Mmmmh.
Ich sach mal ganz ernst - und genau so gemeint:
Dieses "Problem" ist tatsächlich DEIN Problem.
Und bleibt es so lange, bis DU es für DICH gelöst hast.
Dabei kann Dir keine Frau mit präziserer Sprache helfen, denn das ist NICHT das Problem.
Das Problem ist: DU willst verstehen.
Ich frage ganz ernsthaft: Warum? Wozu? Was ist Dein "Gewinn" dabei?
Dem anderen hilft:
a) Wenn er sich nicht gleich aus dem Nest geworfen fühlen muss, wenn er sich unattraktiv, doof, unweiblich, unmännlich fühlt.
D.h. es hilft schon mal, das Problem eines anderen anzuerkennen. Dazu muss man noch gar nichts verstehen.
b) Wenn man wenigstens ungefähr verstanden wird um mit jemandem in Richtung Lösung zu schauen.
- Dazu sucht man sich, wenn man das will, am besten jemand, der nicht gleich in Abwehrhaltung geht. Du fällst also eh aus.
Wozu willst DU also verstehen?
Es würde doch genügen, wenn Du Deine Abwehrhaltung ablegen könntest.
Mir geht's ehrlich gesagt seit dem Tag viel besser, an dem ich eingesehen habe, dass ich gar nichts verstehen muss und dass dieses ganze Verstehen-wollen im Prinzip auf eine grandios angelegte Steuerungs- und Kontrollillusion aufbaut. Ist also alles vertane Energie. Steuern - und kontrollieren ist nichts im zwischenmenschlichen Bereich. Das ist destruktiv. Sich selbst und anderen gegenüber.
Wenn sich jemand so ausdrückt, dass ich es nicht nachvollziehen kann, was er meint und ich aber darauf bestehe, dass er so lange an SEINER Ausdrucksweise arbeitet , bis ICH es verstehe .... dann ist das Ego-Wichserei meinereits und zwar auf Basis einer Manipulation an einem erwachsenen Menschen. Das ist nicht mehr in Augenhöhe. Das ist anmaßend. Also lasse ich das.
btw. gibt es Methoden zur Problemlösung, dabei wird völlig inhaltsfrei gearbeitet. Da macht noch nicht mal der (Körper-)Therapeut irgendwelche Anstalten etwas verstehen zu wollen. Sehr spannende Sache - dabei geht es nämlich im Prinzip nur darum, was man braucht, damit man sich gut / kräftig / weiblich/ männlich (wie auch immer) fühlt.
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Thema: Als Mann fühlen
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02.06.2009, 12:49Inaktiver User
AW: Als Mann fühlen
Geändert von Inaktiver User (02.06.2009 um 12:53 Uhr)
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02.06.2009, 13:17
AW: Als Mann fühlen
Gefällt mir ganz gut, Leda.

Da bekommt der Satz: "Das muss ich nicht verstehen" eine ganz neue Bedeutung.
Ist aber in einem schriftlichen Forum nicht so praktikabel wie im Leben.
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02.06.2009, 13:34
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02.06.2009, 13:38Inaktiver User
AW: Als Mann fühlen
reiner, Du meinst, das hast Du verstanden?

