Naja, ist so eine Idee von mir, ich krieg bei jeder neuen, größeren oder kleineren oder marginalen "realexistierenden postfeministischen Schublade", die hier aufgeht, ein immer ungläubigeres Staunen ins Gesicht. Aber ich weiß natürlich auch nicht wirklich, was ihr HIER (in der Bri, in diesem Strang) damit, im Jahre 2009, bezwecken wollt. Muss ich auch nicht wissen, wunder mich nur und muss jetzt los.
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Thema: Als Mann fühlen
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20.06.2009, 20:35Inaktiver User
AW: Als Mann fühlen
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20.06.2009, 20:42
AW: Als Mann fühlen
Cum grano salis
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20.06.2009, 20:59
AW: Als Mann fühlen
Ich bin ehrlich gesagt erst in den letzten Monaten bei einigen Diskussionen hier auf ein paar Themen gestossen, mit denen ich mich vorher nicht eingehender beschäftigt habe und deren Inhalte ich tatsächlich eher für theoretische Erörterungen gehalten habe, zugegebenermassen auch bei den feministischen Themen. Inzwischen bekomme ich aber auch die realexistierenden gesellschaftlichen Konsequenzen feministischen oder feminozentrischen Entscheidens und Handelns mit und finde daher eine Diskussion - vielleicht nicht unbedingt in diesem Strang - über die Kehrseiten dieser Konsequenzen hier eigentlich ganz angebracht.
Aber letztendlich sind es wohl hauptsächlich Mütter und auch Väter von Söhnen, die diese Diskussion führen müssten.
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20.06.2009, 22:41
AW: Als Mann fühlen
Na ja, das sind Diskussionen, die jeder Mann, vor allem der junge Mann, mit sich und im Freundeskreis führen muss.
Er ist doch heute mit völlig widersprüchlichen Erwartungen junger Frauen konfrontiert, die, mächtig empowert, keine Mühe haben, diese Ansprüche auch zu artikulieren.
Während der junge Mann in der Überzeugung erzogen wurde, er habe keine Ansprüche an eine Frau zu stellen, sondern sich zuerst einmal zu bemühen, eine Frau glücklich zu machen, umso mehr, als er als Mann gefälligst seinen Anteil an Kollektivschuld an, sagen wir mal, 9000 Jahren Frauenunterdrückung abzuarbeiten habe, die er, so vermittelt man ihm unterschwellig und überschwellig, durch sein bloßes Mannsein schon mit sich herum trage.
Männern wird in der Beziehung von Frauen guten Gewissens eine mächtige Bringschuld aufgebürdet.
Diese Frauen selbst aber fühlen sich Männern gegenüber immer weniger in der Pflicht, denn das bedeutete ja Abhängigkeit, Unemanzipiertheit usw.
Weiblicher Egoismus wird gehypt als Ausweis einer "modernen", selbstständigen, selbstbewußten, befreiten Frau, männlicher Egoismus ist dagegen nichts weiter als Egoismus, schlimmer noch, er ist Sexismus, Chauvinismus, einfach ungehörig.
Der Mann soll sanft, verständnisvoll, der Lila-Laune-Bär sein, gleichzeitig aber auch dominant, damit Frau ein wenig zu ihm aufschauen kann, keinesfalls ein Weichei, soll möglichst eine geile Karriere hinlegen, damit die Kasse stimmt und man sich mit dem Kerl im Kreise der Freundinnen sehen lassen kann.
Folge: Immer mehr junge Männer ziehen sich zurück, entziehen sich dem Erwartungsdruck und bleiben solo.
In meinem Bekanntenkreis gibt es 3 Abiturienten, von denen ich sicher weiß, dass sie noch nie eine Freundin hatten, keine schrägen Vögel, sondern alle normal gut aussehend, nicht übergewichtig, keine Loser, einer davon ein ausgesprochen schöner intelligenter, eloquenter Junge (blond gelockt, ja tatsächlich), aber keine Freundin, ein PC-Rollenspiel ist interessanter.
Ich vermute, auch die sexuellen Bedürfnisse durch Pornobildergucken am PC zu befriedigen, ist mittlerweile zufriedenstellender als sich den kaum noch zu bremsenden Ansprüchen der gleichaltrigen jungen Frauen auszusetzen.
Darüberhinaus haben diese Frauen einen erschreckenden Automatismus gelernt.
Bei der geringsten Frustration, nicht nur in einer Beziehung, ist sofort der Mann der Haupt - und Alleinschuldige.
Selbstreflexion, Nachdenken über eigenes Fehlverhalten findet kaum noch statt.
Der Universalsündenbock "Mann", den der Feminismus erfand, zur Grundlage einer ausgebauten, ausufernden Weltanschauung machte, ist für Frauen zur ubiquitär einsetzbaren Generalausrede geworden.
Mich wundert es nicht, im Gegensatz zu den Soziologinnen der niederländischen Väterstudie, dass kinderlose Männer glücklicher sind als Väter, dass sich immer mehr Jungen vor den Computer zurückziehen und dort das virtuelle Leben geniessen und ihre sexuellen Bedürfnisse befriedigen.
