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  1. User Info Menu

    AW: Ist das Leben SCHÖN?

    Ich glaube, an dem, was Cariad schreibt, ist viel Wahres dran.
    Wir werden weitermachen!

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    AW: Ist das Leben SCHÖN?

    ......also an meine Kindergarten Tage kann ich mich nicht erinnern, aber ich z.B. bin nie gerne in die Schule gegangen......wenn ich jetzt im Vergleich mein Kind anschaue, der eigentlich wenn es nach ihm ginge keinen Tag Ferien braeuchte, kann ich mich immer nur wundern, und beneide ihn um seine Begeisterung mit der er jeden Tag los geht .......!

    Maple
    If you want the rainbow you have to put up with the rain !

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    Ausruf AW: Ist das Leben SCHÖN?

    Nein, Cariad,

    ich kann mich natürlich nicht an jeden Kindergartentag erinnern. Und wenn ich ein Buch gelesen habe, kann ich mich nicht an jede Seite erinnern. Aber am Ende weiß ich, ob es mir gefallen hat oder nicht.

    Trotzdem möchte ich behaupten, daß es keinen einzigen Kindergartentag gab, dessen Ende ich nicht herbeigesehnt habe. Viel besser war es in der Schule auch nicht. Eine Art wundersamer Befreiung erlebte ich, als ich ins Berufsleben eintrat.

    Überhaupt fand, finde ich bei meiner Arbeit noch am ehesten den Zustand einer gewissen Leichtigkeit. Auch wenn ich mich nicht an jeden Arbeitstag erinnern kann.

    Wie einfach ist doch die Arbeitswelt strukturiert im Vergleich zum Geflecht persönlicher Beziehungen!

    Zitat Zitat von Inaktiver User
    Aber vielleicht vorweg: Möchtest du denn an deinem Leben etwas ändern?
    An meinem Leben wohl nicht, eher an mir. Insgesamt aber werde ich das Gefühl nicht los, irgendwie ein Alien zu sein.

    Daniel-G.

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    AW: Ist das Leben SCHÖN?

    Ja genau! Schule war für mich nur Horror!
    Ich denke oft: Wie gut muss ein Leben sein ohne diesen Horror...
    Ein einziger Dauerbauchschmerz, ging soweit, dass ich Angst hatte weil ich auch gehänselt und angegriffen wurde, bei einem Schulausflug so übel, ich hatte Angst zu ersticken. Eine Mädchenclique hatte es auf mich abgesehen und eins der Mädchen überfiel mich von hinten und hielt mir Mund und Nase zu.
    Ich wurde im Unterricht mit einer Nadel gestochen. Der Lehrer hat MICH ermahnt.
    Ich weiss nicht-in dieser Hinsicht ist mein Leben jetzt auf jeden Fall besser! Ich finde es gerade interessant mich daran zu erinnern.

    Irgendwie steigt man ins Leben gut oder nicht gut ein. Ich bin nicht gut eingestiegen und ich finde das Leben nicht schönund ich STEHE DAZU und seitdem komme ich mir größer und besser vor weil ich mich selber ok finde mit meiner seltsamen Sicht auf die Welt.

    Übrigens lese ich gerade die Filmografie/Biografie von Roman Polanski-wirklich ergreifend! Kein schönes Leben! Voller Gewalt und Horror und Schicksalsschlägen.
    Aber: Er ist dennoch eine beeindruckende Persönlichkeit.
    Vielleicht hängt das Glück nicht unbedingt damit zusammen, sich das Leben schön zu reden. Ich finde das Leben NICHT schön-und glaube dennoch Glückspotential in mir zu tragen-welches zur Zeit leider sehr selten zu Tage tritt. Aber das heisst ja nichts

  5. Inaktiver User

    AW: Ist das Leben SCHÖN?

    Für mich gibt es zwei Aspekte, die beeinflussen, ob mein Leben schön ist, ich mich leicht/glücklich fühle.

