Hallo Orlando,
naja, der Strang ist vor über einem Monat gestartet worden. Und ich kann mir schon vorstellen, dass einem irgendwann die Energie ausgeht, das Thema hier immer noch weiter zu verfolgen. Zumal auch eine gewisse Tendenz erkennbar war, die TE - in guter Absicht - ein wenig unter Druck zu setzen: na, hast Du schon was unternommen??
Manche Erkenntnisse müssen aber auch erst mal sacken. Und manchmal startet man einen solchen Strang aus einem momentanen Tief heraus, das einen erkennen lässt, dass es ein to-do gibt. Und dann kommt der ganz banale Alltag dazwischen, das Thema gerät in den Hintergrund und auch die Bereitschaft, sich pausenlos damit auseinander zu setzen.
Itsy hat hier wirklich sehr ausführlich geschrieben und ist die überwiegende Zeit auf die Postings detailliert eingegangen. Da gab es schon ganz andere Stränge. Und dass sie sich jetzt mal eine Zeitlang oder auch dauerhaft nicht mehr meldet, kann ich ihr schon nachsehen.
Viele Grüße,
Malina
Antworten
Ergebnis 131 bis 140 von 146
-
15.06.2009, 21:05
AW: Es gibt niemanden in meinem Leben, nicht mal Familie...
Du hast mein Klagen in Tanzen verwandelt. (Psalm 30)
-
15.06.2009, 21:11Inaktiver User
AW: Es gibt niemanden in meinem Leben, nicht mal Familie...
Hallo Malina,
ja, da hast Du natürlich recht, das kann man in einem Akut-Stadium, in dem es einem vielleicht einfach nur gerade schlecht geht, nicht immer gebrauchen. Nicht immer ist just in dem Moment, wo es einem am bescheidensten geht, schon der Moment zum Handeln gekommen.
LG, Orlando
-
16.06.2009, 06:33Inaktiver User
AW: Es gibt niemanden in meinem Leben, nicht mal Familie...
...sich nach jemandem zu sehnen und diese Bitte um Verständnis auszusenden ist die eine Seite.
Mit viel und tiefgründigem "Rat erschlagen" zu werden und sich von einem "Schlüsselsatz" betroffen fühlen und sich zurückziehen wie die TE die andere.
was für die eine tiefgründiger Austausch ist mit Bereicherungseffekt, kann für den anderen Psychoterror mit Kauderwelsch sein.
m.E. trifft hier die Unausgeglichtenheit von Geben und Nehmen zu und die Erwartung brachte anstatt Erfüllung nun die Enttäuschung.
Es kann eine gute Erfahrung sein, dass ein Mensch auch im Geben angemessen dort abgegrenzt bleiben sollte, wo er ohne Gegenforderung bedingungslos bleiben kann.
Nur wer mit sich im Reinen und ausgeglichen ist, ist auch nicht angreifbar...
-
16.06.2009, 09:14
AW: Es gibt niemanden in meinem Leben, nicht mal Familie...
Lest nochmal genau, was ich geschrieben habe und wieso ich es geschrieben habe....
Dann fällt Euch vielleicht die Interpretation auf....
Orlando hat es erkannt. Worum es in diesem Thread thematisch geht....
Itsy hat bestimmt auch ihren Prozess..... Auch das hatte ich schon miteinkalkuliert..... Ihr seid zu schnell und greift dann zu vehement daneben..... hinzu kommt zweierlei Maß in der Bewertung von Empfindungen..... vom Ausdrücken einer Persönlichkeit..... davon kann man sich verprellt fühlen und auch ... nicht viel zutrauen an Feingefühl.... Das kann ein Grund sein, warum es nicht oft klappt.....Geändert von FrauSchoengeist (16.06.2009 um 09:18 Uhr)
-
16.06.2009, 11:22
AW: Es gibt niemanden in meinem Leben, nicht mal Familie...