Welcher Anspruch steht denn von Dir da hinter:
Wenn eine Frau hier schreibt, sie fühle sich unglücklich-unweiblich, bekommt sie Resonanz. Und NachfragenIst aber in einem schriftlichen Forum nicht so praktikabel wie im Leben.
Funktioniert doch.
Oder geht's darum, dass sie auch FÜR DICH schreiben soll?
Warum genügt es Dir nicht zu sagen: Verstehe ich nicht, ist nicht mein Thema.
Statt dessen sagst Du: Versteh ich nicht, ist deshalb mein Thema, die soll mal gefälligst für mich verständlich schreiben. Obwohl ich das Problem nie verstehen werde.
Das find ich unterirdisch fies.
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02.06.2009, 14:02
AW: Als Mann fühlen
Ich habe mir jetzt nicht alle Beiträge seit meinem letzten durchgelesen (noch nicht), allerdings habe ich eine Vermutung/Befürchtung/...
Das Problem ist aus meiner Sicht, dass hier versucht werden soll, Gefühle bzw. Stimmungslagen auf "Basisgefühle" zurückzuführen (so wie man beispielsweise komplizierte Mathematik auf die Grundechenarten zurückführt
).
Auf den ersten Blick mag dieser Ansatz zwar naheliegend und vielversprechend sein, bei gebnauerer Betrachtung zeigen sich aber schnell Unzulänglichkeiten, für deren "Erklärung" ich noch nicht mal den Unterschied Mann / Frau bemühen muss, denn:
Fragt man beispielsweise 10 Männer, wann es ihnen gut geht, kann man - wie auch bei 10 Frauen - mit mindestens 11 verschiedenen Antworten rechnen. Wenn man nämlich eine derartige Frage (wie auch die Frage nach "unweiblich" / "unmännlich" stellt), trifft man bei jedem auf eine eigene, individuelle Definition des Begriffes, nach dem gefragt wird, sowie zusätzlich auf ein jeweils individuelles Spektrum "auslösender Zustände".
Von daher erscheint mir oben genannter Ansatz schlichtweg aussichtslos. Viel eher erschließt sich mir die ganze Diskussion der "unweiblichkeit", wenn ich keine exakten Begriffe zu Grunde lege, sondern viel mehr das ganze als Äußerung betrachte, ähnlich, wie es bereits Leda geschrieben hat:
der betreffenden Person geht es nicht gut, sie ist mit sich selbst nicht zufrieden. Und da eben die menschlichen Gefühle nicht quantifizierbar sind(was auch gut so ist), erzeugt eine derartige Äußerung Nachfrage durch andere Nutzer, worauf dann üblicherweise eine Spezifizierung der "Lage" erfolgt, bis einigermaßen Klarheit zwischen den aktiv Beteiligten hergestellt ist.
Solltest du, reiner, jetzt einmal "verstanden" haben, was gemeint war, kann ich dir gleich sagen, es nützt dir beim nächsten Mal nicht viel, sondern kann allerhöchstens als Basisgedanke und Ansatzpunkt dienen. Denn die Menschen sidn verschieden.„Auf unserer Suche nach allem, was die Leere erträglich macht, haben wir nur eins gefunden … einander.“
(aus Contact)
"Wir vertreiben uns aus einem Paradies, aus dem nur wir uns selbst vertreiben können."
(H. Lesch)
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02.06.2009, 14:35
AW: Als Mann fühlen
Ja, das wäre in Beziehungen denkbar, dazu habe ich aber hier im Forum jetzt kein konkretes Beispiel vor Augen. Hier gings wirklich eher um die Gemütsverfassung und sei es in Verbindung mit flachen Schuhen.
Ich bin zwar nicht der Meinung, swedish, dass man Gemütsäußerungen, zumal grundlegende, die eine Lebensphase prägen, nicht auf Basisgefühle zurückführen kann, Angst oder Unsicherheit sind oft die Grundlage für scheinbar andere Gefühle, ich kann aber das Resümee von Leda und Swedisch so stehen lassen.
Grüße
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02.06.2009, 14:55
AW: Als Mann fühlen
Ach, vielleicht wäre das offensive Einfordern von Komplimenten ja sogar eine Bereicherung für das Zusammenleben. Demnächst werde ich mal ein Meeting eröffnen mit: "Bevor wir also zu den Sachthemen kommen, meine Damen: Ich fühle mich in den letzten Tagen irgendwie etwas zu wenig als Mann und erwarte, dass Sie mir im Anschluss an diese Besprechung ein paar knackige Komplimente machen, und zwar einzeln, lassen Sie sich also bitte zwischenzeitlich schon mal etwas einfallen. ..."
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02.06.2009, 15:28
AW: Als Mann fühlen
tragischer fände ich wenn ich (als Mann) sagen muss dass ich mich zu wenig weiblich fühle - halt - dass ich meine weibliche oder weiche Seite zu wenig pflege.
Zum Beispiel in der Partnerschaft. Wenn ich innerlich Groll hege oder kontraproduktiv denke oder gegen meine Parterin denke, sie gedanklich sabotiere, dann wird sie mir genauso Misstrauen und eine harte Art entgegenbringen. Dies führt dazu dass ich mich selbst verletze, mich aufreibe und der Partnerin geht es mit mir ebenso, wenn sie zu hart, zu männlich ist (oder wie manchmal wie in den Foren hier zu wirr ist/redet).
Beruflich und Privat geht es nur miteinander und das Pflegen der weichen Seite in einem. Mann und Frau ist man ja sowieso, alleine schon in seiner ganzen Körperlichkeit.
Das sagen doch auch die Mädchen- und die Jungenforscher in ihren Jahresberichten zur Lage der Nation.
Mädchen sind ebenso / ebenso wenig verwirrt wie Jungs, nur reden sie mehr darüber, das ist aber ein anderes Thema.
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02.06.2009, 16:34
AW: Als Mann fühlen
„Auf unserer Suche nach allem, was die Leere erträglich macht, haben wir nur eins gefunden … einander.“
(aus Contact)
"Wir vertreiben uns aus einem Paradies, aus dem nur wir uns selbst vertreiben können."
(H. Lesch)
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03.06.2009, 09:42Inaktiver User
AW: Als Mann fühlen
@kaafeeEher unmöglich. Eigentlich gibst Du ja gleich mehrere mögliche Antworten, als nur die eine. Denn der Esel schrie, der Hund bellte, die Katze miaute, und der Hahn krähte. Und wer sollte und wollte sich damit schon selbst schmücken wollen?
*lach*
Nun, du blickst dahinter, sozusagen zur Auflösung eines Krimis, während es mir mehr um den Aufbruch und nicht das Ergebnis geht.
Allerdings habe ich weder mit Esels, noch mit Hahns, noch mit Katzes, noch mit Hundes verbalen Äusserungen ein Problem, das Gegenteil ist der Fall: ich verstehe manchmal meinen Hund besser als eine Reihe von MitarbeiterInnen, was vielleicht daran liegt, dass er zu den gleichen Ereignissen die gleiche Art zu bellen hat, während manche Menschen auf die gleichen Probleme morgens vollkommen anders reagieren als abends. Mag sein, dass dies die tiefere Ursache - schon vollkommen o.t. - für die Wirtschaftskrise ist; das Bellen der Hunde wurde nicht verstanden, dafür aber komplexe Handlungen zum falschen Zeitpunkt gesetzt - morgens bzw. abends



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