    Zum einem ist es wichtig, herauszufinden, was einem guttut, woran man Spaß hat, wie man leben möchte. Das ist nicht selbstverständlich, weil viele Leute darüber gar nicht reflektieren oder es nicht umsetzen. Es wird ein Leben gelebt, dass von den Eltern beeinflusst wurde (z.B. Berufswahl), von Ehefrau gesteuert (Sozialleben, Hobbies), usw. Hilfreich empfinde ich hier die Vorstellung: Was würde ich tun, wenn ich keine Verpflichtungen hätte? Keine Kinder, um die ich mich kümmern muss und die mein Leben bestimmen, zumindest solange sie klein sind. Welchen Job würde ich machen, wenn es nicht auf die Gehaltshöhe ankommen würde, um Familie zu ernähren und Haus abzubezahlen. Habe ich z.B. Lust eine Sprache zu lernen, bißchen mehr von der Welt zu sehen, mal in einem anderen Land zu wohnen? Möchte ich mal eine Kampfsportart ausprobieren oder mehr ins Theater gehen? Hilfreich ist auch, sich zu überlegen, was einem früher mal gutgetan hat. Mit Begeisterung im Schulchor gesungen? Kunst-Leistungskurs gehabt und beim Zeichnen total entspannt und abschaltet?
    Im nächsten Schritt kann man dann versuchen, diese Dinge soweit möglich in sein Leben einzubauen.

    Auf den anderen Aspekt hat man nur wenig Einfluss, das ist die eigene Persönlickeitsstruktur. Es gibt einfach Leute, die das Leben leichter nehmen, sich über Alltägliches "besser" freuen können als andere. Das ist leicht zu beobachten bei einem Freundeskreis, der zusammen Kaffee trinkt, wobei der Einzelne das dann sehr unterschiedlich erlebt. Die einen finden es entspannend, für sie ist es ein fröhlicher Nachmittag, andere empfinden es als ganz nett, war schön, dass sich alle mal wieder gesehen haben und sind froh, wenn sie wieder zu Hause sind.

    Ein weiteres Beispiel ist eine Depression: Man kann Mitten in fröhlichen Menschen ein Konzert der Lieblingsgruppe erleben und trotzdem keine Freude empfinden. Das ist sicher eine extreme Situation, aber die Grenzen bis dahin sind fließend. Auch ohne konkreten Krankheitswert gibt es neben den unbeschwerten Menschen die mit einer melancholischen, leicht depressiven Persönlichkeit.

  6. Inaktiver User

    AW: Ist das Leben SCHÖN?

    Hm. Ich wurde in der Grundschule auch gehänselt. War nicht besonders zufrieden mit meiner Situation dort und froh, als ich später die Schule wechselte. Die meisten Menschen kommen doch irgendwo und irgendwann in eine Situation, mal der Außenseiter zu sein.

    Nur hängt mir das nicht nach, bin froh, dass es hinter mir liegt. Und ein paar Sachen habe ich auch daraus gelernt. Also sehe ich es rückblickend als wertvolle, wenn auch unangenehme Erfahrung an.

    Grüße, Cariad

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    AW: Ist das Leben SCHÖN?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen

    Ich würde dir gerne eine Weisheit mitgeben, die ich, so albern das klingt, beim Mountainbiken gelernt habe. Wenn man auf dem Mountainbike eine schwierige Tour bergab fährt und es liegt ein Stein im Weg, dann darf man auf keinen Fall auf den Stein gucken. Wenn die Augen am Stein kleben, wird man unweigerlich dagegen fahren. Man muss am Stein vorbeischauen, um auch bei hohem Tempo drumrum zu fahren. So, könnte ich mir vorstellen, ist das mit dem, was du als Last wahrnimmst. Du schaust auf den anstrengenden, unangenehmen Teil: Man muss sich aufraffen, aufstehen, aus dem Haus gehen und so weiter. Vielleicht könnte es dir helfen, bewusst diesen Teil auszublenden und auf das Angenehme, Schöne zu schauen?
    Ich finde auch, dass das ein sehr schönes Bild ist.

    Ich glaube auch, dass die Einschätzung unseres Lebens sehr viel damit zu tun hat, worauf wir uns fokussieren.

    Ich kenne, wie viele hier, auch das Gefühl, mich zu etwas aufraffen zu müssen (Einladungen, Urlaube), selbst dann, wenn ich weiß, dass ich eigentlich schon Lust darauf habe. Wenn ich jedoch wirklich keine Lust habe und mir ziemlich sicher bin, dass das nur eine Pflichtveranstaltung ist, die ich abhake und wo mein Fehlen kaum auffallen wird, dann nehme ich mir auch die Freiheit abzusagen. Das gehört für mich zu den Maßnahmen, mit denen ich mein Leben leicht machen will. Ich trenne mich von Aktivitäten und Menschen, die mir nicht gut tun, die ich als Last wahrnehme.

