt hier sicherlich.)
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09.06.2009, 14:15
AW: Als Mann fühlen
Du kannst mit meiner Unterstützung rechnen, wenn Du unverschuldet vermöbelt wirst, ich bin ein männlicher Mann und - man sieht das hier vielleicht nicht so gut - größer als die meisten Frauen in meiner Umgebung.
Ich habe den *stöhn* leisen Verdacht *jammer*, dass sie uns im Laufe dieses Stranges *jaul* nicht erspart bleiben wird.

Da dachte ich eher an das Verhalten vorhandener oder fehlender verschiedengeschlechtlicher Bezugs- und Identifikationspersonen, die eine prägende Rolle bei der Entwicklung der geschlechtlichen Identität im Kindesalter haben könnten.
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09.06.2009, 14:21
AW: Als Mann fühlen
Hört sich jetzt sowieso etwas „anders“ an und wird auch wieder nicht jeder verstehen. Aber ich musste mich noch aus keiner Schublade lösen. Nenne ich jetzt mal *glückgehabt*, nachdem, was ich hier so lesen musste.
Eher im Gegenteil, ich reagiere anscheinend sehr empfindlich, in eine gesteckt zu werden. Denn erst, als ich sehr viel später in genau solch eine gesteckt werden sollte, mit ner Menge Boshaftigkeit und ner Menge unterschwelligem Hass, habe ich reagiert und mich so ziemlich gewundert und ja, auch dagegen gewehrt. Es war aber so ziemlich zwecklos. Denn man kann andere Menschen nicht verändern, sondern nur sein eigenes Verhalten, aber leider auch nur bis zu einem gewissen Grad. Besonders schwierig, wenn man von etwas derart überrumpelt wird. Ja, es war eine ziemlich schmerzhafte aber auch sehr wichtige Erfahrung. Das letztere sowieso erst im nach hinein. Und ich hätte auch gern darauf verzichtet. Wirklich!
Aber alles hat offensichtlich einen Sinn und darum bin ich wohl auch hier, denn jeder fühlt sich auf seine eigene Art von dem Thema irgendwie schon berührt, der hier ernsthaft mitdiskutiert. Und ich möchte vielleicht nur etwas mehr verstehen und mich schützen. Und ganz bestimmt möchte ich so ein s. g. Trauma (da ist z. B. eine Anmache von älteren Herren in Umkleidekabinen für mich wirklich sehr harmlos dagegen!) nicht unbedingt auf ewig mit mir rumschleppen. Und seit dem weiß ich auch, dass oft nur eher hasserfüllte und doch sehr schwache, wenig selbstsichere Menschen überhaupt Schubladen benutzen um sich besser und vor allem überlegener zu fühlen. Das ist gut, vorher zu wissen, auch um sich besser schützen zu können.
Meine Meinung zu Blümchenrock und Ballerinas? Ist so ziemlich unspektakulär und ist ja nicht so, dass man in einer Großstadt nicht auch maskuline Körper in s. g. Frauenkleidern sieht. Also, nicht ganz so ungewöhnlich und ich denke dann immer: „Wenn er/sie sich denn damit wohl fühlt, warum nicht.“ Ich bin da doch schon sehr tolerant und lasse gern und möchte aber auch selbst gelassen werden.


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