Im realen Leben hat man ihnen systematisch beigebracht, sich für ihr Mannsein zu schämen, schuldig zu fühlen, zu entschuldigen.
Während Frauen umgekehrt gelernt haben, Frausein allein schon als Auszeichnung, als eine besondere, höhere Art des Menschseins zu begreifen, die BERECHTIGT, aber nicht verpflichtet.
Bei Männern ist es umgekehrt.
Mannsein verpflichtet, vor allem gegenüber Frauen, gegenüber dem Staat, berechtigt aber zu gar nichts Besonderem.
PS: Bitte alle Pauschalierungen mit den üblichen Einschränkungen oft, meist, nicht immer, tendenziell usw. versehen.
Ich hab's mir aus Zeitgründen, stilistischen Gründen und Faulheit erspart.Geändert von arouet58 (20.06.2009 um 23:07 Uhr)
Cum grano salis
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20.06.2009, 22:49
AW: Als Mann fühlen
ich denke viele Mütter meinen es gut, überschätzen sich aber sehr bzw. denken sie könnten mehr (mehr als realistisch ist) teilhaben am Leben ihres Sohnes aus lauter Gutmeinen-Denken.
Beim Loslassen von Müttern zu ihren Söhnen (oder auch Töchtern) gibt es sicherlich auch sehr viel Schwierigkeiten.
Ich mein, was soll eine Mutter einem Sohn mit 12 noch sagen oder diskutieren wollen. Kann sein beide verstehen sich gut, dann ist es ja schön.
Aber oft kommt es vor dass die Persönlichkeiten und Charakter von Eltern und Kind einfach nicht kompatibel zueinander sind und dann fällt den Eltern das Loslassen oft schwer bzw. es fehlt die Einsicht der Eltern oder auch der Mutter dass sie diejenige ist die Hilfe benötigt und es paradox ist dass die Mutter sich als Elternteil versteht aber faktisch inkompetent ist. Ich denke dieser Fall liegt sehr oft vor.
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20.06.2009, 22:49Inaktiver User
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20.06.2009, 22:51
AW: Als Mann fühlen
Also ich habe bei einigen Diskussionen inzwischen wirklich den Eindruck gewonnen, dass Frustrierte, Inkompetente und IdeologInnen bereits im Kita- und Grundschulalter ihren Einfluss ausüben und die Diskussionsfähigkeit damit bereits untergraben. Aber dagegen etwas zu unternehmen wäre wirklich Sache der Eltern, da möchte ich mich mangels Erfahrung und Betroffensein lieber nicht weiter zu äußern.
Das wird hoffentlich nicht der Normalzustand junger Frauen heute sein. Ansonsten kann ich dem jungen Mann nur raten: Rechtzeitig nach einer anderen umsehen und sich ansonsten um Beruf, Hobbies und Kumpel kümmern.Geändert von Alaska (20.06.2009 um 23:35 Uhr) Grund: Ergänzung
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21.06.2009, 00:04
AW: Als Mann fühlen
Das ist man mal ein wenig weg und dann soo viel zum Nachlesen...
Nur kurz:
Ich kenne einige, sowohl von Mädchen als auch von Jungs und lerne immer mal wieder neue kenne, teils mit ihren Kindern, teils ohne. Teils in Gegenwart der Väter, teils ohne.
Und wenn ich mir dann anschaue, wie manche Mütter von den Vätern ihrer Kinder reden bzw. welche Umgangsformen Mütter in Gegenwart ihrer Kinder bezüglich der Väter zeigen ... manchmal frage ich mich wirklich, in welchem JAhrhundert wir leben
(wo ist der Kotz-Smiley?)
Sicher, ein großer Teil ist "friedlich", aber oben erwähnte schaffen es ohne Probleme, den Gesamteindruck bei mir herunterzuziehen. Und glaube mir, ich habe ein dickes Fell.„Auf unserer Suche nach allem, was die Leere erträglich macht, haben wir nur eins gefunden … einander.“
(aus Contact)
"Wir vertreiben uns aus einem Paradies, aus dem nur wir uns selbst vertreiben können."
(H. Lesch)
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21.06.2009, 00:17
AW: Als Mann fühlen
Wem tue ich denn da Unrecht?
Sicher den Ostblockkaschemmen.
Denn die haben Deinem hervorragend funktionierenden Verstand offensichtlich nicht geschadet.
Oder etwa doch?
Untersteh Dich, mit ja zu antworten.
Ich lass mich doch hier nicht einschüchtern.
Reagiere schon verschreckt genug, wenn die Panzerknackerkatze mit der Schweißerbrille auftaucht.
PS:
Medizinische Lehrbücher aus der DDR waren übrigens sehr gut, relativ billig, aber leider selten.Geändert von arouet58 (21.06.2009 um 00:36 Uhr)
Cum grano salis
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21.06.2009, 10:33Inaktiver User
AW: Als Mann fühlen



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