Auch ich gehöre zu den Leuten, für die die Threadüberschrift nach großer Verzweiflung klang. Von mir ausgehend scheint mir das naheliegendste bei großer Verzweiflung zu sein: ich setze mich mit den Ursachen auseinander und versuche Lösungen zu finden. Wenn ich denn schon einen solchen Thread aufmachen würde, dann würde ich mich wahrscheinlich auch mehr einbringen. Insofern bin ich schon etwas irritiert, dass Itsy so einfach aufhört. Irritiert bin ich hauptsächlich darum, weil das so gar nicht mir selbst entsprechen würde, denn ich könnte dieses Thema und auch die hier eröffnete Diskussion nicht einfach so abhaken.
Nun scheint Itsy da etwas anders zu sein und ich respektiere das durchaus, es wird sicher Gründe dafür geben.
Andererseits fand ich Schöngeists Posting darum gut, weil es - man kann ja nur vermuten - vielleicht das Muster aufzeigt, das dazu führt, dass Itsy keine Freunde hat. Möglicherweise kann sie sich nicht genug einlassen oder anderen gegenüber öffnen. Hier schließt sich der Kreis - zumindest für Frau Schöngeist.Kreativität kommt von der Freiheit zu scheitern. Und die Freiheit zu scheitern kommt vom Experiment. (Peter Gabriel)
-
16.06.2009, 16:40Inaktiver User
AW: Es gibt niemanden in meinem Leben, nicht mal Familie...
...es scheint so, dass das Zitat von Sprachlos wohl ein guter Rat für FrauSchöngeist sein könnte

Wer sich akrabisch verteidigt fühlt sich nur angegriffen und gerät selbst in die Opferrolle als unverstanden und nicht angemessen behandelt.
Det bringt nüscht, det Leben ist viel zu schön, auf in den schönen Sonnenschein...

-
17.06.2009, 23:40
AW: Es gibt niemanden in meinem Leben, nicht mal Familie...
"Wie man in den Wald hineinruft, kommt es auch wieder heraus..." irgendwie so war der Spruch...Ich meine durch sozialen Kontakt, Austausch von Gedanken, Gefühlen, Diskussion, Konfrontation etc. gleicht man sich immer wieder ab, schleift sich, entwickelt sich und sendet Signale- Körpersignale. Der Mensch braucht diesen Austausch, weil er sich dadruch definiert, nicht nur durch seine Arbeit. Deine Seele braucht Nahrung, damit wirst du ausgeglichener und glücklicher und wirkst auf die anderen auch positiver. Du scheinst dich verloren zu haben, verloren in deiner Arbeit. Jeder Mensch sucht den Kontakt zu anderen...wenn man auf einen Menschen trifft, der unglücklich und verloren wirkt, wird man als ausgeglichener, vielseitiger Mensch kaum einen Gegenpart in dir sehen...die meisten machen sich nicht die Mühe dich zu erforschen und die Geduld aufzubringen, das in dir zu suchen, was dich als Mensch ausmacht. Wir sind im Grunde auf einem großen Marktplatz und es laufen viele, verlockende Angebote herum. Was suchst du in einem Mann und noch besser, was in Freunden? Es treffen sich Gleichgesinnte, Gleichfühlende... Nimm dir Zeit für dich und nicht für deine Firma. Du hast nur ein Leben. Was machst du gerne oder würdest du gerne tun? TUE ES!!!!! Vielleicht suchst du dir einen neuen Job und arbeitest nicht mehr so viel, beschränkst dich auf ein Gebiet, damit du mehr Zeit in deinem Wohnort verbringst...Du hast bis jetzt alles getan, um sozialen Kontakt nicht entstehen zu lassen...Wenn du deine Geschichte selbst noch einmal liest, wirst du alle Antworten, was du vielleicht ändern solltest, finden. Du scheinst alles verlernt zu haben, also gib dir die Chance, nimm dir Zeit und setze neue Prioritäten, denn du setzt offensichtlich die falschen Signale und gerätst somit an die falschen Leute. Es liegt aber nicht an den anderen, sondern an dir, glaube mir. So wie du jetzt lebst, scheint es nicht umsetzbar. Viel Glück! ...und positiv denken....