    Den Verpflichtungen, denen ich nicht entkommen kann, versuche ich ganz bewusst eine Belohnung entgegen zu setzen. Auch das trägt zur Leichtigkeit bei und lenkt meine Wahrnehmung auf angenehme Dinge.

    Und ich vesuche, die schönen Alltagsmomente ganz bewusst und intensiv zu genießen und die Erinnerung daran festzuhalten. Gestern z.B. war ich mit einer Freundin in einem Konzert und zurück sind wir mit ihrem Cabrio offen und mit lauter Musik gefahren. Das war so schön, da erfreut mich jetzt noch die Erinnerung, obwohl es jetzt kein Riesen-Mega-Event war.

    Und diese Fähigkeit, intensive Freude an kleinen Alltagsdingen zu empfinden, hatte ich nicht schon mein Leben lang. Ich habe aber irgendwann gemerkt, dass es Menschen gibt, die so sind und dass ich auch gerne so sein möchte, dass ich Freude, Wärme, Leichtigkeit, Intensität in meinem Leben haben will. Und dann habe ich anfangen, alles in meinem Leben bewusst wahrzunehmen, was mir diese Gefühle verschafft. Es ging gar nicht darum, mein Leben radikal zu ändern, sondern vielmehr meine Wahrnehmung. Und sobald meine Wahrnehmung geschärft war, konnte ich auch erkennen, was mir gut tut und was nicht. Und dann kann ich mein Leben noch stärker auf die guten und schönen Dinge ausrichten.

    Mir ist es wichtig, mein Leben schön zu finden, denn ein anderes habe ich nicht. Und ich möchte nicht am Ende sagen: war okay, aber gut, dass es nun vorbei ist. Das fände ich wirklich schade.

    Viele Grüße,

    Malina
    Du hast mein Klagen in Tanzen verwandelt. (Psalm 30)

  8. User Info Menu

    AW: Ist das Leben SCHÖN?

    Zitat Zitat von Daniel-G Beitrag anzeigen
    Nein, Cariad,

    ich kann mich natürlich nicht an jeden Kindergartentag erinnern. Und wenn ich ein Buch gelesen habe, kann ich mich nicht an jede Seite erinnern. Aber am Ende weiß ich, ob es mir gefallen hat oder nicht.

    Trotzdem möchte ich behaupten, daß es keinen einzigen Kindergartentag gab, dessen Ende ich nicht herbeigesehnt habe. Viel besser war es in der Schule auch nicht. Eine Art wundersamer Befreiung erlebte ich, als ich ins Berufsleben eintrat.

    Überhaupt fand, finde ich bei meiner Arbeit noch am ehesten den Zustand einer gewissen Leichtigkeit. Auch wenn ich mich nicht an jeden Arbeitstag erinnern kann.

    Wie einfach ist doch die Arbeitswelt strukturiert im Vergleich zum Geflecht persönlicher Beziehungen!

    Daniel-G.


    Genau so geht es mir auch .....!!

    Maple
    If you want the rainbow you have to put up with the rain !

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    AW: Ist das Leben SCHÖN?

    Eine sehr "schöne" Frage!

    Ich für mich kann antworten, dass mein Leben sehr schön ist. Das hängt mit zwei Aspekten zusammen.
    1. Innere Aspekte
    - ich bin ein optimistischer Mensch
    - ich kann genießen
    - ich kann allem etwas Positives abgewinnen
    - wenn mir eine Situation nicht gefällt, dann ändere ich sie
    - ich habe erkannt, was ich gut kann und gerne tue
    - ich habe erkannt, was ich nicht gut kann
    - ich habe mir erreichbare Ziele gesetzt
    - die Meinung meiner Familie und Freunde ist mir wichtig
    - die Meinung von anderen ist mir nicht wichtig

    2. äußere Aspekte
    - ich habe ganz tolle Eltern, Geschwister, Familie
    - ich bin sehr gerne in die Schule gegangen
    - ich habe mich für einen Beruf entschieden, der mir liegt
    - mein Mann ist der Beste der Welt
    - natürlich haben wir auch die allerbesten Kinder der Welt
    - ich habe langjährige Freunde
    - ich habe Hobbies, die mich faszinieren
    - ich habe noch viele Träume und Pläne

    Natürlich läuft nicht alles jeden Tag rund. Im letzten Jahr hatte ich gesundheitliche Probleme, mit den Kinder gibt es mal Stress in der Schule etc. Aber ich bin mit meinem Leben sehr zufrieden! Mit 20 hatte ich bestimmte Wünsche und als ich 40 wurde und Bilanz zog, habe ich mit Freude festgestellt, dass ich meine Vorstellungen eigentlich noch übertroffen habe. Nun habe ich schon ein paar Ideen für die nächsten 20 Jahre....

