Warum ich die Trennung nicht wage? Ich bin feige ud habe Angst, alleine nicht mir klar zu kommen, ich bin "schon" 50 und habe einfach Angst, das erste Mal in meinem Leben alleine zu leben.
Wir haben sehr viel über unsere Gefühle geredet, aber die sind dadurch nicht wieder gekommen. Ich wünschte mir so oft, ich würde ihn so bedingslos lieben.....er tut es. Und ich verliebe mich in ein A.......... dabei habe ich einen wirklich lieben Mann. Aber so ist das Leben......leider.
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Ergebnis 31 bis 40 von 61
Thema: Bedingungslos lieben
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08.04.2009, 12:41
AW: Bedingungslos lieben
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08.04.2009, 13:54
AW: Bedingungslos lieben
Die bedingungslose Liebe ist ein idealistischer Mythos.
Liebe kann gar nicht bedingungslos sein. Dadurch, dass wir unsere Liebespartner bewußt oder unbewußt auswählen, müssen diese ja bereits gewisse Bedingungen erfüllt haben, um in diese Auswahl zu kommen. Sie müssen ja schon mal irgendwie in unser Beuteschema passen. Wir lieben ja schließlich nicht jeden, wir verlieben uns auch nicht in jeden x-Beliebigen.
Und auch wenn man eine Beziehung hat, sollte man schauen, dass der andere sich liebenswert verhält. Ich halte nichts davon, Menschen, die sich einem gegenüber mies verhalten, mit bedingungsloser Liebe zu verhätscheln. Damit zieht man sich Monster heran. Wenn man sich jedoch dafür entschieden hat, mit jemandem, den man liebt, eine Beziehung zu haben, sollte man diesem Menschen gegenüber nicht überkritisch sein, sondern ihn immer wohlwollend und mit einer gewissen Großzügigkeit betrachten, so lange er nicht Grenzen überschreitet und das Wohlwollen nicht ausnutzt.
Einem Partner jeden Scheiß, der einem nicht paßt, vorzuhalten, ständig komplettes Wohlverhalten zu verlangen und jede Abweichung davon mit Schmollen oder Belehrungen abzustrafen, ist nicht die wohlwollende Großzügigkeit, die in einer Beziehung angebracht ist. Ist der Partner so, dass man sich ihn erst erziehen muss, ist er der falsche Partner für eine Beziehung. Die meisten erwachsenen Menschen lassen sich auch nicht mehr gerne erziehen, zumal dieser Haltung auch immer die Anmaßung einer Überlegenheit des Erziehenden innewohnt. Partner, die partout nicht passen, muss man dann eben verlassen, anstatt sie ummodeln zu wollen, und mit dem Rest sollte man über Absprachen, Kompromisse oder sonstige Arrangements klarkommen.Liebe keinen, der nicht auch Dich liebt!
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08.04.2009, 18:18Inaktiver User
AW: Bedingungslos lieben
Ich schätze, das ist Auslegungssache - aber entweder bedingungslos oder kaum Bedingungen! Das kann ein gewaltiger Unterschied sein.
Wo liegt denn der Unterschied zwischen Erwartungen und Bedingungen? In puncto menschlichem Zusammenleben überschneidet sich das häufig, oder nicht?
Anima
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08.04.2009, 18:19Inaktiver User
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09.04.2009, 02:16Inaktiver User
AW: Bedingungslos lieben
@ Beklamo, Latona & Anima
Heissen Dank!
Ich begann mich inmitten all dieser bedingungslos und erwartungsfrei Liebenden schon wie ein herzloser Alien zu fühlen.

Ich denke, Bedingungen sind einerseits dem Willen nicht Zugängliches und dann natürlich die Basics ("sine qua non", ohne das geht's nicht). Beispiele:
Zitat von Inaktiver User
Einen Menschen, der mich als Menschen nicht respektiert, kann ich nicht lieben.
Einen Menschen, der weltanschaulich, ethisch, moralisch etc. diametral anders ein/aufgestellt ist als ich, kann ich nicht lieben. So jemand berührt meine Seele und mein Herz gar nicht oder in unangenehmer Weise.
Bedingung ist auch, dass ich Erwartungen an einen Menschen haben darf (und umgekehrt) - damit beginnt nämlich jede menschliche Beziehung und wenn die nicht beginnt, wird's keine Liebe werden.
Erwartungen an jemanden haben zu dürfen oder jemandem zugestehen, Erwartungen an mich stellen zu dürfen, sagt nichts über die Erfüllung der Erwartungen.
Bedingung ist für mich auch, dass ehrliche und offene Kommunikation über Erwartungen erwünscht und möglich ist - nur, wenn wir darüber reden können, können wir für uns sinnvolle von unsinnigen, gute von schlechten, erfüllbare von unerfüllbaren Erwartungen unterscheiden und so den Rahmen entwickelt, der Aufeinander-einlassen und damit Liebe möglich macht.