Vielleicht sind Frauen dir gegenüber so ablehnend, weil du nach außen keinen offenen, kommunikativen Eindruck machst, eben zu hart "rüber kommst". Du hast alle Karten auf deiner Seite: siehst gut aus, bist erfolgreich im Beruf...jetzt ist es vielleicht an der Zeit sich weicher und menschlicher zu zeigen, sei Frau und nicht Geschäftsfrau...mach dich locker: Musik, Tanzen, Poesie, Sport....das ist so meine Meinung....vielleicht hilft`s
-
18.06.2009, 19:12Inaktiver User
AW: Es gibt niemanden in meinem Leben, nicht mal Familie...
Vielleicht macht sie es längst. Vielleicht braucht sie schlicht und einfach keine virtuellen Nicks mit psycho-futuristischen Glaskugelweissagungen. Vielleicht nutzt sie das Internet als das, was es auch sein kann: eine Möglichkeit zu schreiben, zu reflektieren, Meinungen einzuholen - Punkt, aus Ende. Es besteht keine Verpflichtung, auf ein Posting zu reagieren. Es gibt keine Verpflichtung ein selbst aufgebrachtes Thema mindestens xhundert Postings am Leben zu erhalten.
Vielleicht ist/war itsy der Fünftnick von Jemandem, der hier immer noch mitschreibt und sich grad mal wundert, was für ein Zauber hier abgeht.
*Verständlich - es ist menschlich, dass ich für meine weisen und hilfreichen Ausführungen gewürdigt werden möchte. Natürlich möchte ich Danksagungen, dass ich - wo es doch ansonsten niemanden gibt - auf die TE zugegangen bin und ob meiner großen Güte, mich nicht habe abschrecken lassen und mit Rat und Tat nicht gespart habe. Was für eine TE, die mir nicht die erwartete Bestätigung hat zu kommen lassen* Ironie-Modus aus
Besonders wundere ich mich über die doch etwas angeknatschten Nachsätze. Ich kenne die TE nicht - andere offensichtlich auch nicht. Im Idealfall ist sie ihrem Traummann begegnet und kommt seit 2 Wochen, weil sie nebst Traummann zufälligerweise Urlaub haben, nicht aus den Federn. Aber schlimmstenfalls ist etwas Tragisches passiert. Dazwischen gibt es 195.000 gute und richtige Gründe hier nicht mehr zu schreiben.
-
18.06.2009, 22:07
AW: Es gibt niemanden in meinem Leben, nicht mal Familie...
Wer kennt hier schon wen. Es ist alles eine Momentaufnahme, der man Glauben schenkt oder auch nicht, mit etlichen Interpretationen und Meinungen...Bedürfnisse, die direkt Ausdruck finden oder im Argen liegen, dass man sie, wenn überhaupt, nur erahnen kann...ob Zeitvertreib, Einsamkeit, Hilfeleistung, Selbstdarstellung, Sucht nach Aufmerksamkeit oder Aggressionsabbau...letztendlich wird es jedem irgendwie helfen, der hier ab und an aufschlägt, selbst wenn er die Erkenntnis erlangt, dass diese Art von Kommuikation völliges Theater sein kann und eben ihm nicht hilft / nichts bringt.... es ist Theater, dass sich im realen Leben genauso abspielt, nur hat man da die Person vor Augen und andere Mittel des Abgleichs......Respekt sollte jedoch immer Grundlage jeder Kommunikation sein, finde ich...wenn jemand Lust auf Spielchen unter tausenden Nicks hat, dann bitte...wenn ihn das glücklich macht....
...oder vielleicht liest ein anderer diese Postings, weil er wirklich betroffen ist und es könnte ihn wenigstens ein bisschen trösten, dann war es doch gut etwas beigetragen zu haben...
Geändert von hundertPro (18.06.2009 um 22:12 Uhr)
-
02.09.2010, 18:06
AW: Es gibt niemanden in meinem Leben, nicht mal Familie...
Oh weh oh weh.....gerade lese ich die Posts zu dem Thread, den ich eröffnet habe.....
Ja, es ist richtig, dass ich aufgehört habe, zu schreiben. Es ging mir so schlecht, daß ich mir Hilfe in einer Klinik gesucht habe. Dort bin ich zumindest wieder halbwegs aufgebaut worden, konnte reflektieren und mit Menschen sprechen.
