Dixgard, ich finde das eine sehr gesunde Lebensweise, von der ich mir gerne eine Scheibe abschneiden würde.![]()
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Ergebnis 11 bis 15 von 15
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13.05.2009, 14:53Inaktiver User
AW: Wichtige Ereignisse verdrängen/vergessen
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13.05.2009, 15:06Inaktiver User
AW: Wichtige Ereignisse verdrängen/vergessen
nein, ist es nicht. jedenfalls nicht pauschal und auch nich wichtig für das erinnern. die emotionalität eines ereigenisses hilft nicht, es besser/länger/dauerhafter abzuspeichern.
fast im gegenteil ist es so, dass ab 'ausgewachsen sein' (und das ist man mit 29) eine umstrukturierung der 'alten' erinnerungen beginnt. dinge werden dann eher nach kategorien unterteilt und abgelegt. noch weiter ins leben hinein und das gehirn entscheidet sich für eine zeitliche ordnung ('das war das jar in dem oma auf den hund getreten ist!')
und während all dieser lebenszeit werden erinnerungen kontinuierlich neu bewertet und dabei eben auch mal aussortiert.
letzthin fand ich ein altes tagebuch von mir. noch so von schulzeiten. seitenlang habe ich da von einem 'sven' geschwärmt. der sei so dies und so das und überhaupt toll und ganz und gar großartig. und auch wenn er mich (selbstverständlich) niemals beachten würde, würde ich ihn doch den rest meines lebens und für immer und so weiter.
ich muss nicht erwähnen, dass ich keine ahnung mehr habe, wem ich da ewige treue geschworen habe, oder?
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14.05.2009, 09:30
AW: Wichtige Ereignisse verdrängen/vergessen
Das ist ein weiterer Aspekt, den ich durchaus auch beobachte. Jedoch bei mir persönlich als bewußte Arbeit und Uminterpretation. Nicht als automatischen Process.
Ich hoffe, geistig noch nicht ausgewachsen zu sein. Mit 42. Auch wenn ich gewisse Dinge nicht mehr ändern möchte.dass ab 'ausgewachsen sein' (und das ist man mit 29) eine umstrukturierung der 'alten' erinnerungen beginnt.
-ND-
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14.05.2009, 10:34Inaktiver User
AW: Wichtige Ereignisse verdrängen/vergessen
es läuft tatsächlich auch automatisch.
was ja nicht heißt, dass man es nicht auch bewusst machen kann ....
Ich hoffe, geistig noch nicht ausgewachsen zu sein. Mit 42. Auch wenn ich gewisse Dinge nicht mehr ändern möchte.
-ND-
da gehts mir exakt wie dir .... ich bezog mich auf das biologische ausgewachsen sein (also der zeitpunkt, wenn faltencremes wichtig werden und man sich überlegen kann, ob man manche dinger nicht lieber vergessen hat
)
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14.05.2009, 12:03
AW: Wichtige Ereignisse verdrängen/vergessen
So viele Antworten (:
Ja, ich leide auch an Aufschieberitis. Dazu bin ich auch noch eine extreme Tagtraeumerin.
Dadurch, dass ich mich ueberwiegend mit Gefuehlsmenschen umgebe, dachte ich, ich sei etwas unnormal.
Aber da noch keiner "Du bist ein Freak" geschrieben habe, fuehle ich mich jetzt wieder normal :)
Genau! Und ich frage mich dann, ist mein Gehirn ein Sieb? Warum wissen andere mehr ueber meine Vergangenheit als ich selbst? (etwas extrem ausgedrueckt)
Ich habe auch mal ueberlegt, was der Vorteil waere, wenn ich nicht so waere.
Vielleicht fuehlt man dann intensiver?
Meine beste Freundin ist so ein Gefuehlsmensch. Manchmal sehr dramatisch. Quasi "Himmelhoch jauchzend, zu Tode betrübt".
Da bin ich doch ganz froh, dass ich mich konstant in der Mitte befinde (ab und zu mit leichten Ausschlaegen nach unten und oben). Darum auch die Idee mit dem Authismus.
Ich glaube, ich habe auch noch nie richtig geliebt, ansonsten waere das fuer meinen Geschmack ziemlich ueberbewertet.
(Ich hab ja noch viele Jahre vor mir).
Da kenne ich auch viele Kandidaten die ueber ihre Vergangenheit gruebeln. Dann heisst es immer, wenn ich frueher blub nicht gemacht haette, dann koennte ich heute blah. Die koennen das nicht akzeptieren, dass es zu diesem Zeitpunkt eben richtig war fuer sie (von Extremsituationen mal abgesehen).
Vielleicht wuerde dir dann was anderes dadurch entgehen. Aber was man nicht kennt, fehlt ja auch nicht.
Das finde ich sehr einleuchtend.
dixgård


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