    Wie ist es denn bei dir? Konntest du dir deine Träume erfüllen, oder ist dein Leben anders verlaufen als geplant? Für mich klingt das was du beschreibst nicht nach Leben sondern nach Funktionieren. Auch dein Bild mit den verschiedenen Jacken könnte ich mir für mich nicht vorstellen. Natürlich hat jeder Mensch in verschiedenen Umgebungen verschiedene Facetten, aber so wie du es beschreibst, klingt es für mich so, als ob du eher die Erwartungen anderer an dich erfüllst als authentisch du selbst zu sein.

    Was würdest du denn der berühmten Fee antworten, wenn du jetzt drei Wünsche frei hättest? Wonach sehnst du dich? Geld? Macht? Ruhm? Freiheit? Abenteuer? Was sind deine Lebensmotive?

    Es gibt übrigens gerade ein gutes Heft von Geo Wissen zum Thema Persönlichkeit, das ich sehr interessant finde. Darin ist auch ein längere Test enthalten.

    Grüße von
    Coratriton
    Wer nicht will findet Gründe - wer will findet Wege!

  10. Inaktiver User

    AW: Ist das Leben SCHÖN?

    Hallo -ND-,

    cool, Du triffst es super!

    Zitat:
    Ich wünsche Dir viel Kraft und Humor bei Deiner Aufgabe. Gerade, wenn ich "Dich" sehe, heulend und brüllend wie ein Leistungssportler auf dem Weg zum Gipfel, der gegen den Schmerz anschreit um sich voranzutreiben.

    Ja, es erinnert an einem Marathon. Und schmerzt höllisch gegen alles bisher Gewünschte und für wertvoll Befundene an. Außerdem sehe ich durchaus noch die Möglichkeit des Scheiterns. Aber genau darum geht es: Das verlassen, was sicher ist, das Risiko einzugehen, etwas zu finden, das nicht offensichtlich ist. Ganz ehrlich: Ich hatte/habe Angst dabei und glaube, dass genau das auch der Grund ist, weswegen viele Menschen hinter ihren Möglichkeiten zurückbleiben. Tatsächlich mit dem von Dir benannten schalen Gefühl "War das alles?". Dennoch: es kann auch ordentlich daneben gehen. Humor ist daher ein guter Begleiter . Gute Begleiter sind darüber hinaus auch einige Menschen: Mein Partner, der mich unterstützt und - ebenso wie einige gute Freunde - stolz auf mich ist. Und zwei Freundinnen, die deutlich älter sind als ich, viele Erfahrungen gemacht haben, gescheitert sind, Krebs und Unfälle überstanden haben, Kinder großgezogen haben. Die mir manchmal den Kopf tätscheln und sagen:`Es ist nicht einfach, aber es wird einfacher.´ Und das Gefühl, nicht allein zu sein, wenn selbst diese starken Frauen sagen: `Ja, auch ich bin unsicher. Aber trotzdem!´

    Zitat:
    Ich habe einen Leitsatz in meinem Leben: Wo die Angst ist, da ist der Weg.

    Ich habe es befürchtet. Aber Du hast ja recht. Ich begegne gerade meinen "Schreckgespenstern" namens "Nicht genügen können" und "Nicht von allen gemocht werden". Und nein, diese Begegnung ist nicht nur schön, sondern manchmal wirklich beängstigend. Ich glaube aber, dass da tatsächlich mein Weg langgeht, verbunden mit "Aufräumarbeiten", die - um zum Thema zurück zu kommen - NICHT SCHÖN sind. Aber notwendig. Das Leben bringt eben nicht nur Schönes. Aber viel Lebendiges!

    Auch Dir alles Gute, danke für Deine schönen Anregungen!

    Nancissima
    Geändert von Inaktiver User (18.05.2009 um 13:50 Uhr) Grund: Erläuternde Ergänzungen

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