Das Traurige daran ist: jetzt, einige Zeit "danach", habe ich zwar immer noch einen guten Einblick in meine "Probleme" (oder wie immer man das nennen mag), aber das auch nur theoretisch. Ich bin nach wie vor sehr allein und einsam. Ich habe immer noch einen fordernden Job in der Beratungsbranche, glücklicherweise, denn erhält dieser mir doch meinen Lebensstil. Trotzdem machen mir die Arbeitszeiten und die wechselnden Arbeitsstätten (wir arbeiten immer vor Ort bei dem jeweiligen Kunden) das Arbeiten an Beziehungen schwer. Tja, manchmal ist auch Therapie kein Allheilmittel.
Ich möchte mich bedanken für die vielen tollen und verständnisvollen Kommentare. Ich entschuldige mich bei denen, bei denen mein Rückzug Unmut hervorgerufen hat, auch das kann ich nachvollziehen. Bitte seht es mir nach, ich habe keinerlei böse Absicht dabei gehabt....
Ansonsten möchte ich doch kurz darüber berichten, was mich zur Zeit ein wenig quält. Es sind diese Gedanken, die ich immmer wegschiebe und mit dem Label "Selbstmitleid" versehe, und Selbstmitleid ist nicht positiv.....(zmindest in meiner Erziehung, "ein Indianer kennt keinen Schmerz") Aber ich bin immer noch so traurig, es ist soo viele Jahre (!) her, dass ich eine Umarmung oder einen Kuss gespürt habe. Ich habe jetzt schon so viele Jahre hintereinander meinen Geburtstag, Weihnachten und Silvester ganz und gar allein verbracht, Mann, das tut aber echt weh! Scheisse! Bei meinem Arbeitgeber mussten wir alle eine sog. Notfalladresse angeben, also eine Adresse von jemanden, der informiert werden würde, wenn jemandem ein Unfall oder sowas passiert. Die Kollegen von der Personalabteilung konnten es einfach nicht verstehen, dass ich keine solche Person nennen konnte. Da wird man dann schon wie ein Alien angeschaut....Und kürzlich wollte ich was beim Otto-Versand bestellen, und als ich mit dem Liefertermin nicht leben konnte, hiess es dann "kann das nicht jemand für sie übernehmen?", und man wollte mir nicht glauben, als ich sagte "nein, ich kenne wirklich niemanden".
Auch wenn man mir hier zu Recht vorwerfen kann, dass ich mich einfach eine lange Zeit nicht gemeldet habe, was ich auch jetzt wirklich Scheisse finde, so bin ich doch keine untreue oder unzuverlässige Person, ganz ganz im Gegenteil. Und ich glaube, das ist auch eines der Hauptprobleme. Wer mich sieht und kennenlernt, würde das NIE von mir denken. Ich wirke lustig, fröhlich, selbstbewußt, bin redegewandt und habe eine gute Bildung. Ich habe in meinem Leben soo viel erlebt und kann viel davon erzählen, bin blond, groß, kurvig.....eine Frau, die mit beiden Beinen im Leben steht. Nur mit der Liebe, der Nähe und der Freundschaft klappt es leider so gar nicht.
Ich quatsche locker Leute im Supermarkt an der Kasse an, oder die "Mitreisenden" im Fahrstuhl, engagiere mich ehrenamtlich usw. tja, aber mein Herz ist irgendwie vereist. Ich habe noch immer nicht den Weg gefunden, da wieder rauszukommen.
Ich bin froh, in der Klinik gewesen zu sein, dort hat man mich zurück ins Leben geführt. Ich hatte schon gedacht, ich könnte nie mehr aufhören zu weinen. (Nur ganz nebenbei: meine Zimmerkollegin hat mich gehasst mit einer Vehemenz, die unfassbare Ausmaße angenommen hat, und das Mädel, mit dem ich nachhaltig etwas Kontakt gehabt habe, lebt leider nicht mehr.........schon komisch... Während ich das hier so schreibe, komme ich mir komisch vor, wie jemand, der krank ist.........Ist das so? Bin ich krank? Ist mir nicht mehr zu helfen? Wo ist meine Liebe, mein Gefühl geblieben?
Itsy


Zitieren