Eine Frau, die bei mir keine pheromonischen Phänomene entfesselt, die ich auch optisch, akustisch, haptisch nicht attraktiv finde, die werde ich wohl erotisch nicht lieben können. Bliebe natürlich noch die Variante "wie eine Schwester", aber darum geht's hier ja wohl weniger.
Das sind alles Dinge, die ich feststelle und erfahre, wenn ich jemanden kennenlerne, ein erster Filter sozusagen.
Und je mehr ich mit mir selbst ins Reine komme, desto fester stehen diese Bedingungen.
Erwartungen sind für mich weicher, wandelbarer, personen- und lebensituationsabhängiger.
Erwartungen sind sozusagen der "Modus operandi" einer Liebe.
Erwartungen bei erotischer Liebe beziehen sich beispielsweise auf Bereiche wie:
- Authentizität, Ehrlichkeit, Offenheit
- Nähe und Distanz
- Sexualität generell
- sexuelle und emotionale Exklusivität (im Volksmund "Treue")
- Lebensweise und LebensplanungGeändert von Inaktiver User (09.04.2009 um 02:19 Uhr) Grund: ergänzt
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09.04.2009, 09:01
AW: Bedingungslos lieben
Nur mal so....
Bedingung:
in der juristischen Fachsprache ein Wirksamkeitserfordernis
in der Umgangssprache eine Voraussetzung für etwas
Erwartung:
in der Soziologie die Annahme, was ein anderer oder mehrere andere tun würde oder sollte
Also hast du natürlich recht, dass gewisse Bedingungen erfüllt sein müssen, damit die Liebe wirksam werden kann. Aber wenn diese Liebe dann da ist, kann sie doch bedingungslos sein...?
Wobei das auch schwierig ist, zugegebenermaßen. Und ich denke, in Beziehungen liebt man nicht bedingungslos, bzw. die Beziehung an sich ist nicht bedingungslos......
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09.04.2009, 09:16
AW: Bedingungslos lieben
Hi,
ich trenne auch zwischen Liebe und Beziehungsleben.
Die Liebe kommt aus mir heraus, ist mein Gefühl,
die Grundmelodie in einer Beziehung.
Jeder Mensch hat eigene Wertvorstellungen, Macken, Vorlieben, etc.
Jemanden zu lieben bedeutet für mich nicht, mich selbst zu verlieren.
In einer Beziehung wirkt mehr als Liebe.
Darüber darf auch ruhig gestritten werden.
Liebe bedeutet nicht jemandem zu Füßen zu liegen bis der stolpert.
Liebe Grüße,
MatratzeNow, bring me that horizon.
Mein Avatar zeigt Euch Smashie. - Sie wurde nur 3 Jahre alt.
Sie kam als Streuner mit einem Trichter um die Beine, den sie sich dann selbständig ausgezogen hat.
NYC's ACC platzierte sie auf der berüchtigten **Kill List**
Kein Foster - keine Rettung.
Smashie starb am 17.09.2016.
Ihre grünen Funkelaugen gibt's nicht mehr.
Sie war eine sehr liebe, menschenliebende zarte Fee.
Es ist ein Privileg die tägliche **Kill List** zu bekommen.
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11.04.2009, 14:43
AW: Bedingungslos lieben
Hi,
ihr macht aus der Liebe eine Wissenschaft.
"Modus operandi" - gehts noch?
Man/Frau liebt ganz einfach das, was ihn/sie ergänzt, bzw. vervollständigt. Das ist die Bedingung, oder besser gesagt die Voraussetzung.
Leider entscheidet sich eine neurotischer Mensch (also die meisten) in der Regel für eine falsche Ergänzung seiner selbst. Zum Beispiel wenn sich der "Macho"Typ mit getuntem Offroader eine zartes Mäuschen nimmt, das er prima dominieren kann.
"Ein Tropfen Liebe ist mehr als ein Ozean Verstand"
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11.04.2009, 16:01Inaktiver User
AW: Bedingungslos lieben
Und eben weil viele Menschen sich für eine Beziehung zu jemandem entscheiden, der nicht zu ihnen passt, ihnen nicht gut tut, schadet es m.E. nicht, abseits des "Liebe ist ..."-Abreisskalenders mal einen Moment über das Thema nachzudenken und sich selbst zu betrachten.
Wissenschaft ist das noch lange nicht.
"Ein Tropfen Liebe ist mehr als ein Ozean Verstand"
"Ooooooch, so'n bisschen Großhirn ist doch auch ganz schön."
(Ralf König, Der bewegte Mann)Geändert von Inaktiver User (11.04.2009 um 16:02 Uhr) Grund: Fipptehler
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11.04.2009, 20:59
AW: Bedingungslos lieben
Now, bring me that horizon.
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